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eckhard11

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Mittwoch, 4. November 2009, 15:42

Wörterbuch A - B

Wörterbuch in Wort und Bild

Mit weitergehenden Erläuterungen / und Bildern versehene Suchbegriffe
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A

Abdomen, Bauchraum unterhalb des Rippenbogens
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Das Abdomen (zu deutsch der Bauch) ist der Bereich des Rumpfes zwischen Brustkorb und Becken. Umgangssprachlich wird manchmal auch nur das Fettpolster vor dem Bauch so genannt (auch „Wampe, Wanst, Bierbauch“ usw.).

Adipositas, Dickleibigkeit
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Bei der Adipositas (lat. adeps = fett) bzw. Fettleibigkeit, Fettsucht, Obesitas (selten Obesität; im engl. aber fast nur „obesity“) handelt es sich um ein starkes Übergewicht, das durch eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen gekennzeichnet ist. Eine Adipositas liegt, nach WHO-Definition, ab einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m² vor, wobei drei Schweregrade unterschieden werden, zu deren Abgrenzung ebenfalls der BMI herangezogen wird. Indikatoren für den Anteil von Körperfett und dessen Verteilung sind der Bauchumfang und das Taille-Hüft-Verhältnis.

Agonadismus, das völlige Fehlen der Keimdrüsen (Gonaden).
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Das völlige Fehlen der Keimdrüsen (Gonaden). Bei der Frau handelt es sich um die Eierstöcke, beim Mann um die Hoden. Diese Missbildung tritt nur äußerst selten auf.

ALA = 5-Amino-Laevulinsäure (5-ALA), besonders hochsensitive Methode zur Früherkennung des oberflächlichen Blasenkarzinom
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Mehrere Studien in den letzten Jahren haben gezeigt, dass die fluoreszenzgestützte Zystoskopie mit 5-Aminolävulinsäure (ALA) die endoskopische Erkennbarkeit oberflächlicher Blasentumoren im Vergleich zur Standard-Weißlicht-Technik um ca. 20 % verbessert. Aufgrund dieser Ergebnisse sollte sich durch den Einsatz der ALA-Fluoreszenzendoskopie auch die Residualtumor-/Rezidivrate von Blasentumoren reduzieren lassen. Zur Überprüfung dieser Hypothese wurde eine kontrollierte prospektiv randomisierte 2-Zentren-Studie durchgeführt. Material und Methode: In diese 2-armige Studie wurden insgesamt 115 Patienten mit einem bekannten Blasentumor eingeschlossen. Nach Randomisierung wurde die initiale transurethrale Resektion (TUR) unter Standard-Weißlicht (Gruppe 1/WL) oder unter Fluoreszenzbedingungen (Gruppe 2/ALA) durchgeführt. Eine Nachresektion erfolgte bei allen Patienten 6 bis 8 Wochen nach der initialen TUR unter fluoreszenzassistierten Bedingungen. Weitere Kontrollzystoskopien erfolgten unter Weißlicht nach 3, 6 und 12 Monaten. Ergebnisse: Bei der Nachresektion wurde bei 31 von 51 Patienten (59 %) in der WL-Gruppe und bei lediglich 43 von 51 Patienten (84 %) in der ALA-Gruppe kein Residualtumor gefunden. Der Vorteil der Fluoreszenzmethode war statistisch hochsignifikant (p = 0,005). Nach 12 Monaten waren 17 von 48 Patienten in der Gr. 1 und 25 von 47 Patienten in der Gr. 2 tumorfrei (p = 0,03). Sieben Patienten entzogen sich der Nachkontrolle und schieden somit vorzeitig aus der Studie aus. Schlussfolgerung: Dies reduziert durch eine Verringerung der notwendigen Folgeoperationen sowohl die Morbidität der Patienten als auch die Behandlungskosten.

Allergie, Überempfindlichkeitsreaktionen
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Der Begriff Allergie wurde 1906 von Freiherr Clemens von Pirquet, einem Wiener Kinderarzt, in Analogie zu Energie geprägt in der Hinsicht, dass der en-érgeia, einer körpereigenen (inneren) Kraft, eine all-érgeia als Ausdruck von Reaktionen auf körperfremde Stoffe gegenübertrete. Pirquet definierte Allergie weit gefasst als „veränderte Fähigkeit des Körpers, auf eine fremde Substanz zu reagieren“. In dieser Definition sind sowohl verstärkte (Hyperergie), verminderte (Hypoergie) wie auch fehlende (Anergie) Reaktivitäten einbezogen. Pirquet erkannte als erster, dass Antikörper nicht nur schützende Immunantworten vermitteln, sondern auch Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen können. Heute beschreibt der Begriff Allergie die Überempfindlichkeitsreaktionen, die durch eine Immunantwort gegen ansonsten harmlose Antigene ausgelöst werden.

Allergologie = Lehre von den Ursachen und Behandlungen von Allergien
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Die Allergologie ist eine medizinische Fachrichtung (Teilgebietsbezeichnung), die sich mit den Allergien (deren Entstehung, Ausprägung, Verlauf und Behandlung) beschäftigt.
Häufig haben Hautärzte, HNO-Ärzte und Lungenfachärzte, aber auch Internisten, Kinderärzte und Allgemeinärzte die entsprechenden Weiterqualifizierungen zum Allergologen und können die Zusatzbezeichnung Allergologie erwerben.

Anamnese = die Erhebung der Vorgeschichte des Patienten
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Im Rahmen der Anamnese wird die Vorgeschichte eines Patienten in Bezug auf seine aktuellen Beschwerden erhoben. Die biographische Anamnese ist darüber hinaus erweitert auf die gesamte Lebensgeschichte des Patienten. Eine sorgfältige Anamneseerhebung schließt biologische, psychische und soziale Aspekte mit ein. Die dabei erhaltenen Einzelinformationen erlauben oftmals Rückschlüsse auf Risikofaktoren und kausale Zusammenhänge. Ein therapeutisches Anliegen ist damit nicht direkt verbunden, wenngleich bereits allein das Reden über die Probleme eine heilsame Wirkung haben kann. Die Anamnese wird im Regelfall vor der medizinischen Untersuchung erhoben, muss jedoch in Notfällen, die eine sofortige Behandlung verlangen, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.
Ziel der Anamnese ist die größtmögliche Einschränkung der in Frage kommenden Differenzialdiagnosen, vorzugsweise anhand von Leitsymptomen und Ausschlusskriterien. Um eine definitive Diagnose stellen zu können, sind im Anschluss daran meist noch weiterführende Untersuchungen notwendig.

Anästhesie = Ausschaltung der Schmerzempfindung
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Mit Anästhesie wird gleichermaßen der durch eine Narkose hervorgerufene Zustand der Empfindungslosigkeit zum Zweck einer operativen (oder diagnostischen) Maßnahme bezeichnet wie die medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Bewerkstelligung desselben beschäftigt.
Die Anästhesie im engeren Sinne ist ein Teilgebiet der Anästhesiologie, zu dem auch die Gebiete Intensivmedizin und Schmerztherapie gehören. Teilweise werden auch Palliativmedizin und Notfallmedizin zur Anästhesiologie hinzugerechnet.
In den meisten Industrienationen wird die Anästhesie durch einen spezialisierten Arzt ausgeführt. In Deutschland trägt er die Bezeichnung Gebietsarzt für Anästhesiologie oder kurz Anästhesist oder landläufig auch Narkosearzt. In der Regel steht ihm eine Anästhesiepflegekraft zur Seite, die ebenfalls häufig über eine definierte Weiterbildung in Anästhesie und Intensivmedizin verfügt.

Anastomose = Verbindungsstelle, Anschlussstelle zwischen Gefäßen oder Hohlorganen
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Eine Anastomose ist eine Verbindung zwischen zwei anatomischen Strukturen. Dabei bilden ausschließlich Blutgefäße mit Blutgefäßen, ebenso Lymphgefäße untereinander Anastomosen. Anastomosen zwischen Arterien sorgen bei Ausfall eines Gefäßes für einen Umgehungskreislauf, sodass es nicht zur Nekrose von Gewebe kommt. Arteriovenöse Anastomosen sind für die Regulation der Durchblutung von Bedeutung.
In der Chirurgie werden operativ hergestellte Verbindungen zwischen Blutgefäßen, Nerven und Hohlorganen ebenfalls als Anastomose bezeichnet.

Androgene, männliche Hormone.
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Männliche Hormone. Das wichtigste Androgen ist das Testosteron, welches hauptsächlich im Hoden gebildet wird.

Angiographie, Röntgendarstellung von Blutgefäßen
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Röntgendarstellung von Blutgefäßen

Antiandrogene, Medikamente mit Wirkung gegen die männlichen Hormone.
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Antiandrogene sind Arzneistoffe, die die Wirkung der männlichen Sexualhormone hemmen. Substanzen wie Cyproteronacetat und Flutamid blockieren Androgenrezeptoren z.B. an der Prostata und heben so die Wirkung von Androgenen auf. Deshalb werden Antiandrogene u. a. bei Prostatakrebs eingesetzt, weil die Androgenwirkung das Tumorwachstum begünstigen würde. Mögliche Nebenwirkungen sind dabei männliches Brustwachstum (Gynäkomastie), Libido- und Potenzverlust. Deshalb können Antiandrogene auch im Rahmen einer chemischen Kastration eingesetzt werden.

Antibiotikum ( Plural Antibiotika ) = Arzneimittel, welches gegen Bakterien wirksam ist.
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Im ursprünglichen Sinn sind Antibiotika natürlich gebildete, niedermolekulare Stoffwechselprodukte von Pilzen oder Bakterien, die schon in geringer Menge das Wachstum von anderen Mikroorganismen hemmen oder diese abtöten. Darüber hinaus werden inzwischen auch solche Medikamente mit antimikrobieller Wirkung als Antibiotika bezeichnet, die in der Natur nicht vorkommen und synthetisch oder gentechnisch gewonnen werden. Die Bezeichnung Chemotherapeutikum für Antibiotikum leitet sich historisch vom Sulfonamid her, das als chemische Substanz das erste effektive Antibiotikum darstellte. Dieser Begriff sollte nach Übereinkunft der entsprechenden Wissenschaftsdisziplinen aber den antineoplastischen (gegen Krebs u. ä. gerichteten) Medikamenten (beispielsweise Zytostatika) vorbehalten bleiben.
Antibiotika können auf drei Arten wirken:

  • bakteriostatisch (Bakterien werden an der Vermehrung gehindert)
    bakterizid (Bakterien werden zwar getötet, sind aber weiterhin physisch vorhanden)
    bakteriolytisch (Bakterien werden getötet und deren Zellwand aufgelöst)

Antihormone,die bei der Behandlung von hormonabhängigen Tumoren (z.B. Prostatakrebs) zum Einsatz kommen können.
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Substanzen, die die Wirkung der im menschlichen Körper gebildeten Hormone blockieren und bei der Behandlung von hormonabhängigen Tumoren (z.B. Prostatakrebs) zum Einsatz kommen können.

Antikörper zur Krebsbekämpfung
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Antikörper sind Eiweiße, die von Zellen des Immunsystems produziert werden und ganz spezifisch mit anderen Molekülen eine feste Verbindung eingehen können (wir bekommen Sie z.B. von der Muttermilch als Baby).

Anschließend können sie Fresszellen oder so genannte Killerzellen (NK-ZELLLEN etc.) aktivieren und so oder in Zusammenarbeit mit anderen Molekülen Zellen abtöten oder Gifte unschädlich machen.

Ihr müsst wissen: Jeder Mensch hat Krebszellen. Jeder. Wenn Krebs entsteht, dann nur weil unsere Körperabwehr unterlegen ist. Krebszellen vermehren sich sehr, sehr schnell, weil sie sich am Schnellsten teilen. Was ist also logisch? Ein Kampfmittel, welches diese Zellen bekämpft. Dieses Kampfmittel sind z.B. Fresszellen (T-Zellen, NK Zellen usw.). Wenn man diesen Fresszellen einen Verbündeten gibt, der sie unterstützt, dann sind diese Antikörper diese Verbündeten der Fresszellen.
Wenn der Gegenr übermächtig ist, muss man sich "verbünden".

Unser Körper produziert Antikörper vor allem zur Verteidigung gegen Infektionen und zur Abwehr von Giften. Heute können Antikörper auch künstlich (in der Retorte) hergestellt werden. Man kann sie so auswählen, dass sie sich direkt gegen die Zelloberfläche von Tumorzellen richten und dort bestimmte Rezeptoren („Antennen" für den Empfang von Signalen) blockieren oder körpereigene Fress- und Killerzellen aktivieren können.

Derzeit wird geforscht diese Antikörper gezielt auf den Tumor zu transportieren....
Nachdem Chemo m.M. seine Grenzen erreicht hat , wird dieser Bereich wohl die nächsten bahnbrechenden Erfolge aufweisen.

Wusstet Ihr eigentlich dass der Ursprung der Chemo im 1. Weltkrieg liegt?
Senfgas! Zellen sind gestorben. Dann dachte man---> kann ja evtl auch Krebszellen vernichten.
Fast alle heutigen Chemotherapeutika haben Ihren chemischen Ursprung in Senfgas.

Anurie
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Fehlende oder nur sehr geringe Harnausscheidung (weniger als 100 ml Harn in 24 Stunden). Ursachen sind unter anderem ernsthafte Störungen der Nieren, ein schwerer Schock oder ein Verschluss der Harnröhre.

Anus praeter (naturalis) Künstlicher Darmausgang im Bereich der Bauchdecke zur Stuhlentleerung (in einem Auffangbeutel).(naturalis)
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Das Enterostoma, künstlich geschaffener "Spalt“, „Mund“ oder „Öffnung“, auch künstlicher Darmausgang, Kunstafter, Bauchafter, veraltet: Anus praeternaturalis, Kurzform Anus praeter = „außernatürlicher After“, umgangssprachlich auch Seitenausgang) ist eine chirurgisch herbeigeführte Öffnung eines Darmteils durch die Bauchwand, die der Ausleitung der Ausscheidungen dient.

Je nach verwendetem Darmabschnitt spricht man von Ileostoma (Ausleitung vom Ileum), Coecostoma (Ausleitung vom Blinddarm, Caecum), Colostoma (Ausleitung vom Colon sigmoideum) oder Transversostoma (Ausleitung vom Colon transversum). Umgangssprachlich werden Coeco-, Colo- und Transversostoma häufig unter dem Begriff Colostoma zusammengefasst, da das Wort Colon den gesamten Grimmdarm bezeichnet.

Mögliche zugrundeliegende Krankheiten oder Störungen für die Anlage eines Enterostomas sind Karzinome des Abdomens (72 %); entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Divertikulitis (21 %) sowie Komplikationen im Rahmen abdominaler Operationen, Organfehlbildungen bei Neugeborenen, Unfälle und anderem (7 %).

Die entsprechende Operation heißt Enterostomie, in den Spezialfällen Ileostomie oder Colostomie. Betroffen sind alle Altersgruppen – nicht, wie oftmals angenommen, nur ältere Menschen. Schätzungen zufolge gibt es etwa 100.000 Stomaträger in Deutschland.

Applikation - Anwendung (von Medikamenten)
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oral / peroral (p.o.) „durch den Mund“; schluckend
percutan „über die Haut“ (z.B. Salben)
sublingual (s.l.) „unter der Zunge“; lutschen, unter Zunge zergehen/schmelzen lassen
subkutan - unter der Haut
nasal „durch die Nase“; schniefen, in die Nase träufeln (Pulver, Tropfen)
intravenös (i.v.) „in die Vene“; Injektion , intraartikulär „in das Gelenk“; Injektion
intraarteriell (i.a.) „in die Arterie“; Injektion
intramuskulär (i.m.) „in den Muskel“; Injektion (meistens Impfstoffe)
intraossär (i.o.) „in den Knochen“; Injektion
subkutan (s.c.) „unter die Haut“; Injektion
intrakutan (i.c.) „in die Haut“; in die (Leder-)Haut spritzen
transdermal „durch die Haut“; auf die Haut auftragen (Pflaster, Salben)
rektal „durch den Anus“; in den Enddarm stecken/spritzen
vaginal „in die Vagina“; in die Scheide stecken/träufeln
inhalativ (p.i. = per inhalation) „über die Lunge“; einatmen (auch intrapulmonale Applikation genannt)
endobronchial (e.b.) „in den Bronchus“; Gabe über einen Tubus
intraperitoneal (i.p.) in die Bauchhöhle
intravenös - durch die Vene
perineural Injektion in das Bindegewebe der Nerven
peridural Injektion in den Epiduralraum zur Periduralanästhesie
intrathekal Injektion in den Liquorraum der Dura mater (Hirnhaut)
intrapleural Injektion in die Brusthöhle
parenteral „unter Umgehung des Darmes“
enteral „unter Verwendung des Darmes“
buccal „über die Mundschleimhaut“
i.v. - Abkürzung für intravenös (in die Vene)
i.m. - Abkürzung für intramuskulär (in den Muskel)

Arrhythmie = unregelmäßige Herzschlagfolge
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Herzrhythmusstörungen können völlig harmlos oder lebensbedrohlich sein.

Extrasystolen, also zusätzliche Herzschläge außerhalb des normalen Rhythmus werden oft von Betroffenen nicht bemerkt.
Es gibt:
Ventrikuläre Extrasystolen (VES), die von der Herzkammer (Ventrikel) ausgehen,
Supraventrikuläre Extrasystolen (SVES), die von den Vorhöfen oder dem Erregungsleitungssystem des Herzens ausgehen,
Vorhofflimmern und Vorhofflattern,
Supraventrikuläre Tachykardie,
Die ventrikuläre Tachykardie (auch Kammerflattern) kann in ein Kammerflimmern übergehen und ist daher bedrohlich. Sie erfordert baldigste Therapie und intensivmedizinische Überwachung.
Beim Kammerflimmern ist das Herz nicht mehr in der Lage ordnungsgemäß zu pumpen. Es zuckt nur unkoordiniert. Dies führt innerhalb von Sekunden zur Bewusstlosigkeit und erfordert Maßnahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Eine Bradykardie liegt vor, wenn das Herz zu langsam schlägt. Dies kann verschiedene Ursachen haben.

Arterie = Schlagader, die das Blut vom Herzen weg führt
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Querschnitt durch eine menschliche Arterie vom elastischen Typ:
(1) Lumen mit einigen Erythrozyten,
(2) Tunica intima,
(3) Membrana elastica interna,
(4) Tunica media,
(5) Membrana elastica externa,
(6) Tunica adventitia/ externa

Aszites = Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum
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Aszites– umgangssprachlich Bauchwassersucht genannt – ist eine pathologische (krankhafte) Flüssigkeitsansammlung in der freien Bauchhöhle.
Üblicherweise finden sich nur sehr geringe Spuren von Flüssigkeit in der freien Bauchhöhle. Bei vielen Krankheiten lässt sich vermehrt Flüssigkeit in der freien Bauchhöhle nachweisen.

Auskultation = abhören von Körpergeräuschen z. B. der Lunge
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Unter Auskultation – (eifrig) zuhören, horchen), versteht man in der Medizin das Abhören des Körpers, typischerweise mit dem Stethoskop. Die Auskultation ist Bestandteil der körperlichen Untersuchung.

Azidose = Übersäuerung
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Eine Azidose ist ein Zustand der Übersäuerung des Körpers.
Liegt der pH-Wert im Blut unterhalb von 7,35 spricht man von einer Azidose. Der Referenzwert liegt bei 7,35 bis 7,45. Liegt er darüber, so spricht man von einer Alkalose.


B

Bauhi`sche Klappe - siehe Ileozökalklappe
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Die Ileozäkalklappe (lat. Valva ileocaecalis) ist ein funktioneller Verschluss zwischen Dick- und Dünndarm. Sie wölbt sich im rechten Unterbauch als Einstülpung des letzten Anteils des Ileums („Krummdarm“) in den Dickdarm vor.
Nach Caspar Bauhin (1560-1624), einem Basler Anatomen, wird sie auch als Bauhin-Klappe oder Bauhinsche-Klappe bezeichnet.
Ursprünglich unterschied man jeweils eine obere (Labrum ileocolicum oder superius) und untere Lippe (Labrum ileocaecale oder inferius). Mittlerweile weiß man jedoch, dass die Ileozäkalklappe beim lebenden Menschen rund ist und keine Lippen aufweist. Die Lippen sind ein Artefakt, welches erst durch den Tod des Menschen entsteht.[1]
Die Ileozäkalklappe dient als funktioneller Verschluss zwischen Dick- und Dünndarm und ist normalerweise nur Richtung Dickdarm durchgängig, indem bei Dehnung des Darms ventilartig verhindert wird, dass Darminhalt – und mit diesem Bakterien – in das deutlich keimärmere terminale Ileum eindringen kann.
Die unterhalb der Ileozäkalklappe befindliche Ausstülpung des Dickdarms wird Blinddarm (Caecum) genannt und trägt an ihrem unteren Pol den Wurmfortsatz (Appendix vermiformis).
Auf die Dickdarmklappe beschränkte Krankheiten als solche gibt es nicht. Allerdings können Entzündungen des Dünn-, Dick- und Blinddarms auf die Bauhin-Klappe übergreifen und zu einer sogenannten Bauhinitis führen, zum Beispiel durch eine Enteritis regionalis Crohn, Colitis ulcerosa oder Ileozäkal-Tuberkulose. Eine Miserere kann die Folge sein. Auch können sich große Gallensteine dort auf dem Weg ins Colon fangen und einen Gallensteinileus verursachen. Im Verdauungstrakt vorkommende Tumoren, wie z.B. das neuroendokrine Karzinom (Karzinoid), können sich hier natürlich gleichfalls manifestieren.

BCG, ein aus Rindertuberkelbazillen von normaler Virulenz durch dauernd wiederholte Fortzüchtung entwickelter abgeschwächter Lebendimpfstoff gegen Tuberkulose
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Eine neuere Anwendung für BCG ist die Behandlung bestimmter Formen von Blasenkrebs. In den späten 1980er Jahren zeigte sich, dass durch Verabreichung in die Harnblase eine effektive Form der Immuntherapie dieser Krankheit bewirkte. Obwohl die exakten Mechanismen noch immer unerforscht sind, bewirkt BCG hier offenbar eine lokale Immunreaktion gegen den Tumor.

Beckenbodenmuskel, quergestreifter Muskel im unteren Becken
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Der Beckenboden hat drei Hauptfunktionen:
1. anspannen,
2. entspannen,
3. reflektorisch gegenhalten (anspannen als Reaktion auf eine Druckerhöhung im Bauchraum).

Anspannen ist wichtig zur Sicherung der Kontinenz bei Frauen und Männern. Dabei unterstützt die Beckenbodenmuskulatur maßgeblich den unteren Teil der Urethra, die Schließmuskeln der Harnblase und des Anus.

Der Beckenboden entspannt sich beim Wasserlassen, beim Stuhlgang, bei der Frau beim Geschlechtsverkehr, beim Mann bei einer Erektion. Beim Orgasmus pulsiert der Beckenboden, das heißt Anspannung und Entspannung wechseln sich ab.

Reflektorisch gegenhalten muss der Beckenboden beim Husten, Niesen, Lachen, Hüpfen, schweren Lasten tragen usw.; sonst kann es zu Urinverlust kommen.

Bei der Frau kann die Beckenbodenmuskulatur durch Geburten geschwächt werden, was zu mangelnder Kontrolle der Ausscheidungsorgane, Blasensenkung und Gebärmuttersenkung führen kann. Diese Schwäche kann aber in den meisten Fällen durch entsprechendes Training wieder behoben werden. Solche Übungen verhelfen zur Entwicklung und Kontrolle der Beckenbodenmuskulatur und können Frauen auch dazu verhelfen, ihren Orgasmus besser zu kontrollieren.

Bei Frauen und Männern wird der Beckenboden durch Übergewicht, chronische körperliche Überlastung, schlechte Haltung, Operationen im kleinen Becken und teilweise durch Medikamente geschwächt.

Jüngste Untersuchungen erhärten die Vermutung, dass das Training der Beckenbodenmuskulatur beim Mann helfen kann, einer beginnenden erektilen Dysfunktion entgegenzuwirken.

Beckenbodenmuskeltraining= Spezielles Training des Beckenbodenmuskels zur Unterstützung des Blasenschließmuskels bei Inkontinenz
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Beckenbodentraining, nach seinem Erfinder Dr. Arnold H. Kegel (1894–1981) auch Kegeltraining genannt, dient dazu, die Muskulatur des Beckenbodens zu trainieren. Dies ist wie bei jeder anderen Muskelgruppe möglich. Allerdings ist ein gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur für viele Menschen schwierig, weil es sich dabei um „unsichtbare“, im Körperinneren verborgene Muskeln handelt. Die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Beckenbodentraining ist die Fähigkeit, den Beckenboden wahrzunehmen und erst einmal isoliert anspannen zu können.
Deshalb wird empfohlen, sich ein Beckenbodentraining zunächst von einer geschulten Person (etwa einem Physiotherapeuten oder einer Hebamme) vorführen zu lassen, um das Training der richtigen Muskelpartien zu erlernen.


Berliner Blase (Neoblase für Frauen)

Kontinenzübungen wie gehen sie ?

BGA, Blutgasanalyse
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Die Blutgasanalyse (kurz BGA) ist ein Verfahren zur Messung der Gasverteilung (Partialdruck) von O2 (Sauerstoff), CO2 (Kohlendioxid) sowie des pH-Wertes und des Säure- und Basenhaushaltes im Blut.
Die BGA geht auf die Notwendigkeit der Überwachung und Steuerung von Beatmungsparametern zurück und wurde in den sechziger Jahren in ihrer Grundform entwickelt. Im Laufe der Jahre kamen weitere Werte hinzu: Hämoglobin, Bikarbonat, Glukose, Lactat, Elektrolyte usw.

Inzwischen dient die Blutgasanalye der Überwachung vieler Patienten mit Atmungsstörungen und Sauerstoffmangel (etwa bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung oder Mukoviszidose). Auf Intensivstationen wird die Blutgasanalye meist „bettseitig“ - bedside (in unmittelbarer Patientennähe) durchgeführt. Bevorzugt wird dafür arterielles Vollblut aus einer Arterie oder arterialisiertes Kapillarblut beispielsweise aus dem hyperämisierten Ohrläppchen. Venöses Blut ist zur Beurteilung atmungsspezifischer Werte nur mit Einschränkung geeignet, unter anderem wegen des niedrigen Sauerstoffgehaltes.

Normwerte (arteriell) bei Erwachsenen:

  • pH = 7,35–7,45 ; <7,35: Azidose (Übersäuerung); >7,45: Alkalose (Basifizierung)
  • pO2 = 72-100 mm Hg (je nach Alter)
  • saO2 = 95–99 % (Sauerstoffsättigung)
  • pCO2 = 35-46 mm Hg (m) bzw 32-43 mm Hg (w) (Kohlendioxyd-Partialdruck); weniger: Hypokapnie; mehr: Hyperkapnie
  • HCO3(act) = 21–26 mmol/l (aktuelles Bicarbonat)
  • HCO3(std) = 23–27 mmol/l (Standard–Bicarbonat)
  • BE (Basendefizit, Basenabweichung oder base excess) = 0 mval/l (-2 bis +3 mmol/l)
[list][/list]Biofeedback-Training bei Inkontinenz
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Trainingsverfahren mit Rückmeldung zur Überprüfung der richtigen Anspannung der Muskulatur des Beckenbodens. Mit Hilfe von akustischen oder optischen Signalen werden Körperfunktionen hör- oder sichtbar gemacht. Die Rückmeldung unterstützt die Betroffenen in ihren krankengymnastischen Bemühungen, ein richtiges und wirksames willkürliches Zusammenziehen der Beckenbodenmuskulatur durchzuführen. In Studien konnte aufgezeigt werden, dass Krankengymnastik in Verbindung mit dem Biofeedback-Verfahren eine größere Wirksamkeit bei der Behandlung bzw. Heilung der Stressinkontinenz zeigt.

Biopsie, Entnahme von Gewebe durch Punktion (Feinnadelbiopsie) oder Teilentfernung.
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Es gibt verschiedene Formen der Gewebe- oder Probenentnahme. Meist werden Biopsien mit Spezialkanülen durchgeführt. Je nach dem verwendeten Instrument spricht man von:
  • Nadelbiopsie (engl. needle biopsy)
  • Stanzbiopsie (engl. punch biopsy)
  • Feinnadelbiopsie (engl. fine needle aspiration)
  • Vakuumbiopsie (engl. vacuum-assisted core biopsy oder core needle biopsy)
  • Kürettage
Auch die Wortkombination aus „Biopsie“ und dem zu untersuchenden Organ ist üblich (beispielsweise Leberbiopsie, Muskelbiopsie, Lungenbiopsie, Nierenbiopsie).
Meist wird zunächst ein kleiner Hautschnitt gemacht, vor allem bei weitlumigen Biopsienadeln. Biopsien können, je nach Organ, ohne Sichtkontrolle („blind“) oder in Kombination mit bildgebenden Verfahren durchgeführt werden.

