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Hasi Bobele

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1

Mittwoch, 28. Juli 2010, 08:19

Mein Vater lehnt alles ab! Auch Blasentumor , auch schon streuend

Hallo , ich hoffe auch auf diesem Wege Fragen beantwortet zu bekommen .,Bei meinem Vater fing es auch im April dieses Jahres an .Mein Vater ist 69 Jahre und vom Kopf her ganz klar.
mein Vater war auch beim Urologen und man hat ihm bestätigt , das er einen Tumor in der Blase hat .
Da mein Vater schon seit Jahren Herzprobleme hat und auch schon zwei Herzinfakte hatte musste er sich beim Kardiologen vorstellen .
Dieser sagte ihm knallhart an den Kopf , das er eine Op mit Vollnarkose nicht überleben würde.
Mit diesem Befund musste er sich dann zu einem Gespräch beim Narkosearzt vorstellen .Der Narkosearzt wollte diese Entscheidung von sich schieben und sagte zu meinem Vater , das seine Hausärztin und der Kardiologe das untereinander besprechne sollten .
Denn eigentlich war schon ein Op Termin festgesetzt .Dieser wurde dann erst mal abgesetzt .
Der Urologe sagte aber auch zu meinem Vater , das wenn er es nicht machen lässt , das er dann nicht mal ein Jahr habe .Somit stand mein vater da und wusste nun nicht mehr was er machen sollte .Das ganze Problem ist auch ,das eine Rückenmarknarkose für ihn auch nichts bringen würde , da es schon bei ihm gestreut hat .Auch in die Niere . welche seine einzigste ist .
Mein Vater lehnt also alles ab.Und man muss es so aktzeptieren .
Seit zwei Wochen blutet er nun durchgehen beim Wasserlassen .Er hat druckgefühl auf Klo zu müssen und kann dann nicht . Oder wenn er nicht muss , dann kommt es einfach .Letzte Woche war es auch mit kräftigen Schmerzen verbunden .
Zu dem kommt noch , das er seit zwei Jahren einePflegebedürftige Frau hat .Meine Stiefmutter hatte vor zwei Jahren ein Schlaganfall und leidet unter zunehmender Demenz.Im April habe ich ihm noch beim Umzug geholfen .Er lebt nun mit ihr in einem betreuten Wohnheim .Das ist auch son ganzen kampf .Es frisst meinem Vater die Haare vom Kopf .Jahrelang gearbeitet und nun gehen die ganzen Kosten drauf .Er bekommt zwar Gelder aber dennoch kommen viele Koten dazu die er selber tragen muss.Mein Vater kommt nicht mehr raus .Weil es einfach nicht geht . Er kann meine Stiefmutter nicht alleine lasen .Er sitzt den ganzen Tag nur auf dem Sofa .Halt wie im Knast .Meine Stiefmutter sitzt im Rollstuhl.Und da mein Vater auch nicht mehr so laufen kann , weil seine Knie nicht so wollen , schafft er es nur mittags mit ihr runter in den Essensraum zu gehen .Meine Tante unterstützt meinen Vater so gut es geht .Ich lebe leider (aufgrund stalkings ) weit weg von meinem Vater .Außerdem hat mein Vater Diabetes und noch andere Krankheiten .
Aber es ist schwer als Angehöriger das alles so mit zuerleben und nichts machen zu können .
Man kann ihm auch nicht raten sich operieren zu lassen .Er sagt sich auch , dann bin ich sofort unter der erde.
Aber wie lange wird er noch haben .Wird es immer qualvoller für ihn .
Und was wird , wenn er dann selbt zum pflegefall wird.Alles fragen die einem durch den Kopf gehen . Ich rufe ihn täglich an und frage wie es ihm geht .und im September fahre ich für zwei wochen zu ihm um ihn einfach zu zeigen das ich für ihn da bin .Sprich auch , das er Nachts nicht auf muss wenn mein Stiefmutter aus dem Batt fällt oder so.
Man fragst sich schon , warum das jetzt noch .Hat er nicht schon genug mit meiner Stiefmutter durchmachen müssen .Was er auch sehr gut gemacht hat .Das kann nicht jeder .
Wäre sehr schön , wenn ich hier auf diesem Wege Antworten finde .Hat es jemand vielleicht genauso erlebt

