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  • »tine« ist weiblich
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1

Donnerstag, 4. März 2010, 15:27

Bin Neu hier und sehr verunsichert

Hallo zusammen,

bei meiner Mutter (74) wurde vor drei Wochen ein Blasentumor festgestellt. Sie wurde schon operiert(TUR). Gestern bekamen wir das Ergebnis der Histologie: pT2aG3.

Es wurde uns sofort gesagt das nur eine Blasenentfernung möglich wäre. Ansonsten hätte sie noch 1-2 Jahre zu leben. Das war wirklich ein Schock für uns.

Jetzt haben wir in drei Wochen den OP Termin für die Blasenentferung mit künstlichem Ausgang.

Vielleicht kann uns jemand erklären wie die OP abläuft und wie es nachher mit dem künstlichen Blasenausgang funktioniert.

Vielen Dank für Eure Hilfe

Viele Grüße

Martina

Annette AMP

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2

Donnerstag, 4. März 2010, 18:08

Hallo Martina,

Deine Mutter wird wahrscheinlich ein Ilenium Conduilt bekommen. Das heißt Ihr werden die Blase und die Gebärmutter entnommen, gleichzeitig werden die Lymphknoten mit überprüft ob evtl. die mitbefallen sind. Dann wird aus Darmmaterial eine kleine Vorblase und der Ausgang gebaut.
Das Urostoma bitte lese hier.
Die Dauer der OP richtet sich nach dem was die Ärzte vorfinden d. h. ob Verwachsungen vorhanden sind.
Sie wird evtl. 2-3 Tage auf die Intensiv kommen. Danach auf die normale Station und es wird so langsam Schlauch für Schlauch in das neue Leben gehen.

Die Antwort für Deine Frage wie es nachher mit der künstlichen Blase funktioniert findest du hier http://www.stomacare.bbraun.de/cps/rde/x…s.xsl/7264.html

Es gibt etliche Anbieter. Vielleicht kannst Du ja im Vorfeld schon mal im Internet nachschauen und Euch Muster zukommen lassen.

Falls Du weitere Fragen hast melde Dich einfach, ich werde versuchen Sie Dir zu beantworten.

Deiner Mutter viel Erfolg und gute Besserung bei der OP, wir drücken die Daumen

Annette
2003 Diganose Blasenkrebs, seit 14.05.07 Ureterocutaneostomaträger Nephrektomie re n. Muskelinvasisem Tumor pT2a;N0,L0,V0;R0, G2-3 Harnleitercazinom pTa2G2 R0 2Zyk.Chemo GEM/CIS Juli/Aug.2010 w. Metas in Lymphen, 3 Zyk. Juli-Okt. 11 erneut Chemo GEM/CIS w. Lymphvergrösserung, CT Nov. krebsfrei, ab 13.6.12 Chemo m. Vinflunin, 7.1.13 Zunahme der Lymphknoten + 1 Lebermetas, ab 17.4. Chemo Paclitaxel/Carboplatin

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3

Donnerstag, 4. März 2010, 18:40

Blasentumor

Hallo Anette,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Jetzt kann ich mich noch ein bischen einlesen.

Hab aber gleich noch eine Frage: Wenn wir jetzt eh noch 3 Wochen warten müssen wäre es dann nicht sinnvoll eine CT zu machen damit man sieht ob irgendwo Metastasen sind? Oder wird das im KH vor der OP gemacht?

Sorry das ich Dich gleich wieder belästige aber ich will mir einfach sicher sein.

Danke und ganz liebe Grüße
Martina

hexe

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4

Donnerstag, 4. März 2010, 19:47

Liebe Martina,

mein Befund nach der TUR-B lautete muskelinvasives Harnblasenkarzinom pT3 G2. Es war somit klar, dass zystektomiert werden musste und aufgrund der bereits vorhandenen Infiltration des Muskelgewebes wurde noch vor der Entlassung aus der Klinik eine CT durchgeführt. Dabei zeigten sich vergrößerte Lymphknoten, die sich dann während der Zystektomie als Metastasen herausstellten und eine adjuvante Chemotherapie notwendig machten. Auf jeden Fall sollte bei deiner Mutter noch eine CT vor der Zystektmie gemacht werden.