Man spricht von einer Inzisionsbiopsie (engl. incisional biopsy), wenn lediglich ein kleiner Teil des Befundes – z. B. eines Tumors – entfernt wird, und von einer Exzisionsbiopsie (engl. excisional biopsy), wenn der komplette Herd bei der Probenentnahme entfernt wird. Die Exzisionsbiopsie erfolgt meist auf chirurgischem Wege, d. h. über einen Hautschnitt.

Blasenkrebs = Krebsbefall in der Blase
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Mit 15.000 Neuerkrankungen pro Jahr steht das Harnblasenkarzinom bei den Männern auf Platz 5 der Häufigkeitsskala von Krebserkrankungen in der Bundesrepublik Deutschland. Etwa 4.000 Personen sterben pro Jahr in Deutschland am Harnblasenkarzinom. Männer sind gut doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Wichtigster umweltbedingter Risikofaktor für die Entstehung des Harnblasenkarzinoms ist das Rauchen. Blasenkrebs ist nach dem Bronchialkrebs der zweithäufigste Raucherkrebs. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Erkrankungszahlen bei den Frauen zunehmen, da seit dem zweiten Weltkrieg der Anteil der Raucherinnen in der Bevölkerung stark zugenommen hat. Die Einteilung der Tumorausdehnung geschieht nach dem TNM-System, wobei T für Tumor, N für Lymphknoten ("node") und M für Metastasen steht. Dabei wird die Ausdehnung des Primärtumors mit den entsprechenden Großbuchstaben plus Zusatz und das Grading mit dem Großbuchstaben "G" und den Ziffern 1 – 3 bezeichnet. Der kleine vorgesetzte Buchstabe "p" bedeutet dann, dass das Stadium vom Pathologen bestimmt wurde. Zu den oberflächlichen Blasentumoren gehören alle pTaG1–3 und pT1G1-3 Tumoren und das Carcinoma in situ.


Was ist eigentlich Blasenkrebs ?

Blasenentzündung
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Die Harnwege reichen von den Nieren über die Blase bis hin zu deren Ausgang, der Harnröhre. Normalerweise sind sowohl die Wege als auch der ausgeschiedene Urin keimfrei. Wenn sich Bakterien in den Harnwegen befinden, nennt man das Harnwegsinfekt. Dieser kann sehr unterschiedlich schwer verlaufen, von bedrohlichen Nierenentzündungen über einen Bakteriennachweis ohne Symptome. Aus anatomischen Gründen haben kleine Kinder und Frauen am häufigsten Harnwegsinfekte. Bei Männern steigt das Risiko einer Infektion mit dem Alter.

Blasenschwäche, Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten.
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Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven: Der eine Teil wird über das Gehirn gesteuert. Ein grosser unwillkürlicher Anteil wird vom Rückenmark bestimmt. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört werden: So spricht man von der neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung, die die Blasenentleerung kontrollieren. Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel. Von der Drang oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn die Blasenentleerung unwillkürlich erfolgt, bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Die Überlaufinkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überläufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist eine Prostatavergrößerung (Hypertrophie).

Bradykardie = das Herz schlägt zu langsam
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Bradykardie ist eine Pulsverlangsamung auf weniger als 60 Schl/min.

Physiologisch:
- in Ruhe u Schlaf
- bei trainierten Sportlern
- bei Wöchnerinnen
- bei Anpassung auf Meereshöhe
- bei älteren Menschen
- im Hungerzustand.

Pathologisch:
- bei Herzkrankheiten (Reizleitungsstörungen, Herzblock und Stenosen)
- bei Digitalisüberdosierung
- bei Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
- bei Vagusreizung, z.B. infolge gesteigertem Hirndruck Druckpuls) bedingt durch Hirntumor, Hirnblutung, Hirnödem
- Ikterus
- Schädelverletzungen
- bei Einnahme von Beruhigungsmitteln
- bei Verdauungsstörungen, Erbrechen.

relative Bradykardie:
Puls ist im Verhältnis zum Fieber zu niedrig
(normalerweise erhöht sich die Frequenz bei Anstieg der Körpertemperatur + 1 C° = + 8-12 Schl/min )
bei Typhus abdominalis
galliger Peritonitis
Niemand hier im Forum muss sich meine Meinung zueigen machen !! ( Aber ihr solltet es auf jeden Fall versuchen, hi, hi.....)

Detlef

Webmaster

  • »Detlef« ist männlich

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Über mich:

Neoblase 2002
Hilfemenü
Tel.: 030 7440073
Hotline: 0178 2777132

Wohnort: 12524 Berlin, Am Alten Friedhof 2

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Freitag, 13. November 2009, 17:25

Wörterbuch C - D - E

Wörterbuch in Wort und Bild

C

CEA - Carzino-embrionales Antigen
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Tumormarker beim invasiven Blasenkarzinom, welcher auf Metastasen insbesondere der Leber hinweisen kann. Das CEA dient nur zur Verlaufskontrolle von Tumorerkrankungen nach erfolgter Behandlung

Chemotherapie = Behandlung einer Krankheit mit Zytostatika
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Der Ausdruck Chemotherapie bezeichnet die medikamentöse Therapie von Krebserkrankungen (antineoplastische Chemotherapie) oder Infektionen (antiinfektiöse Chemotherapie, auch antimikrobielle Chemotherapie). Umgangssprachlich ist jedoch meistens die Behandlung von Krebs gemeint.
Die Chemotherapie verwendet Stoffe, die ihre schädigende Wirkung möglichst gezielt auf bestimmte krankheitsverursachende Zellen beziehungsweise Mikroorganismen ausüben und diese abtöten oder in ihrem Wachstum hemmen. Hierbei macht man sich bei der Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten den unterschiedlichen Aufbau von mehrzelligen (Mensch) und einzelligen Lebewesen (Bakterien) zu nutze. Bei der Behandlung bösartiger Tumorerkrankungen nutzen die meisten dieser Substanzen die schnelle Teilungsfähigkeit der Tumorzellen, da diese empfindlicher als gesunde Zellen auf Störungen der Zellteilung reagieren. Auf gesunde Zellen mit ähnlich guter Teilungsfähigkeit üben sie allerdings eine ähnliche Wirkung aus, wodurch sich Nebenwirkungen wie Haarausfall oder Durchfall einstellen können.
In der Behandlung von Infektionskrankheiten heißen diese Substanzen Antibiotika, Virustatika, Antimykotika und Anthelminthika; in der Krebstherapie Zytostatika.
Eine Chemotherapie kann unter heilenden, adjuvanten oder palliativen Gesichtspunkten durchgeführt werden.


Was ist eigentlich Chemotherapie ?

Chirurgie = Lehre von der operativen Behandlung von Krankheiten
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CIS ( Carcinoma in situ ) = flaches, auf der Blasenschleimhaut liegendes, ( noch ) nicht infiltrierendes, hochaggressives Carzinom
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Als Carcinoma in situ (CIS) (wörtlich: "Krebs an Ort und Stelle";) wird ein Frühstadium eines epithelialen Tumors ohne invasives Tumorwachstum bezeichnet, welcher ausschließlich intraepithelial wächst, z.B. in der obersten Haut- oder Schleimhautschicht der Blase. Die einzelnen Zellen sind dabei mikroskopisch (histologisch, immunhistologisch) in ihrer zellulären Strukturen und ihrer Beziehung zueinander von denen eines invasiv wachsendem Karzinoms nicht zu unterscheiden, die Basallamina ist jedoch noch nicht durchbrochen, es liegt keine Tumorinvasion vor. Das Carcinoma in situ metastasiert nicht, d.h. es kann keine Absiedelungen in den Lymphknoten oder in anderen Organen bilden.
Die Bedeutung des CIS liegt darin, dass es sich zu einem lokal invasiven (bösartigen) Tumor entwickeln kann, doch lässt sich wegen der unterschiedlich langen Latenzzeit im Einzelfall nicht voraussagen, wann ein CIS die Basalmembran durchbricht. Auch nach unvollständiger Exzision kann das CIS als invasives Karziom wiederkommen und dann metastasieren.

Colon = Dickdarm
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Die Teile des Dickdarmes sind:
  • Ileozäkalklappe (auch: Bauhin-Klappe)
  • Blinddarm (lat. Caecum) mit dem Wurmfortsatz (lat. Appendix vermiformis, oft mit dem Blinddarm gleichgesetzt)
  • Enddarm, wiederum bestehend aus:
  • Grimmdarm (gr./lat. Colon), untergliedert in
  • Colon ascendens (aufsteigender Teil)
  • Colon transversum oder Querdarm bzw. Quercolon (querverlaufender Teil)
  • Colon descendens (absteigender Teil)
  • Colon sigmoideum (von gr. Sigma) (S-förmig verlaufendem Teil)
  • Mastdarm (lat. Rectum).
Der äußere Schließmuskel am Ende des Darmes (Anus) ist nicht mehr Teil des Dickdarms.
Der Dickdarm hat einen Durchmesser von etwa sechs Zentimetern und ist ungefähr 1,5 Meter lang. Er besitzt keine Zotten. Bei einigen Säugetieren (einschließlich des Menschen) finden sich Aussackungen des Dickdarms, die sogenannten Poschen (Haustra, Haustra coli), unterteilt durch Plicae semilunares coli. Gemäß dem allgemeinen Wandaufbau des Verdauungssystems besitzt der Dickdarm eine Längs- und eine Ringmuskulatur. Die Längsmuskulatur ist bei einigen Säugetieren zu Bandstreifen (Tänien) verdickt.

CT, Computertomographie, Röntgenschichtuntersuchung
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Eine detaillierte Beurteilung der inneren Organe lässt die Computertomographie (CT) zu. Auch hier handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung, allerdings werden von der zu untersuchenden Körperregion gleichzeitig mehrere Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln angefertigt. Der Patient liegt dazu in einer speziellen "Untersuchungsröhre", um die die einzelnen Röntgengeräte angeordnet sind. Ein Computer errechnet dann aus den vielen Einzelaufnahmen Schnittbilder durch den Körper. Auf diese Weise können beispielsweise gesundes Lungengewebe und ein Lungentumor gut gegeneinander abgegrenzt werden. In einigen Fällen kann eine genauere Darstellung durch die Verwendung eines speziellen Röntgenkontrastmittels erfolgen. Dieses wird in eine Vene gespritzt und reichert sich nach wenigen Minuten in einigen Tumoren in hoher Konzentration an. Ein solcher Tumor ist dann auf den anschließend angefertigten CT-Aufnahmen besonders gut zu erkennen.

Cor = Herz
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Das menschliche Herz

Cystitis Interstitielle, die Interstitielle Cystitis (IC) ist eine chronische Entzündung der Blasenwand, die mit Schmerz und Harndrang verbunden ist.
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Als Zystitis (latein. Cystitis) wird eine Entzündung der unteren Harnwege bezeichnet. Die Entzündung erstreckt sich meistens auf Harnröhre (dann Urethritis genannt) und Harnblase (Zystitis im engeren Sinne). Betroffen sind vor allem Kinder und geschlechtsreife Frauen. Im fortgeschrittenen Lebensalter sind auch Männer betroffen, oftmals im Zusammenhang mit einer Prostatahypertrophie. In den meisten Fällen handelt es sich um eine aszendierende, also aufsteigende Infektion, deren häufigste Ursache gramnegative Stäbchen (Escherichia coli in 80 % der Fälle), aber auch grampositive Kokken, Mykoplasmen, Ureaplasmen, Hefen, Chlamydien, Viren und chemische oder mechanische Reize sind. Begünstigt wird sie durch Abflussstörungen des Urins aus der Harnblase, mangelnde Hygiene, Alter, weibliches Geschlecht und Manipulationen. Die Therapie ist in aller Regel antibiotisch, wobei bei der unkomplizierten Zystitis der Frau 1–3 Tage ausreichend sind. Eine gefürchtete Komplikation ist die Nierenbeckenentzündung, die mit hohem Fieber bis hin zur Blutvergiftung und Abszessbildung einhergehen kann.

Des Weiteren gibt es die selteneren, abakteriellen Formen der chemisch oder physikalisch induzierten Zystitis. Ein Beispiel für die letztere Form ist die sogenannte Strahlenzystitis nach einer Strahlentherapie im Bereich des kleinen Beckens.

Von der Zystitis abzugrenzen ist die symptomlose Bakteriurie.


D

Dauerkatheter, er wird auch als Verweilkatheter bezeichnet
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Er wird auch als Verweilkatheter bezeichnet. Es handelt sich um ein schlauchförmiges Gebilde, das heutzutage meist aus weichem gummiartigen Material besteht und für die Harnblase als Dauerkatheter durch die Harnröhre eingeführt wird. Ein Ballon in der Nähe der Spitze dieses Katheters wird mit einer wässrigen Lösung gefüllt, um das Zurückrutschen aus der Harnröhre zu verhindern. In der Harnblase kann der Katheter über längere Zeit verbleiben. Häufiges Spülen und Wechseln des Dauerkatheters ist erforderlich. Ist der Dauerkatheter gut angelegt, verursacht er keine Beschwerden.

Da Vinci Operationstechnik der neuen Generation
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Am 15.09.2006 gelang es in der Urologioschen Universitätsklinik Heidelberg erstmals in Deutschland eine komplette Entfernung der Blase und Prostata (radikale Cystoprostatektomie) mit der computerassistierten minimal invasiven Technik (laparoskopische Operation mit dem da Vinci-System) erfolgreich durchzuführen. Bei dem da Vinci-System handelt es sich um hoch entwickelte Medizintechnik für sehr präzise und wenig belastende minimal-invasive Operationen.

Der Vorteil gegenüber der "herkömmlichen" Laparaskopie liegt in der Beweglichkeit der Instrumente mit 6 Freiheitsgraden, der skalierbarkeit der Bewegung, der optischen Vergrößerung und einer 3-Dimensionalen Sicht für den Operateur.

Dadurch ist ein genaueres operieren in engen Räumen möglich, die Blutung während der Operation wird verringert. Der Operateur führt die Operation von einer Konsole aus, 2 weitere Ärzte stehen am Operationstisch bei dem Patienten. Der "Roboter" führt keine selbständigen Schritte aus, er dient vielmehr als "Fernsteuerung und Verfeinerung (Skalierbarkeit der Bewegung und ausschalten des Tremors)" der Bewegungen des Operateurs an der Konsole.

In den USA gehört diese Methode schon zum OP-Alltag vieler bekannter Krankenhäuser, so werden dort nahezu 1/3 aller radikalen Prostataoperationen mit den da Vinci -System ausgeführt, in Europa und Deutschland gibt es nur wenige urologisch genutzte Systeme. Hier nimmt die Urologische Klinik eine Vorreiterrolle ein. Die sehr große Operation, bei der die Blase, die Prostata, die Samenblasen, die Lymphknoten entfernt werden müssen, birgt eine große Blutungsgefahr, die durch die minimal invasive Technik verringert wird. Der Patient wird durch die Operation weniger geschwächt und kann früher nach Hause entlassen werden. Wegen des kleinere Schnittes hat der Patient in der Regel weniger Schmerzen nach der Operation. Das Operationsteam konnte diese schwere Operation in sechs Stunden erfolgreich durchführen, bei dem Patienten wurde nach Entfernung der Blase und der Prostata eine neue Blase aus Darm des Patienten gebildet und wieder an die Harnröhre angeschlossen, so dass der Patient wieder auf normalen Weg Wasser lassen kann.

Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie, gestörtes Zusammenwirken der beim Wasserlassen beteiligten anatomischen Strukturen.
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Die Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie (DSD) ist eine Blasenfunktionsstörung, die durch das gestörte Zusammenwirken der bei der Blasenentleerung beteiligten anatomischen Strukturen gekennzeichnet ist.

Einer Hyperreflexie des Musculus detrusor vesicae steht hier eine spastische Funktionsstörung der Beckenbodenmuskulatur bzw. des äußeren Blasenschließmuskels (M. sphincter vesicae) gegenüber, was zu einer Obstruktion des Blasenausgangs bei gleichzeitiger Miktionsanstrengung führt. Diese gestörte Koordination der für eine normale Harnblasenfunktion benötigten Muskulatur führt zur Restharnbildung und einem gesteigerten intravesikalen Druck bei der Blasenentleerung. Dieser kann zu Detrusorschädigung, vesikoureteralem Reflux und damit letztlich zur Nierenschädigung führen.

Häufige Ursachen für die Entstehung einer DSD sind Rückenmarksverletzungen und multiple Sklerose.

Zur Abklärung einer DSD werden die Video-Urodynamik und Urethradruckmessung als Untersuchungstechniken eingesetzt.

Diabetes mellitus = Zuckerkrankheit
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Der Diabetes mellitus (DM) die Zuckerkrankheit ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten und beschreibt deren ursprüngliches Hauptsymptom: Ausscheidung von Zucker im Urin. In der Antike wurde die Diagnose durch eine Geschmacksprobe des Urins gestellt, denn der Harn von Personen mit Diabetes weist bei erhöhtem Blutzuckerspiegel einen durch Zucker süßlichen Geschmack auf.

Dialyse = Ersatz der Nierenfunktion durch Blutwäsche
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Die Dialyse ist ein Blutreinigungsverfahren („Künstliche Niere“).

Sie wird angewandt, wenn es zu einem Nierenversagen kommt. Die Dialyse ist neben der Nierentransplantation die wichtigste Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen und eine der Behandlungsmöglichkeiten bei akutem Nierenversagen.

Die weltweit erste „Blutwäsche“ über semipermeable Membranen beim Menschen wurde 1924 von Georg Haas in Gießen durchgeführt. Den Durchbruch brachte jedoch erst Willem Kolff 1945 in Kampen/NL mit seinem Trommeldialysegerät mit Zellophan-Schläuchen als Dialysemembran. Diese Membran erlaubte eine kontrollierte Blutreinigung von definierten Stoffmengen. Eine technisch überlegene Parallelentwicklung von Nils Alwall in Lund/Schweden 1946 erlaubte auch die Ausschwemmung von Ödemflüssigkeit aus Lungen und Gewebe (Ultrafiltration).

DIAPAT-Verfahren, hier handelt es sich um eine nicht-invasive, patentierte, chemische Laboranalysetechnik
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Prostata- und Blasenkrebs mittels Patientenurin diagnostizieren Für Prostata- und Blasenkrebs-Diagnostik geeignet. So das neue Label von DiaPat, eine vom Nephrologen Hermann Haller und dem Chemiker Harald Mischak von der MHH (Medizinische Hochschule Hannover) entwickelte, weltweit einzigartige Proteom-Diagnose. Vom Patienten wird lediglich eine Urinprobe benötigt. DiaPat-Proteomanalysen aus Patientenurin können zur Früherkennung chronischer oder diabetischer Nierenerkrankungen sowie neu zur Diagnose von Prostata- und Blasenkrebs beitragen.


Was ist eigentlich Diapat im Detail ?

Dilatation = ausdehnen, erweitern
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Unter der Ballondilatation im Rahmen einer perkutanen transluminalen Angioplastie (PTA) versteht man in der interventionellen Radiologie, der Kardiologie und der Angiologie eine Methode zur Aufdehnung krankhaft verengter Blutgefäße mittels eines an einem Gefäßkatheter angebrachten Ballons, der sich erst an der verengten Stelle langsam unter hohem Druck (6–20 bar) entfaltet. Dadurch werden die Engstellen, die v.a. durch atherosklerotische (Gefäßverkalkung) entstehen, so gedehnt, dass sie den Blutstrom nicht mehr oder weniger stark behindern.

Drainage = Ableitung von Wundsekret
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Eine Drainage ist eine medizinische Behandlungsmethode. Sie dient der Ableitung oder dem Absaugen krankhafter oder vermehrter natürlicher Körperflüssigkeiten oder gar von eingedrungenen Gasen, um einen Normalzustand wiederherzustellen.

Prinzipiell unterscheidet man innere von äußeren Drainagen. Bei ersteren werden operativ oder minimal invasiv (oft endoskopisch) Hindernisse umgangen, Kurzschlüsse (Anastomosen) zwischen Hohlorganen wie Speiseröhre, Magen, Darm angelegt oder es werden aufgestaute Flüssigkeiten (Zysteninhalte) in Hohlorgane (Magen oder Darm) abgeleitet. Bei der äußeren Drainage erfolgt die Ableitung aus dem Körperinneren nach außen.

Dranginkontinenz
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Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven: Der eine Teil wird über das Gehirn gesteuert. Ein grosser unwillkürlicher Anteil wird vom Rückenmark bestimmt. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört werden: So spricht man von der neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung, die die Blasenentleerung kontrollieren. Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel. Von der Drang oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn die Blasenentleerung unwillkürlich erfolgt bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Die Überlauf-Inkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überläufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist die eine Prostata- Vergrößerung (Hypertrophie).

Dysurie Schmerzhafter Harndrang mit Erschwernis des Wasserlassens.
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Dysurie oder Dysuresie ist die medizinische Bezeichnung für eine erschwerte, aber gewollte Harnentleerung. Sie ist ein Leitsymptom der Harnblasenentleerungsstörungen. Dysurie tritt oft in Kombination mit Pollakisurie auf. Je nach Ursache können nur noch ein paar Tröpfchen ausgeschieden werden. Gehen ungewollt Harntröpfchen ab, so spricht man von Strangurie.

Ursachen für eine Dysurie können unter anderem Blasen-, Prostata- und Harnröhrenerkrankungen, seltener auch neurologische oder psychogene Ursachen sein.


E

Ektomie = Entfernen
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Hier wird eine entfernte Blase dargestellt.

Die Ektomie, „Herausschneiden“ oder die Totalexstirpation (lateinisch) sind medizinische Begriffe für die operative und in der Regel vollständige Entfernung eines Organs oder einer klar umrissenen anatomischen Struktur. Dabei wird als Ausdruck für die Entfernung der in der Regel griechische Name dieser Struktur und -ektomie als zusammengesetztes Wort benutzt.

Elektroencephalogramm (EEG) = Aufzeichnung der Hirnströme
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Die Elektroenzephalografie (EEG, von griechisch encephalon Gehirn, gráphein schreiben) ist eine Methode der medizinischen Diagnostik zur Messung der summierten elektrischen Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche. Das Elektroenzephalogramm (ebenfalls EEG abgekürzt) ist die graphische Darstellung dieser Schwankungen. Das EEG ist neben dem ENG und dem EMG eine standardmäßige Untersuchungsmethode in der Neurologie.

Ursache dieser Potenzialschwankungen sind physiologische Vorgänge einzelner Gehirnzellen, die durch ihre elektrischen Zustandsänderungen zur Informationsverarbeitung des Gehirns beitragen. Entsprechend ihrer spezifischen räumlichen Anordnung addieren sich die von einzelnen Neuronen erzeugten Potenziale auf, so dass sich über den gesamten Kopf verteilte Potenzialänderungen messen lassen.

Elektrokardiogramm (EKG) = Aufzeichnung der Herzströme
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Das Elektrokardiogramm (EKG) ist die Registrierung der Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern. Elektrokardiogramm heißt auf Deutsch Herzspannungskurve, gelegentlich wird es auch Herzschrift genannt.
Jeder Kontraktion des Herzmuskels geht eine elektrische Erregung voraus, die im Normalfall vom Sinusknoten ausgeht und über das herzeigene Erregungsleitungssystem zu den Herzmuskelzellen läuft. Diese elektrischen Potenzialänderungen am Herzen kann man an der Körperoberfläche ableiten und im Zeitverlauf aufzeichnen. Es resultiert ein immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion. Mit dem EKG lassen sich vielfältige Aussagen zu Eigenschaften und Erkrankungen des Herzens treffen. Zu beachten ist, dass das Oberflächen-EKG nur die elektrische Aktivität des Herzmuskels anzeigt, nicht jedoch die tatsächliche Auswurfleistung widerspiegelt. Meist wird das EKG vom Arzt noch von Hand ausgemessen und visuell beurteilt, mittlerweile gibt es aber auch zunehmend verlässlichere Computerauswertungen.

Elektromyogramm (EMG) = Aufzeichnung der Muskelströme
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Die Elektromyographie (oder -grafie) (EMG) ist in der Human-Medizin eine elektrophysiologische Methode der Diagnostik in der Neurologie, bei der die elektrische Muskel-Aktivität gemessen wird.

Mit Hilfe von konzentrischen Nadelelektroden lassen sich die Potentialschwankungen einzelner motorischer Einheiten ableiten. Mit Spezialnadeln lassen sich auch einzelne Muskelfasern erfassen (Einzelfasermyographie). Außerhalb des eigentlichen Fachgebiets der Neurologie wird manchmal auch die Messung von Potentialänderungen auf der Haut mit Oberflächenelektroden als EMG bezeichnet. Diese Technik misst das Summen-Aktionspotential eines ganzen Muskels oder sogar mehrerer Muskeln.

Die Hauptanwendung ist das Erkennen von Myopathien und Neuropathien, das heißt: die Feststellung, ob eine Krankheit muskuläre und/oder nervliche Ursachen hat.

Embolie = Verstopfung einer Schlagader
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Unter Embolie versteht man in der Medizin den teilweisen oder vollständigen Verschluss eines Blutgefäßes durch mit dem Blut eingeschwemmtes Material. Dazu gehören körpereigene und fremde Substanzen wie Fetttropfen, Blutgerinnsel und Luftblasen.

Endokrinologie = Lehre von den Hormondrüsen
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Die Endokrinologie, entscheiden, abscheiden ist die „Lehre von den Hormonen“.
Endokrin heißen Hormondrüsen, die ihr Produkt nach innen, direkt ins Blut abgeben und im Gegensatz zu exokrinen Drüsen (z. B. Speichel-, Talgdrüsen) keinen Ausführungsgang haben.
Die medizinische Endokrinologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin

Endoprothese = in den Körper eingepflanzter Ersatz z. B. Gelenk
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Bei Endoprothesen handelt es sich um Implantate, welche dauerhaft im Körper verbleiben.

Am bekanntesten sind wohl die künstlichen Hüftgelenke. Heutzutage stehen auch Endoprothesen für andere Gelenke zur Verfügung (Kniegelenk, Schultergelenk, seltener auch eine Sprunggelenks-Endoprothese, sowie Ellenbogengelenks- und Fingergelenksprothesen), wobei arthrotische Gelenkveränderungen eine häufige Indikation darstellen.

Endoskopie = Betrachtung einer Körperhöhle mit Hilfe eines speziellen Gerätes das aus einem Glasfaserschlauch und einer Optik besteht (Endoskop)
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Ein Endoskop = innen, darinnen; scopein = betrachten, untersuchen) ist ein Gerät, mit dem das Innere von lebenden Organismen, aber auch technischen Hohlräumen durch Bildgebung untersucht oder gar manipuliert werden kann. Ursprünglich für die humanmedizinische Diagnostik entwickelt, wird es heute auch für minimal-invasive operative Eingriffe an Mensch und Tier eingesetzt.

Erektile Dysfunktion = Impotenz, die Unfähigkeit von Männern, eine Erektion zu bekommen und zu halten
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Man spricht von einer erektilen Dysfunktion (Abkürzung ED, auch Erektionsstörung, Potenzstörung, im Volksmund auch Impotenz), wenn es einem Mann über einen gewissen Zeitraum hinweg in der Mehrzahl der Versuche nicht gelingt, eine für ein befriedigendes Sexualleben ausreichende Erektion des Penis zu erzielen oder beizubehalten. Kurzfristige Erektionsstörungen gelten hingegen nicht als ED.

Die ED ist eine schwerwiegende Erkrankung. Nahm man noch vor wenigen Jahren vorwiegend psychische Ursachen wie Stress an, so weiß man dank moderner Untersuchungsmethoden heute, dass in der überwiegenden Mehrzahl organische Leiden eine Rolle spielen. Die ED ist häufig auch Vorbote anderer, noch schwerwiegenderer Erkrankungen und sollte daher immer untersucht werden. Untersuchungen zeigen, dass die ED oftmals ein Vorbote von Herzinfarkten und Schlaganfällen ist, da die Blutgefäße des Penis denen des Herzens ähneln. Eine diagnostizierte ED sollte daher immer auch vom Internisten abgeklärt werden.

Viele Betroffene gehen aus falscher Scham zunächst nicht zum Andrologen. Oft aber ist eine rasche - bei Verletzungen sofortige - Untersuchung erforderlich, um Langzeitschäden zu vermeiden und die Fähigkeit zur Erektion erfolgreich wiederherstellen zu können.