Aquarius

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Über mich: Hallo,
hatte letzten Freitag TUR-Blase + Mitomycin - Instillation . Diagnose pT1, G2.
Nachresektion 25.08.10


seit 23.07.10

Diagnose : NEU:Niederdifferenziertes muskelinvasives Blasenneoplasma mit Lymphgangiosis pT2a,cNO,Mx,L1, G2

Therapie-Vorschlag: Radikale Cystoprostatektomie mit Lymphadenektomie

Zystektomie immer noch 03.09.10

Wohnort: Köln

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2

Mittwoch, 28. Juli 2010, 08:34

Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen Hasi Bobele,
ich bin auch neu hier, dieses Forum ist wirklich Klasse.
Wenn Du die Diagnose hast, kann man gezielter helfen, sprich die Fachmoderatoren ganz offen an!
Aus medizinischer Sicht bin ich noch kein großer Experte, falls Du andere Fragen hast, oder einfach ... was auch immer.

Es grüßt Dich gerne Aquarius

Hasi Bobele

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3

Mittwoch, 28. Juli 2010, 08:40

vielen dank

Danke für die rasche Antwort .
ja , ich freue mich über jeden Rat den ich bekommen kann .glg

Krümelchen

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Über mich: Blasenaugmentation 2007, Mainz Pouch I seit April 2008, Tetraplegiker seit 1990

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4

Mittwoch, 28. Juli 2010, 09:26

liebe Hasi
herzlich willkommen im besten aller Blasenkrebsforen. Du sprichst viele Probleme an. Ich versuche ein paar Antworten zu geben. Hat Deine Stiefmutter ein Pflegestufe? Wenn nicht, sofort beantragen. Ich denke mir, Pflegestufe II müsste drin liegen. Dein Vater wohnt mit seiner Frau in einem betreuten Wohnheim. Gibt es da keine Möglichkeit, ihn mal stundenweise zu entlasten, damit er auch mal was für sich tun kann (evtl. auch Tagesklinik für Demenzkranke)?
Kannst Du die genaue Diagnose hier einstellen? Dann ist es einfacher, Ratschläge zu geben. Eines ist sicher, nicht behandelter Blasenkrebs führt in den meisten Fällen zu qualvollen Schmerzen, welche nicht mit Schmerzmitteln zu beherrschen sind.
:rolli: Krümelchen
Tetraplegikerin seit 1990, Mainz Pouch I seit 2007