Du brauchst Dich übrigens nicht für jede Frage zu entschuldigen. Alle, die hier posten, haben aufgrund eigener Erfahrungen, sei es als Betroffener oder Angehöriger, die selben Ängste und Unsicherheiten empfunden und daher jede Menge Verständmis für Deine Situation.

Liebe Grüße

Hexe :tanzen:
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Freitag, 5. März 2010, 07:49

Liebe Hexe,



danke für Deine schnelle Antwort. Ich bin wirklich froh das ich auf dieses Forum gestoßen bin.

Da wir ja erst in drei Wochen den Termin haben was meinst Du ist das nicht bei dem Befund

etwas lang? Ich weiss ja nicht wie schnell sich so ein Krebs ausbreitet.

Als wir vor 2 Tagen das Gespräch mit dem Urologen hatten, hat er nichts erwähnt von einer

CT. Soll ich nochmals bei ihm anrufen?



Danke für Deine Hilfe und noch einen sonnigen Tag

Gruss

Martina

Balu

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Freitag, 5. März 2010, 08:18

Hallo liebe Martina,

ich finde CT auch wichtig, man sollte schon wissen wie der Gesamtstatus ist, schön das Du so für Deine Mutter mitdenkst. Einfach Anrufen und nach Termin bzw. Überweisung fragen. Ich hatte den CT-Termin innerhalb eines Tages. Der Termin für für die Skelettszintigrafie war dann eine Woche später.

Was die Zeit angeht kann es eigentlich nicht schnell genug gehen aber ich denke das liegt bei Deiner Mutter noch im vertretbaren Bereich.

Mein Befund ist vom 8. Februar und nicht so "gut" wie bei Deiner Mutter, mindestens T2 G3. Mein OP-Termin habe ich gestern bekommen und wird der 19. März sein.

Ich bin hier im Forum auch Anfänger und noch nicht der "Profi" hoffe aber das ich Dir etwas helfen konnte.

Liebe Grüße

Fred
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7

Freitag, 5. März 2010, 08:24

Hallo Fred,



vielen Dank für Deine Info. Werde gleich mal nachfragen.

Ich wünsche Dir natürlich alles Gute für Deine OP und vor allem ein possitiver Ausgang.

Darf ich fragen woher zu kommst?



Viele liebe Grüße

Martina

Balu

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Freitag, 5. März 2010, 08:40

Ja das darfst Du.
Ich wohne in Leipzig und bin 51 Jahre alt.

Fred
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hexe

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9

Freitag, 5. März 2010, 08:56

Liebe Tine,

nein, der Termin in drei Wochen ist nicht zu spät.
Wenn Du meine Geschichte liest Mein Pouch - eine Geschichte mit positivem Ausgang, wirst Du feststellen, dass bei mir zwischen TUR-B und Zystektomie ein ähnlicher Zeitraum lag. Ich habe diese Zeit genutzt zur Information über die Dinge, die mir bevorstanden und zur Verbeserung und Optimierung meiner körperlichen Konstitution. Das hat mir ungemein geholfen nicht nur die große OP sondern auch die anschliessende systemische Chemotherapie in einigermaßen guter körperlicher Verfassung zu überstehen und relativ schnell wieder in die Hufe zu kommen.

Also - nutzt diese Zeit sinnvoll.

Liebe Grüße

Hexe :tanzen:
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Sonntag, 7. März 2010, 12:24

Hallo Hexe,

danke für Deine Info. Hab mir Deine Geschichte durchgelesen. Echt bewundernswert aber auch sehr hilfreich für uns alle.

Ich bin so froh das ich auf dieses Forum gestoßen bin ich wäre sonst total überfordert.
Wenn man beim Arzt sieht hat man tausend Fragen und wenn man rauskommt hat man doch wieder was vergessen.