Mut zur Selbsthilfe!

Enuresis unwillkürliches Harnlassen, Einnässen
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Als Enuresis – von griech. en „in“, „hinein“ und ourein „nässen“ – wird das Einnässen bezeichnet, also das ungewollte Urinieren. Es ist zu unterscheiden zwischen dem nächtlichen Einnässen (Enuresis nocturna, Bettnässen) und dem Einnässen am Tage

Exenteration Sogenannte "Ausweidung".
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Exenteration (Exenteratio) oder Eviszeration (Evisceratio) sind die medizinischen Fachbegriffe für das Herausnehmen (ex- aus, heraus) von Eingeweiden, die sogenannte "Ausweidung". Beide Begriffe können synonym verwendet werden.

Die Exenteratio/Evisceratio pelvis ist die ausgedehnte bis vollständige Entfernung der Organe des kleinen Beckens (Pelvis), also von Harnblase, Vagina, Scheidenvorhof und evtl. auch Enddarm, bei Vaginal- oder Zervixkarzinom ("Totaloperation").

Exzision = Herausschneiden von Körpergewebe
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Als Exzision (lat. excidere: (her)aushauen, -schneiden, abhauen) wird in der Medizin das chirurgische Entfernen von Gewebe aus dem Körper bezeichnet. Das entsprechende Verb lautet exzidieren.

Hierbei wird im Unterschied zur Inzision das betroffene Gewebe herausgeschnitten.

Die Wundexzision (dt. Friedrich-Wundausschneidung) ist die Ausschneidung einer einfachen Hautwunde (nicht im Hand- und Gesichtsbereich) zwecks Anfrischung (Verbesserung der Durchblutung von Wundrändern) sowie zur Entfernung von Verschmutzungen, Erregern, Fremdkörpern und nekrotischem Gewebe. Sie erfolgt möglichst 8-24 h nach Verletzung, vorzugsweise bei erhöhter Infektionsgefahr wie z. B. bei Tier- und Menschenbissen.
Webmaster des Forums: Detlef Höwing
Hotline: 0178 - 2777132, Tel.: 030 7440073
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Freitag, 13. November 2009, 17:37

Wörterbuch F - G - H - I

Wörterbuch in Wort und Bild

F

Fish-Test
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Der FisH-Test ist ein Schnelltest, der insbesondere im Rahmen der Pränatal- und Karzinomdiagnostik angewandt wird. Die Abkürzung FisH steht für Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung.

Fraktur = Knochenbruch
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Der Begriff Fraktur (lat. fractura „Bruch“) bezeichnet:in der Medizin einen Knochenbruch oder eine Zahnfraktur


G

Gaster = Magen
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Der menschliche Magen besteht aus Magenmund, Magengrund, Magenkörper und Magenpförtner. Der Magen hat eine Länge von durchschnittlich 30 cm und hat einen Rauminhalt von 1,5 Liter. Spezielle Zellen bilden einen zähen Schleim, der den gesamten Magen mit einem dünnen Film auskleidet. Dieser Schleimfilm sorgt dafür, dass die im Magensaft enthaltene Salzsäure keine Löcher in die Magenwand frisst. Ist der Schleimfilm lückenhaft, entstehen Magengeschwüre. In leerem Zustand zieht sich der Magen immer wieder zusammen, bis er wieder mit Nahrung gefüllt wird. Dabei wird der Magensaft und die Luft, die bei Hunger "leer geschluckt" wird, durcheinandergewirbelt. Dabei entsteht ein glucksendes Geräusch - das so genannte "Magenknurren".
Die Magenwanddicke liegt bei 2-3 cm.

Gastroenterologie = Lehre der Krankheiten der Verdauungsorgane
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Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Ein auf Gastroenterologie spezialisierter Arzt wird als Gastroenterologe bezeichnet.

Die Gastroenterologie befasst sich mit Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organe Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Schwerpunkte innerhalb des Fachgebietes sind die Endoskopie, die Hepatologie und die gastroenterologische Onkologie. Wichtige gastroenterologische Erkrankungen sind z. B. Ulkuserkrankungen (Magenulkus und Duodenalulkus), Tumoren des Verdauungstraktes (Kolonkarzinom), Lebererkrankungen wie Leberzirrhose und Hepatitis, Darmerkrankungen wie die entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Eine große Gruppe von Erkrankungen umfasst die sogenannten Funktionsstörungen (funktionelle Dyspepsie, Reizdarmsyndrom).

Gastroskopie = Endoskopische Spiegelung des Magens
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Die Gastroskopie oder Magenspiegelung heißt medizinisch auch Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD). Mit ihrer Hilfe ist es möglich, das Innere der Speiseröhre (Ösophagus), des Magens (Gaster) und des Zwölffingerdarms (Duodenum) anzusehen. Dabei lassen sich kleine Gewebeproben (Biopsien) aus der Schleimhaut für mikroskopische Untersuchungen entnehmen und zusätzlich Fremdkörper, größere Gewebebereiche oder Polypen per Schlinge entfernen. Liegt eine Verengung (Stenose) vor, kann sie mittels Argon-Laser- oder Elektrokoagulation eröffnet werden. Blutungen aus Magengeschwüren können durch Unterspritzung gestillt werden oder indem das blutende Gefäß mit einem Clip abgebunden wird. Blutungen aus Ösophagusvarizen stoppt oft eine Gummibandligatur.

Für die Untersuchung verwendet man ein spezielles Endoskop, das sog. Gastroskop, durch dessen beweglichen Schlauch der Arzt mit Hilfe einer Glasfaseroptik hindurchsehen kann. Während ältere Geräte mit einer Optik versehen waren, in die der Arzt direkt hineinschaute, ist der Standard heute eine Videooptik, die die Bilder auf einen Monitor überträgt.

Gynäkologie = Lehre von den Frauenkrankheiten
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Die Gynäkologie, oder auch Frauenheilkunde, ist die Lehre von der Behandlung der Erkrankungen des weiblichen Sexual- und Fortpflanzungstraktes. Das entsprechende Fachgebiet für männliche Patienten ist die Andrologie, zum Teil die Urologie. Allerdings beschäftigen sich Urologen auch mit weiblichen Patienten, wenn es um Erkrankungen der Nieren, der Harnblase und der Harnröhre geht.

Im engeren Sinne befasst sich die Gynäkologie mit den Erkrankungen der nicht schwangeren Frau im Gegensatz zur Geburtshilfe. Die Frauenheilkunde ist eines von etwa 30 Teilgebieten der Humanmedizin. Die Facharzt-Ausbildung erfolgt meist gemeinsam mit der Geburtshilfe.

Die wichtigsten Untersuchungsmethoden der Gynäkologie sind Ultraschall (siehe Sonografie) zur Abbildung der inneren Organe (vor allem der Gebärmutter), sowie die Tastuntersuchung (Eierstöcke) und visuelle Begutachtung mittels Spekulum zur Untersuchung von Scheide und Muttermund, wobei Gewebeproben und Zellen von der Schleimhautoberfläche (Abstrich) zur Untersuchung entnommen werden können. Für Untersuchungen und Behandlungen im Bereich des Unterleibs wird die Patientin im Regelfall auf einem gynäkologischen Stuhl gelagert, damit die Geschlechtsorgane gut zugänglich sind. Im übrigen sei als wichtiges Hilfsmittel noch die Mikroskopie erwähnt: Zum Beispiel zum Nachweis einer Pilzinfektion der Vagina (Candidamycose).


H

Harnableitungen
--> Ileumneoblase nach Hautmann
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Festlegung des Resektionsgrenzen: 70 cm Ileum werden benötigt, der Abstand zur Ileozäkalklappe sollte mindestens 20 cm betragen.Mesospaltung des Dünndarms, Ausschaltung des oben festgelegten Darmabschnittes und Durchführung einer Dünndarmanastomose für den verbleibenden Dünndarm [siehe Kapitel Dünndarmanastomose]. Sorgfältige Spülung und Säuberung des ausgeschaltenen Darmabschnittes.
Bau der Neoblase:
der Dünndarm wird W-förmig detubularisiert (Nahtmaterial Vicryl 3-0, fortlaufend). Die Harnleiter werden refluxiv und seitengetrennt in die kleinen Kamine implantiert, dies erspart die Verlagerung eines Harnleiters unter dem Darmpaket auf die kontralaterale Seite. Ileum-Neoblase nach Hautmann.60-70 cm Dünndarm werden verwendet und w-förmig ausgerichtet. Antimesenteriale Längsinzision, an beiden Enden des ausgeschalteten Dünndarms werden 5 cm ausgespart. Die W-förmige Detubularisierung ergibt eine Dünndarmplatte, die beiden unteren Ecken werden eingeschlagen und die Vorderwand der Neoblase T-förmig verschlossen.

--> Ileum-Neoblase nach Studer
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der Dünndarm wird, wie im zweiten Teilbild der Abb. dargestellt, antimesenterial der Länge nach aufgeschnitten. Die ersten 20 cm des oralen Ende werden nicht inzidiert.
Harnleiterimplantation:
die MJ-Schienen werden durch den intakten Dünndarmabschnitt geführt, am oralen Ende erfolgt die Implantation der Harnleiter entsprechend der Technik nach Wallace.
Verschluss der Neoblase:
die einander zugewandten Schenkel der aufgeschnittenen Darmschenkel werden fortlaufend miteinander vernäht (Vicryl 3-0). Danach werden die Schenkel gefaltet und die Neoblase wird mit 2 fortlaufenden Nähten verschlossen. Vorher werden die MJ aus der Neoblase ausgeleitet.
Harnröhrenanastomose:
am tiefsten Punkt der Neoblase wird ein 22 CH Silikonkatheter in die Neoblase eingebracht und mit 30 ml geblockt. Die 6 vorgelegten Nähten an der Harnröhre werden an der Neoblase vorgelegt und dann geknüpft.


----> MAINZ-Pouch I (siehe unter M)
----> MAINZ-Pouch II (siehe unter M)
---->Jenaer Harnblase (siehe unter J)

Harnblase
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Die Harnblase befindet sich als Hohlorgan im kleinen Becken und dient als Sammelspeicher für Urin. Die Aufnahmemenge beträgt beim erwachsenen Mann 0,5 bis 0,8 Liter. Bei den Frauen ist die Harnblase mit der vorderen Scheidenwand und teilweise mit der Gebärmutter fest verbunden. Bei den Männern ist die Harnblase durch die Vorsteherdrüse, die Samenblasen und Samenleiter vom Beckenboden getrennt. Der Harnleiter befördert den Urin vom Nierenbecken in die Harnblase. Ist die Harnblase gefüllt, erfolgt die Entleerung über die Harnröhre (Urethra).

Harngriess, mit bloßem Auge sichtbare kleinste Harnsteinchen
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Harngrieß und Harnsand kleinere und kleinste Harnkonkremente, Harnsteine, bohnen- bis taubeneigroß, können sich im Nierenbecken und in der Harnblase bilden, indem sich die Ausscheidungen an organische Bestandteile des normalen Harns anlagern; seltener ist ein steinbildender Katarrh (wie in der Gallenblase) die Ursache. Nach anderer Ansicht treten die organischen Teile erst nachträglich in die Steinbildungen ein. Am häufigsten bestehen die Konkremente aus harnsauren Salzen: Uratsteine; eine zweite Art aus oxalsaurem Kalk, eine dritte aus Phosphaten; am seltensten sind Cystinsteine und Xanthinsteine. Oft lagern sich an den Uratkern abwechselnd Oxalate, Urate und Phosphate an: Schichtsteine.

Harninkontinenz
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Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven: Der eine Teil wird über das Gehirn gesteuert. Ein grosser unwillkürlicher Anteil wird vom Rückenmark bestimmt. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört werden: So spricht man von der neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung, die die Blasenentleerung kontrollieren. Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel. Von der Drang oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn die Blasenentleerung unwillkürlich erfolgt, bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Die Überlaufinkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überläufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist eine Prostatavergrößerung (Hypertrophie).

Harnleiter
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Der Harnleiter (lat. Ureter) zählt zu den paarigen ableitenden Harnwegen und verbindet die Nieren mit der Harnblase. Der Harnleiter beginnt am Nierenbecken, einer Art Trichter, in dem der von der Niere abfiltrierte und aufkonzentrierte Urin gesammelt wird. Dabei knickt der Harnleiter um ca. 90° ab. Er läuft dann unter dem Bauchfell (retroperitoneal) auf der Rückwand der Bauchhöhle über die beiden Endäste der Aorta hinweg (Bereich der Aufgabelung der Arteria iliaca communis in Arteria iliaca externa und -interna) und mündet in die Harnblase. Nach seinem Eintritt in die Harnblase verläuft er ein kurzes Stück innerhalb der Harnblasenwand (intramural), wodurch bei stärkerer Füllung der Harnblase ein Rückfluss (Reflux) zur Niere weitestgehend verhindert wird. Durch diesen intramuralen Verlauf entstehen in der Harnblasenschleimhaut zwei konvergierende Falten (Columnae uretericae, Fortsetzung als Plicae uretericae), die das Harnblasendreieck (Trigonum vesicae) begrenzen.

An den drei genannten Stellen
  • Ausgang aus dem Nierenbecken,
  • Überquerung der Arteria iliaca communis bzw. der Arteria iliaca interna und
  • Eintritt in die Harnblase
verengt sich der Harnleiter. Oft wird die Stelle an der die Arteria ovarica bzw. die Arteria testicularis den Harnleiter überkreuzt als vierte Engstelle bezeichnet.

Harnleiterschiene (Doppel-J-Katheter)
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Einlegen eines Plastikröhrchens (oft 7Ch, kann aber auch dünner oder dicker sein) in eine oder in beide Harnleiter, wobei das Röhrchen mit 2 „Pigtails" (J-Form) in der Blase und dem Nierenbecken gehalten wird.
Bei einer Zystoskopie wird der Doppel-J-Katheter bis in das Nierenbecken vorgeschoben.
Als Komplikationen sind hier zu nennen: Leichte Hämaturie, häufiges Wasserlassen mit Brennen, leichter Schmerz in Nierengegend beim Wasserlassen, Harn- wegsinfekt, verrutschen der Schiene mit evtl. Harnstau, sehr selten Harnleiterverletzungen.
Dieses Verfahren wird häufig zur Entlastung bei Stauung der Harnleiter (z.B. bei Harnstein) angewandt. Es kann auch ein Harnstein wieder in das Nierenbecken zurück- geschoben werden, so dass der Stein besser mit einer ESWL behandelt werden kann. Es ist auch möglich ein Harnleiter „zu schienen", z.B. bei einer leichten Ver- letzung. Ein Schienenwechsel ist ca. alle 3 Monate (oft auch öfters!) fällig.

Harnröhre (siehe auch Urethra)
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Die Harnröhre (Urethra) stellt den untersten Abschnitt der Harnwege dar. Sie führt den in der Harnblase gesammelten Urin aus dem Körper. Die Harnröhre bei Frauen ist mit einer Länge von 3 bis 4 cm sehr kurz und mündet im Scheidenvorhof. Bei Männern beträgt die Länge der Harnröhre 20 bis 25 cm und sie mündet an der Eichel des männlichen Gliedes (Glans penis).

Harnröhrensuspensionsplastik
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Operative Korrektur einer Stressinkontinenz durch Anhebung des Blasenhalses und der hinteren Harnröhre der Frau, wodurch der Verschlussdruck der Harnröhre erhöht wird.
Verfahren nach Raz: Fäden die von vaginal her in der Nähe der Harnröhre spiralig eingelegt werden und anschließend hinter dem Schambein mit Hilfe einer zuvor von oben hinter dem Schambein durchge- stochenen Nadel hochgeführt und über der binde- gewebigen Scheide des geraden Bauchmuskels (Rektusscheide) untereinander verknotet werden.
Verfahren nach Zödler, Schlingenoperation: Ein Kunst- stoffbändchen oder Faszienstreifen aus der Rektums- scheide, die unter die Harnröhre gelegt werden über- nehmen die Aufgabe der o.g. Fäden.
Verfahren nach Marshall-Marchetti-Krantz oder Bruch: Von einem Unterbauchschnitt aus werden wiederum Fäden in der Nähe der Harnröhre eingelegt und beider- seits mit stabilen Bandstrukturen oder Schambeinperiost verknotet. Hier ist kein vaginaler Zugang notwendig.
Es gibt aber noch zahlreiche andere Verfahren.

Harnsperre (siehe auch Harnverhaltung)
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das akute, mechanisch oder funktionell bedingte Unvermögen, die Harnblase spontan zu entleeren („Harnverhaltung“). Führt zu quälendem (Dysurie) Anstieg des Blaseninnendrucks mit Blasenüberdehnung (Harnblase als „Tumor“ sicht- u. tastbar) u. zu Harnrückstauung (Ureter-, Nierenbeckendilatation), evtl. sekundär zu Anurie. Tritt auf z.B. bei Harnröhrenstriktur, als reflektorische H. nach Operationen, Verletzungen, Trinken kalter Getränke auf.(„Stiftungsfestischurie“). Sonderform: Ischuria paradoxa.

Harnsteine
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Harnsteine können im gesamten Harntrakt vorkommen, in der Niere (Nierensteine), dem Harnleiter, der Blase und in der Harnröhre. Das Material, aus dem sie bestehen, ist unterschied- lich, doch in den meisten Harnsteinen ist Kalzium enthalten.

Hämatologie = Lehre von den Blutkrankheiten
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Hämatologie ist die Lehre von der Physiologie, Pathophysiologie und den Krankheiten des Blutes sowie der blutbildenden Organe. Sie umfasst bösartige Erkrankungen des Blutes, Bildungsstörungen des Knochenmarks, Blutveränderungen durch immunologische Prozesse, Störungen der Blutstillung (hämorrhagische Diathesen; Hämophilie) und Übergerinnbarkeit des Blutes (Thrombophilie). Die beiden letztgenannten Krankheitsgruppen werden auch unter dem Fachbegriff Hämostaseologie (Lehre der Blutgerinnung) subsumiert.

Die wichtigsten Blutkrankheiten sind die akute und chronische Leukämie (Blutkrebs), bösartige Veränderungen der Lymphknoten (umgangssprachlich "Lymphknotenkrebs"), Anämie (Blutarmut) und die Hämophilie (Bluterkrankheit).

Die meisten Krankheiten des Blutes können aus dem Blut diagnostiziert werden, in manchen Fällen muss jedoch eine Knochenmarkpunktion durchgeführt werden oder ein Lymphknoten herausgenommen und untersucht werden.

Harnwegsinfekt
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Die Harnwege reichen von den Nieren über die Blase bis hin zu deren Ausgang, der Harnröhre. Normalerweise sind sowohl die Wege als auch der ausgeschiedene Urin keimfrei. Wenn sich Bakterien in den Harnwegen befinden, nennt man das Harnwegsinfekt. Dieser kann sehr unterschiedlich schwer verlaufen, von bedrohlichen Nierenentzündungen über einen Bakteriennachweis ohne Symptome. Aus anatomischen Gründen haben kleine Kinder und Frauen am häufigsten Harnwegsinfekte. Bei Männern steigt das Risiko einer Infektion mit dem Alter.

hämatogen = aus dem Blut stammend, auf dem Blutweg entstehend; auch Blut bildend (hämatopoetisch).
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hämatogen = aus dem Blut stammend, auf dem Blutweg entstehend; auch Blut bildend (hämatopoetisch).

Hämodialyse = Blutreinigung
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Die Dialyse ist ein Blutreinigungsverfahren („Künstliche Niere“).

Sie wird angewandt, wenn es zu einem Nierenversagen kommt. Die Dialyse ist neben der Nierentransplantation die wichtigste Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen und eine der Behandlungsmöglichkeiten bei akutem Nierenversagen.

Die weltweit erste „Blutwäsche“ über semipermeable Membranen beim Menschen wurde 1924 von Georg Haas in Gießen durchgeführt. Den Durchbruch brachte jedoch erst Willem Kolff 1945 in Kampen/NL mit seinem Trommeldialysegerät mit Zellophan-Schläuchen als Dialysemembran. Diese Membran erlaubte eine kontrollierte Blutreinigung von definierten Stoffmengen. Eine technisch überlegene Parallelentwicklung von Nils Alwall in Lund/Schweden 1946 erlaubte auch die Ausschwemmung von Ödemflüssigkeit aus Lungen und Gewebe (Ultrafiltration).

Hämatospermie Blut im Sperma
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Hämatospermie gr. sperma Same, blutiger Samen, bei Entzündung der Prostata oder der Samenbläschen.

Hämaturie Blutbeimengungen im Urin
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Unter einer Hämaturie wird das vermehrte Vorkommen von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) im Urin verstanden. Der Urin eines gesunden Menschen kann geringe Mengen an roten Blutkörperchen in einer Größenordnung von maximal 5 Erythrozyten pro Mikroliter enthalten. Ist das Blut schon mit bloßem Auge als Rotfärbung des Urins sichtbar, wird von einer Makrohämaturie – als Gegensatz zur Mikrohämaturie – gesprochen. Letztere kann nur durch eine mikroskopische Beurteilung festgestellt werden. Eine Untersuchung mittels Urinteststreifen kann nicht zwischen roten Blutkörperchen und Hämoglobin unterscheiden. Eine Hämaturie kann auf Erkrankungen des Urogenitaltraktes hinweisen wie Harnsteine, Tumore, Infektionen, Vergiftungen, Nephritis, angeborene Fehlbildungen des Harntraktes und angeborene Nierenkrankheiten.

Eine Hämaturie ohne nachweisbare Ursache ist relativ häufig. Meist handelt es sich, insbesondere bei jungen Menschen, um eine vorübergehende und harmlose Erscheinung. Bei Menschen jenseits des 50. Lebensjahres kann dagegen bereits eine vorübergehende Hämaturie auf eine Krebserkrankung hinweisen, in der Mehrzahl der Fälle wird aber auch in dieser Altersgruppe keine Blutungsquelle in Nieren oder ableitenden Harnwegen gefunden.

Hepar = Leber
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Die menschliche Leber wiegt etwa 1500 bis 2000 g. Sie ist ein weiches, gleichmäßig strukturiertes Organ, das sich größtenteils im rechten Oberbauch befindet.

Leber lässt sich in zwei große Leberlappen unterteilen. Der rechte Leberlappen (Lobus dexter) liegt unter dem Zwerchfell und ist mit diesem teilweise verwachsen. Er ist größer als der linke Leberlappen (Lobus sinister), der bis in den linken Oberbauch reicht.

Außerdem gibt es zwei weitere, kleinere Leberlappen: den quadratischen Lappen (Lobus quadratus) und den geschwänzten Lappen (Lobus caudatus). An der Unterseite der Leber liegt die sogenannte Leberpforte (Porta hepatis), über die die Pfortader und Leberarterie in die Leber eintreten und die Lebergallengänge sie verlassen. Die Leberarterie (Arteria hepatica) transportiert das sauerstoffreiche Blut vom Herzen, die Pfortader führt Nahrungsbestandteile von Magen und Darm, Abbauprodukte der Milz, sowie Hormone der Bauchspeicheldrüse zur Leber. Dabei wird die Leber zu ca. 25 % mit sauerstoffreichem Blut der Leberarterie und zu ca. 75 % mit dem Blut der Pfortader versorgt.

Hepatitis = Entzündung der Leber
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Als Hepatitis wird eine Entzündung der Leber bezeichnet, für die zahlreiche Ursachen angeführt werden können. Führt eine andere, zugrundeliegende Erkrankung zu dieser Leberentzündung, wird von einer sogenannten Begleithepatitis gesprochen.

Klinisch unterscheidet man nach dem Verlauf die akute von der chronischen Hepatitis.


HEXVIX = ein zugelassene Arzneimittel für die photodynamische Diagnostik (PDD)


Histologie = Lehre von den Geweben des Körpers
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Die Histologie (von gr. histos „Gewebe“ und logos „Lehre“) ist die Wissenschaft von den biologischen Geweben und somit Teilgebiet der Medizin und Biologie, genauer der Anatomie und der Pathologie.

Der Histologe/Pathologe untersucht Gewebeproben. Dazu werden mikrometerdünne, gefärbte Gewebsschnitte hergestellt und am Mikroskop beurteilt. Man spricht von morphologischer Diagnostik, da anhand des Erscheinungsbildes und färberischen Verhaltens der Gewebestrukturen der Befund erstellt wird. Zum Probengut beim histologischen Arbeiten gehören Operationspräparate (z. B. Magen, Darm, Niere), Probeexzisionen (z. B. Muttermal, Sehnen, Zysten) und Biopsien (z. B. Magen-, Darm-, Brustgewebe-Biopsien). Mit Hilfe der modernen Technik lassen sich schon an winzigen Gewebestückchen (1–2 mm) feingewebliche Diagnosen erstellen. Diese mikroinvasiven Methoden sind für die Patienten schonend und werden oft bei Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt.

Die elektronenmikroskopische Untersuchung von Gewebe fällt ebenfalls vorwiegend in den Forschungsbereich. Hier werden 0,01-0,5 µm dicke Schnitte hergestellt und mit einem hoch auflösenden Elektronenmikroskop begutachtet.

Histologischer Schnitt einer Lunge, LungenpestZu den Aufgaben der Histopathologie gehört die Frühdiagnose von Tumoren (z. B. Magenbiopsie), Klassifizierung von Tumoren (gut-/bösartig), Nachweis von Stoffwechselerkrankungen, parasitären, bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen, Hilfestellung zur Therapiewahl und vieles mehr.

Hyperkontinenz = Unfähigkeit, die Blase zu entleeren
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Hyperkontinenz ist die Unmöglichkeit, die Harnblase zu entleeren. Sie kann beim Abknicken der Harnröhre oder bei Verwachsungen im Blasenhals oder in der Harnröhre entstehen und kann meist nur dauerhaft durch eine Operation beseitigt werden.


I

Ileum = Dünndarm
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Der Dünndarm gliedert sich in drei Teile:
  • Zwölffingerdarm (lat. Duodenum)
  • Leerdarm (lat. Jejunum)
  • Krummdarm (lat. Ileum)
Die Länge des Zwölffingerdarms ist rund 12 Fingerbreiten, also ungefähr 24 cm. Die letzten beiden Darmabschnitte werden auch als Intestinum tenue mesenteriale (Dünndarm mit Gekröse) zusammengefasst.

Der Krummdarm ist im Durchschnitt 1,8 m, der Leerdarm ungefähr 1,2 m lang.

Um Nahrungsbestandteile gut resorbieren zu können, ist die innere Oberfläche durch Falten (Kerckring-Falten, auch Plicae circulares), Zotten und Mikrovilli enorm vergrößert. Die Falten vergrößern die Oberfläche schon um das dreifache, die Zotten um einen zusätzlichen Faktor von 7 bis 14, die Mikrovilli wiederum um einen Faktor von 15 bis 40. Daher hat der Dünndarm letztendlich eine Resorptionsoberfläche von rund 60 m² (etwa das 30-fache der Körperoberfläche).

Ileum = Dünndarm
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Das Urostoma ist eine chirurgisch herbeigeführte, vorübergehende oder dauerhafte Ausleitung des Urins durch die Haut zur Kontinuitätserhaltung der Harnableitung. Die entsprechende Operation heißt Urostomie.
Die Anlage eines Urostoma wird erforderlich, wenn das harnableitende System nicht mehr in der Lage ist, Urin nach außen abzugeben. Dazu kann es beispielsweise kommen, wenn die Harnblase als Reservoir nicht erhalten werden kann oder die Harnwege geschädigt sind oder stillgelegt bzw. entfernt werden müssen. Mögliche Ursachen hierfür können angeborene Fehlentwicklungen, Atresien, Stenosen der Harnwege, Nervenschädigungen, Tumoren, aber auch erworbene Ursachen, wie beispielsweise Folgen einer Strahlentherapie, eines operativen Eingriffs oder auch Verletzungen sein.

Ileostoma Künstlicher Dünndarmausgang zur Stuhlentleerung (in einem Auffangbeutel).
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Das Enterostoma, auch künstlicher Darmausgang, Kunstafter, Bauchafter, veraltet: Anus praeternaturalis, Kurzform Anus praeter = „außernatürlicher After“, umgangssprachlich auch Seitenausgang) ist eine chirurgisch herbeigeführte Öffnung eines Darmteils durch die Bauchwand, die der Ausleitung der Ausscheidungen dient.

Je nach verwendetem Darmabschnitt spricht man von Ileostoma (Ausleitung vom Ileum), Coecostoma (Ausleitung vom Blinddarm, Caecum), Colostoma (Ausleitung vom Colon sigmoideum) oder Transversostoma (Ausleitung vom Colon transversum). Umgangssprachlich werden Coeco-, Colo- und Transversostoma häufig unter dem Begriff Colostoma zusammengefasst, da das Wort Colon den gesamten Grimmdarm bezeichnet.