Hasi Bobele

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5

Mittwoch, 28. Juli 2010, 10:23

Liebe Krümelchen

Also genaue Diagnose kann ich dir nicht sagen .Ob der Tumor in der Blase aggresiv oder nicht aggresiv ist weiß man nicht .Aber mein Vater wollte es auch gar nicht wissen , weil er sich halt sagt , das er eh nichts ändern kann .
Nun halten die blutungen aber schon zwei wochen an und er hatte wie gesagt auch starke Schmerzen . Die sind momnetan aber nicht die Schmerzen .
zuerst war es so , das blutungen auftraten und wieder giingen .
Ich habe gerade mit meinem Vater telefoniert .Mein Vater hatte mit der Hausärztin telefoniert .Eigentlich ging es um meine Stiefmutter .Vor zwei Tagen meinten die Pfleger im Heim , das sie ihre Augen verdrehen würde und ob sie vielleicht einen erneuten Schlaganfall hatte Aber das machte sie schon vor zwei Jahren . Ihre Blutwerte waren so ok.Aber dann kam die Ärztin wieder auf meinen Vater zu sprechen .Obwohl meistens mein Vater das ganze im Spass immer abweicht und mit ihr dann über andere Sachen spricht .So ist mein Vater halt . Er kennt sie schließlich schon einige Jahre als Hausäztin .
Sie kommt auch extra zu ihm wenn was ist auch am WE.Nun gut , sie sagte ihm aber auch , das sie vor zwei Tagen an seinen Augen sah , das er schlechter aussieht .Naja , ist ja auch klar , wenn man soviel Blut verliert .Sie hat ihm vorgeschlagen doch noch mal an der Uniklinik anzurufen und dort mit dem Oberazt zureden .
Ob es eventuell noch andere Möglichkeiten für ihn gibt .
Naja .das wird man die Tage erfahren .
Ich kann meinen Vater auch verstehen .Das er angst hat .Und sich denkt , was ist das denn noch für ein Leben .
und er will definitiv auch nicht mit so einem Katheter rumlaufen .
Man weiß ja auch nicht , ob das ganze noch viel weiter befallen ist .Und eine Vollnarkose kommt nicht in Betracht .
Das hat man ihm wie gesagt so an den kopf geknallt .Aber meine Tante und ich auch , wissen , das es immer schlimmer werden kann .Mein Tante hat die letzten 15 Jahre ständig mit sowas zu tun gehabt und es selber miterlebt wie sich das entwickelt .Das ist meinem Vater auch glaube ich nicht bewusst .
Die Tagesklinik für meine Stiefmutter ist beantragt . Sie steht auf der Warteliste.
Pflegestufe hat sie .
Ach das tut mir so leid für ihn .Das ist auch echt kein leben .Er denkt sich auch , ok , wenn ich da drauf gehe , dann habe ich keine Sorgen mehr .Ich weiß auch nicht wie ich ihm helfen kann .Habe noch zwei Brüder .Der eine wohnt in der stadt wo mein Vater auch lebt .Der kann da nicht mit um .Aber letzte Woche rief er mich nachts an .War betrunken und erzählte mir von meinem Vater . Ich sagte ihm , das ich von allem weiß aber es ganz alleine Papas entscheidung ist .
und das man das respektieren muss. Er sagte dann , das er das nicht so auf sich sitzen lässt , es wäre unterlassene Hilfeleistung .Er wollte am nächsten Tag die hausärztin anrufen damit er ins Krankenhaus kommt.Ich sagte ihm , dann soll er das machen .Aber der Witz , seit über einer Woche hat er gar nichts gemacht .Sowas kann ich ja haben .Mein Bruder hat vor zwei Jahren das Auto meiner Stiefmutter bekommen .Aber alles läuft noch auf sie .Und mein Vater zahlt auch alle , Versicherung usw.Und aber unter der bedingung , das mein Bruder dann mal einkaufen fährt für sie .Oder meinen Vater zum Arzt fährt .Aber nichts .Mein Vater muss im hinter her telefonieren und ruft dann nicht mal zurück.Nun wenn meine Tante dann bei meinem Vater ist , fährt sie mit dem Fahrrad los.
und der andere bruder ist auch die krönung .Dachte mir es wäre meine Pflicht ihn mal anzurufen und ihm zu erzählen wie es um unseren Vater steht .(er wohnt auch woanders)Er hat sich dann auch gleich bei meinem Vater gemeldet und ihm auch von einer op abgeraten .
Aber was mein Bruder mir dann am telefon erzählte war wie ein Schock für mich .Er fragte mich , ob Vater überhaupt schon mal ein Testament gemacht hat .Man weiß ja nie sagte er .Und das er meinen Vater das schon vor 5 jahren mal fragte .Ich fasse es nicht . und nun seit bestimmt zwei monaten hat der Bruder nicht weiter mal bei meinem vater angerufen und gefragt wie es ihm geht .er ghet auch wohl davon aus , das mein vater anrufen müsste und über seinen gesundheitlichen stand berichten müsste .
für mich nicht nachvollziehbar das ganze.Bei mir hat er sich aber auch nicht mehr gemeldet .Aber das war in unserer Familie schon immer so .Sehr verrüttet das ganze.