Hier ist es einfach super seine Ängste und Sorgen erzählen zu können. Heute ist wieder so ein Tag bei mir.
Ich weiss das die OP kein Honigschlecken ist, aber ich hab noch viel mehr Angst davor ob sich irgendwo Metastasen gebildet haben.
Denn meine Mutter hat ziemlich lange bei einer Firma gearbeitet wo Asbest verwendet wurde. Und das wirklich in ganz großem Mengen.

Meine Mutter hat dies natürlich auch den Ärzten erzählt.
Es gibt einige Mitarbeiter so in ihrem Alter die schon bereits an Lungenkrebs verstorben sind.
Kannst Du verstehen das mich das ganz stark beschäftigt??

Aber ich weiss auch das ich possitiv denken muss und ändern kann man jetzt eh nichts mehr.
Hab halt einfach Angst davor.

.....und dann diese lange Warterei aber ich hab mir schon viele Infos aus den angegebenen Seiten herausgeholt, und Hexe Du hast Recht man muss die Zeit sinnvoll nutzen.

Danke fürs Zuhören.
Wünsche noch einen schönen sonnigen Sonntag

Liebe Grüße
Martina

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11

Sonntag, 7. März 2010, 12:28

Kommt jemand aus dem Raum Böblingen

Hallo,

hat sich jemand schon im Raum Böblingen operieren lassen.?

Danke

liebe Grüße

Martina

hexe

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Sonntag, 7. März 2010, 13:05

Liebe Martina,


Eine Zystektomie würde ich an Deiner Stelle in der Uniklinik Tübingen durchführen lassen. Die Urologie hat dort einen ausgezeichneten Ruf.
Hier findest Du entsprechende Infos:
http://www.uro-tuebingen.de/
Erfahrungen eines Gastes, der dort eine Neoblase erhielt, kannst Du hier nachlesen:
Dieters Bericht (Harnblasenkrebs Neoblase)

Liebe Grüße

Hexe :tanzen:
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Gundula

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13

Sonntag, 7. März 2010, 13:05

Liebe Martina,

ich finde es bemerkenswert, wie Du Dich um Deine Mutter sorgst, wie beruhigend für sie, dass Du da bist.
Es kann nur ein Betroffener nachempfinden wie es ist, wenn sich eine Tochter oder Sohn so um einen sorgt und da ist.
Es gibt Deiner Mutter Kraft und Zuversicht, dies alles durchzustehen.
Leider kann ich Dir nicht weiterhelfen, da ich in Mannheim wohne. Es könnten aber Fragen auftauchen, die ich Dir doch beantworten kann.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Deiner Mutter alles Liebe und Gute, und in ein paar Wochen ist sie wieder auf dem Weg der Besserung.

Es grüsst Dich ganz herzlich

Gundula

hexe

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Sonntag, 7. März 2010, 13:23

Fragen

Liebe Martina,

kaum ist der Arzt aus dem Raum verschwunden, fällt einem so so einiges ein, was man fragen wollte :Was liegt an: ; das kenne ich nur zu genau.
Mittlerweile halte ich es so, dass ich mir alles, was mir unklar ist und ich den Doc fragen muss, auf einen Zettel schreibe, den ich dann im Arztgespräch nach und nach abarbeite.

Im Rahmen der onkologischen Nachsorge des Harnblasenkarzinoms wird auch immer die Lunge kontrolliert; das sind optimale Bedingungen, mögliche Schädigungen durch Asbestbelastung frühzeitig zu erkennen. :streicheln:

Liebe Grüße - geniesse heute diesen schönen sonnigen kackig kalten Tag

Hexe :tanzen:
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Dienstag, 9. März 2010, 08:03

dringend Rat

Hallo Hexe oder alle Andere,

ich wurde selbst vor 2 Jahren am Darm operiert war eine umfangreiche OP und mir wurde

damals zusätzlich zur Narkose eine Spinalanästhesie gelegt. Durch die Spinalanäs. wurde mir

dann Schmerzmittel verabreicht so muss ich sagen hatte ich die ganze Zeit überhaupt keine

Schmerzen. Es war nur der Bereich "Bauch" betäubt und mir wurde das empfohlen damit der

Darm sich erholen kann und die Heilung besser vorangeht. Für mich war das eine ganz tolle

Sache denn wenn man nach so einer OP das erste Mal auf die Toilette muss ist das doch

sehr hilfreich.