Ileo-Koloskopie - Darmspiegelung bis zur Ileozökalklappe
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Als Gründe (Indikation) für die Durchführung einer Koloskopie gelten:

- Vorsorge-Koloskopie ab dem 55. Lebensjahr
- Blut im Stuhl (Haemoccult pos)
- Rektaler Blutabgang oder Teerstuhl bei unauffälliger Gastroskopie
- Tumorsuche insbesondere bei unklarer Gewichtabnahme oder - Metastasen bei unbekanntem Primär-Tumor
- Vor allem eine Chronisch-entzündliche Darmerkrankung
- Vor allem eine sonstige entzündliche Darmerkrankung
- Unklare Stuhlgangsveränderungen wie Verstopfung (Obstipation) und/oder Durchfall (Diarrhoe)
- Unklare Mittel- und Unterbauchbeschwerden
- Kontrolluntersuchung nach Darmkrebs-Therapie und/oder Polypektomie

Ileozökalklappe - ventilartige Ausstülpung, die einen Rückfluss des Darminhalts vom Dick- in den Dünndarm verhindert; früher häufig als Refluxmechanismus in Neoblasen verwendet.
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Die Ileozäkalklappe ist ein funktioneller Verschluss zwischen Dick- und Dünndarm. Sie wölbt sich im rechten Unterbauch als Einstülpung des letzten Anteils des Ileums („Krummdarm“) in den Dickdarm vor.

Nach Caspar Bauhin (1560-1624), einem Basler Anatomen, wird sie auch als Bauhin-Klappe oder Bauhinsche-Klappe bezeichnet.

Ursprünglich unterschied man jeweils eine obere (Labrum ileocolicum oder superius) und untere Lippe (Labrum ileocaecale oder inferius). Mittlerweile weiß man jedoch, dass die Ileozäkalklappe beim lebenden Menschen rund ist und keine Lippen aufweist. Die Lippen sind ein Artefakt, welches erst durch den Tod des Menschen entsteht.

Die Ileozäkalklappe dient als funktioneller Verschluss zwischen Dick- und Dünndarm und ist normalerweise nur Richtung Dickdarm durchgängig, indem bei Dehnung des Darms ventilartig verhindert wird, dass Darminhalt – und mit diesem Bakterien – in das deutlich keimärmere terminale Ileum eindringen kann.

Die unterhalb der Ileozäkalklappe befindliche Ausstülpung des Dickdarms wird Blinddarm (Caecum) genannt und trägt an ihrem unteren Pol den Wurmfortsatz (Appendix vermiformis).

Auf die Dickdarmklappe beschränkte Krankheiten als solche gibt es nicht. Allerdings können Entzündungen des Dünn-, Dick- und Blinddarms auf die Bauhin-Klappe übergreifen und zu einer sogenannten Bauhinitis führen, zum Beispiel durch eine Enteritis regionalis Crohn, Colitis ulcerosa oder Ileozäkal-Tuberkulose. Eine Miserere kann die Folge sein. Auch können sich große Gallensteine dort auf dem Weg ins Colon fangen und einen Gallensteinileus verursachen. Im Verdauungstrakt vorkommende Tumoren, wie z.B. das neuroendokrine Karzinom (Karzinoid), können sich hier natürlich gleichfalls manifestieren.

Implantation = Einpflanzung von Gewebe, Organen oder künstlichem Ersatz in den Körper
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Ein Implantat ist ein im Körper eingepflanztes künstliches Material, welches permanent oder zumindest für einen längeren Zeitraum dort verbleiben soll. Dabei unterscheidet man häufig nach medizinischen, plastischen und funktionellen Implantaten.

Immunsystem, das biologische Abwehrsystem des Menschen
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Als Immunsystem wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Es entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie.

Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der belebten Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind: Bakterien, Viren und Pilze, sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) beziehungsweise mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer).

Impotenz, mangelnde Erektionsfähigkeit des männlichen Glieds, z.B. durch eine den Prostata/ Blasenkrebs unterdrückende Behandlung.
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Impotenz (lat. Unfähigkeit – als Gegensatz zur Potenz „Kraft“, „Vermögen zu etwas“, insbesondere „Manneskraft“) bezeichnet im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch die Unfähigkeit von Männern, eine Erektion zu bekommen und zu halten. Unter Frigidität (von frz. frigide „kühl/kalt“) werden diverse Störungen der weiblichen Sexualität zusammengefasst.

Der Begriff hat jedoch mehrere Bedeutungen:
  • Impotentia generandi, Zeugungsunfähigkeit, Infertilität, Sterilität des Mannes: die Unfähigkeit, Kinder zu zeugen – siehe hierzu Unfruchtbarkeit.
  • Impotentia coeundi, altertümlich Mannesschwäche, Impotenz, i.e.S.: die Unfähigkeit, eine Erektion zu bekommen oder ausreichend lange halten zu können – dieser Begriff wird heute neutral unter dem Überbegriff der erektilen Dysfunktion gefasst
  • Impotentia ejaculandi, altertümlich Trockenheit des Mannes: die Unfähigkeit zum Samenerguss
  • Impotentia satisfactionis: Samenerguss ohne begleitenden Orgasmus
[list][/list]Indikation, der Grund für die Wahl eines bestimmten diagnostischen oder therapeutischen Vorgehens bei einer Krankheit.
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Der medizinische Begriff Indikation (Syn. Heilanzeige) leitet sich vom lateinischen Wort "indicare" (anzeigen) ab. Er steht grundsätzlich dafür, ob bei einem bestimmten Krankheitsbild der Einsatz einer bestimmten medizinischen Maßnahme angebracht ist. (Bei Krankheitsbild "X" ist das Heilverfahren "Y" indiziert, also angebracht.) Der Begriff findet sich häufig in Zusammenhang mit Operationen, man spricht dann von der Operationsindikation.

Infravesikale
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Ständiges Harnträufeln (Ischuria paradoxa) bei gleichzeitig stark abgeschwächtem Harnstrahl weist auf eine Überlaufinkontinenz hin, die beim Mann in der Regel durch eine infravesikale Obstruktion in Kombination mit einer dadurch bedingten Detrusorschwäche und Restharnbildung (BPH, Prostatakarzinom, Urethrastriktur) verursacht ist; bei der Frau tritt dieses Symptom typischerweise bei fortgeschrittener peripherer Neuropathie im Zusammenhang mit einem Diabetes mellitus auf, da die efferenten Blasennerven (Pl. pelvicus) beeinträchtigt sind.

Instillation = Einfüllen
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Unter dem Begriff Instillation versteht man in der medizinischen Fachsprache die Verabreichung (Applikation) von flüssigen Arzneimitteln (z. B. Lösungen, Emulsionen oder Suspensionen von Antibiotika, Zytostatika, Analgetika, Lokalanästhetika etc.) in den Organismus (Hohlorgane, Körperhöhlen u. – öffnungen, Gelenke, Bindehautsack) zu therapeutischen, diagnostischen oder präventiven Zwecken.

Im Gegensatz zur Infusion, bei der die Medikamente durch den Kreislauf im gesamten Organismus verteilt werden (systemische Therapie) verbleibt das Medikament bei der Instillation am Ort der Applikation und wirkt dort lokal.

Interstitielle Zystitis/Cystitis (IC) ist eine chronische, abakterielle Blasenentzündung, meist ohne Nachweis von Bakterien im Urin, bei der eine starke Drangsymptomatik im Vordergrund steht, verbunden mit starken Schmerzen.
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Die IC ist eine Ausschluss-Diagnose. Sie beginnt schleichend über Jahre hinweg und wird oft zu spät diagnostiziert. Meist wird sie erst durch Überdehnung der Blase unter Vollnarkose diagnostiziert, da dann punktförmige Blutungen in der Blasenschleimhaut auftreten. Eine weitere Diagnosemöglichkeit ist der Kaliumtest. Hierbei wird über einen Katheter Flüssigkeit in die Blase eingelassen. Über eine Sonde, die rektal eingeführt wird, wird die Muskelspannung im Beckenboden gemessen. Nach dem Ablassen der Flüssigkeit wird die Blase nochmals mit einer kaliumhaltigen Flüssigkeit gefüllt. Diese reizt die Blasenwand stärker, da es bei der IC zu einem Abbau der inneren Blasenschleimhaut kommt: Die Nerven liegen also sozusagen „blank“. Der Unterschied in der Blasenfüllung ermöglicht hierbei Rückschlüsse auf das Vorliegen einer IC. Durch den Abbau der Schleimhaut, welche die Blase normalerweise vor den aggressiven Inhaltsstoffen des Harns schützt, kommt es zu einer ständigen Reizung der Blasenmuskelnerven. Dies bewirkt ein andauerndes Zusammenziehen der Blasenmuskulatur, wodurch die Blase schrumpft. Durch das erniedrigte Blasenvolumen und die ständige Kontraktion der Blase kommt es zu einem beinahe ständigen Harndrang, der im schubartigen Verlauf der Erkrankung zunimmt. Wasserlassen bis zu 60 mal am Tag zählt ebenso zu den Symptomen, wie stechende, schneidende und brennende Schmerzen im ganzen Unterleib, in der Blase und/oder Harnröhre, Krämpfe und Brennen beim Wasserlassen.

Fast immer fehlen nachweisbare Bakterien im Urin, ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur „normalen“, bakteriellen Blasenentzündung. Ohne adäquate Behandlung entwickelt sich im Spätstadium eine Schrumpfblase, was einen Blasenersatz erfordern kann. Bekannt ist, dass die IC in einen solchen Blasen-Pouch wieder zurückkehrt, solange das Harnblasendreieck erhalten bleibt.

Infusion = dem Körper über einen Katheter Arzneimittel oder Flüssigkeiten durch eine Vene zuführen
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Als Infusion, Infusionstherapie oder Flüssigkeitstherapie bezeichnet man die Verabreichung von Flüssigkeiten in den Körper über verschiedene Applikationsformen.

In Abhängigkeit von der Zielsetzung der Therapie sind weitere Bezeichnungen Flüssigkeitsgabe, Volumenersatz und Volumensubstitution. Die Verabreichung von Blutbestandteilen mittels Infusion wird als Transfusion bezeichnet.

Inkontinenz = Unfähigkeit, den Harn zu halten und kontrolliert abzulassen.
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Eine Harninkontinenz bezeichnet den Verlust oder das Nichterlernen der Fähigkeit, Urin sicher zu speichern und an gewolltem Ort zu einer selbstbestimmten Zeit auszuscheiden.

invasiv = in den Muskel wachsend
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Beim Krebs spricht man von einem invasiven Tumor, wenn er in das umgebende Gewebe hineinwuchert.

ISK = intermittierender Selbstkatheterismus. Die Patienten entleeren ihre Blase durch Einführen eines Katheters in regelmäßigen Abständen
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Der intermittierende Katheterismus, meist als Selbstkatheterismus durchgeführt, hat sich bei Patienten mit neurogener Blasenentleerungsstörung oder myogener chronischer Restharnbildung weltweit als Therapie"standard" durchgesetzt. Etwa 70 Prozent aller Patienten mit neurogener Blasenfunktionsstörung können mit dieser konservativen Therapie erfolgreich behandelt werden. Sowohl Patienten mit primär hoher Restharnbildung bei neurogener bzw. myogener Detrusor-Hypo-/Akontraktilität als auch Patienten mit einer neurogenen Detrusorhyperaktivität (sogenannte Reflexblase) können mit dieser Technik lebenslang ohne Gefährdung ihrer Nierenfunktion versorgt werden.

Da die Blase in der Regel keimfrei ist, wurde in den letzten 15 Jahren zunehmend der intermittierende Selbstkatheterismus aseptisch durchgeführt. Der aseptische Selbstkatheterismus verwendet ausschließlich sterile Utensilien, es wird jedoch im Gegensatz zum sterilen Katheterismus auf sterile Abdeckungen, sterile Handschuhe verzichtet. Dadurch ist der aseptische Katheterismus weniger zeit-, material- und kostenaufwendig als der sterile Katheterismus. Umfangreiche retrospektive Analysen haben gezeigt, dass man mit dem aseptischen Selbstkatheterismus ohne antibiotische Prophylaxe die Infektinzidenz bis auf etwa einen Infekt pro Jahr reduzieren kann. Auf Grund von Datenlage und Expertenmeinung hat sich der aseptische intermittierende Katheterismus bzw. Selbstkatheterismus heute in ganz Europa durchgesetzt.

Irrigationstechnik
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Verfahren zur Darmspülung bei Stomapatienten. Durch die Irrigation kann eine Kontinenz über 24 bis 28 Stunden erreicht werden.
Webmaster des Forums: Detlef Höwing
Hotline: 0178 - 2777132, Tel.: 030 7440073
Am Alten Friedhof 2, 12524 Berlin
Selbsthilfe Harnblasenkrebs e.V.

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Freitag, 13. November 2009, 17:43

Wörterbuch J - K - L - M

Wörterbuch in Wort und Bild

J

Jenaer Blase = Neoblase unter Erhalt eines Teiles der Prostata, um - eventuell - die Erektion erhalten zu können. Risikobehaftet !
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Die starke Blutungsneigung der Prostata bei den herkömmlichen Operationsverfahren sollen durch das neue Verfahren verhindert werden, so dass ein Befall von eventuell vorhandenen tumorösen Zellen im Blut durch eine Eigenblutspende verhindert wird, die deshalb sowieso nicht angebracht scheint. Wir brauchen für diese Eingriffe eine Stunde weniger als früher, und können ganz auf den Einsatz von Bluttransfusionen verzichten Das primäre Ziel unserer neuen Operationsstrategie ist jedoch der Kontinenzerhalt und einer möglichst hohen Zahl von männlichen Patienten, die später nicht mehr unter einer erektile Dysfunktion zu leiden haben“, so Prof. Dr. J. Schubert zur Einleitung des 2. Operationsseminars. „Dabei haben die Ausschließungsgründe für dieses Operationsverfahren oberste Priorität.


K

Kanzerogene = Stoffe, die Krebs hervorrufen können
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Substanzen oder Faktoren, die Krebs erzeugen können.
Es lassen sich im Wesentlichen drei Gruppen unterscheiden:
  • chemische Substanzen,
  • Viren,
  • Strahlen.
Die größte Bedeutung für die Krebsentstehung haben chemische Substanzen, die aus der Umwelt oder mit der Nahrung in den Körper gelangen. Sie verursachen nach derzeitigem Erkenntnisstand bis zu 90 % aller menschlichen Krebserkrankungen. Die meisten Substanzen sind Prokanzerogene, die erst im Körper durch den Stoffwechsel ihre Krebs erzeugende Wirkung erhalten. In der Regel haben sie eine lange Latenzzeit, d. h., es dauert nicht selten 20 bis 30 Jahre, bis sich ein Krebs entwickelt.

Die meisten Kanzerogene finden sich unter den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (Benzpyren, Benzanthracen, Methylcholanthren), den aromatischen und den sekundären Aminen (diese werden in Gegenwart von Nitrit zu den eigentlichen Krebs erregenden Nitrosaminen umgewandelt), den alkylierenden Substanzen, den chlorierten Kohlenwasserstoffen u. a. Eine Vielzahl derartiger Substanzen findet sich im Tabakrauch, der deshalb eines der wichtigsten chemischen Kanzerogene ist. Aber auch natürlich vorkommende Substanzen können kanzerogen wirken, etwa Schimmelpilzgifte (Aflatoxine) in Lebensmitteln. Ebenfalls kanzeroogen wirken anorganische Substanzen wie Arsen, Asbest und Cadmium.

Auch Viren (Tumorviren, onkogene Viren) können als Kanzerogene wirken, z. B. verursachen Papillomaviren Gebärmutterhalskrebs, Hepatitis-B- und C-Viren Leberkrebs, und das zu den Herpesviren gehörige Epstein-Barr-Virus kann Burkitt-Lymphome hervorrufen.

Kanzerogen wirkende Strahlen sind radioaktive Strahlen, Röntgenstrahlen und die UV-Strahlen des Sonnenlichts, die Hautkrebs, u. a. das maligne Melanom, verursachen können.

Der Umgang mit Krebs erzeugenden Stoffen am Arbeitsplatz ist meldepflichtig und darf nur unter Einhaltung von besonderen Schutzmaßnahmen erfolgen.

Kardiologie = Lehre vom Herzen
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Kardiologie ist die Lehre vom Herzen, die sich mit der Struktur, der Funktion und den Erkrankungen des Herzens befasst, und in der Humanmedizin das Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit den Herz-Kreislauferkrankungen beim Erwachsenen beschäftigt. Die Kinderkardiologie ist in Deutschland und der Schweiz ein eigenständiges Teilgebiet der Kinderheilkunde.

Kardiologe ist in den deutschsprachigen Ländern eine standesrechtlich geschützte Bezeichnung, die nur von Ärzten geführt werden darf, die im Rahmen einer speziellen Weiterbildung besondere Kenntnisse auf dem Gebiet der Kardiologie erworben und nachgewiesen haben.

Karzinogenese = Schrittweise Entstehung von Krebs in zeitlicher wie auch ursächlicher Hinsicht
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Die Karzinogenese (Tumorentwicklung) ist ein äußerst komplexer (und zum Teil noch unverstandener) Prozess, bei dem eine normale Zelle eines Organs in eine maligne Tumorzelle transformiert (umgewandelt) wird.

Karzinom = Krebsgeschwulst
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Das Blasenkarzinom (Blasenkrebs) ist ein bösartiger Tumor der Harnblasenschleimhaut, die meist von Papillomen der Schleimhaut ausgehen.
Die Harnblase ist aus 4 Schichten aufgebaut. Sie besteht von innen nach außen aus Urothel (innere Schleimhaut), innere und äußere Muskelschicht und der äußeren Harnblasenbegrenzung.

Entsprechend dieser Einteilung kann man die Blasentumore in die Stadien 1 bis 4 einstufen, T1a, T1b, T2, T3 und T4.

Katheter = Röhrchen aus Kunststoff oder Glas zur Einführung in Körperorgane
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Ein Blasenkatheter ist ein Kunststoffschlauch, der entweder über die Harnröhre (transurethral) oder die Bauchdecken (suprapubisch oder Bauchdeckenkatheter) in die Harnblase eingebracht wird. Er dient der Harnableitung oder Harngewinnung. Die Länge wird in Zentimeter und die Dicke in Charrière angegeben

Katheterismus, Einführung eines Katheters in ein Hohlorgan (z.B. Harnröhre) zu diagnostischen und/oder Behandlungszwecken.
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Als Katheterismus bezeichnet man in der Urologie die Anwendung eines Blasenkatheters. Der Katheterismus kann als Fremd- oder Selbstkatheterismus erfolgen.

Kernspintomographie = ( MRT Magnetresonanztomographie ), schichtweise Darstellung von Gewebedifferenzen mit Hilfe starker Magnetfelder
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Die Magnetresonanztomographie ,MRT, ist ein bildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizinischen Diagnostik zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird. Mit der MRT kann man Schnittbilder des menschlichen (oder tierischen) Körpers erzeugen, die eine Beurteilung der Organe und vieler krankhafter Organveränderungen erlauben. Die Magnetresonanztomographie basiert auf sehr starken Magnetfeldern sowie elektromagnetischen Wechselfeldern im Radiofrequenzbereich, mit denen bestimmte Atomkerne (meistens die Wasserstoffkerne/Protonen) im Körper angeregt werden. Empfangen werden extrem schwache elektromagnetische Felder, die von den angeregten Atomkernen ausgesendet werden. Im Gerät wird keine Röntgenstrahlung oder andere ionisierende Strahlung erzeugt oder genutzt. Eine wesentliche Grundlage für den Bildkontrast sind unterschiedliche Relaxationszeiten verschiedener Gewebearten. Daneben trägt auch der unterschiedliche Gehalt an Wasserstoff-Atomen in verschiedenen Geweben (z. B. Muskel, Knochen) zum Bildkontrast bei.

Klinische Studien = Erprobung von Therapiemethoden an Menschen
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In einer klinischen Studie wird der Einfluss einer medizinischen Behandlung auf eine Krankheit in einem kontrollierten experimentellen Umfeld am Menschen erforscht.

Die gängigste Form der klinischen Studie, die klinische Prüfung von Arzneimitteln, ist eine am Menschen durchgeführte Untersuchung, die dazu bestimmt ist, klinische oder pharmakologische Wirkungen von Arzneimitteln zu erforschen oder nachzuweisen oder Nebenwirkungen festzustellen (§4, Absatz 23 AMG). Im Rahmen der Entwicklung eines neuen Therapieansatzes stellen die klinischen Studien (oder klinischen Prüfungen) den letzten Schritt in der Entwicklung dar. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Pharmaforschung. In der Praxis geht es dabei meistens um die Verträglichkeit (Tolerability) und/oder medizinische Wirksamkeit (Efficacy) von Medikamenten.

Studien können ebenfalls der Erforschung neuer chirurgischer oder radiologischer Therapieansätze oder -kombinationen dienen. Auch für Medizinprodukte, deren Design im Medizinproduktegesetz festgeschrieben ist, werden klinische Prüfungen durchgeführt.

Kolon - Dickdarm
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Der Dickdarm ist der letzte Teil des Verdauungstraktes beim Menschen. Er ist Teil des Darms, beginnt nach dem Dünndarm und endet am Rektum bzw. Analkanal.

Kolostoma, künstlicher Dickdarmausgang zur Stuhlentleerung in einem Auffangbeutel.
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auch Kolostomie, künstlicher Darmausgang, chirurgisch hergestellte Verbindung zwischen Dickdarm und Bauchwand; dient zur Ableitung des Darminhalts, wenn der natürliche Darmausgang vorübergehend oder dauerhaft ausfällt.

Koloskopie - Darmspiegelung nur des Dickdarms
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Eine Koloskopie (umgangssprachlich Darmspiegelung) dient der Untersuchung des Dickdarmes und meistens auch der letzten Zentimeter des Dünndarmes

Kondomurinal = ableitendes Hilfsmittel
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Das Kondomurinal ist ein Hilfsmittel in der Pflege von an Harninkontinenz leidenden Männern. Es besitzt die Form eines Kondoms mit Anschlussmöglichkeit eines Schlauches.


Weiterführende Erklärung des Kondom - Urinal

Konsilium = Beratung mehrerer Ärzte über einen Patienten
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(Consilium), Rat, Besprechung; in der Medizin die Beratung mehrerer Ärzte über einen Krankheitsfall.

Künstliche Harnblase
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Viel liest man nicht mehr seit 2002. Das Labor für Sensorik von Prof. Wassermann bearbeitet die mechanischen und elektrischen Bestandteile der Kunstharnblase, während das Medizinunternehmen Medicoplast die Gestaltung der körperverträglichen Materialien übernimmt. Im Universitätsklinikum werden die Komponenten in den von der Ethik-Kommission genehmigten Tierversuchen erprobt, die bislang sehr erfolgreich verlaufen sind. Im Jahr 2006 soll für den ersten Patienten eine künstliche Harnblase zur Verfügung stehen. Bis heute ist jedoch noch kein menschliches Versuchskaninchen gefunden worden, ausser eine Dame aus Aachen, und die ist kurz danach gestorben


L

Laborwerte, wie sind meine Laborwerte, Laborwerte abfragen

Laparotomie = operative Öffnung der Bauchhöhle
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Laparotomie (Bauchschnitt) bezeichnet das Öffnen der Bauchhöhle zur Durchführung eines abdominal-chirurgischen Eingriffs an den inneren Organen. Die Bauchdecke wird in der Regel durch einen Bauchdeckenschnitt geöffnet.

Lasertherapie = berührungsfreie Abtrennung von Karzinomen an der Blasenwand
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In der Chirurgie, Gefäßchirurgie und Phlebologie wird der Laser hauptsächlich im Bereich Endoskopie oder als Laserskalpell eingesetzt.
Ein Laserskalpell (auch Laser-Skalpell) ist ein Skalpell, das Gewebe durch Verdampfung mit der Energie des Laserlichts schneidet. Es gibt chirurgische Laserskalpelle, Laser-Mikrotome und apparative Mikro- bzw. Nano-Laserskalpelle.

In der Ophthalmologie werden Femtosekundenlaser als Laserskalpell alternativ zum Mikrokeratom für den Flapschnitt eingesetzt, zum Beispiel bei der Femto-LASIK.

Unter den anderen Gebieten der Chirurgie sind die Neurochirurgie, die Thoraxchirurgie und die Gefäß-Chirurgie die Hauptanwendungsbereiche des Laserskalpells, daneben die Dermatologie und die minimalinvasive Chirurgie. Als Lichtquellen dienen Festkörperlaser und CO2-Laser, an einzelnen Universitäten wird an der Benutzung des durchstimmbaren Freie-Elektronen-Lasers geforscht.

Ein großer Vorteil ist, dass Blutgefäße direkt verschlossen werden und die Wunden somit nicht bluten, man also trocken operieren kann.

In der biologischen Forschung werden spezielle Mikro-Laserskalpelle (manchmal Nano-Laserskalpelle genannt) benutzt, die Strukturen kleiner als eine Zelle schneiden können.

Leukozyturie, vermehrtes Auftreten von weißen Blutkörperchen im Urin als Hinweis auf einen entzündlichen Vorgang (z. B. Harnblasenentzündung).
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Was versteht man unter einer Leukozyturie?
Auch im normalen Harn finden sich weiße Blutkörperchen. Erst wenn diese vermehrt sind, spricht man von Leukozyturie. In Zahlen ausgedrückt: wenn man mehr als 10 weiße Blutkörperchen pro Mikroliter (µl) im Harn ausscheidet, nennt man das Leukozyturie.
Bei einer Leukozyturie handelt es sich in den allermeisten Fällen um eine Vermehrung von ganz bestimmten weißen Blutkörperchen und zwar den Neutrophilen Granulozyten.

Libido, Sexualtrieb, geschlechtliches Verlangen
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Der Begriff Libido stammt aus der Psychoanalyse und bezeichnet jene psychische Energie, die mit den Trieben der Sexualität verknüpft ist. Als Synonym zu sexueller Lust und Begehren ist der einstige Fachterminus mittlerweile auch in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen.

Lymphogen = über die Lymphbahnen
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Lymphogen bedeutet "durch die Lymphe oder die Lymphgefäße verursacht" bzw. "lymphatischen Ursprungs".
Im Zusammenhang mit dem Begriff Metastasierung bedeutet lymphogen "auf dem Lymphweg entstanden".

Lymphom, Lymphknotenschwellung
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Lymphom ist ein Sammelbegriff für Lymphknotenvergrößerungen beziehungsweise Lymphknotenschwellungen und Tumoren des Lymphgewebes, gleichgültig ob gutartig oder bösartig.


M

Magnetresonanztomographie ( MRT ) = ein bildgebendes Verfahren zur Diagnostik. Mit der MRT können Schnittbilder eines Körpers erzeugt werden. (Siehe Kernspintomographie)

Mainz - Pouch I Mixed Augmentation Ileum Zecum
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Mischverwendung von Dünn - und Dickdarm, hat also mit der Stadt Mainz nichts zu tun ) = Neoblase mit Bauchdeckenanschluss und Kontinenznippel, wofür vorzugsweise der Blinddarm verwendet wird.

Mainz - Pouch II ( modifizierte Ureterosigmoidostomie )
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Die Harnleiter werden hierbei in das erweiterte Sigma (Enddarm) eingepflanzt und der Urin wird zusammen mit dem Stuhl über den After entleert. Dies setzt eine gute Funktion des Schließmuskels voraus, was voroperativ entsprechend geprüft wird.

Diese Methode der Harnableitung wird wegen einer hohen Komplikationsrate heute nur selten angewandt.

makroskopisch = mit dem bloßen Auge zu erkennen
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Makroskopie ("grobe Betrachtung") ist eine Sichtweise, die sich entweder auf mit bloßem Auge sichtbare Strukturen beschränkt oder Systeme aufgrund statistischer Größen untersucht

Maligner Tumor = Bösartiger Tumor
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Krebs bezeichnet in der Medizin einen malignen (bösartigen) Tumor – eine bösartige Neoplasie. Im engeren Sinn sind die malignen epithelialen Tumoren (Karzinome) und die malignen mesenchymalen Tumoren (Sarkome) gemeint. Umgangssprachlich werden auch die bösartigen Hämoblastosen als Krebs, wie beispielsweise Leukämie als „Blutkrebs“ bezeichnet.