rainer

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6

Mittwoch, 28. Juli 2010, 10:32

Hallo Hasi Bobele

Nun, wir haben hier keine genau Diagnose des Urologen, so kann ich hier nur Vermutungen anstellen. Ich kann nicht erkennen ob schon eine TUR-B durchgeführt wurde. Aber anhand der Aussagen (gestreut) muss zumindest schon mal ein Röntgen, Sonographie und / oder CT durchgeführt worden sein. Wenn es also wirklich so sein sollte das der Krebs bereits durch die Blasenwand gegangen ist, das er bereits metastasiert hat, dann sieht es wirklich sehr schlimm aus. Da ist die Aussage des Arztes mit einem Jahr wirklich schon übertrieben.
Gerade bei älteren Patienten die noch mit erheblichen anderen Krankheiten zu kämpfen haben gestaltet sich eine schwere Blasenoperation mit einer nachfolgen Chemotherapie als schwierig. Entweder man stirbt an den Folgen der OP / Chemo oder aber man stirbt durch das "NICHTS" - tun. Was soll man da raten ??
Dein Vater hat sich nun gegen die Operation ausgesprochen (er befürchtet nicht zu unrecht das er aus der OP nicht wieder aufwacht), dies sollte man als Angehöriger akzeptieren. Das, was man aber tun kann sollte man auch wirklich in Angriff nehmen.
Dies wären für mich in erster Linie die 100% tige Entlastung seiner pflegebedürftigen Frau, Dein Vater gehört selbst in eine Pflegestufe.. (sofort beantragen wenn noch nicht geschehen), dafür Sorge tragen das eine Schmerztherapie und palleative Behandlung bei Deinem Vater erfolgt. Es muss noch Möglichkeiten geben zumindest den Tod noch etwas hinauszuzögern. Zu diesen Möglichkeiten werden sich sicherlich noch heute hier ein paar Moderaten äussern die sich in dieser Art der Behandlung besser auskennen als ich.

Gruß Rainer
Langsam aber sicher wird mir hier immer mehr bewußt das Statistiken eine exakte Methode sind, Halbwahrheiten ungenau auszudrücken. so iset..der Biker.

Hasi Bobele

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7

Mittwoch, 28. Juli 2010, 11:15

Hallo Rainer !

ganz lieben dank für diese ehrliche Antwort .Ja, er war im CT
Und den Befund ist er dann mit seinem Urologen durchgegangen .Der riet natürlich zur sofortigen Op.Aber wie gesagt , der Nakosarzt und Arzt in der klinik wollten sich erst absichern .Man wollte klipp und klar bestätigt haben , das mein Vater einige Tage dann vor solch einer Op seine Herztabletten absetzen kann.Und das wurde anscheid abgelehnt .
Das ganze Problem ist auch in der ganzen Zeit , das mein Vater sich zu viele Gedanken um seine Pfelgebedürftige Frau macht.Obwohl es ihr den umständen entsprechen gut geht .Und sie ist insofern versorgt .
Doch selbst wenn meine Stiefmutter nachts wieder meint aus dem bett zu müssen , liegt sie auf dem Boden .
Das heißt ein Pfleger bekommt sie alleine nicht ins Bett .Also muss mein Vater mithelfen .Was in dem Fall sicher nicht zu empfeheln ist wenn er deie Blase noch damit reizt.
Aber was soll er machen .Alles andere würden wieder Mehrkosten für ihn sein .Diese ganzen Kosten die da auf einen zukommen , sind ja der Wahnsnn .Nur für die Nächtlichen Besuche der Schwester und das häufige klingeln meiner Steifmutter ergaben eine Rechnung von über 1000€
Alles andere ist halt nur der Standart .
Ich werde später noch mal mit meiner Tante telefonieren und sie noch mal danach fragen weger der Plegestufe für meinen Vater . Aber ich meine das schon mal angesprochen zu haben .
Das sich das bei meinem Vater verschlechter hat sieht man ja .er hat nun wie gesagt seit zwei wochen durchgehen Blutungen .Vorher war es ein kommen und gehen . und das er auch letztens sehr heftige Schmerzen hatte. Die sind momentan nicht .Die Hausärztin war vor zwei Tagen bei ihm . Eigentlich wegen meiner Stiefmutter .Man dachte sie hätte einen erneuten Schlaganfall.Aber heute hat mein Vater mit ihr telefoniert und es ist nicht der Fall.Aber die Hausärztin sagte meinem Vater , das sie an Hand seiner Augen sah , das es ihm schlechter geht .Mein Vater ineigt dann dazu , das ganze in einen Spass umzuwandeln und von etwas anderem zu reden . So ist er halt .Aber sie erklärte ihm auch , das sie sich noch mal mit dem Oberarzt in Verbindung setzen will um zu sehen ob es noch eine andere Möglichkeit für ihn gibt .
Schauen wir mal.ich habe da echt keine Ahnung .Deshalb schreibe ich auch hier .
Aber so leid es mir tut und auch wenn ich es gerne anders hätte , ich kann meinen Vater da auch verstehen .
Er hat die letzten zwei Jahre schon kein Leben gehabt .Kommt nicht mehr raus .Für eine kurze Zeit war meine Stiefmutter in Kurzzeitpflege .In der Zeit hat man überlegt was das beste für alle wäre,
und die kostengünstigere Sache war das betreute Wohnen .Was man aber jetzt auch nicht mehr so sagen kann .Im Grunde tut sich da nicht viel.Denn wenn sie aleine im Heim geblieben wäre , dann hätte mein Vater das glaube ich gar nicht tragen können .Aber er hat sein Leben lang gearbeitet und nun geht alles dafür drauf .Und er kommt nicht mehr raus .Er sitz nur auf dem Sofa und liest , raucht , guckt Fernsehen .Mehr geht nicht.