Meine Frage: Hatte das auch jemand bei der Blasenentfernung als Schmerztherapie??

Ich denke ich werde das mit den Ärzten besprechen wenn wir ins Krankenhaus gehen.

Vielen Dank für Eure Antworten.



Liebe Grüße

Martina

hexe

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Dienstag, 9. März 2010, 08:49

Narkose

Liebe Martina,

eine Zystektomie wird grundsätzlich immer in Vollnarkose durchgeführt; dabei ist es heutzutage allgemeiner Standard zusätzlich gegen postoperative Schmerzen einen Periduralkatheter zu legen. Der wird übrigens zuerst gelegt, solange der Patient noch wach ist, damit der Anaesthesist leichter die korrekte Einstichstelle findet. Manchmal wird auch an den zentralen Zugang im Hals eine Schmerzpumpe angeschlossen. Ich vermute mal, die Verfahren variieren je nach OP-Art und Klinik.
Wenn Du die Geschichten von Mitgliedern liest, die zystektomiert wurden, da hat kaum einer über postoperativen Wundschmerz berichtet; häufig und offenbar unvermeidbar sind dann allerdings bei "Inbetriebnahme" des Darms mithilfe eines Abführmittels Darmkrämpfe und Koliken.

Liebe Grüße

Hexe :tanzen:
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Donnerstag, 11. März 2010, 07:54

bin unsicher und immer wieder viele Fragen

Hallo Hexe,



da Du auch schon eine Chemotherapie gemacht hast frage ich einfach Dich.......

ist das wie bei vielen Chemo's auch das da einem die Haare ausfallen??



Danke für Deine Antwort und ich wünsche Dir noch einen schönen verschneiten Tag



Liebe Grüße

Martina

hexe

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Donnerstag, 11. März 2010, 09:31

Liebe Martina,

nee, mir sind so wenige Haare ausgegangen, dass davon kein Mensch was gemerkt hat. Das Foto von meinem Avatar enstand kurz nach der letzten Chemo und der ersten Revisions-OP. Bei der Chemotherapie Cisplatin/Gemcitabin ist im Allgemeinen der Haarausfall ausgesprochen gering, dass z.B. der Erwerb einer Perücke völlig unnötig ist.
Was ich besonders wichtig finde:
Augenbrauen und Wimpern bleiben nahezu vollständig erhalten. :hurra:

Liebe Grüße

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Löwe

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Über mich: Positiv denkend und lebenslustig nach - Radikaler Zystektomie mit Anlage eines Nabelpouches am 17.11.2005.

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Donnerstag, 11. März 2010, 18:28

Frage an Hexe

Hallo, Hexe!
Ich habe Chemo nach dem Gemcar Cisplatin -Schema bekommen.
Weichen Deine und meine Chemo sehr voneinander ab, was die Inhaltsstoffe betrifft?
Ich hatte nämlich danach am ganzen Körper nicht ein einziges Häärchen.
Gruß aus der Heide
Löwe
Löwe

hexe

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Donnerstag, 11. März 2010, 20:10

Hallo Löwin,

ich habe folgende Dosen erhalten:
Gemcitabin 1000mg/qm KOF an Tag 1 und 8, sowie Cisplatin 70mg/qm KOF an Tag zwei, Wiederholung an Tag 22, 4 Zyklen.
Ich habe vor Therapiebeginn Prof. Hartlapp nach Haarausfall gefragt, um gegebenenfalls eine Perücke anfertigen zu lassen. Seine Antwort, dass bei dieser Therapie im allgemeinen kein oder nur ein sehr geringer Haarausfall zu beobachten ist, hat sich eben auch bei mir bestätigt.

Liebe Grüße

Hexe :tanzen:

P.S.: Gemzaar ist das Gemcitabin der Fa.Lilly
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