Alle sonstigen Tumoren, zu denen auch benigne (gutartige) Neoplasien zählen, sind kein „gutartiger Krebs“ oder Krebs irgendeiner Form. Diese sind Gewebsvermehrungen oder Raumforderungen im Körper, die keine Metastasen bilden. Das betrifft sowohl die Schwellung bei einer Entzündung als auch gutartige Neoplasien (Neubildungen von Körpergewebe durch Fehlregulationen des Zellwachstums).

Metabolismus = Stoffwechsel
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Der Stoffwechsel oder der Metabolismus steht für die Aufnahme, den Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen in einem Organismus sowie die Abgabe von Stoffwechselendprodukten an die Umgebung. Handelt es sich im ersten Fall um Fremdstoffe, so spricht man auch von Fremdstoffmetabolismus. Diese biochemischen Vorgänge (zum Beispiel innere und äußere Atmung, Transportvorgänge, Ernährung) dienen dem Aufbau und der Erhaltung der Körpersubstanz (Baustoffwechsel) sowie der Energiegewinnung (Energiestoffwechsel) und damit der Aufrechterhaltung der Körperfunktionen. Wesentlich für den Stoffwechsel sind Enzyme, die chemische Reaktionen katalysieren.

Die Erforschung des Stoffwechsels erfolgt vor allem mit Methoden der Physiologie und Biochemie.

Den Stoffwechsel kann man auch als Austausch von freier Energie oder Ordnung verstehen. Lebewesen erhöhen in sich die Ordnung (Zunahme negativer Entropie) auf Kosten der Erhöhung von Unordnung, also einer Erhöhung der Entropie, in der Umgebung. Man hat Lebewesen deshalb auch als Negentropen bezeichnet.

Metastase = Absiedlung eines Tumors; es gibt lokale und Fernmetastasen
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Als Metastase (- die Stelle, Haltung, der Ort, also etwa die Übersiedelung an einen anderen Ort) wird eine hypothetisch definierte Absiedlung eines bösartigen Tumors oder eines Infektionsherdes bezeichnet. Die heutige praktizierte Onkologie basiert auf dieser Theorie.
Die lateinische Bezeichnung ist Filia (dt.: die Tochter, Pl.: Filiae) und bedeutet die Tochtergeschwulst.

Miktion = Wasser lassen, Pinkeln
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Harnlassen (lat. die Miktion, Verb: miktionieren oder urinieren, umgspr. pinkeln, derb pissen) bedeutet das Ausscheiden von Urin durch Entleeren der Harnblase über die Harnröhre. Der Prozess unterliegt der willentlichen Kontrolle und kann bewusst gesteuert werden, diese Kontrolle wird im frühen Kindesalter erlernt und kann später (vor allem im Greisenalter) Störungen unterliegen.

Miktionsstörungen
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Störungen bei der natürlichen Entleerung der Blase z.B. durch Vergrößerung der Prostata.

Miktionszystourethrographie (röntg.) Kontrastdarstellung der Harnröhre und Harnblase während des Wasserlassens.
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Ein Miktionszystourethrogramm ist ein medizinisches Untersuchungsverfahren zum Nachweis eines Rückflusses von Urin über die Harnleiter (Ureter) in das Nierenbecken (Vesiko-uretero-renaler Reflux, VUR), sowie zur Beurteilung anatomischer oder funktioneller Störungen der Harnblasenentleerung und insbesondere zur Beurteilung der posterioren Harnröhre. Dabei wird ein Katheter durch die Harnröhre (Urethra) in die Harnblase gelegt und über diesen die Harnblase mit einem Röntgenkontrastmittel gefüllt. Nach Entfernen des Katheters und Aufstellen des Patienten wird unter Röntgendurchleuchtung zunächst die kontrastmittelgefüllte Harnblase zielgerichtet bilddokumentiert und befundet. Hierbei können ein Descensus der Blase, Blasendivertikel, Fisteln oder ein irregulär konfigurierter Blasenschatten gesehen werden. Hernach wird in der Entleerungsphase (Miktion) untersucht, ob das Kontrastmittel entgegen dem vorgesehenen Weg, also retrograd, über einen der beiden Harnleiter zurück zur jeweiligen Niere fließt. Ursache des retrograden Kontrastmittelflusses kann ein primär refluxiver Harnleiter, eine subvesikale Obstruktion oder eine funktionelle Obstruktion bei dyssynergem Sphinkter sein.

Mitomycin, ist ein Arzneistoff und wird als zytotoxisches Antibiotikum verwendet.
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Mitomycin ist ein Antibiotikum und wurde 1958 aus Streptomyces caespitosus isoliert. Es ist wirksam gegenüber gram-positiven Bakterien und einigen Viren. Heute wird es nur noch als Zytostatikum eingesetzt.
Wirkungsmechanismus.
Nach einer enzymatischen Aktivierung hemmt es die DNA-Synthese. Mitomycin interkaliert zwischen zwei Strängen der DNA. In der Folge werden die DNA-Stränge kovalent miteinander verbunden, sodass eine Dissoziation der DNA-Stränge, wie sie zur Replikation bzw. auch zur Transkription benötigt wird, nicht mehr möglich ist. Als Folge dessen geht die Zelle zugrunde.

Aufnahme und Verteilung im Körper (Pharmakokinetik) Nach intravenöser Gabe finden sich hohe Konzentrationen von Mitomycin in Niere, Muskel, Herz, Lunge, Zunge, Galle und Urin. Die Substanz wird schnell in der Leber, Niere, Milz und im Herzen durch Enzyme inaktiviert. Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über die Niere.

Mittelstrahlurin
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Für eine Untersuchung gewonnen wird der Urin als sogenannter Mittelstrahlurin. Diese Bezeichnung kommt durch die Methode zustande, wie man ihn erhält. Eine Urinprobe kann nur dann verwertet werden, wenn keine Verunreinigungen durch Keime aus den Bereichen der äußeren Geschlechtsorgane enthalten sind. Deshalb ist eine sachgerechte Gewinnung einer Urinprobe beim Mann einfacher als bei der Frau. Alle Urinuntersuchungen sollten in der Regel mit Mittelstrahlurin durchgeführt werden.

Makrohämaturie - mit dem blossen Auge zu sehende Blutung
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Makrohämaturie bezeichnet das mit dem bloßen Auge erkennbare Vorhandensein von Blut im Urin, im Gegensatz zur Mikrohämaturie, die lediglich durch weitergehende diagnostische Methoden (Urin-Stix, Mikroskopie) diagnostizierbar ist.
Hauptsymptom ist die sichtbare Rot- oder Braunverfärbung des Urins. Daneben können auch Blutgerinnsel im Urin sichtbar sein. Die Makrohämaturie kann schmerzhaft oder schmerzlos sein.

Es werden drei Arten einer Makrohämaturie unterschieden:
  • Initiale Makrohämaturie; d.h. am Anfang der Miktion (Wasser lassen) findet sich Blut
  • terminale Makrohämaturie; d.h. am Ende der Miktion findet sich Blut
  • totale Makrohämaturie; d.h. der Urin ist während der gesamten Miktion rot verfärbt

Mikroskopisch = nur unter einem Mikroskop zu erkennen
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Mikroskopie [griechisch] die, die Anwendung des Mikroskops und aller zu ihm gehörenden Hilfsmittel zur Untersuchung mikroskopischer Objekte beziehungsweise Objektstrukturen. Die klassische Mikroskopie beruht auf der vergrößernden optischen Abbildung: Alle Objektpunkte werden durch die optischen Systeme des Mikroskops gleichzeitig abgebildet; nach diesem Prinzip arbeitet auch die Elektronenmikroskopie. Bei dieser Art der Abbildung ist das Auflösungsvermögen durch die Wellenlänge der verwendeten Strahlung begrenzt. Eine höhere Auflösung erhält man bei der Rastermikroskopie, bei der Objektpunkte durch einen fokussierten Sondenstrahl abgetastet, einzeln abgebildet und mit elektronischen Verfahren zu einem Bild zusammengesetzt werden.
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Freitag, 13. November 2009, 17:51

Wörterbuch N - O - P

Wörterbuch in Wort und Bild

N

Die Narkose, oder auch Allgemeinanästhesie ist ein medikamentös herbeigeführter, kontrollierter Zustand der Bewusstlosigkeit.
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Dabei werden im gesamten Körper durch Lähmung des zentralen Nervensystems neben dem Bewusstsein sowohl die Schmerzempfindung, die Abwehrreflexe als auch die Muskelspannung abgeschaltet.

Die Narkose ermöglicht die Durchführung von besonders schmerzhaften oder anderweitig nicht vom Patienten tolerierten Prozeduren in der Human- und Veterinärmedizin.

Eine wissenschaftliche Beschreibung der Narkose lautet „pharmakologisch induziertes, reversibles Koma“. Die künstlich herbeigeführte Narkose bewirkt somit die zeitweilige, umkehrbare Funktionshemmung des zentralen Nervensystems (ZNS) mit Herbeiführung von Bewusstseinsverlust (Schlaf) und Ausschaltung des Schmerzempfindens (Analgesie). In vielen Fällen ist zusätzlich die schlaffe Lähmung der Willkür-Muskulatur erwünscht. Die Narkose geht mit einer Dämpfung der Reflexe einher.

Die Narkoselehre ist ein Teilgebiet der Anästhesiologie. Sie wird in Deutschland, wie in den meisten Industriestaaten, von speziell weitergebildeten Fachärzten durchgeführt (Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Anästhesist). In manchen Ländern allerdings übernimmt nichtärztliches Fachpersonal (in den USA Nurse Anaesthesists, in Schweden Anestesisjuksköterskor, in der Schweiz eidg. dipl. Anästhesiepflegefachperson HF) unter Verantwortung eines Anästhesisten die meisten Narkosen.

Nacl = Natriumchloridlösung isotonisch 0,9%, entspricht dem Druck der Zellflüssigkeit und ist besonders gut verträglich; wird zum Auffüllen der Körperflüssigkeit als Infusion gegeben
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Sole die, im engeren Sinn Bezeichnung für eine aus Kochsalzquellen gewonnene Natriumchloridlösung, im weiteren Sinn Bezeichnung für jede Salzlösung.

Nachbehandlung
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Wenn während der Operation festgestellt wird, daß der Krebs sich bereits auf die benachbarten Lymphknoten ausgedehnt hat, wird eine Nachbehandlung notwendig. Das Wachstum des Krebses kann dann durch ein LHRH-Analogon oder durch eine Orchiektomie gehemmt werden.

Nephrologie = Lehre von den Nierenerkrankungen
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Die Nephrologie (Nieren-Lehre) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Sie befasst sich mit den Erkrankungen der Niere, sowie deren konservativer (nicht-operativer) Therapie. Darüberhinaus gehören der Bluthochdruck, die Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichtes zum Fachgebiet.

Neoblase = künstliche Harnblase aus verschiedenen Darmabschnitten
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Zunächst wurde die Neoblase, die mittels ausgeschalteten Dünndarmschlingen ein Reservoir für den Urin bildet und auf natürlichem Weg über die Harnröhre entleert wird, nur für Männer entwickelt. Vor 1980 gab es im Hinblick auf die Anästhesie, der Intensivmedizin und der Infektionsprofilaxe keine Möglichkeit, in einem OP-Vorgang die Harnblase zu entfernen und gleichzeitig eine Neoblase aus Dünndarm als Harnableitungssystem zu fertigen, ohne das Risiko einzugehen, den Patienten während der Operation zu verlieren. Erst danach gab es durch neue Verfahren die Möglichkeit eine orthotope Neoblase (Harnblasenersatz) aus Dünndarmschlingen herzustellen und 1986 gab es weltweit die ersten Erfahrungsberichte über diese Methode, die seitdem immer öffter als Standard- Harnableitungssystem Verwendung findet. Die Gefahren der Operation sind heutzutage als gering anzusehen.

Die Dünndarmersatzblase (Neoblase) kommt wegen ihres Sitz im Becken und dem Anschluss an die vorhandene Harnröhre der natürlichen Harnableitung am nähesten. Die Entleerung erfolgt mittels Bauchpresse auf natürlichen Weg.

Um nach der OP jedoch eine zufriedenstellende Kontinenz wieder zu erlangen, bedarf es einer kompetenten Nachsorge, wo nicht nur die vollständige Entleerung der Neoblase, sondern auch das Halten des Urins mit Hilfe des verbliebenen unteren Schließmuskels und des Beckenboden erlernt werden muss. Die individuelle Anleitung und das konsequente Training der betroffenen Muskelgruppen bildet die Grundlage für eine rasche Rehabilitation.

Was ist eine Neoblase überhaupt ?

Nephropathie ist der medizinische Fachausdruck für Erkrankungen der Niere oder der Nierenfunktion.
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Der Begriff wird vor allem für nicht entzündliche, zum Beispiel toxische oder erbliche Nierenschädigungen benutzt:
  • Analgetikanephropathie: durch langjährigen Missbrauch bestimmter Analgetika („Phenazetin-Niere“).
  • Diabetische Nephropathie: Spätkomplikation nach jahrelangem Diabetes mellitus. Die diabetische Nephropathie ist kein klar definiertes Krankheitsbild, sondern die Summe unterschiedlichster Veränderungen, die im Gefolge der diabetischen Stoffwechsellage in den Nieren entstehen können: Entzündungen, Gefäßveränderungen, Erkrankungen des Filterapparates der Niere.
  • Hypertensive Nephropathie: nicht selten führen Nierenerkrankungen zu Erhöhungen des Blutdrucks, der wiederum zu einer weiteren Nierenschädigung führen kann.
  • Balkan-Nephropathie: eine endemisch in einigen Regionen des Balkan auftretende chronisch-toxische Nierenerkrankung, die hauptsächlich durch Aristolochiasäuren verursacht ist.

Nierenbeckenentzündung, eine durch bakterielle Infektionen verursachte, akut oder chronisch verlaufende Entzündung des Nierenbeckens m. Beteiligung des Nierenparenchyms
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Die Pyelonephritis oder Nierenbeckenentzündung ist eine meist durch bakterielle Infektionen verursachte, akut oder chronisch verlaufende Entzündung des Nierenbeckens mit Beteiligung des Nierenparenchyms (bakterielle interstitielle Nephritis). Sie kann einseitig (häufiger) oder beidseitig auftreten. Die Abgrenzung der Pyelonephritis von einem schweren Harnwegsinfekt ist schwierig und umstritten. Frauen erkranken aufgrund der kürzeren Harnröhre zwei- bis dreimal so häufig wie Männer.

Nierengriess, auch Harngriess
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Harngrieß und Harnsand kleinere und kleinste Harnkonkremente, Harnsteine, bohnen- bis taubeneigroß, können sich im Nierenbecken und in der Harnblase bilden, indem sich die Ausscheidungen an organische Bestandteile des normalen Harns anlagern; seltener ist ein steinbildender Katarrh (wie in der Gallenblase) die Ursache. Nach anderer Ansicht treten die organischen Teile erst nachträglich in die Steinbildungen ein. Am häufigsten bestehen die Konkremente aus harnsauren Salzen: Uratsteine; eine zweite Art aus oxalsaurem Kalk, eine dritte aus Phosphaten; am seltensten sind Cystinsteine und Xanthinsteine. Oft lagern sich an den Uratkern abwechselnd Oxalate, Urate und Phosphate an: Schichtsteine.

Nierenkolik ist ein Begriff aus der Medizin und bezeichnet krampfartige Schmerzen (Koliken) im Nierenlager oder Bauchraum (Abdomen).
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Nierenkoliken entstehen, wenn Nierensteine oder Nierengries, aber auch kleine Blutgerinnsel oder abgestorbenes Nierengewebe durch den Harnleiter in Richtung Harnblase transportiert werden. Wenn das abgehende Material sich an einer der drei Engstellen des Harnleiters festsetzt und der Harnleiter es weitertransportieren will, kommt es zu den schmerzhaften Krämpfen. Die drei Engstellen des Harnleiters sind: 1) Abgang vom Nierenbecken, 2) die Überkreuzung des Harnleiters über die Arteria iliaca communis (oder Arteria iliaca interna) und 3) beim Eintritt durch die Blasenwand der Vesica urinaria.
Krampfartige Schmerzen im Bauchraum, oft in Richtung Genitalbereich ausstrahlend, in aller Regel einseitig. Starker bis unerträglicher Schmerzcharakter. Mitunter dabei Schweißausbrüche und Erbrechen. Meistens blutiger Harn. Typisch sind Phasen mit starken Schmerzen im Wechsel mit beschwerdefreien Zeiten.

Nierensteine oder Nephrolithen sind Ablagerungen (Harnsteine) in den Nierengängen oder ableitenden Harnwegen und werden auch als Ureter- und Blasensteine bezeichnet.
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Weitere Namen sind Nierenkonkrement oder Calculus renalis. Eine Ansammlung von vielen kleinen Nierensteinen wird auch „Nierengries“ genannt. Der medizinische Fachausdruck für die Nierensteinkrankheit ist Nephrolithiasis.

Die Nykturie „das nächtliche Harnlassen“, bezeichnet ein vermehrtes, nächtliches Wasserlassen.
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Explizit bedeutet dies bei normaler Trinkmenge, ein mehr als zweimaliger Toilettenbesuch. Neben simplen Gründen, wie z. B. dem Genuss von literweise Bier am Abend, oder der Einnahme von Diuretika, gibt es pathologische

Gründe für eine Nykturie:
  • Herzinsuffizienz: sowohl bei Rechtsherz-, als auch bei Linksherz- und Globalinsuffizienz möglich (häufigste Ursache). Bei waagerechter Körperlagerung im Schlaf muss das rechte Herz das tagsüber bestehende Gefälle zu den Beinen nicht mehr überwinden und fördert wieder mehr der tagsüber eingelagerten Flüssigkeit, so dass Ödeme der Beine nachts stärker ausgetrieben werden.
  • Entzündung des unteren Harntrakts.
  • relative Einengung („Verlegung“) der Harnwege abwärts der Harnblase, bei älteren Männern oft durch gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse mit erheblicher Restharnbildung. Der Harndrang tritt insbesondere im Liegen auf.
Im Rahmen anderer innerer Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Diabetes insipidus oder einer höhergradigen Nierenschwäche kommt es zu einer generell größeren Harnproduktion (Polyurie); dies führt auch nachts zu vermehrter Harnproduktion, die als Nykturie aufgefasst werden kann (auch wenn die vermehrte Harnproduktion nicht speziell nachtbezogen ist).


O

Obstipation = Stuhlverstopfung
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Eine Obstipation (lateinisch ob, „zu“, „entgegen“ und stipare, „vollstopfen“, „dicht zusammendrängen“, aber auch obstipatio, „das Gedrängtsein“) ist die akute oder chronische Verstopfung des Darmes. Ursachen sind krankhafte Veränderungen des Darmes, Fehlernährung, mangelnde Flüssigkeitszufuhr, Stoffwechselstörungen oder Störungen des Elektrolythaushaltes (häufig Kaliummangel). Auch nach Bauchoperationen kann es in Folge von Verwachsungen oder fehlender Peristaltik zu einem Passagehindernis des Stuhlgangs kommen. Eine weitere Form der Obstipation ist das obstipations-prädominante Reizdarmsyndrom.

Bei totalem Erliegen des Stuhltransports spricht man dagegen von einer Koprostase.

Obstruktion, in der Medizin eine Verstopfung oder Verengung von Gefäßen oder Kanälen, etwa bei einer Atemwegsverengung.
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Verstopfung.

Ödem = Gewebewassersucht
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Das Ödem oder die „Wassersucht“ ist eine Schwellung des Gewebes aufgrund einer Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem.

Ist das Gleichgewicht zwischen Filtration einerseits und Resorption sowie Lymphabfluss andererseits zugunsten der Filtration verschoben, so bleibt vermehrt Flüssigkeit im Gewebe. Die Folge ist eine Wasseransammlung im Interstitium: ein Ödem.

Onkologie = Lehre von den Geschwulstkrankheiten
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Als Onkologie bezeichnet man die Wissenschaft, die sich mit Krebs befasst.
Im engeren Sinne ist Onkologie der Zweig der Medizin, der sich der Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von malignen Erkrankungen widmet.

Orthopädie = Lehre von den Krankheiten des Bewegungsapparates
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Die Orthopädie befasst sich mit der Entstehung, Verhütung, Erkennung und Behandlung angeborener oder erworbener Form- oder Funktionsfehler des Stütz- und Bewegungsapparat, also der Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen, sowie mit der Rehabilitation des Patienten.

Die orthopädische Behandlung bedient sich unter anderem chirurgischer Verfahren (beispielsweise Prothesenchirurgie), der Physiotherapie, der orthopädischen Schmerztherapie, der physikalischen und medikamentösen Arthrosebehandlung und der Orthopädietechniker und Orthopädieschuhmacher zur Anpassung von Hilfsmitteln, (beispielsweise Einlagen für Schuhe, Schuhzurichtungen an vorhandenen Konfektionsschuhen, Herstellung speziellen Schuhwerkes für Patienten, denen die Konfektion nicht gerecht werden kann). Ein wichtiges Arbeitsfeld ist die Orthopädie im Kindesalter. Vieles, was im Erwachsenenalter zu bleibenden Problemen werden kann, lässt sich beim Kind noch richten oder begradigen. Die Beratung bei der Berufswahl kann spätere Erkrankungen verhindern. In der Operationsverhütung liegt ohnehin eine der Hauptaufgaben der Orthopäden: Krankheitsbilder früh genug zu erfassen und so zu behandeln, dass eine Operation nicht notwendig wird.


P

Palpation= Tastuntersuchung. Dadurch, daß die Prostata dicht am Enddarm liegt, kann der Arzt eine Vergrößerung oder eine Geschwulst der Prostata häufig vom Darm aus mit dem Zeigefinger ertasten.
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Als Palpation (von lateinisch palpare = streicheln) bezeichnet man in der Medizin die Untersuchung des Körpers durch Betasten.

Die Palpation ist eines der ältesten Diagnoseverfahren und zählt wie die Inspektion, die Auskultation und die Perkussion zur körperlichen Untersuchung in der Medizin.

Das Abtasten kann mit einem oder mehreren Fingern sowie der Handfläche geschehen. Eine Palpation mit beiden Händen wird als bimanuelle Palpation bezeichnet. Sie wird meist eingesetzt, um ein Organ -wie zum Beispiel die Milz- mit der einen Hand der untersuchenden Hand näher zu bringen.

Beurteilt werden dabei Konsistenz, Elastizität, Beweglichkeit, Schmerzempfindlichkeit sowie die Größe der zu untersuchenden Organe oder Körperstrukturen.

Palpiert werden unter Anderem:

* Lymphknoten in verschiedenen Regionen des Körpers zum Erkennen von Entzündungen oder Tumoren
* Speicheldrüsen und deren Ausführungsgänge - u.a. zur Erkennung von Steinen (siehe Sialadenose)
* die weibliche Brust - vornehmlich in der Woche nach der Regelblutung;
* die Leber - v. a. zur Beurteilung deren Größe und Konsistenz (Leberzirrhose?)
* der Uterus (Gebärmutter) - besonders seine Größenzunahme während der Schwangerschaft
* der Bauch oder Unterbauch zur Beurteilung krankhafter Prozesse im Bauchraum
* die Prostata
* Hoden - Hodentastuntersuchung
* Muskeln
* Sehnen
* Gelenke
* der Puls an verschiedenen Arterien
* das Nierenlager

Palliative Therapie = ”Lindernde” Tumortherapie, die auf Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität abzielt.
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Eine palliative Chemotherapie hat zum Ziel, Beschwerden des Patienten zu lindern und seinen Zustand und seine Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern. Sie kommt zum Einsatz, wenn Darmkrebs fortgeschritten ist, schon Metastasen gebildet hat und das Tumorgewebe durch eine Operation nicht mehr vollständig entfernt werden kann.

In der palliativen Situation verhindert die Chemotherapie, dass die Krankheit ungebremst weiter fortschreitet. Gleichzeitig kann der Tumor verkleinert werden, so dass sich Beschwerden und Schmerzen verringern und Komplikationen abwenden lassen. Zu einer vollständigen Heilung kommt es dennoch leider nicht. Oberstes Ziel soll es sein, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.

Paramedizin = Alle Maßnahmen im Bereich der Medizin, die von der Schulmedizin nicht oder nur bedingt anerkannt werden
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Alternativmedizin (auch: Alternative Medizin, synonym Komplementärmedizin, mit abwertender Konnotation Paramedizin) ist eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche Heilweisen oder diagnostische Konzepte, die eine Alternative oder eine Ergänzung (im Sinne des Begriffs Komplementärmedizin) zur wissenschaftlich begründeten Medizin darstellen. Letztere wird in diesem Zusammenhang oft abgrenzend und teilweise abwertend als „Schulmedizin“ bezeichnet.

Die in Europa bekanntesten alternativen Behandlungsmethoden sind die Homöopathie und die Akupunktur. Weitere Verfahren finden sich in der Liste alternativmedizinischer Behandlungsmethoden.

Paraphimose (auch spanischer Kragen) bezeichnet einen medizinischen Vorfall, wenn eine verengte Vorhaut (Phimose) die Eichel des Penis einklemmt.
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Wird die Vorhaut nicht wieder zurückgestreift, kommt es zu einer ödematösen Schwellung. Die Vorhaut kann so stark anschwellen, dass es zu einer Nekrose der Eichel kommen kann. Die Paraphimose entsteht, wenn die gewaltsam zurückgezogene, zu enge Vorhaut hinter der Eichel (Glans) einen Schnürring bildet. Die Paraphimose ist Folge einer nicht sachgemäßen Behandlung des Penis, beispielsweise der Fehldiagnose von Phimose bei Kindern, bei denen dieser Umstand manuell zu beheben versucht wird, oder der Legung eines transurethralen Dauerkatheters (s. a. Katheter), wenn vergessen wurde die Vorhaut wieder über die Eichel zurückzustreifen.

Pathologe, Arzt, der Gewebeproben und Zellen auf krankhafte Veränderungen untersucht und anhand des Untersuchungsmaterials eine Stufeneinteilung (Stadieneinteilung) vornimmt.
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Als Pathologie wird in der Medizin die Erforschung und Lehre von den Ursachen (Ätiologie), der Entstehungsweise (Pathogenese), der Verlaufform und der Auswirkungen von krankhaften bzw. abnormen Einzelphänomenen (Symptomen) oder Symptomverbänden (Syndromen) sowie von Missbildungen aller Art verstanden, einschließlich dabei feststellbarer Körpervorgänge (Pathophysiologie). Eine kürzere Definition erklärt die Pathologie als „Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper („pathologische Anatomie“) und deren Ursachen“.

Die Pathologie als medizinisch-diagnostische Fachrichtung (Facharztausbildung) wird traditionell und aus methodischen Gründen in Form einer Pathobiologie betrieben. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit den morphologisch[1] fassbaren krankhaften Veränderungen des Körpers. Als solche besteht sie in einer naturwissenschaftlichen und auf den Körper bezogenen Krankheitsforschung und Krankheitslehre. Die pathologische Routine- und Sektionsdiagnostik beruht in erster Linie auf der Beurteilung der makroskopischen (pathologische Anatomie) und lichtmikroskopischen Aspekte (Histopathologie, Zytologie) von Geweben, sowie im Zuge des wissenschaftlich-technischen Fortschritts zunehmend unter Einbeziehung biochemischer und molekularbiologischer Methoden (Bsp.: Nachweis veränderter Enzymaktivitäten oder veränderter Proteinexpression mit z.B. Immunfluoreszenz oder Immunhistochemie). In der Forschung spielt zusätzlich die Elektronenmikroskopie (ultrastrukturelle Pathologie) eine Rolle.

Perkutane Nephrolithoapaxie = PCNL
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Über die Flanke wird durch einen angelegten Kanal ein Nierenspiegel (Nephroskop) in die Niere eingeführt. Die Nierensteine können dann mit einer Fasszange herausgezogen oder unter Direktsicht mittels Ultraschall zertrümmert und anschließend entfernt werden.

Pathogen = Krankheiten verursachend, krankmachend
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Die Pathogenität (griechisch pathos: Leid(en), Krankheit; gennan: (er)zeugen) bezeichnet die Eigenschaft eines Objekts, bei einem bestimmten Organismus eine Erkrankung auszulösen. Im engeren Sinne meint die Pathogenität in der Mikrobiologie die Fähigkeit einer mikrobiellen Spezies (Bakterium, Virus, Protozoen), bei einem bestimmten Wirt als Krankheitserreger eine Erkrankung hervorrufen zu können. Ihr Gegenteil ist die Apathogenität, d.h. ein Krankheitserreger vermag in einem Wirt keine Erkrankung hervorzurufen, er ist für diesen apathogen.