ich finde das schon sehr hart und traurig.

eckhard11

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8

Mittwoch, 28. Juli 2010, 12:43

Ob der Tumor aggressiv ist oder nicht, bedarf bei Metastasen und einer befallenen Niere keiner Diskussion.

Und sollte tatsächlich aufgrund der Herzprobleme nach zwei Herzinfarkten eine Operation unmöglich sein, bleibt nur noch eine palliative Schmerzbegleitung.
Die Schmerzen werden nämlich kommen, schlimm und unbarmherzig, denn das Moster ist unbarmherzig.

Im Falle Deines Vaters gibt es kein “wenn und aber” mehr, sondern nur noch ein “entweder - oder”.
Und schon gar nicht diese fürchterlich Aussage : “Das wird schon wieder”.
Wird es nicht !

Ohne Bewertung eurer familiären Zwistigkeiten :
Dein Bruder hat natürlich recht mit der Frage nach einem Testament.

Um es einmal ganz pragmatisch aufzuzeigen :
So wie Du die Krankengeschichte schilderst, wird Dein Vater wohl das Jahresende nicht mehr erleben.
Ergo solltet ihr umgehend dafür sorgen, dass die Frau, also Deine Stiefmutter, abgesichert ist, bevor das zu erwartende Ableben Deines Vaters eintreten wird.
Und Dein Vater muss für sich unbedingt eine palliative Schmerztherapie einleiten lassen.

Tut mir leid, mehr kann ich nicht raten, wenn Dein Vater oder die behandelnden Ärzte jede weitere Behandlung ablehnen.

Gruß
Eck :ecke: hard
Niemand hier im Forum muss sich meine Meinung zueigen machen !! ( Aber ihr solltet es auf jeden Fall versuchen, hi, hi.....)

Hasi Bobele

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9

Mittwoch, 28. Juli 2010, 13:47

Ich werde mit meinem Vater umgehend darüber reden und ihm dem Rat dafür geben .
Mein Vater merkt aber denke ich auch jetzt selber , das es vión Tag zu Tag schlechter wird.
Damit hat er auch glaube ich nicht gerechnet .Meiner Meinung nach , dachte er , das er davon nichts mitbekommt .
Und das er dann irgendwann einfach stirbt .
Ich mochte ihn natürlich nicht darauf ansprechen .Ich habe mich immer mit seiner Schwester da rüber unterhalten .