Die Spezifizierung der Pathogenität kann durch die Art des Wirtes bezeichnet werden: Den Menschen betreffende Krankheitserreger werden als humanpathogen, Tiere betreffende als zoopathogen (tierpathogen), Pflanzen betreffende als phytopathogen (pflanzenpathogen). Je nach der Fähigkeit, im Einzelfall tatsächlich eine Erkrankung auszulösen unterscheidet man eine fakultative Pathogenität (nicht in jedem Fall pathogen oder nur unter bestimmten Umständen) und obligate Pathogenität (in jedem Fall krankheitsauslösend). Den Ausprägungsgrad der Pathogenität bezeichnet man als Virulenz.

Die Idee der Pathogenität von Mikroorganismen entstand zum Ende des 18. Jahrhunderts hin. In dieser Zeit wurde der Streit zwischen Kontagionisten, also Vertretern der Idee der ansteckenden Krankheiten, und Antikontagionisten zugunsten ersterer entschieden. Die Übertragbarkeit von Krankheiten durch pathogene Organismen wird wissenschaftlich nicht angezweifelt.

Seltener findet der Begriff Psychopathogenität im Zusammenhang mit umstrittenen Inhalten und Dogmen verschiedener Religionen und Ideologien Verwendung. In Analogie zur Pathogenität bezeichnet der Begriff hier die Eigenschaft derartiger Inhalte, „krankheitserregend“ auf den Geist zu wirken.

Pathologie = Lehre von den Krankheiten und ihren Entstehungen
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Als Pathologie wird in der Medizin die Erforschung und Lehre von den Ursachen (Ätiologie), der Entstehungsweise (Pathogenese), der Verlaufform und der Auswirkungen von krankhaften bzw. abnormen Einzelphänomenen (Symptomen) oder Symptomverbänden (Syndromen) sowie von Missbildungen aller Art verstanden, einschließlich dabei feststellbarer Körpervorgänge (Pathophysiologie). Eine kürzere Definition erklärt die Pathologie als „Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper („pathologische Anatomie“) und deren Ursachen“.

Die Pathologie als medizinisch-diagnostische Fachrichtung (Facharztausbildung) wird traditionell und aus methodischen Gründen in Form einer Pathobiologie betrieben. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit den morphologisch[1] fassbaren krankhaften Veränderungen des Körpers. Als solche besteht sie in einer naturwissenschaftlichen und auf den Körper bezogenen Krankheitsforschung und Krankheitslehre. Die pathologische Routine- und Sektionsdiagnostik beruht in erster Linie auf der Beurteilung der makroskopischen (pathologische Anatomie) und lichtmikroskopischen Aspekte (Histopathologie, Zytologie) von Geweben, sowie im Zuge des wissenschaftlich-technischen Fortschritts zunehmend unter Einbeziehung biochemischer und molekularbiologischer Methoden (Bsp.: Nachweis veränderter Enzymaktivitäten oder veränderter Proteinexpression mit z.B. Immunfluoreszenz oder Immunhistochemie). In der Forschung spielt zusätzlich die Elektronenmikroskopie (ultrastrukturelle Pathologie) eine Rolle.

Naturgemäß entziehen sich dem Pathologen Vorgänge und Prozesse, die nur am Lebenden beobachtet oder gemessen werden können (Organfunktion, subjektive Beschwerden des Patienten, funktionelle Beschwerden ohne fassbares organisches Korrelat). Danach richten sich auch die Fragestellungen des klinisch tätigen Arztes an den Pathologen.

Gemäß der einleitenden Definition und im weiteren Sinne wird der Begriff Pathologie bzw. die Vorsilbe „Patho-“ in der gesamten Medizin für krankhafte oder abnorme Befunde und Vorgänge genutzt, beispielsweise spricht man von einem „pathologischen EKG“ oder von der Psychopathologie als der Lehre von den krankhaften seelischen Veränderungen.

Peritoneum = Bauchfell
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Das Peritoneum (von griech. peritonaion „das Ausgespannte“) oder Bauchfell kleidet als seröse Haut den Bauchraum aus. Es umgibt die meisten inneren Organe unterhalb des Zwerchfells bis zum Eingang des kleinen Beckens.

Die Auskleidung der Innenseite der Bauchwand nennt man Peritoneum parietale (parietales Peritoneum), den Überzug der Organe Peritoneum viscerale (viszerales Peritoneum), wobei nur das Peritoneum parietale sensibel innerviert wird, d. h. empfindlich für Schmerzen ist.

Das Peritoneum viscerale umschließt Leber, Gallenblase, Milz, Magen, den größten Teil sowohl des Dünn- (Intestinun tenue) und Dickdarms (Intestinum crassum).

Phosphatase, alkalische Enzym (Eiweißmoleküle), dessen Wert z. B. bei Knochenmetastasen erhöht ist.
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Phosphatasen sind eine Gruppe von Enzymen, die durch Wassereinlagerung (Hydrolyse) aus Phosphorsäureestern oder Polyphosphaten Phosphorsäure abspalten. Am häufigsten sind die nukleinsäurespaltenden Nukleasen, die DNA oder RNA depolymerisieren, d. h. in Bruchstücke zerlegen. Sie gehören in die Enzymklasse 3 (EC 3.x.x.x).

Photodynamischen Therapie, ein Verfahren zur Behandlung von Tumoren und anderen Gewebeveränderungen mit Licht in Kombination mit einer lichtempfindlichen Substanz
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Unter der Foto- bzw. Photodynamischen Therapie (PDT) versteht man ein Verfahren zur Behandlung von Tumoren und anderen Gewebeveränderungen mit Licht in Kombination mit einer lichtempfindlichen Substanz, einem so genannten Photosensibilisator, und im Gewebe vorhandenem Sauerstoff. Dazu wird dem Patienten ein solcher Sensibilisator oder einer seiner Stoffwechselvorläufer verabreicht, der sich selektiv im Tumor anreichert. Nach einer gewissen Wartezeit wird anschließend der Tumor und das ihn umgebende gesunde Gewebe mit Licht geeigneter Wellenlänge bestrahlt. Dabei werden durch photophysikalische Prozesse toxische Substanzen erzeugt, die aufgrund der Tumorselektivität des Sensibilisators gezielt den Tumor schädigen.

Physiotherapie = Sammelbegriff: Krankengymnastik, Massage und Behandlungen mit Wärme, Wasser oder Licht
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Physiotherapie ist eine Form der äußerlichen Anwendung von Heilmitteln; im Zentrum steht das an die Fähigkeiten des Patienten angepasste Vermitteln (Lehren) physiologischen Bewegungsverhaltens.

Plazebo = Scheinmedikament
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Ein Placebo (lat. „ich werde gefallen“) im engeren Sinne ist eine Tablette oder ein anderes medizinisches Präparat, welches keinen pharmazeutischen Wirkstoff enthält und somit per Definition auch nicht durch einen solchen Stoff eine pharmazeutische Wirkung verursachen kann. Die Wirkung beruht nicht auf Pharmakodynamik. Im medizinwissenschaftlichen Sprachgebrauch werden heute im erweiterten Sinne auch alle anderen therapeutischen Maßnahmen als Placebo bezeichnet, die ohne naturwissenschaftlichen Nachweis einer spezifischen Wirkung trotzdem eine positive Reaktion, den sogenannten Placeboeffekt, am Patienten bewirken können. Weiterhin kann der Placeboeffekt auch die Wirkung von Therapien, deren spezifische Wirksamkeit erwiesen ist, noch verstärken. Entsprechend wird in einem Placebotest das Präparat mit Wirkstoffen Verum genannt.

Pollakisurie bezeichnet man häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen. Die ausgeschiedene Gesamtmenge des Urins ist dabei nicht erhöht.
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Unter Pollakisurie versteht man eine deutlich gesteigerte Frequenz von Blasenentleerungen bei meist kleinen Harnmengen. Die Pollakisurie gehört zu den so genannten Miktionsbeschwerden. Im Gegensatz zur Polyurie ist die Harnmenge nicht erhöht. Das vermehrte nächtliche Wasserlassen, die Nykturie, kann man als Variante der Pollakisurie verstehen. Eine Pollakisurie tritt als Begleitsymptom vor allem bei Harnwegsinfektionen (z.B. Urethritis, Zystitis) auf. Die häufigste Ursache bei älteren Männern ist die benigne Prostatahyperplasie als Störung der Blasenentleerung mit Restharnbildung.

Als weitere Ursachen kommen in Frage:
  • Reizblase
  • Stress

Polyurie, Krankhaft-übermäßige Harnausscheidung.
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Die Polyurie iist die medizinische Bezeichnung für eine krankhaft erhöhte Urinausscheidung (wesentlich mehr als 2 Liter in 24 Stunden oder mehr als 1,5 Milliliter pro Minute).

Port - kleines Reservoir, welches über einen kleinen Schlauch Verbindung zur großen Herzvene hat.
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Der Portkatheter (kurz: Port) ist ein subkutaner, dauerhafter Zugang zum venösen oder arteriellen Blutkreislauf oder in die Bauchhöhle. Der Katheter zeichnet sich dadurch aus, dass er aus einem Topf mit Silikonmembran sowie einem angeschlossenen Schlauch besteht, der eine Version eines zentralvenösen Zugangs (ZVK) ist, dessen Ende kurz vor dem rechten Vorhof des Herzens liegt. Der Topf kann entweder aus Kunststoff, kunststoffummanteltem Titan oder Keramik bestehen. Der Portkatheter wird im Rahmen eines operativen Eingriffs implantiert.

Durch transkutanes Einstechen durch die Silikonmembran wird der Zugang zum Blutkreislauf hergestellt. Über die innerhalb der Portkammer liegende Nadel kann nun entweder Blut aspiriert werden oder ein Medikament per Infusion zentral im Körper verabreicht werden.


Postoperativ = nach einem chirurgischen Eingriff
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Postoperativ v. lat. nach der Operation. — Post partum lat. nach der Geburt.

Pouch = meistens gemeint der MAINZ-Pouch 1, eine Neoblase mit Bauchdeckenanschluss
(Siehe Mainz Pouch)


Was ist eigentlich eine Neoblase mit Bauchdeckenanschluss

Prävention = Vorbeugung
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Als Prävention (vom lateinischen praevenire „zuvorkommen, verhüten") bezeichnet man vorbeugende Maßnahmen, um ein unerwünschtes Ereignis oder eine unerwünschte Entwicklung zu vermeiden. In der Lehre unterscheidet man drei Arten der Prävention, die primäre, sekundäre und tertiäre Prävention. Bei der primären Prävention geht es darum, die Bedürfnisse des Menschen zu analysieren, um Ansätze für die Schaffung gesellschaftlicher Bedingungen zu finden, welche wiederum regelkonformes Verhalten fördern. Sie setzt ein, bevor eine Schädigung, Krankheit oder regelwidriges Verhalten eintritt und sucht nach den Ursachen und Risikofaktoren, die dazu führen können. Sie richtet sich meist an die gesamte Bevölkerung oder an eine bestimmte Bevölkerungsgruppe (Angehörige einer Altersgruppe, eines Geschlechtes usw.). Die sekundäre Prävention beschäftigt sich mit der Verhinderung von Normverletzungen. Es sollen durch spezielle Maßnahmen Regelverletzungen verhindert werden. Sie soll nonkonformes Verhalten, Beeinträchtigungen oder Krankheiten frühzeitig erfassen, damit sich der Verlauf nicht verschlimmert oder chronifiziert. Sie richtet sich an besonders gefährdete Zielgruppen, wie gewalttätige männliche Jugendliche, Menschen mit regelmäßigem Konsum von Suchtmitteln (z. B. Zigaretten und Alkohol) usw. Die tertiäre Prävention beschäftigt sich mit der Prävention nach Regelverletzungen, durch General- und Spezialprävention. Sie ist weniger Prävention als Rückfallvermeidung nach Behandlung oder Verminderung von Folgeproblemen und negativen Begleiterscheinungen (z. B. Abgabe von sauberen Spritzen an Schwerstsüchtige um eine Ansteckung mit Aids und Hepatitis zu vermeiden).

Primärtumor, die zuerst entstandene Geschwulstbildung, von der Absiedelungen (siehe Metastase) ausgehen können.
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Als Primärtumor (Primarius) bezeichnet man bei einem bösartigen, metastasierten Tumor die ursprüngliche Geschwulst, von der die Metastasen (Filiae) ausgegangen sind.

Bei manchen Krebsleiden machen sich zunächst die Metastasen durch Beschwerden bemerkbar. Sie haben einige Eigenschaften des Ursprungsgewebes in mehr oder minder großem Umfang behalten, z. B. die Expression bestimmter Proteine. Die Kenntnis der geweblichen Herkunft ist wichtig, um das Ansprechen der entarteten Zellen z. B. auf eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung einzuschätzen. Der Zweck der Suche nach dem Primärtumor liegt somit in der Anpassung der Therapie und der Abschätzung der Prognose.


präoperativ = vor einem chirurgischen Eingriff
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Präoperativ bedeutet "vor einem chirurgischen Eingriff" bzw. "vor einer Operation".

Prognose = Beurteilung des voraussichtlichen Verlaufs und Dauer einer Erkrankung
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Die Prognose (die „Voraus-Kenntnis“), deutsch Vorhersage oder Voraussage, selten auch: Prädiktion (lat. prädicare „ im Voraus“ und „sagen“) bezeichnet die Aussagen über Ereignisse, Zustände oder Entwicklung in der Zukunft.

Prophylaxe = Verhütung und Vorbeugung gegen Krankheiten
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Unter einer Prophylaxe versteht man Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten. Synonym dazu ist die Prävention (von lateinisch praevenire, „zuvorkommen“, „verhüten“). In Bezug auf die Krankheitsvorbeugung einerseits und die Gesundheitsförderung andererseits hat der Begriff Prävention teilweise gemeinsame und teilweise unterschiedliche Bedeutungen.

Es gilt in der Medizin als sinnvoll, Gesundheit vorbeugend zu schützen. Einige Maßnahmen der Prophylaxe haben sich als sehr erfolgreich erwiesen, so zum Beispiel die Impfung gegen die Kinderlähmung oder die Pocken.

Progression = Fortschreiten einer Erkrankung
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in der Medizin das Fortschreiten einer Erkrankung

Prostata = Vorsteherdrüse, walnußgroße Drüse des männlichen Urogenitalsystems.
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Die Prostata oder Vorsteherdrüse ist eine akzessorische Geschlechtsdrüse aller männlichen Säugetiere einschließlich des Menschen und produziert einen Teil des Spermas. Sie liegt beim Menschen unterhalb (bei Tieren entsprechend hinter) der Harnblase und umkleidet den Anfangsteil der Harnröhre (Urethra) bis zum Beckenboden. Sie gleicht beim Mann in Größe und Form einer Kastanie. An die Rückseite der Prostata grenzt der Mastdarm (Rektum).

Prostataadenom, Vergrößerung der Prostata durch Vermehrung der Zellen.
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Als benigne Prostatahyperplasie (BPH), auch Prostataadenom oder benignes Prostatasyndrom (BPS) genannt, wird die gutartige Vergrößerung der Prostata durch Proliferation (Vermehrung) der ansonsten unauffälligen Zellen bezeichnet. Zu einer BPH kommt es gewöhnlich bei Männern im mittleren bis höheren Lebensalter. Es handelt sich um eine Hyperplasie der Prostatadrüsen und -stromaanteile, die zumeist von der sogenannten zentralen Zone ausgeht, welche die Harnröhre umgibt.

Prostatahyperplasie, siehe Prostataadenom (Prostavergrößerung)

Prostatektomie = Entfernung der Prostata

PSA-Bestimmung, Prostata-spezifisches Antigen: Krebsmarker im Blut

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Das Prostata-spezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, das von Prostatazellen gebildet und mit dem Prostatasekret im Ejakulat ausgeschieden wird. In geringen Mengen tritt es jedoch auch ins Blut über, wo es mit einem speziellen Labortest bestimmt werden kann. Bei Erkrankungen der Prostata wie Krebs, Entzündungen oder gutartigen Vergrößerungen kann der PSA-Wert im Blutserum ansteigen.
Der Nachweis von einem erhöhten PSA-Wert gilt als ein empfindlicher Marker zur Früherkennung des Prostatakarzinoms. Bei der Tastuntersuchung vom Enddarm her ("digital rektale Untersuchung", DRU) kann der Arzt nur solche Tumoren erkennen, die im hinteren Teil an der Oberfläche der Prostata liegen und bereits eine gewisse Größe erreicht haben. Auch spielt die Erfahrung des Untersuchers bei dieser Methode eine entscheidende Rolle. Die Kombination aus der Bestimmung des PSA-Wertes im Blut und der digital-rektale Untersuchung hat daher die höchste Erkennungsrate für das Prostatakarzinom.

Punktion = Einstich einer Hohlnadel zur Entnahme von Körperflüssigkleit oder Gewebe
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Eine Punktion (von lat. punctum „Stich“) ist in der Medizin das gezielte Setzen einer Nadel oder eines anderen spitzen Instrumentes. Die dabei aufgenommene Gewebsflüssigkeit oder -probe heißt Punktat.

Eine Punktion kann zur Einspritzung in den Körper (z. B. intravenöse Injektion) oder zur Entnahme aus dem Körper (z. B. Lumbalpunktion) dienen. Hierzu verwendet man Hohlnadeln (Kanüle, Trokar). Bei der Akupunktur werden geschlossene Nadeln verwendet.

Punktionen werden vorgenommen
-zur Injektion von flüssigen Medikamenten
-zur Entnahme von Körperflüssigkeiten wie
-Blut
-Harn
-Synovia (Gelenkflüssigkeit)
-Liquor cerebrospinalis (Hirnwasser)
-Peritonealflüssigkeit
-Pleuraflüssigkeit
-Knochenmark
-zur Entnahme von Gewebsproben (auch als Biopsie bezeichnet)
-zum Ablassen krankhafter Flüssigkeitsansammlungen
-zum Ablassen von Gasansammlungen (z. B. im Darm oder Pansen)

Einige Organe sind bei entsprechenden Fertigkeiten leicht zu punktieren (z. B. oberflächliche Blutgefäße, Haut, Leber). Andere Organe sind schwer zu punktieren oder die Punktion ist wegen der Verletzung des Organs oder benachbarter Organe gefährlich (z. B. Milz, Gallenblase, Darm). Zur gezielten Punktion tiefer gelegener Organe verwendet man bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder CT.

Da einige Punktionen schmerzhaft sind und der Betroffene Angst davor empfindet, ist es möglich, zuvor eine örtliche Betäubung vorzunehmen und/oder ein Beruhigungsmittel zu verabreichen.

Psychoonkologie, die Lehre von den ,psychischen Begleitumständen einer Krebserkrankung
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Psychoonkologie bzw. Psychosoziale Onkologie beschreibt eine (noch) relativ neue interdisziplinäre Form der Psychotherapie bzw. klinischen Psychologie, welche sich mit den psychischen und sozialen einschließlich sozialrechtlichen Bedingungen, Folgen und Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung (onkologische Erkrankung) befasst.

Psychoonkologie beschreibt sowohl die Tätigkeit des praktischen Psychoonkologen, etwa im klinischen oder ambulanten Setting, als auch die Wissenschaftsdisziplin.

Psychosoziale Unterstützung Fachkompetente Unterstützung bei allen nicht direkt medizinischen Aspekten
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Die Psychosoziale Unterstützung (PSU) ist ein Angebot, das versucht der Psychotherapie zuvorzukommen. Wann eine Psychotherapie notwendig ist, entscheiden Ärzte und Psychologen. Der Begriff wird nicht einheitlich verwendet und ist im deutschen Sprachraum nicht definiert.

PSU ist keinesfalls Therapie, sondern Prävention oder „Hilfe zur Selbsthilfe“. Psychotherapie ist in Deutschland gesetzlich nur Ärzten oder Psychologen erlaubt.

Pyelographie, intravenöse Durchleuchtungsdarstellung
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Unter einem Pyelogramm versteht man ein Röntgenbild des Nierenbeckens (griech. pyelos ”Wanne, Becken“ und …gramm). Dies kann entweder Mithilfe einer normalen Röntgenaufnahme oder eines CT (Computertomographie) durchgeführt werden. Besonders bei Steinleiden (Nierensteinen) wird diese bildgebende Untersuchung sehr oft angewandt. Da man nur kalziumhaltige Steine im Röntgenbild erfassen kann, wird zu Darstellung salzhaltiger Steine (Harnsäure,Oxalat) ein intravenöses Pyelogram (IVP) angewendet. Der Patient erhält hierzu eine intranvenöse Injektion mit einem Kontrastmittelzusatz. Dieses Mittel wird dann über die Niere ausgeschieden und füllt die Hohlräume aus. Im Röntgenbild werden dadurch die Konturen und Lage der Steine besser ersichtlich, da das Kontrastmittel diese umgibt.

Wenn zusätzlich die Harnleiter und die Harnblase dargestellt werden, spricht man von einer Urografie. Mittels Kernspintomografie (MRT) lässt sich ohne ionisierende Strahlung auch eine MR-Urografie anfertigen.
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Hotline: 0178 - 2777132, Tel.: 030 7440073
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Sonntag, 15. November 2009, 07:51

Wörterbuch Q - R - S

Wörterbuch in Wort und Bild

Q

R

Radiochemotherapie = gleichzeitige Behandlung von Strahlen - und Chemotherapie
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Die Radiochemotherapie (RCT) ist eine Kombination aus Strahlentherapie (z.B. mit Gamma-Strahlung) und Chemotherapie (Gabe von Zytostatika) zur Behandlung von bösartigen Tumoren, die oft wirksamer ist, als eine alleinige Strahlen- beziehungsweise Chemotherapie.


Was ist eigentlich eine Radiochemotherapie ?

Radiologie = Lehre von den Strahlen und ihrer medizinischen Anwendung (Röntgen, Strahlentherapie und Nuklearmedizin)
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Die Radiologie ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Anwendung von Strahlen zu diagnostischen, therapeutischen und wissenschaftlichen Zwecken befasst.
Traditionell werden in der Radiologie Röntgenstrahlen verwendet.

Die Röntgenstrahlung wurde am 8. November 1895 von Wilhelm Conrad Röntgen im Physikalischen Institut der Universität Würzburg entdeckt. Wilhelm Conrad Röntgen benannte die von ihm entdeckte Strahlung als X-Strahlung, wie sie auch heute noch im anglo-amerikanischen Raum bezeichnet wird. Publiziert wurde seine Arbeit erstmals in einem Sitzungsbericht der Physikalisch-medizinischen Gesellschaft zu Würzburg im Jahrgang 1895; der Beitrag wurde von W. C. Röntgen am 28. Dezember 1895 eingereicht.

Über die Röntgenstrahlen hinaus kommen auch andere ionisierende Strahlen, wie Gammastrahlung oder Elektronen zum Einsatz. Da ein wesentlicher Einsatzzweck die Bildgebung ist, werden auch andere bildgebende Verfahren wie die Sonografie und die Magnetresonanztomografie zur Radiologie gerechnet, obwohl bei diesen Verfahren keine Strahlen zum Einsatz kommen.

Die Radiologie gliedert sich in die Gebiete Diagnostische Radiologie und Strahlentherapie (Die Nuklearmedizin ist seit Jahren eine eigenständige Fachrichtung.) Zur Diagnostischen Radiologie gehören als Teilgebiete die Neuroradiologie und die Kinderradiologie. Es gibt weitere Schwerpunkte wie die Interventionelle Radiologie. Von Bedeutung für die fachärztliche Tätigkeit sind auch Fragen des Strahlenschutzes.


Radiozystitis, Strahlenschäden der Harnblase.
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Radiozystitis, Strahlenschäden der Harnblase.


Randomisierung = Zufällige, unvoreingenommene Auswahl, z.B. Zuteilung der Patienten auf verschiedene Therapieformen nach dem Zufallsverfahren.
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Randomisierung ist ein Verfahren für klinische Studien, bei dem die Stichproben (z. B. teilnehmende Patienten) unter Verwendung eines Zufallsmechanismus Behandlungen zugeteilt werden. Durch das Verfahren soll die Wahrscheinlichkeit verringert werden, dass der in einem Wirksamkeitstest nachgewiesene Effekt einer systematischen Verzerrung (Bias) unterliegt. Randomisierung ist die Voraussetzung für eine weitere Maßnahme zur Vermeidung des Bias: der Verblindung.


Reflux - Rückfluss
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Der Begriff Reflux (von lat. refluxus „Rückfluss“) bezeichnet in der Medizin allgemein einen pathologischen Rückfluss von einem Hohlorgan in ein anderes.

Beispiele für Refluxe sind:

* Gastroösophagealer Reflux: vom Magen (Gaster) in die Speiseröhre (Ösophagus), kann zu Sodbrennen oder zur Refluxösophagitis führen
* Hepatojugulärer Reflux: vom Herz in die Vena jugularis externa bei Druck auf die Leber (Hepar)
* Vesikorenaler Reflux: von der Harnblase (Vesica urinaria) über den Harnleiter (Ureter) in die Niere (Ren)


Rehabilitation = Alle medizinischen, psychotherapeutischen, sozialen und beruflichen Maßnahmen zur Wiedereingliederung der Patienten in Familie, Gesellschaft und Berufsleben
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Rehabilitation = Alle medizinischen, psychotherapeutischen, sozialen und beruflichen Maßnahmen zur Wiedereingliederung der Patienten in Familie, Gesellschaft und Berufsleben


Rektale Untersuchung
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Die Untersuchung des Mastdarms (Rektum) und der benachbarten Organe (z.B. der Prostata) mit dem Finger (lat. digitus) ist einfach, schnell, schmerzlos und nicht belastend. Sie liefert erste Anhaltspunkte bei Erkrankungen der Prostata.

Die Tastuntersuchung
Weil sich die Prostata unterhalb der Harnblase unmittelbar vor dem Rektum befindet, ist sie für eine Palpation (Tastuntersuchung) vom Rektum aus gut zugänglich (s. auch Anatomie der Prostata). Die Palpation der Prostata ist Bestandteil der digitalen rektalen Untersuchung (DRU).

Beurteilt werden bei der DRU beispielsweise:
Analkanal: Schließmuskel-Spannung, Schleimhauteinrisse, Knoten
Rektum: Blutung, Knoten, Verschieblichkeit der Wand über der Prostata
Prostata: Größe, Form, Abgrenzbarkeit, Druckschmerz, Konsistenz, Knoten, Verhärtungen, Fluktuation (Flüssigkeitsbewegung)
Samenblasen (falls erreichbar): Größe, Druckschmerz, Konsistenz


Rektum, Mastdarm, Verbindung zwischen Dickdarm und Darmausgang (After)
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Der Mastdarm (lateinisch (Intestinum) Rectum, „der gerade Darm“, eingedeutscht Rektum, Adjektiv rektal) ist ein Teil des Enddarms und damit des Dickdarms und dient der Zwischenspeicherung des Kots, d. h. der unverdaulichen und unverträglichen Nahrungsreste. Durch den Defäkationsreflex wird er über den After (lateinisch-fachsprachlich der Anus) entleert. Der Mastdarm selbst besitzt keine Schmerzrezeptoren, wohl aber seine Schließmuskeln.


Remission = Begriff zur Beurteilung eines Behandlungsergebnisses.
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Remission bedeutet in der Medizin das temporäre oder dauerhafte Nachlassen von Krankheitssymptomen körperlicher bzw. psychischer Natur, jedoch ohne Erreichen der Genesung. Der Begriff wird auch bei chronischen Erkrankungen wie Rheuma oder für ein günstiges Outcome von Krebserkrankungen verwendet.

Die Kriterien zur Beurteilung des Grades einer Remission sind krankheitsabhängig und variabel. An einer Standardisierung wird noch in vielen Bereichen gearbeitet


Resektion = Entfernung eines Organs, eines Organteiles oder von Gewebe
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Die Resektion ist die operative Entfernung bestimmter Gewebeteile eines Organs oder auch eines Tumors. Das Wort „Resektion” kommt aus dem spätlateinischen „resectio” = das Abschneiden, bzw. „resecare” = abschneiden, wegschneiden, (zu)rückschneiden. Beispiele sind die Kolon-Resektion, also die Teilentfernung des Dickdarms, oder die Schilddrüsen-Teilresektion (Strumaresektion). Werden benachbarte Strukturen mitentfernt, so spricht man von einer en-bloc-Resektion.

Die Resektion wird im Deutschen unterschieden von der Ektomie oder Totalexstirpation (der Entfernung eines ganzen Organs, wie beispielsweise bei einer Gastrektomie, Hysterektomie oder Thyreoidektomie) und der Teil-Exstirpation.

Im gleichen Sinn ist in der Zahnmedizin - insbesondere in der Endodontie - von der Wurzelspitzenresektion als Entfernung eines Teiles der Zahnwurzel (nämlich eben ihrer Spitze) die Rede.

Durch moderne englisch-fachsprachliche Kommunikation werden manche scharfe Begriffstrennungen zunehmend verwischt. Im Deutschen war eine Magenresektion immer eine teilweise Organentfernung, die Gastrektomie hingegen eine totale, im Gegensatz zum Angloamerikanischen, wo von einer partial oder total gastrectomy oder stomach resection gesprochen wird. Daher wird auch im modernen deutschen Sprachgebrauch zunehmend von einer totalen oder partiellen Resektion gesprochen.


Resorbieren = aufnehmen
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Resorption bezeichnet die Fähigkeit von Organismen einen Stoff aufzunehmen (zu "resorbieren"). Aufgrund guter Fettlöslichkeit sind z.B. die meisten organischen Chlorverbindungen (u.a. Polychlorierte Biphenyle, DDT, TCDD) gut resorbierbar. Diese Verbindungen können sowohl von Pflanzen (in Ölen und Wachsen), Tieren, als auch von Menschen (im Fettgewebe) "resorbiert" und akkumuliert werden.


Restharn, Nach dem Wasserlassen in der Harnblase verbliebene Harnmenge.
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Restharn, Nach dem Wasserlassen in der Harnblase verbliebene Harnmenge. Ursachen für die unvollständige Entleerung der Harnblase kann eine Verengung der Harnröhre und insbesondere bei Männern eine gutartige Vergrößerung (Adenom) der Vorsteherdrüse (Prostata) sein.


Rezidiv = erneutes Auftreten der selben Erkrankung
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Ein Rezidiv (von lat. recidere, „zurückfallen“) ist das Wiederauftreten („Rückfall“) einer Krankheit, einer psychischen Störung oder deren Symptomen nach einer Behandlung, die zeitweilig erfolgreich war oder nach spontaner Remission. Tritt nach einer TUR-B der Tumor wieder auf, handelt es sich hier um ein Rezidiv.


S

Schlingenextraktion, Entfernung von Harnsteinen über die Harnröhre unter Kontrolle mit einem Spiegelgerät (Endoskop) mit entsprechend geformten Schlingen oder Zangen.
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Harnleitersteine werden gelegentlich unter endoskopischer Kontrolle mit entsprechend geformten Schlingen oder Zangen über die Harnröhre entfernt. Dieses Verfahren kann bei allen Steintypen angewandt werden. Es ist gelegentlich bei größeren Bruchstücken nach einer ESWL nötig.
Die Schlingenextraktion wird heute zunehmend durch endoskopische Verfahren verdrängt.


Seeds
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Seeds, - radioisotopenhaltige Körner oder Nadeln, die bei innerer Bestrahlungsbehandlung (z.B. in der Prostata) zum Einsatz kommen


Semikastration, operative Entfernung eines Hodens, z.B. bei Hodentumor.
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Als Semikastration (semi = halb, also halbe Kastration) bezeichnet man die Entfernung einer einzelnen Keimdrüse (also eines Hodens beim Mann oder eines Eierstockes bei der Frau). Sie wird typischerweise bei Krebsfällen an den entsprechenden Organen angewandt. Sie kann auch bei einer zu spät behandelten Hodentorsion zum Einsatz kommen. Da nur eines der beiden Organe betroffen ist, bleibt die sexuelle Funktion der betroffenen Person erhalten; sie kann auch weiterhin Nachkommen bekommen bzw. zeugen.

Semikastration bei Frauen ist, entsprechend der Seltenheit von Eierstockkrebs deutlich seltener als bei Männern.

Die Operation wird bei Hodenkrebs inguinal, also durch einen Leistenschnitt durchgeführt, statt das Skrotum zu öffnen. Hierdurch wird ein längerer Teil des Samenstranges mit entfernt und das Risiko von Metastasen deutlich gemindert.


Seminom - vom lat. semen (Samen) - hier handelt es sich um einen bösartigen Keimzelltumor des Hodens
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Bei einem Seminom - vom lat. semen (Samen) - handelt es sich um einen bösartigen Keimzelltumor des Hodens, der seinen Ursprung in der Entartung von Spermatogonien (Keimgewebe) hat.

Das Seminom tritt etwas später - durchschnittlich bei 37-jährigen Männern - als das Nichtseminom auf. Typisches Frühsymptom ist die schmerzlose Schwellung meistens eines Hodens.


Spasmolytika, Arzneimittel, die die Verkrampfung glatter Muskulatur lösen.

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Ein Spasmolytikum ist ein krampflösendes Arzneimittel. Es senkt den Spannungszustand der glatten Muskulatur oder löst deren Verkrampfung (spasmolytisch).

Anwendungsgebiet dieser Pharmaka sind Spasmen (Krämpfe) der glatten Muskulatur des Magen-Darm-Trakts, der Gallen- und Harnwege, der Bronchien und der Gefäße. Man unterscheidet neurotope und myotrope Spasmolytika.


Sphinkter, Schließmuskel Tethered cord : motorische und sensible Störungen im Bereich der unteren Extremitäten, von Blase und Rektum.
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Als Schließmuskel bezeichnet man in der Biologie einen Muskel, der ein Gehäuse o.ä. verschließt. So zieht der Schließmuskel der Muscheln die beiden Schalenhälften zusammen. In der Anatomie der Wirbeltiere ist ein Schließmuskel (griech. Sphinkter) ein ringförmiger Muskel, der ein muskuläres Hohlorgan völlig abdichten kann. Dadurch wird ein Vorwärts- oder auch ein Rückwärtsfluss verhindert. Die meisten Schließmuskeln bestehen aus glatter Muskulatur und sind deswegen einer willkürlichen Betätigung nicht oder nur teilweise zugänglich.


Sonographie (= Ultraschall) = Ortung und Aufzeichnung von Veränderungen im Organismus mit Hilfe von Ultraschallwellen
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Ultraschall-Geräte arbeiten nicht mit Röntgenstrahlen, sondern - wie der Name schon sagt - mit Schallwellen. Diese Wellen liegen mit mehr als 1-30 Mio. Schwingungen pro Sekunde weit oberhalb der menschlichen Hörgrenze. In der Tierwelt dient Ultraschall z.B. Fledermäusen oder Delfinen zur Orientierung. Bei der Untersuchung wird ein Schallkopf von außen auf die zu untersuchende Körperstelle aufgesetzt, meist nach Aufbringen einer kleinen Menge Gels zum besseren Kontakt. Der Schallkopf sendet kurze Schallwellen, die vom Körper reflektiert werden („Echos“).

Aufgrund dieser Echos berechnet das Ultraschallgerät ein Schnittbild der inneren Organe. Im Gegensatz zu den anfangs noch groben Schwarz-Weiß-Bildern ermöglichen moderne Sonographiegeräte sehr feine, teils auch farbige Bilder mit einer Auflösung deutlich unter 1mm.


Stadieneinteilung, siehe Staging.

Staging = Ausdehnungsbestimmung eines Karzinomes
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Als Stadienbestimmung oder „Staging“ (englisch) bezeichnet man in der Onkologie das diagnostische Vorgehen im Anschluss an die Diagnose eines bösartigen Tumors. Es dient der Feststellung des Ausbreitungsgrades und damit als Basis für die Entscheidung, zu welcher Therapie dem Patienten geraten wird.
T steht für die Turmorausbreitung innerhalb der Blase und deren Umgebung.
N bezeichnet Zahl und Ort befallener Lymphknoten.
M steht für Fern-Metastasen.
In frühen Stadien des Blasenkrebses hängt die Auswahl des Therapieverfahrens von der unmittelbaren Tumorausbreitung, also dem T-Stadium ab.
•Ta ist ein papillärer, blumenkohlartig und sichtbar nachgewiesener Tumor.
•T1 und Tis bezeichnen lokale, auf die Blase begrenzte Tumore, welche die Muskulatur der Blase noch nicht erreicht haben.
•T2 der Tumor hat die innere Muskelschicht der Harnblase erreicht.
•T3 bedeutet, der Tumor hat die Kapsel durchbrochen, durchwandert die Muskulatur, ggf. wächst er auch in die Kapsel ein.
•T4 bezeichnet Tumore, die in Nachbarorgane wie Prostata, Darm oder Beckenboden eingebrochen sind.
Ein Ta – N0 – M0 Tumor ist ein Blasenkrebs, der oberflächlich, papillär, sichtbar wächst und im Falle N0/M0 keine Lymphknotenmetastasen oder Fernmetastasen gebildet hat.


Einteilung der Blasenkarzinome, und was sie bedeuten

Stoma = künstliche Öffnung aus dem Körper
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Das Urostoma (auch „Künstlicher Blasenausgang) ist eine chirurgisch herbeigeführte, vorübergehende oder dauerhafte Ausleitung des Urins durch die Haut zur Kontinuitätserhaltung der Harnableitung. Die entsprechende Operation heißt Urostomie.

Die Anlage eines Urostoma wird erforderlich, wenn das harnableitende System nicht mehr in der Lage ist, Urin nach außen abzugeben. Dazu kann es beispielsweise kommen, wenn die Harnblase als Reservoir nicht erhalten werden kann oder die Harnwege geschädigt sind oder stillgelegt bzw. entfernt werden müssen. Mögliche Ursachen hierfür können angeborene Fehlentwicklungen, Atresien, Stenosen der Harnwege, Nervenschädigungen, Tumoren, aber auch erworbene Ursachen, wie beispielsweise Folgen einer Strahlentherapie, eines operativen Eingriffs oder auch Verletzungen sein.


Strahlenfibrose
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Strahlenfibrose, eine Vermehrung körpereigenen Bindegewebes als unerwünschte Folge einer Strahlentherapie, die sexuelle Funktionsstörungen zur Folge haben kann, z.B. Erektionsstörungen.


Stressinkontinenz, Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten.
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Stressinkontinenz, Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven: Der eine Teil wird über das Gehirn gesteuert. Ein grosser unwillkürlicher Anteil wird vom Rückenmark bestimmt. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört werden: So spricht man von der neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Vernderungen der Nervenversorgung, die die Blasenentleerung kontrollieren. Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel. Von der Drang oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn die Blasenentleerung unwillkürlich erfolgt bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. DieÜberlaufInkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überläufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist die eine Prostata-Vergrößerung (Hypertrophie).


Streustrahlung, ungewollt in der Bestrahlung von Tumoren von dem eigentlichen Strahlungsziel abweichende Strahlung.
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Die aus einer Strahlungsquelle emittierte elektromagnetischen Strahlung wird, wenn sie bei ihrer Ausbreitung auf ein Hindernis trifft, reflektiert, absorbiert/reemittiert, gestreut, gebeugt oder gebrochen. Das Ergebnis der im Regelfall ungleichmäßig in Ausbreitungsrichtung, Strahlstärke, Wellenlänge und/oder Frequenz veränderten Strahlung wird als Diffusstrahlung bzw. diffuse Strahlung oder Streustrahlung bezeichnet. Das Gegenteil ist die Direktstrahlung.

Im Sonderfall des Strahlungshaushalts der Erde bezeichnet man dies als diffuse Sonneneinstrahlung oder Himmelsstrahlung, also jenen Teil der auf die Erdoberfläche eintreffenden Sonnenstrahlung bzw. Globalstrahlung, der mit der Erdatmosphäre wechselwirkte. Da die diffuse Sonneneinstrahlung im Vergleich zur so genannten direkten Sonneneinstrahlung lange Wellenlängen besitzt, bezeichnet man sie auch als langwellige Sonneneinstrahlung. Dieser Begriff ist jedoch ungenau und sollte nicht verwendet werden.

Die diffuse und die direkte Himmelsstrahlung sind mit einem Aktinometer messbar.


Strahlentherapie = Anwendung energiereicher Strahlen zur Therapie von Tumorerkrankungen.
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Strahlentherapie (auch Strahlenheilkunde, Radiotherapie, Radioonkologie) ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit der medizinischen Anwendung von ionisierender Strahlung auf den Menschen und auf Tiere beschäftigt, um Krankheiten zu heilen oder deren Fortschreiten zu verzögern.

Als ionisierende, hochenergetische Strahlen werden vorwiegend Gammastrahlung, Röntgenstrahlung und Elektronen verwendet. In den letzten Jahren wurden auch Anlagen zur Behandlung mit Neutronen, Protonen und schweren Ionen errichtet. Nicht ionisierende Strahlen wie zum Beispiel Mikrowellen- und Wärmestrahlen, Licht- und UV-Therapie sowie die Behandlung mit Ultraschallwellen gehören nicht zur Strahlentherapie.

Strahlentherapie umfasst die Behandlung von gut- und bösartigen Erkrankungen. Sie wird von Fachärzten für Radiologie oder für Strahlentherapie unter Mitwirkung von medizinisch-technischen Assistenten und spezialisierten Medizinphysikern ausgeübt. Ihre Tätigkeit unterliegt der Strahlenschutzverordnung und nachgeordneten Normen. In der klinischen Praxis werden onkologische Strahlentherapien von einem interdisziplinären Team aus Fachärzten, Medizinphysik-Experten und medizinisch-technischen Assistenten durchgeführt. Der eigentlichen Therapie geht ein komplexer Planungsprozess voraus. Umfangreiche organisatorische und technische Qualitätssicherungsmaßnahmen sorgen dafür, dass Bestrahlungsfehler weitgehend ausgeschlossen werden können.

Nach den in Deutschland gültigen Weiterbildungsordnungen umfasst das Gebiet Strahlentherapie auch die medikamentösen und physikalischen Verfahren zur Radiosensibilisierung und Verstärkung der Strahlenwirkung am Tumor (Radiochemotherapie), unter Berücksichtigung von Schutzmaßnahmen der gesunden Gewebe.


Studie = Wissenschaftliche Untersuchung unter vorher genau festgelegten Bedingungen.

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In einer klinischen Studie wird der Einfluss einer medizinischen Behandlung auf eine Krankheit in einem kontrollierten experimentellen Umfeld am Menschen erforscht.

Die gängigste Form der klinischen Studie, die klinische Prüfung von Arzneimitteln, ist eine am Menschen durchgeführte Untersuchung, die dazu bestimmt ist, klinische oder pharmakologische Wirkungen von Arzneimitteln zu erforschen oder nachzuweisen oder Nebenwirkungen festzustellen (§4, Absatz 23 AMG). Im Rahmen der Entwicklung eines neuen Therapieansatzes stellen die klinischen Studien (oder klinischen Prüfungen) den letzten Schritt in der Entwicklung dar. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Pharmaforschung. In der Praxis geht es dabei meistens um die Verträglichkeit (Tolerability) und/oder medizinische Wirksamkeit (Efficacy) von Medikamenten.

Studien können ebenfalls der Erforschung neuer chirurgischer oder radiologischer Therapieansätze oder -kombinationen dienen. Auch für Medizinprodukte, deren Design im Medizinproduktegesetz festgeschrieben ist, werden klinische Prüfungen durchgeführt.


Symptom , ist in der Medizin bzw. der Psychologie ein Zeichen, das auf eine Erkrankung oder Verletzung hinweist.
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Es kann durch einen Arzt bzw. Psychologen erfasst worden sein (Befund) oder auch vom Patienten selbst erfahren werden (Beschwerde). Die Gesamtheit der aus einem Krankheitsprozess- resultierenden Symptome ergibt das klinische Bild, die Symptomatik. Symptome können in subjektive (durch den Betroffenen wahrnehmbare) und intersubjektive (von außen wahrnehmbare) Krankheitszeichen unterteilt werden. Letztere werden auch klinische Zeichen genannt.

Deutliche Symptome werden meist vom Patienten selbst bemerkt und geben Anlass, medizinischen oder psychotherapeutischen Rat zu suchen. Diskrete (verdeckte) Symptome hingegen fallen oftmals erst bei eingehender Befragung im Rahmen der Anamnese und durch die körperliche Untersuchung auf.


Synergo Methode,verbindet die Spülung der Harnblase mit dem Chemotherapeutikum Mitomycin C mit einer gleichzeitigen, lokalen Erwärmung der Harnblasenwand
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Bei Patienten mit mittlerem bis hohem Risiko kommt es trotz Einsatz der üblichen Behandlungsformen häufig zu einem erneuten Auftreten des Tumors (Rezidiv)oder einem Fortschreiten der Erkrankung (Progress).
Die Synergo-Therapie verbindet die Spülung der Harnblase mit dem Chemotherapeutikum Mitomycin C mit einer gleichzeitigen, lokalen Erwärmung der Harnblasenwand (Hyperthermie), um die Wirkung der lokalen Chemotherapie zu verstärken. Erwärmung wie Spülung erfolgen durch einen Katheter, der durch die Harnröhre in die Harnblase eingeführt wird.

Der Synergo-Katheter führt drei Hauptfunktionen aus:

Gleichmäßige Erwärmung der Blasenwand mittels einer kleinen Antenne, die hochfrequente Strahlen aussendet (Radiowellenstrahlung).

Temperaturüberwachung durch hochempfindliche Thermoelemente (Temperatursonden) an mehreren Stellen der Blasenwand.

Durchfluß des Chemotherapeutikums durch die Blase über einen Kühlkreislauf.


Was ist eigentlich die Synergo Methode

Szintigraphie = Messung der Verteilung von radioaktiven Stoffen in Körperorganen zur Darstellung von Erkrankungen
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Die Szintigrafie ist ein bildgebendes Verfahren der nuklearmedizinischen Diagnostik. Das dabei entstandene Bild nennt man auch Szintigramm. Dabei werden radioaktiv markierte Stoffe in den Körper eingebracht, die sich im zu untersuchenden Zielorgan anreichern und anschließend mit einer speziellen Kamera, von der die abgegebene Strahlung aufgefangen wird, sichtbar gemacht werden kann. Die Methode eignet sich nicht nur zur Lokalisationsdiagnostik beispielsweise von Entzündungsherden im Skelett (Skelettszintigrafie). Da auch der zeitliche Ablauf von Aufnahme und Ausscheidung der strahlenden Substanz aufgezeichnet werden kann, lassen sich auch Informationen über die Funktion von Organen beispielsweise in der Nierenfunktionsszintigrafie gewinnen. Die Strahlenbelastung ist bei diesen Untersuchungen meist geringer als bei den vergleichbaren Röntgenuntersuchungen.
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Sonntag, 15. November 2009, 07:54

Wörterbuch T - U - V

Wörterbuch in Wort und Bild

T

Tachykardie = das Herz schlägt zu schnell
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Eine Tachykardie ist ein anhaltend beschleunigter Puls auf über 100 Schläge pro Minute. Die Ursachen können vielfältig sein. Generell können Tachykardien in supraventrikuläre und ventrikuläre Tachykardien eingeteilt werden:

* Eine Tachykardie von über 100 Schlägen ist normal bei körperlicher Anstrengung. Die Herzfrequenz bei Babys kann auch in Ruhe über 100 betragen, ohne dass dies krankhaft ist.
* Vom Herzen selbst bedingt, z. B. durch zusätzliche Leitungsbahnen, andere Störungen im Erregungsleitungssystem oder z. B. aus Durchblutungsstörungen im Herzmuskel. Der Mediziner unterscheidet in ventrikuläre (von der Kammer ausgehende) und supraventrikuläre (oberhalb der Kammer entstehende) Tachykardien, wobei die ventrikulären gefährlicher sind, weil sie in der Regel von einer kranken Herzkammer ausgehen.
* Bedingt durch Hormone oder Neurotransmitter, die auf das Erregungsleitungssystem oder den Herzmuskel einwirken. Hierzu zählen Schilddrüsenhormone und Katecholamine. Siehe auch Morbus Basedow
* Idiopathisch (idios = einzigartig, pathos = das Leiden)

Die Steuerung der Herzfrequenz liegt in entwicklungsgeschichtlich alten Teilen des Gehirnes, die intensive Verschaltungen mit Gehirnteilen, die für Gefühle zuständig sind. Eine obere Frequenzgrenze ist dabei abhängig vom Alter des Betroffenen und dessen Zustand der Herzkranzgefäße. Pauschal kann man sagen, dass gesunde Jugendliche Frequenzen bis 220 Schläge pro Minute noch verkraften, wohingegen bei älteren Patienten die Grenze wesentlich tiefer anzusetzen ist (bei etwa 160 Schlägen pro Minute).

Ein spezieller Fall ist die angeborene Tachykardie. Diese beruht auf einer fehlerhaften Erregungsleitung zum Herzen und kann operativ geheilt werden.

In 95 % der Anfälle kommt die Tachykardie schlagartig zum Stillstand, zum Beispiel durch Hochlegen der Beine oder Luftanhalten. Sonst helfen Medikamente z. B. Betablocker wie Metoprolol und andere Antiarrhythmika wie Ajmalin oder Amiodaron.


Therapie = Behandlung
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Die Therapie bezeichnet in der Medizin die Maßnahmen zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen. Ziel des Therapeuten ist die Heilung, die Beseitigung oder Linderung der Symptome und die Wiederherstellung der körperlichen oder psychischen Funktion. Verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung einer Krankheit werden oft als Therapieoptionen bezeichnet.

Die Therapeutik, entsprechendes substantiviertes griechisches Adjektiv) ist in der modernen Auffassung die Lehre von den Heilverfahren, die sich mit den verschiedenen Therapieformen, ihrer Wirkungsweise und ihrem Anwendungsspektrum beschäftigt.


terminales leum
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letzter Teil des Dünndarms; heutzutage überwiegend verwendet zur Konstruktion von Neoblasen.


Thermographie= Untersuchungsmethode, Technik zum Nachweis verschiedener Temperaturen im Körper.
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Die Thermografie (auch Thermographie) ist ein bildgebendes Verfahren, das Temperaturverteilungen sichtbar macht. Genau genommen ist die Thermografie eine Kontakttechnik, während die kontaktlose Technik, die die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung (Infrarotlicht) eines Objektes oder Körpers mit Hilfe von Spezialkameras sichtbar macht, Infrarotthermografie heißt. Heutzutage wird aber meist Thermographie als Synonym für die Infrarotthermografie verwendet.


Thorax = Brustkorb
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Als Thorax wird in der Medizin/Anatomie der Brustkorb bezeichnet. Die Wand des Thorax wird von Brustwirbelsäule, Brustbein und Rippen (knöcherner Thorax) sowie von Muskulatur gebildet. Er umschließt die Brusthöhle (Cavum thoracis) und, aufgrund der Kuppelform des Zwerchfells, auch den oberen (bei Tieren vorderen) Teil der Bauchhöhle. Die am Thorax außen und innen ansetzende Atemmuskulatur ermöglicht die Atmung bei landlebenden Wirbeltieren.


Thrombus = Blutpfropf, Blutpfropfbildung im Blutgefäß
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Thrombus ist der medizinische Begriff für einen Blutpfropf (z. B. ein Blutgerinnsel) in einem Blutgefäß. Dagegen wird für das extravasale Blutgerinnsel der Begriff Koagulum verwendet. Thromben können sowohl im venösen als auch im arteriellen Teil des Blutkreislaufs entstehen. Ein Thrombus kann das Gefäß als festsitzender Thrombus an seiner Entstehungsstelle verstopfen, oder er kann sich lösen, vom Blutstrom mitgerissen werden und an anderer Stelle Verstopfungen verursachen, die dort zum Ausfall der Blutversorgung von Organen führen. In diesem Fall spricht man von einer Embolie oder Thrombembolie, das Blutgerinnsel wird dann auch als Embolus bezeichnet.

Die von Thromben ausgelösten Krankheitsbilder sind unter anderem der Infarkt, die Thrombose oder in deren Folge die Lungenembolie.

Thromben bilden sich nach Gefäßverletzungen, durch Störungen der Blutgerinnung (Hämostase) oder bei stark verlangsamter Fließgeschwindigkeit des Blutes. Im letzten Fall können sich Thromben auch spontan und ohne vorhergehende Verletzung oder andere äußere Einflüsse bilden. In vielen Fällen werden Thromben vom gesunden Körper selbst wieder völlig aufgelöst ohne zu den o. g. Krankheitsbildern zu führen.


TNM-Klassifikation (auch: TNM-System engl.: TNM-staging) ist eine Facettenklassifikation aus der Medizin und bezeichnet eine Stadieneinteilung von malignen Tumoren (Krebserkrankungen).
Sie wurde von P. Denoix (Frankreich) in den Jahren 1943–1952 entwickelt und wird seit 1950 von der Union internationale contre le
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cancer (UICC) weitergeführt. Die Klassifikation hat sich in vielen Ländern durchgesetzt und wird unter anderem in der Krebsregistrierung eingesetzt. Sie basiert auf statistischen Untersuchungen, die zum Beispiel nachweisen, dass sich ab einer bestimmten Größe eines Tumors die Prognose der Erkrankung verschlechtert. Die Einstufung einer Tumorerkrankung in die einzelnen Kategorien des TNM-Systems erlaubt daher prognostische Aussagen und bestimmt häufig auch die weitere Therapie.

TNM ist eine Abkürzung für:

T = Tumor, Beschreibung von Ausdehnung und Verhalten des Primärtumors
N = Nodes = Lymphknoten, Fehlen bzw. Vorhandensein von regionalen Lymphknotenmetastasen
M = Metastasen, Fehlen bzw. Vorhandensein von Fernmetastasen
T, N und M sind die wichtigsten so genannten Kategorien des TNM-Systems.


Tomographie = siehe auch Computertomographie
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Unter dem Begriff Tomographie bzw. -grafie werden verschiedene bildgebende Verfahren zusammengefasst, mit denen die räumliche Struktur eines Objektes mittels einem Schichtaufnahmeverfahren ermittelt werden kann und damit volumetrische, tiefenaufgelöste Information dargestellt wird. Erzeugt wird eine Tomographie meist, indem das Objekt in einer Serie paralleler Querschnittbilder abgetastet wird. Die Grundlagen zur Tomographie entwickelte der Radiologe Alessandro Vallebona 1930 in Genua.


Toxizität = ”Giftigkeit”, übertragen: Nebenwirkungen.
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Die Toxizität bedeutet die Giftigkeit.
Die Toxizität einer Substanz wird mit Hilfe verschiedener Verfahren bestimmt. Die wohl bekannteste Messgröße für Toxizität ist der LD50- bzw. LC50-Wert. Es gibt jedoch auch noch andere wichtige toxikologische Messgrößen wie den NOEL, die LOEC oder auch die IGC50. In letzter Zeit gibt es Überlegungen, die Toxizität noch unbekannter Substanzen mit Hilfe der QSAR abzuschätzen, bevor diese überhaupt synthetisiert werden.


Trauma = Verletzung, Wunde, Gewalteinwirkung in körperlicher und psychischer Hinsicht
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Als Trauma bezeichnet man in der Medizin oder Biologie eine Schädigung, Verletzung oder Wunde, die durch Gewalt von außen entsteht. Die Lehre der Verletzungsarten und ihrer Behandlung wird als Traumatologie bezeichnet.

Bei einer Mehrfachverletzung sind mehrere Körperregionen oder Organe betroffen bzw. verletzt. Besteht durch diese Mehrfachverletzung Lebensgefahr, so spricht man in der Medizin von einem Polytrauma.


TUR-B, transurethrale Resektion
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Die transurethrale Resektion (TUR) ist eine urologische Operationstechnik, bei der mit einem Resektoskop erkranktes Gewebe aus der Harnblase und Prostata abgetragen wird. Umgangssprachlich wird dies auch als Hobelung bezeichnet.


TUR-P Transurethrale Prostata-Resektion
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Die transurethrale Resektion (TUR) ist eine urologische Operationstechnik, bei der mit einem Resektoskop erkranktes Gewebe aus der Harnblase und Prostata abgetragen wird. Umgangssprachlich wird dies auch als Hobelung bezeichnet. Im Resektoskop befindet sich eine Drahtschlinge, über die ein elektrischer Strom fließt. Damit wird erkranktes Gewebe in der Harnblase oder Prostata schichtweise abgetragen. Auftretende Blutungen werden elektrisch verödet (Kauterisierung). Das physikalische Prinzip entspricht dem in der HF-Chirurgie angewandten. Während dieser Operation wird permanent eine Spülflüssigkeit über das Resektoskop eingebracht. Sie dient zum einen der Blasenfüllung und zum anderen der Ausschwemmung von reseziertem Gewebe und Blut. Diese Lösung ist hypoton,das heißt sie hat eine geringere Elektrolytkonzentration als das Blut. Die geringe Elektrolytkonzentration ist in der Notwendigkeit einer geringen Leitfähigkeit begründet. Am Ende der Operation wird das resezierte Gewebe ausgespült und nach ausreichender Blutstillung ein Spülkatheter eingelegt.