Ich wollte mit meinem Bruder nur aussdrücken , das er sich jetzt überahupt nicht bei meinem Vater mal meldet .Das es ihn rein nur ums Erbe geht .Aber er vergisst , das da noch die Stiefmutter ist .Und da wird das Geld (wenn überhaupt noch was sein sollte, wenn mein Vater sterben sollte )doch für sie genommen wird.Und dann hat meine Stiefmutter noch zwei leibliche Kinder .
Ich bin da anders eingestellt .Für mich ist Geld unwichtig !Was bei meinen Geschwistern schon immer anders war.
Aber das ist auch eine andere Sache.
Dennoch danke ich erstmal ganz herzlich für die Antwort.
Es ist schön , wenn man auf diesem Wege Dinge erfährt und auch weiß wie man damit umzugehen hat .

Silke12

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Über mich: Ich schreib für meine Mutter Edith geboren am 1.4.1953.

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10

Mittwoch, 28. Juli 2010, 14:20

Lieber Hasi Bobele

Ja leider ist es ganz schlimm wenn alles nur aufs Materielle bezogen wird und das auch noch in der Familie!
Für mich und meine Mutter ist Gesundheit das Wichtigste alles andere ist Nebensache!

LG Silke aus Oberösterreich

Hasi Bobele

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11

Mittwoch, 28. Juli 2010, 14:24

Liebe Silke

da hast du so recht .
Danke dir !liebe grüße

Annemarie

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12

Mittwoch, 28. Juli 2010, 15:28

Hallo Hasi Bobele

Die Würde des Menschen steht an erster Stelle. Die größte Schwierigkeit liegt bei euch, wie ich das lese in der Wohnsituation. Geld ist zwar sehr wichtig, aber in eurer Situation erst einmal nebensächlich. Anhand der Schilderungen des Zustandes des Vaters sieht es wohl wirklich nicht sehr gut aus, ehr sehr sehr schlecht. Zur Wohnsituation kann ich euch wirklich nur empfehlen beide in ein Pflegeheim zu bringen, viele Pflegeheime haben Zimmer für Eheleute. Hier wäre erst einmal die Pflege von beiden gesichert und der Vater bracht sich keine Gedanken um seine Frau zu machen. Es besteht dann eine Betreuung für Tag-und Nacht, denn pflegebedürftig sind jetzt ja wohl beide. Für den Vater kann ich nur empfehlen sich mit der Hausärztin und dem Urologen über eine sehr umfangreiche Palliative Begleitung zu kümmern. In diesem Forum ist auch ein Thread über palliative Maßnahmen, an erster Stelle steht bei dem Vater die Schmerztherapie und die Beantragung einer Pflegestufe.
Nach der Schilderung des Zustandes des Vaters kommt hier wohl wirklich nur noch die Palliative Begleitung des Vaters in Frage.
Wenn alle beide in einem Pflegeheim in einem Zimmer wohnen können, werden auch beide noch die letzte Zeit gemeinsam in einem würdevollem Rahmen leben können.
Leider kann ich dir, nach deinen Schilderungen hier wirklich nur die doch schwierige Wahrheit schreiben.
Ganz wichtig ist erst einmal eine Pflegestufe für den Vater zu beantragen, entlastet die Finanzielle Situation erst einmal etwas, wenn das alles nicht ausreicht bitte mit dem für euch zuständigen Sozialamt auseinandersetzen.
Da ich selbst in einem Pflegeheim arbeite und genug Erfahrungen mit solchen schwierigen Situationen habe, hann ich euch diesen Schritt wirklich nur empfehlen. Auch eine Demenzerkrankung bedarf sehr viel pflegerischer und menschenwürdiger Betreuung.
Es tut mir wirklich sehr leid, hier nur die knallharte Wirklichkeit zu schreiben, es wäre die beste Lösung.
Ganz, ganz viel Kraft, fühl dich umarmt von Annemarie :sehr Traurig: :sehr Traurig: :streicheln: :streicheln:

Hasi Bobele

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13

Mittwoch, 28. Juli 2010, 15:43

liebe annemarie

vielleicht habe ich das falsch ausgedrückt , aber seit April dieses jahres leben sie in einem betreuten Wohnheim von der AWO.
Das heißt , dort ist auch zu jeder tages und nachzeit jemand vor ort .
Problem ist nur , das meine stiefmutter durch ihre demenz mehrmals nachts klingelt oder einfach nur aufstehen will .
Das sind jetzt die vielen extra kosten womit mein vater ja nun auch nicht gerechnet hatte .
Meine stiefmutter steht auch auf einer Warteliste , zwecks tagesklinik.
Aber das heißt auch , das mein Vater wieder dazu zahlen muss. Deshalb würde es nun nicht unbedingt in Betracht kommen .
Ich galube meinem Vater wäre es recht , wenn er einfach einschlafen würde , damit er endlich sorgenfrei ist .
das schlimme ist nur , das er nicht dumm ist und echt klar vom kopf ist .
Aber wenn das andere nicht wäre.Mein Vater war nie der jenige , der mal sagte das es ihm nicht gut geht .
das bewundere ich nun , jetzt sagt er es auch mal.
Ich werde meinem Vater in jedem Fall alles weitergeben was für ihn jetzt wichtig ist .
ich danke dir für die offenen ehrlichen worte . glg

Annemarie

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14

Mittwoch, 28. Juli 2010, 19:28

Hallo Hasi Bobele

Entschuldige, es ist auch möglich das ich dich nicht richtig verstanden habe, konnte in den Zeilen nur deine unendliche und natürlich auch verständlichen Sorgen und Ängste wahrnemen. Hier noch ein wichtiger Punkt den ihr in dem Wohnheim einmal ansprechen könnt ist die zusätzliche Betreuung durch einen Hospizdienst, dieser ist Ehrenamtlich und betreut Tumorkranke und auch pflegende Angehörige. Bitte erkundigt euch ob so ein Dienst nicht auch regelmäßig in das Wohnheim kommen kann, es hilft wirklich sehr, gerade weil dein Vater ja auch noch ganz klar im Kopf ist. Dieser Dienst spricht ganz in Ruhe über Tod und Sterben, bereitet Menschen in Ruhe auf den Weg in einere andere Welt vor, auch Angehörige bei der Begleitung schwer kranker Menschen.
Wenn es dir möglich ist, bitte setz doch trotzdem noch einmal die komplette !! Diagnostik des Vaters ins Netz. In diesem Forum sind viele Betroffene, wo die Diagnostik ähnlich schlecht war, es aber trotzdem manchmal noch Hoffnung auf eine wesentlich längere Lebenszeit und vor allen Dingen eine etwas bessere Lebensqualität bestand. Sorgen machen mir nur die schweren Herzkrankheiten, wie euch ja auch. Villeicht gibt es doch noch einen Funken Hoffnung etwas bessere Lebensqulität zu erhalten.
Noch einmal, ganz ganz viel Kraft und Stärke wünscht Dir Annemarie :sehr Traurig: :sehr Traurig: :streicheln: :streicheln:

hexe

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15

Donnerstag, 29. Juli 2010, 09:41

Liebe Hasi,

Deinen Vater adaequat zu behandeln - auch schmerztherapeutisch - ist bei seinen vielen Erkrankungen (Herzerkrankung, Diabetes, nur noch eine Niere) ungeheuer schwierig und erfordert unbedingt einen in Palliativmedizin erfahrenen Arzt. Der Hinweis von Annemarie auf einen Hospizdienst ist ganz wichtig; diese Dienste arbeiten fast immer sehr eng mit versierten Schmerztherapeuten zusammen. Das wird bei deinem Vater erforderlich sein, denn ein unbehandeltes Blasenkarzinom kann im Endstadium ausgesprochen quälend und schmerzhaft sein.