TUNA = Transurethrale Nadelablation der Prostata
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Die Transurethrale Nadel- Ablation (TUNA) ist eine minimalinvasive Behandlungsmethode für die Benigne Prostatahyperplasie (BPH).
Bei der Transurethralen Nadelablation (TUNA) wird Hochfrequenzstrom niedriger Energie zielgerichtet eingesetzt, um vergrößertes und die Harnröhre (Urethra) einengendes Prostatagewebe zum Schrumpfen zu bringen (= "zu abladieren"). Die Energie wird über ein röhrenförmiges Instrument direkt in die Prostata geleitet. Das Instrument ist ein spezielles Zystoskop (Blasenspiegel), mit dem der Arzt in die Urethra sehen kann, um den Eingriff zu steuern. Genauer ausgedrückt: Hochfrequenzstrom niedriger Energie koaguliert (verkocht) zielgerichtet und lokalisiert das einengende Prostatagewebe, ohne die Harnröhre und den Rest der Prostata zu beeinträchtigen. Dadurch wird die Enge der Urethra vermindert und die Symptome der BPH bessern sich.


Tumor = Jedes gutartige (benigne) oder bösartige (maligne) Geschwulst ist ein Tumor
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Der Begriff Tumor – steht in der Medizin für eine umschriebene Zunahme des Gewebsvolumens jedweder Ursache. Synonyme in einer zweiten, engeren Bedeutung sind die Begriffe Neoplasie und Gewächs. Dementsprechend gibt es auch in der Medizin zwei Definitionen des Begriffs Tumor:

* im weiteren Sinn jeglicher erhöhter Platzbedarf (Raumforderung) eines Gewebes (Intumeszenz), oder eine tastbare Verhärtung z. B. auch eine Schwellung bei einer Entzündung oder Zyste (siehe hierzu auch Pseudotumor), oder auch eine Stuhlansammlung im Darm, die man vor dem Stuhlgang oft im linken Unterbauch tasten kann. Es ist also ein recht unscharfer Begriff.
* im engeren Sinn Neubildungen von Körpergeweben (Neoplasien), die durch Fehlregulationen des Zellwachstums entstehen – womit bezüglich der Gut- oder Bösartigkeit (Dignität) der Neubildung noch nichts ausgesagt wird.

Neoplasien können jegliche Art von Gewebe betreffen, sie können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein. Je nach Ort (Lokalisation) des Tumors und der Funktion des durch ihn geschädigten Gewebes können sie zu einer Fehlfunktion von Organen mit Beeinträchtigung des Gesamtorganismus bis zum Tod führen. Bösartige Tumoren sind die Ursache von Krebs.

Tumoren treten bei allen höheren Lebewesen (auch bei Pflanzen) auf. In diesem Artikel wird aber ausschließlich auf die humanmedizinische Bedeutung eingegangen.


Tumormarker = Merkmale im Blut
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Tumormarker = Merkmale im Blut, die auf eine Krebserkrankung hinweisen können, oftmals jedoch auch bei Entzündungen o.ä. nachweisbar sind. Daher eignen sich Tumormarker überwiegend nur zur Verlaufskontrolle einer Krebserkrankung


U

Überlaufkontinenz, Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten.
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Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven: Der eine Teil wird über das Gehirn gesteuert. Ein grosser unwillkürlicher Anteil wird vom Rückenmark bestimmt. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört werden: So spricht man von der neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung, die die Blasenentleerung kontrollieren. Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel. Von der Drang oder auch Urgeinkonkürlich erfolgt bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Die Überlauf- Inkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überläufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist die eine Prostata- Vergrößerung (Hypertrophie).


Ultraschalluntersuchung
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Sonografie, auch Echografie oder umgangssprachlich Ultraschall genannt, ist die Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe in der Medizin und Veterinärmedizin sowie von technischen Strukturen.
Ein Sonogramm ist ein Bild, das mithilfe der Sonografie erstellt wurde.


Ureter = Harnleiter
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Der Harnleiter (lat. Ureter) zählt zu den paarigen ableitenden Harnwegen und verbindet die Nieren mit der Harnblase. Der Harnleiter beginnt am Nierenbecken, einer Art Trichter, in dem der von der Niere abfiltrierte und aufkonzentrierte Urin gesammelt wird. Dabei knickt der Harnleiter um ca. 90° ab. Er läuft dann unter dem Bauchfell (retroperitoneal) auf der Rückwand der Bauchhöhle über die beiden Endäste der Aorta hinweg (Bereich der Aufgabelung der Arteria iliaca communis in Arteria iliaca externa und -interna) und mündet in die Harnblase. Nach seinem Eintritt in die Harnblase verläuft er ein kurzes Stück innerhalb der Harnblasenwand (intramural), wodurch bei stärkerer Füllung der Harnblase ein Rückfluss (Reflux) zur Niere weitestgehend verhindert wird. Durch diesen intramuralen Verlauf entstehen in der Harnblasenschleimhaut zwei konvergierende Falten (Columnae uretericae, Fortsetzung als Plicae uretericae), die das Harnblasendreieck (Trigonum vesicae) begrenzen.


Ureterostomie, kutane
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Anlage eines künstlichen Ausgangs des Harnleiters zur Ausleitung des Urins im Bereich der Bauchdecke.


Urethritis bezeichnet man eine Schleimhaut-Entzündung der Harnröhre, welche allgemeinläufig auch als Harnröhrenentzündung bekannt ist
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Als Urethritis bezeichnet man eine Schleimhaut-Entzündung der Harnröhre, welche allgemeinläufig auch als Harnröhrenentzündung bekannt ist und wie eine Blasenentzündung zu den unteren Harnweginfektionen gehört. Typische Symptome sind Juckreiz, Brennen beim Wasserlassen (Algurie) sowie eitriger Ausfluss (Fluor urethralis), häufig auch Dysurie sowie Pollakisurie.
Man unterscheidet die beiden Formen Urethritis gonorrhoica und Urethritis non gonorrhoica.

Sollte die Erkrankung lange unbehandelt bleiben, kann sich die Entzündung auch auf tiefere Gewebsschichten ausbreiten (Periurethritis, Kavernitis) und bei bestimmten Erregern auch die Fortpflanzungsorgane (bzw. deren Schleimhäute) befallen und im schlimmsten Fall Sterilität verursachen.


Urgeinkontinenz, Dranginkontinenz
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Typische Symptome der Urgeinkontinenz sind Pollakisurie (>7 Miktionen pro Tag) sowie Nykturie (>1 Miktion pro Nacht) und der imperative Harndrang. Die Symptomatik führt in ihrer schwersten Form zur Inkontinenz mit vollständiger unwillkürlicher Blasenentleerung. Frauen in jedem Lebensalter können betroffen sein, typisch ist aber die Häufung bei Frauen in der Postmenopause. Pathophysiologisch liegt der Urgeinkontinenz ein gestörtes Gleichgewicht zwischen den Dehnungsafferenzen der Blase und der zerebralen Hemmung mit nachfolgender Detrusorinhibition zugrunde. Normalerweise kann sich die Blase mit mind. 150 ml füllen, ohne dass hierbei ein Miktionsreiz auftritt. Durch eine zentrale Hemmung wird dieses Füllungsgefühl aber überwunden und eine weitere Füllung auf 300 ml ist problemlos möglich. Sind nun aber afferente Impulse, die das Gefühl der Kapazitätsgrenze vermitteln dominant, so reicht die zentrale Hemmung nicht aus den Miktionsreiz zu überwinden. Die betroffene Frau wird dann gezwungen, ihre Blase früher als normal zu entleeren, was als imperativer Harndrang empfunden wird. Bei der eigentlichen Urgeinkontinenz kommt es zum unwillkürlichen Urinverlust, kombiniert mit einem nicht unterdrückbaren imperativen Harndrang. Besteht bei der Patientin lediglich ein rezidivierend auftretender imperativer Harndrang ohne unwillkürlichen Urinverlust, so sprechen wir von einer Urgency (Harndrangsyndrom). Damit verbunden sind Pollakisurie und Nykturie, nicht jedoch die Urininkontinenz.


Urin (von lat. urina), auch der Harn genannt, ist ein pastöses bis flüssiges Ausscheidungsprodukt
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Er entsteht in den Nieren und wird über die Harnwege nach außen geleitet. Die Ausscheidung des Urins dient der Regulation des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts sowie der Eliminierung von Stoffwechselabbauprodukten, insbesondere der beim Abbau von Proteinen und Nukleotiden entstehenden Stickstoff-Verbindungen.

Menschlicher Urin ist eine zumeist gelbe Flüssigkeit. Zahlreiche Krankheiten wirken sich auf die Zusammensetzung des Urins aus. Eine Untersuchung des Urins kann darüber Aufschluss geben.


Urinkultur, wird die Vermehrung von Bakterien in einer geeigneten Umgebung bezeichnet
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Als Bakterienkultur wird die Vermehrung von Bakterien in einer geeigneten Umgebung bezeichnet. Sie werden für wissenschaftliche, technische und diagnostische Zwecke angelegt. Von besonderer Bedeutung sind Reinkulturen, d. h. Kulturen, in denen sich nur Bakterien eines Klons befinden und andere Lebewesen nicht von außen eindringen können. Dazu ist erforderlich, dass das Kulturgefäß entweder vollständig verschlossen ist, auch gasdicht, oder dass ein Gasaustausch mit der Luft nur unter Ausschluss des Eindringens von Mikroorganismen von außen möglich ist.

In der Medizinischen Mikrobiologie sollen durch Kultivierung schädliche Bakterien erkannt werden und weiteren Analysen zugänglich gemacht werden. Dazu werden Proben (zum Beispiel Stuhl, Urin, Blut, Auswurf) in ein flüssiges Kulturmedium (in einem Glasgefäß) eingebracht oder auf die Oberfläche eines „festen“ Kulturmediums (ein Gel, meistens in einer flachen Schale, einer Petrischale) aufgebracht und ein bis mehrere Tage bei geeigneter Temperatur, meistens bei etwa 37 °C, inkubiert (siehe auch Nährmedium).


Urethra = Harnröhre
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Die Harnröhre (lat. Urethra) beginnt am unteren Ende der Harnblase und mündet bei männlichen Säugetieren auf der Eichel, bei weiblichen im Scheidenvorhof. Sie dient bei beiden Geschlechtern der Ausscheidung des Urins, bei männlichen Säugetieren dient sie auch der Weiterleitung des Spermas und wird daher auch als Harn-Samen-Röhre bezeichnet.


Urethrotomia interna = Harnröhrenschlitzung
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Bei der Verengung der Harnröhre (Harnröhrenstriktur) handelt es sich um eine gutartige Erkrankung, die verschiedene Ursachen haben kann. Hierzu gehören Infekte der Harnwege, Unfälle (insbesondere schwere Unfälle mit Beckenringfraktur) sowie alle Manipulationen an der Harnröhre (z.B. Kathetereinlage, Spiegelung). In manchen Fällen bleibt die Ursache unklar.

Folgen einer solchen Harnröhrenenge können Probleme beim Wasserlassen bis hin zum kompletten Urinstopp (Harnverhalt) sein. Bestehen solche Beschwerden beim Wasserlassen über längere Zeit, kann es zu einer Schwächung der Blasenmuskulatur kommen, die gegen einen mechanischen Widerstand arbeiten muss. Die Folge ist unter Umständen eine Blasenüberdehnung oder die Ausbildung von Aussackungen der Blase (Divertikel) oder Blasensteinen. Zusätzlich kann es bei Harnröhrenengen zu immer wiederkehrenden Harnwegsinfekten und Nebenhodenentzündungen kommen. In seltenen Fällen kann dies bis zu einem Nierenaufstau mit Nierenschrumpfung führen.

Eine Harnröhrenenge sollte daher frühzeitig erkannt und behandelt werden. Leitsymptome sind in der Regel Nachlassen des Harnstrahls oder ein sehr dünner oder geteilter Harnstrahl. Zusätzlich kann ein Harnträufeln vorliegen.

Sollten bei Ihnen solche Anzeichen einer Harnröhrenenge vorliegen, empfehlen wir die Abklärung bei Ihrem Urologen. Dieser kann durch eine Harnstrahlmessung, eine Röntgenaufnahme oder eine Spiegelung der Harnröhre eine Harnröhrenenge feststellen.

Zur Behandlung der Harnröhrenenge gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Entscheidung, welche Therapie-option sinnvoll ist, sollte jedoch individuell getroffen werden. Hierbei ist Ihnen Ihr Urologe behilflich.

Bei einem erstmaligen Auftreten einer Harnröhrenenge wird in der Regel eine Harnröhrenschlitzung (Urethrotomie) durchgeführt. Hierbei wird in Voll- oder Teilnarkose unter Sicht ein bleistiftdickes optisches Instrument in die Harnröhre eingeführt und mit einer Klinge oder einer Lasersonde die Verengung der Harnröhre erweitert. Anschließend wird ein Katheter über die Harnröhre eingelegt, der wenige Tage dort verbleibt.

60 – 70 % der Patienten, bei denen eine solche Schlitzung durchgeführt wird, benötigen keinen weiteren Eingriff.

Bei einem Wiederauftreten einer Harnröhrenenge sinkt der Anteil der Patienten, die mit einer Schlitzung geheilt werden können. Kommt es also zu einer erneuten Enge der Harnröhre oder ist die Enge sehr langstreckig, ist eine offene Operation sinnvoll.

Hierbei erfolgt über einen kleinen Schnitt im Damm oder am Penis die Längseinschneidung der Harnröhre. Das verengte Segment wir dann herausgetrennt und die beiden Enden der Harnröhre werden wieder miteinander vernäht. Bei längeren Verengungen ist in der Regel eine Deckung mit zusätzlichem Gewebe nötig. Hierzu dient in den meisten Fällen Vorhaut oder ein kleines Stück Mundschleimhaut.

Zur Schienung der Harnröhre wird anschließend ein Blasenkatheter und u.U. ein Bauchdeckenkatheter eingelegt. Diese verbleiben 14 Tage und sorgen dafür, dass kein Urin über die frische Naht fließt.

Nach einer offenen Operation können Sie in der Regel am 5. Tag nach der Operation das Krankenhaus wieder verlassen und kommen am 14. Tag zur Kontrolle und Katheterentfernung ambulant zu uns.

Sowohl bei der Harnröhrenschlitzung als auch bei der offenen Harnröhrenoperation ist mit dem Unvermögen, den Urin zu halten (Inkontinenz) als auch mit Einschränkungen der Gliedsteifigkeit (Impotenz) nicht zu rechnen. Die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens der Enge nach einer offenen Operation hängt von verschiedenen Faktoren ab (u.a. Lokalisation und Länge der Enge, Anzahl der vorangegangenen Schlitzungen) und liegt zwischen 5 – 20 %.


Urethrozystoskopie = Betrachtung der Harnröhre und der Harnblase mittels eines Zystoskopes

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Die Urethrozystoskopie (Harnröhren- und Blasenspiegelung) ist eine urologische Untersuchung der Harnblase, bei der mit einem speziellen Endoskop, dem Zystoskop, die Harnblase untersucht wird. Beim Mann wird immer die Harnröhre mit untersucht.
* bei Blutbeimengung im Urin (Mikrohämaturie oder Makrohämaturie)
* bei Verdacht auf einen Blasentumor
* im Rahmen der Tumornachsorge nach Blasentumoren
* bei Verdacht auf Fremdkörper in der Harnblase
* im Rahmen der Abklärung bei häufigen Blasenentzündungen
* bei Blasenentleerungsstörungen, wenn der Verdacht auf ein Abflusshindernis besteht
* bei Harninkontinenz zur Beurteilung des Schließmuskels
* bei Verdacht Fistelbildung zwischen Harnblase und Darm oder Vagina
* bei Verdacht auf Fremdkörper in der Harnröhre
* bei Verdacht auf eine Harnröhrenenge


Urethrozystoskopie, (Harnröhren- und Blasenspiegelung)
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Die Urethrozystoskopie (Harnröhren- und Blasenspiegelung) ist eine urologische Untersuchung der Harnblase, bei der mit einem speziellen Endoskop, dem Zystoskop, die Harnblase untersucht wird. Beim Mann wird immer die Harnröhre mit untersucht.


Urosepsis ist eine Infektionskrankheit mit Bakterien aus dem Urogenitaltrakt.
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Urosepsis ist eine Infektionskrankheit mit Bakterien aus dem Urogenitaltrakt. Diese treten von den Harnwegen über in die Blutbahn und verursachen dann die Sepsis (im Volksmund "eine Blutvergiftung"). Bakterienprodukte, die sogenannten Toxine (bei Gram-positiven Bakterien), oder tote Bakterien (bei Gram-negativen Bakterien) verursachen Schäden an der Gefäßhaut (Endothel) und schlagen die Blutgefäße leck.

Die Urosepsis hat oft eine zu Grunde liegende Ursache (z. B. ein Abflusshindernis) - wie die Prostatahyperplasie oder auch angeborene Fehlbildungen (z. B. Strikturen). Die dadurch entstehende Rückstauung von Harn in die Nieren ermöglicht den Übertritt von Erregern aus dem Urogenitaltrakt in die Blutbahn.

Die Urosepsis ist ein schweres Krankheitsbild, das unbehandelt innerhalb einiger Stunden bis Tage zum Tode führen kann. Laut Campbell's Urology 2002 haben Studien gezeigt, dass dieses Syndrom ohne Schock eine Mortalität von 13 % aufweist, die Sepsis mit Schock eine Mortalität von 28 % und ein Schock nach der Sepsis gar eine Mortalität von 43 % hat.Eine Urosepsis ist nicht ansteckend.


Urologie = Lehre von den Krankheiten der Nieren und der ableitenden Harnwege
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Die Urologie ist ein Teilgebiet der Medizin. Sie beschäftigt sich mit den harnbildenden und harnableitenden Organen, also von Niere, Harnblase, Harnleiter und Harnröhre. Urologen behandeln zudem auch Krankheiten der Geschlechtsorgane des Mannes, also Hoden, Nebenhoden, Samenleiter, Samenbläschen, Penis, sowie der Prostata und decken damit Bereiche der Andrologie ab. Es gibt Überschneidungen zur Nephrologie, Gynäkologie, Neurologie, Onkologie und Chirurgie.


Urostoma = Stoma zur Ableitung von Urin (siehe Stoma)
Das Urostoma

Urothel = Schleimhaut, mit der die Harnwege ausgekleidet sind
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Als Urothel (auch Übergangsepithel) bezeichnet man das mehrschichtige Deckgewebe (Epithel) der ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase, oberer Teil der Harnröhre).

Übergangszellen sind im ungefüllten Zustand der Harnwege hochprismatisch, flachen aber mit zunehmender Füllung ab. Durch Reservefalten in der Zellmembran ist auch eine Dehnung möglich. Damit gewährleisten sie die Anpassungsfähigkeit der Harnorgane an verschiedene Füllungszustände.

In der ungefüllten Harnblase beträgt die Dicke der Urothelschicht fünf bis sechs Zellen. Die untersten Zellen sind kuboid, die mittleren polyhedral und die obersten haben eine abgerundete Form. Ist die Blase gefüllt, reduziert sich dies auf drei bis vier Zellen, wobei die tieferen Zellen kuboid und die oberflächlichen abgeflacht sind.

Die der Oberfläche am nächsten gelegenen Zellen haben eine spezielle Membran die die osmotische Barriere zwischen dem Urin und der interstitiellen Körperflüssigkeit aufrecht erhält. Hauptbestandteil dieser Membran sind Cerebroside. Das Urothel besitzt eine bestimmte Glycocalix, die in ihrer Proteinstruktur als Uroplakine bezeichnet wird. Da Urin auch Gifte und Krankheitserreger enthalten kann, erfüllt es außerdem Funktionen in der Bekämpfung von Infektionen und der Antwort auf Verletzungen.

Die Deckzellen des Urothels zeigen eine im Lichtmikroskop verdichtet anmutende Oberflächendifferenzierung, die Crusta.


V

Varizen = Krampfadern
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Krampfadern (von althochteusch krimpfan "krümmen", lateinisch varix, Plural Varizen) sind knotig-erweiterte (oberflächliche) Venen. Die Krankheit beim Vorliegen von Varizen heißt in der Fachsprache Varikose oder auch Varikosis.

Betroffen sind die oberflächlichen Venen der Beine inklusive deren Hauptstämmen, der Vena saphena magna und Vena saphena parva.


Vene = zum Herzen führendes Blutgefäß
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Venen sind Blutgefäße, die das Blut zum Herzen führen. Die Venen des Körperkreislaufs transportieren sauerstoffarmes Blut, diejenigen des Lungenkreislaufs sauerstoffreiches Blut. Sauerstoffarmes Blut ist dunkler als sauerstoffreiches. Der Blutdruck in Venen ist deutlich niedriger als in Schlagadern (Arterien), sie gehören mit den Kapillaren und den Arteriolen zum Niederdrucksystem des Blutkreislaufs.

Das bläuliche Erscheinen der Hautvenen hängt nicht allein mit dem Sauerstoffgehalt des venösen Blutes zusammen. Hautvenen erscheinen vor allem deswegen blau, weil das langwellige rote Licht eine höhere Eindringtiefe in das Gewebe hat als das blaue und somit vom dunklen Blut der Venen absorbiert wird. Das kurzwellige blaue Licht hingegen wird reflektiert; somit erscheinen die Venen in einer Gewebstiefe von 0,5 bis 2 Millimetern blau.


Virulenz
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Als Virulenz (von lat. virulentus „voller Gift“) bezeichnet man in der Mikrobiologie das Maß der Fähigkeit eines Krankheitserregers eine Krankheit auszulösen. Wenn viele Zellen eines Pathogens benötigt werden um eine Krankheit auszulösen, nennt man diesen Pathogen leicht virulent. Und umgekehrt nennt man ihn hoch virulent.


Virustatikum = Arzneimittel, welches gegen Viren wirksam ist

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Ein Virostatikum ist ein Medikament, das die Vermehrung von Viren hemmt.

Die derzeit verfügbaren Virostatika werden vor Allem für solche Infektionen eingesetzt, bei denen das Immunsystem des Patienten alleine nicht zur Eradikation des Virus in der Lage ist. Ein Einsatz in der Breite ist derzeit unter Berücksichtigung des Nebenwirkungspotentiales und des Bestrebens, Resistenzbildungen zu vermeiden, nicht vorgesehen.

Die zur Zeit verfügbaren Medikamente gegen Viren haben ausschließlich virostatische Wirkung. Das bedeutet, dass sie lediglich die Vermehrung der Viren durch verschiedene Wirkmechanismen verhindern. Viruzide - also "Virus tötende" Arzneimittel sind derzeit nicht im Einsatz.

Ein gutes Beispiel für den sehr erfolgreichen Einsatz von Virostatika ist die moderne HIV-Therapie, die in der Lage ist, durch gezielte Wirkstoffkombinationen und ein sturkturiertes Nebenwirkungsmanagement den Patienten über viele Jahre unter medizinischer Behandlung ein nahezu normales Leben zu ermöglichen. Die Überlebenszeit wird im Vergleich zu untherapierten Patienten oder Patienten mit "klassischer" HIV-Therapie deutlich verlängert.


viszeral = die inneren ( Bauch ) Organe betreffend
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Als Eingeweide bezeichnet man die Gesamtheit der im Schädel und in den großen Körperhöhlen (Thorax, Abdomen, Becken) gelegenen inneren Organe. Die Lehre von den Eingeweiden heißt Splanchnologie. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Begriff synonym mit den Baucheingeweiden des Abdomens verwendet.

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Vorsteherdrüse, (siehe Prostata)
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Sonntag, 15. November 2009, 07:58

Wörterbuch W - X - Y - Z

Wörterbuch in Wort und Bild

W

X

Y

Z

Zökal... = aus dem aufsteigenden ersten Teil des Dickdarms ( = Zökum )
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Schleimhautfalte an der Einmündung des Ileums in den Dickdarm. Sie lässt den Nahrungsbrei nur in einer Richtung passieren.


Zyste = Durch eine Kapsel abgeschlossener Gewebehohlraum mit flüssigem Inhalt
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Eine Zyste (alt: Kyste, Cyste) ist ein durch ein Epithel (Häutchen) abgeschlossener Gewebehohlraum, der aus mehreren Kammern bestehen kann und einen flüssigen Inhalt besitzt. Die Zyste kann verschiedene Ursachen haben und die enthaltene Flüssigkeit Gewebswasser (interstitielle Flüssigkeit), Blut oder Eiter sein.


Zystektomie = Blasenentfernung
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Der Begriff Zystektomie bedeutet wörtlich übersetzt "Herausschneiden einer Zyste" (aus dem umliegenden Gewebe). Allerdings versteht man darunter in der Humanmedizin, speziell in der Urologie, die operative Entfernung der Harnblase mitsamt der Prostata (auch „Zystoprostatektomie“).

Diese Operation erfolgt in der Regel bei Patienten, die an einem "tief infiltrierenden Harnblasenkarzinom" leiden. In diesem fortgeschrittenen Stadium des Harnblasenkarzinoms ist der Tumor bereits in die Muskelschicht der Harnblasenwand eingewachsen.

Um nach der Entfernung der Harnblase weiterhin eine Urinspeicherung zwecks Aufrechterhaltung der Kontinenz zu gewährleisten, kann man sich mehrerer Methoden bedienen:


Zystitis (latein. Cystitis), eine Entzündung der unteren Harnwege bezeichnet.
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Die Entzündung erstreckt sich meistens auf Harnröhre (dann Urethritis genannt) und Harnblase (Zystitis im engeren Sinne). Betroffen sind vor allem Kinder und geschlechtsreife Frauen. Im fortgeschrittenen Lebensalter sind auch Männer betroffen, oftmals im Zusammenhang mit einer Prostatahypertrophie. In den meisten Fällen handelt es sich um eine aszendierende, also aufsteigende Infektion, deren häufigste Ursache gramnegative Stäbchen (Escherichia coli in 80 % der Fälle), aber auch grampositive Kokken, Mykoplasmen, Ureaplasmen, Hefen, Chlamydien, Viren und chemische oder mechanische Reize sind. Begünstigt wird sie durch Abflussstörungen des Urins aus der Harnblase, mangelnde Hygiene, Alter, weibliches Geschlecht und Manipulationen. Die Therapie ist in aller Regel antibiotisch, wobei bei der unkomplizierten Zystitis der Frau 1–3 Tage ausreichend sind. Eine gefürchtete Komplikation ist die Nierenbeckenentzündung, die mit hohem Fieber bis hin zur Blutvergiftung und Abszessbildung einhergehen kann.


Zystoskop = ein spezielles Endoskop in der Urologie. Es dient der Betrachtung der Harnröhre und der Harnblase. Diese Untersuchung wird als Urethrozystoskopie bezeichnet
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Das Cystoskop, auch Zystoskop geschrieben, ist ein spezielles Endoskop in der Urologie und dient der Betrachtung der Harnröhre und der Harnblase. Diese Untersuchung wird als Urethrozystoskopie bezeichnet.


Zytologie = mikroskopische Zelluntersuchung
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Die Zellbiologie (auch: Cytologie, Zytologie oder Zellenlehre) ist eine Kategorie der Biologie, in der mit Hilfe der Mikroskopie und molekularbiologischer Methoden die Zelle erforscht wird, um biologische Vorgänge auf zellulärer Ebene zu verstehen und aufzuklären. Dazu gehört die Untersuchung der verschiedenen Kompartimente und Zellorganellen, Zellteilung, die Bewegung von Zellen und Zellverbänden sowie die Kommunikation von Zellen untereinander.


Zytostatika(kum) = Arzneimittel, die das Tumorwachstum hemmen oder die Tumorzelle direkt angreifen.
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Zytostatika (oder Cytostatika, vom griechischen Cyto = Zelle und statik = anhalten) sind natürliche oder synthetische Substanzen, die das Zellwachstum bzw. die Zellteilung hemmen. Sie werden vor allem zur Behandlung von Krebs (Chemotherapie), teilweise auch bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Neben den klassischen Zytostatika werden heute in der Behandlung von Tumorerkrankungen auch weitere Substanzen wie z.B. Hormone, therapeutische monoklonale Antikörper, Zytokine und sogenannte "small molecules" wie z.B. Signaltransduktions-Inhibitoren, Proteasominhibitoren etc. eingesetzt.


Zytotoxizität = Schädlichkeit einer bestimmten Substanz für Zellen.
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Zytotoxizität, auch Cytotoxizität, ist die Fähigkeit einiger chemischen Substanzen (Arzneistoffe, Antikörper, Viren), Gewebezellen zu schädigen. Diese Schädigung kann auch durch Zellen des Immunsystems geschehen, diese Zellen nennt man zytotoxische Zellen (zytotoxische T-Zellen, natürliche Killerzellen).
Im Bild sehen Sie die Behandlung von Brustkrebs mit dem Antikörper Herceptin.
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