Hier ist absolut Handlungsbedarf gegeben

Liebe Grüße

Hexe :tanzen:
Geht nicht gibt`s nicht - also packen wir`s an! :)

Hasi Bobele

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16

Donnerstag, 29. Juli 2010, 12:42

liebe Hexe

Ich danke auch dir für deine Worte !
Werde mich mal im Internet schlau machen .Ich lebe wie gesagt 900 km entfernt von meinem Vater und versuche so gut es geht für ihn da zu sein .
liebe grüße

Hasi Bobele

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17

Freitag, 30. Juli 2010, 17:31

Muss ein Blutverdünner abgesetzt werden ?????

Ich komme noch mal zurück auf meinen Vater .
Hier im Forum habe ich gelesen , dass wenn man einen Blutverdünner nimmt , dass dieser abgesetzt werden muss.Ist das richtig .Aber wenn mein Vater den nehmen muss , weil er auch schon zwei Herzinfarkte hatte.
Seit über zwei Wochen hat starke Blutungen im Urin .Meine Frage , fördert der Blutverdünner die Blutungen .

Dann die Frage , warum gibt ihm seine Hausärztin nicht diese Informationen ??Sie weiß doch über seinen gesundheitszustand bescheid.
Und müsste er nicht mal an die Dialyse , irgendwann hat man doch kein Blut mehr .
jetzt spricht sie ihn da rauf an , das es ja zu innerlichen Vergiftungen kommen kann .
Wer kann mir ungefähr sagen wie schnell sich der gesundheitszustand meines Vaters verschlechtern wird.
Odre ist es bei jedem anders. Kann es sich auch noch lange hinziehen , das es ihm " so wie es ihm jetzt geht "weiter hin geht .
Das heißt mit den Blutungen .



ich hoffe , die die das jetzt lesen verstehen den zudammenhang .Zu meinem Thema was ich vor kurzem hier ins Forum schrieb .

rainer

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18

Freitag, 30. Juli 2010, 17:48

Blutverdünner fördert nicht,

sondern erleichert eine Blutung. Durch Blutverdünner werden bestimmte Stoffe die die Wunden schließen im Blut reduziert. Blutverdünner reduzieren die Blutgerinnung, machen das Blut eben dünner, somit kann es leichter fließen. Blutverdünner sollte man vor Operationen absetzen. Da Dein Vater sich nicht operieren lassen möchte oder es aus gesundheitlichen anderen Gründen nicht geht, kann er die verschriebenen Blutverdünner weiter einnehmen. Das Blut im Urin rührt vom Tumor her, ob mit oder ohne Blutverdünner, das Blut und die Stoffwechselprodukte des Tumors kommen raus.

Gruß rainer
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Hasi Bobele

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19

Freitag, 30. Juli 2010, 17:50

ok , dann weiß ich bescheid . dann habe ich das wohl falsch aufgenommen .Danke .
liebe grüße

Annemarie

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20

Freitag, 30. Juli 2010, 18:42

Liebe Hasi Bobele

Die Blutverdünner dürfen bei deinem Vater auf keinen Fall abgesetzt werden, sonst ist der nächste Herzinfarkt schon wieder vorprogrammiert. Thrombozytenaggregationshemmer,(Blutverdünner) müssen bei der Diagnostik deines Vater unbedingt gegeben werden, damit die Coronarien des Herzens wenigstenz noch einigermaßen gut durchblutet werden. Dieses Risiko eines Hinterwndinfarktes, schlimmste Situation eines Herzinfarktes wird kein Arzt übernehmen, gerade weil die linke Herzhälfte das Herz mit Sauerstoff versorgt, ist dies nicht mehr der Fall wird dein Vater sicherlich an einem solchen Hinterwandinfarkt versterben.
In einer guten Klinik sollte es doch heute möglich sein bei einer Spinalanästhesie auch gleichzeitig eine Dialyse und die Gabe von Sauerstoff zusätzlich zu gewährleisten.
Bitte setzt euch mit allen Ärzten noch einmal in Verbindung.
Weiterhin ganz, ganz liebe Grüße von Annemarie, fühl Dich gedrückt und umarmt.
:schmore in der Hölle: :sehr Traurig: :streicheln: :streicheln: