Linkeinträge von "AndreasW"

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  • mtgl0097




  • Es ist schwierig, dieses Krankenhaus zu bewerten, denn es gibt Licht und wo Licht ist, ist der Schatten auch nicht so weit entfernt. Als mangelhaft würde ich den Ablauf der Patientenaufnahme und der Voruntersuchungen beschreiben.
    Die Patientenaufnahme und Voruntersuchungen wurden einen Tag vor der stationären Aufnahme durchgeführt und erstreckten sich über 6 (sechs) Stunden. Hier ist also mehr als nur Geduld gefragt vorallem die Wartezeit in der Anästhesie - Beratung ist untragbar.
    Zur urologischen Station:
    Überwiegend handelt es sich dabei um Dreibett - Zimmer von ausreichender Größe und moderner Einrichtung und einem kostenfreien Fernseh (öffetl. rechtl. Fernsehprogramme - private Fernsehprogramme sind nicht kostenlos, aber günstig), W-Lan (1,50 €/Tag). Die Zimmer sind sauber und gepflegt. Aber das Bad etwas klein.
    Das Stationspersonal ist im allgemeinen recht umgänglich, wenn auch etwas überfordert mit der Patientenzahl. Dies merkt man auch den Stationsärzten an, diese stehen im Dauerstress und haben kaum eine ruhige Minute. Auch wird dort eine Hierachie gelebt, die ich selten so erlebt habe. Der Chefarzt sagt was zutun ist und alle anderen Ärzte folgen bedingungslos und trauen sich meiner Meinung nicht, eigene Entscheidungen zu treffen.
    So hätte mein Katheder schon am Samstag bzw. Sonntag - Morgen gezogen werden können, da der Urin fast vollkommen klar war - aber der Chefarzt hatte am Freitag nach der OP entschieden, der Katheder wird am Montag gezogen.
    Verpflegung:
    Das Essen kann man als wirklich sehr gut betrachten. Hier stimmt die Menge und auch die Qualität.
    Fallzahlen:
    Ca. 250 OP´s werden pro Jahr unter der Diagonse "Bösartige Neubildung: Harnblase" durchgeführt, für ein Krankenhaus dieser Größe eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, das die Charité in Berlin oder das Klinikum rechts der Isar zwischen 430 und 470 OP´s durchführen.


    Lage:


    Dies ist ein großer Pluspunkt dieser Klinik, inmitten der Dölauer Heide gelegen mit einem sehr schönen Park und reichlich grün.

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  • Fragen0035



  • AutorIn: S. F. Shariat, A. Maj-Hes, W. Loidl, K. Dorfinger • Stellungnahme • SU 03|2014 BCG • 28.11.2014


    Gemeinsame Stellungnahme der Universitätsklinik für Urologie, der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie und des Berufsverbandes der Österreichischen Urologen zur bestehenden BCG-Knappheit und zu Behandlungsalternativen.


    Die Behandlung des nichtinvasiven Harnblasenkarzinoms (NMIBC), das den Hauptanteil der Harnblasenkarzinomfälle stellt, gestaltet sich weiterhin schwierig. Bisherige Studien haben den klinischen Einsatz von Bacillus Calmette-Guérin (BCG) validiert, um eine Reduktion der Rezidiv- und Progressionsrate zu erreichen. Die übliche BCG-Therapie sieht wöchentliche Instillationen der Harnblase vor und wird von EAU, AUA und SIU empfohlen. Die Grad-I-Evidenz spricht für eine Erhaltungstherapie mit BCG über den 6-wöchigen Behandlungszyklus hinaus. Die empfohlene Erhaltungstherapie stützt sich auf das SWOG-Protokoll und sieht 3 Instillationen im wöchentlichen Abstand in den Monaten 3, 6, 12, 18, 24, 30 und 36 vor.


    1. Basierend auf den Ergebnissen der EORTC-(European Organization for the Research and Treatment of Cancer-)Studie 30911, werden durch die 3-wöchentliche BCG-Erhaltungstherapie selbst bei Patienten mit intermediärem Risiko die Metastasierungsrate und die allgemeine und krebsspezifische Mortalitätsrate, die bei diesen Patienten sogar höher als bei Hochrisikopatienten ausfällt, erheblich reduziert.


    Gründe für die BCG-Knappheit


    Im Juli 2012 kündigte Sanofi Pasteur an, die Produktion von ImmuCyst® (dem Connaught-Stamm von BCG) einzustellen, nachdem die Inspektoren nach einem Hochwasser auf Schimmel in der sterilen Produktionsanlage von Toronto gestoßen waren. Dies führte zu einer massiven weltweiten Knappheit von BCG, wobei auch andere Produzenten dem steigenden Bedarf nicht mehr nachkommen konnten. Auch wenn sich das Problem langsam zu lösen schien, hat MSD, der Hersteller und mittlerweile Marktführer von OncoTICE® (dem TICE-Stamm von BCG) angekündigt, dass erheblich reduzierte Lieferungen von OncoTICE® für das gesamte Jahr 2015 zu erwarten sind, zum einen bedingt durch den größeren Bedarf und zum anderen aufgrund von Produktionsproblemen. Schließlich wurde auch die Produktion des RIVM-BCG-Stammes von Medac vorübergehend eingestellt. Die laufenden Herstellungsprobleme spiegeln die großen Schwierigkeiten in der Produktion von BCG wider. Seit der Beschreibung des Fermentationsprozesses von Calmette und Guérin im Jahr 1921 hat sich das Wissen in den letzten nahezu 100 Jahren kaum geändert und ist höchst unzuverlässig1. Angesichts all dessen ist die aktuelle BCG-Knappheit für die Behandlung des Blasenkarzinoms nicht allzu überraschend und wird auch in Zukunft ein Problem darstellen.


    BCG für jene Patienten reservieren, die am meisten davon profitieren


    In der Zwischenzeit schlagen wir vor, für Patienten mit niedrigem Risiko eine intravesikale Chemotherapie als Alternative einzusetzen und jenen Patienten den BCG-Vorzug zu geben, die am meisten von der Therapie profitieren (z. B. „High grade“-NMIBC ohne vorheriges BCG-Versagen). Dazu sollten zuallererst die Patienten mit Hochrisiko-NMIBC in einem multidisziplinären onkologischen Board für Blasenkrebs besprochen werden. Die Wichtigkeit von wiederholten transurethralen Resektionen (TUR) innerhalb einer selektionierten Patientenpopulation darf nicht unterschätzt werden. Ein „Upstaging“ vomnichtmuskelinvasiven zum muskelinvasiven Status wurde nach wiederholter TUR bei 24–29 % der Fälle berichtet


    2. Eine Re-TUR bringt Aufschluss darüber, welche Patienten (sowohl mit muskelinvasivem Harnblasenkarzinom als auch mit Hochrisiko-NMIBC) von einer radikalen Zystektomie mehr als von intravesikalen Therapien profitieren würden. Die Krebshistologie kann auch Aufschluss über die Patientenselektion für BCG geben. Pathologische Hochrisikomerkmale sind die lymphovaskuläre Invasion und die Tiefe der Lamina-propria-Invasion. Viele Experten warnen vor der Verwendung von BCG bei nichturothelialer Histologie (inklusive Plattenepitheldifferenzierung, glandulärer Differenzierung, Nested-Variante und mikropapillärer Variante), da schlechtere progressionsfreie Intervalle nach BCG berichtet wurden.


    3. Trotz der Anwendung mehrerer für die BCG-Therapie gebräuchlicher Selektionskriterien sehen sich die Urologen dem Umstand gegenüber, BCG nicht zur Verfügung zu haben. Zusätzlich kann die BCG-Erhaltungstherapie nach einem Jahr gestoppt werden. Die Patienten im 2. und 3. Jahr der Erhaltungstherapie ohne Carcinoma in situ können sicher sein, dass dies in Bezug auf das Fortschreiten der Tumorerkrankung der Fall ist4, obwohl ein leicht erhöhtes Risiko eines Rezidivs besteht.


    Patienten mit CIS kann eine reduzierte Dosis von BCG im 2. und 3. Jahr angeboten werden. Eine Option wäre es, reduzierte BCG-Dosen zu verabreichen. Oddens et al. haben herausgefunden, dass eine Dritteldosis für 3 Jahre einer vollen Dosis für 1 Jahr zumindest statistisch nicht wesentlich nachsteht (rezidivfreies Überleben bei 62,6 % mit einer Dritteldosis im Vergleich zu 58,8 % mit einer vollen Dosis)


    4. Dieses Vorgehen würde ein Jahr lang die Behandlung der dreifachen Anzahl an Patienten zulassen, ohne dabei das Risiko eines Schadens einzugehen, solange nur die Dritteldosisbehandlung im Anschluss auch weiter fortgesetzt werden kann. Zudem kann Interferon alpha hinzugefügt werden, um die Zyto-kinantwort zu „boosten“, sofern Bedenken zur immunologischen Effektivität des niedrig dosierten BCG bestehen.


    Welche Alternativen zu BCG sind möglich?


    1. Wöchentliche Mitomycin-C-Instillationen (40 mg/20 ml normaler Kochsalzlösung) über 6 Wochen, gefolgt von einer monatlichen Erhaltungstherapie über ein Jahr, sind eine Option.


    2. Hochrisiko-NMIBC-Patienten mit T1 oder CIS konnte eine intravesikale Chemotherapie mit gerätegestützter Therapie und einer Thermotherapie, wie z. B. Synergo® angeboten werden5. Wenn diese Option vor Ort nicht gegeben ist, sollte der Patient in das nächstgelegene Zentrum überwiesen werden, wo die entsprechende Therapie zur Verfügung steht.


    3. Gemcitabin (1 bis 2 g/50 ml sterilem Wasser für 90 Minuten) über 6 Wochen einmal wöchentlich intravesikal verabreicht ist eine weitere Alternative. Gemcitabin wird oftmals der Gabe von Mitomycin C vorgezogen, da es weniger toxisch ist und bei hochgradigen Tumoren besser wirken soll. Außerdem kann der durch die Säurewirkung entstehenden Blasenirritation bei Gemcitabin mittels Einnahme von 1.300 mg Natriumbikarbonat am Abend zuvor und am Morgen desselben Tages entgegengesteuert werden. Einige Studien haben diesen Induktionskurs mit monatlicher Erhaltungstherapie verfolgt, wobei das bisher zumeist für die Fälle nach BCG-Versagen vorbehalten war.


    4. Valrubicin wurde für Carcinomata in situ in den USA zugelassen. Allerdings sind die Daten zur Wirkung nicht aufschlussreich, und die Behandlung verursacht außerdem beträchtliche Kosten.


    5. Für jene Fälle mit höherem Risiko oder BCG-Versagen, die für eine radikale Zystektomie nicht infrage kommen, empfehlen wir die sequenzielle intravesikale Instillation von Gemcitabin (1 g/50 ml steriles Wasser), plus Mitomycin (40 mg/20 ml steriles Wasser) mit einer Verweildauer von 60–90 Minuten. Im Falle einer kompletten Remission empfehlen wir eine monatliche Erhaltungstherapie. Präliminare publizierte Studien zeigen hohe Ansprechraten, die nach 2 Jahren noch anhielten7. Wir haben auch mit einer Kombination aus intravesikalem Gemcitabin und Docetaxel behandelt, was besser vertragen wird als eine Kombination aus Gemcitabin und Mitomycin. Diese Medikamentenzusammensetzung steht auch mit gut akzeptablen Salvage-Raten nach Versagen von BCG-Therapie oder anderen intravesikalen Medikamenten in Zusammenhang. Lightfoot et al. berichteten über initiale Ansprechraten von 75 %, wobei die Hälfte dieser Patienten ein anhaltendes Ansprechen über 2 Jahre verzeichneten. Das Protokoll sieht eine intravesikale Verabreichung von Gemcitabin (1 g/50 ml steriles Wasser) über 90 Minuten vor. Unmittelbar nach der Blasendrainage wird Docetaxel intravesikal verabreicht (37,5 mg in 50 ml steriler Kochsalzlösung). Anschließend wird der Foley-Katheter entfernt, und der Patient uriniert ungefähr 2 Stunden später. Die Induktionstherapie inkludiert 6-wöchentliche Instillationen, gefolgt von einer monatlichen Erhaltungstherapie über 2 Jahre. Der geringen, durch die Säurewirkung von Gemcitabin verursachten Toxizität der Blasenirritation kann durch das oben erwähnte Schema entgegengewirkt werden. Andere Nebenwirkungen können Übelkeit und (selten) Alopezie sein; diese Nebenwirkungen sind aber reversibel


    6. Die radikale Zystektomie wird für Patienten mit NMIBC und Hochrisikomerkmalen (z. B. tiefem T1, den Histologievarianten, lymphovaskulärem Einbruch, T1/„high grade“ mit CIS in der prostatischen Harnröhre) und/oder einem „High grade“-T1-Rezidiv empfohlen, welche für einen chirurgischen Eingriff geeignet sind. Diese Vorgehensweise führt zu den besten onkologischen Ergebnissen und ist mit verlängertem Überleben bei über 90 % der Patienten assoziiert3, 6. AUA, EAU und SIU empfehlen die radikale Zystektomie als die bevorzugte Option für Patienten nach BCG-Versagen, wobei die nächstbesten blasenerhaltenden Therapien nur einen geringen Evidenzlevel aufweisen können.



    Der derzeitige BCG-Lieferengpass spiegelt ein allgemeines Problem mit der pharmazeutischen Industrie wider, welche die Versorgung mit solchen Substanzen nur mangelhaft unterstützt. Wir müssen auf diese komplexen Herausforderungen vorbereitet sein, die in der Zukunft häufiger auftreten werden. Darüber hinaus sind weitere vergleichende Effektivitätsstudien erforderlich, welche die Angemessenheit der Therapien verifizieren können.


    Im Anhang findet Ihr das Orginaldokument, welches mir von Rainer zur Verfügung gestellt wurde.
    Wir empfehlen jedem, von diesem wohl auch 2015 noch andauernden Lieferproblem, das Dokument auszudrucken und mit dem behandelnden Urologen darüber zu sprechen.


    Update:
    Ich habe das Sonderheft zu diesem Thema als PDF - Datei erhalten - sodass Eure Urologen dann auch nachvollziehen können, wieso und warum es zu dieser Stellungnahme gekommen ist.



    BCG1.pdf


    BCG2.pdf

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  • mtgl0085




  • Das Rehazentrum Oberharz wurde im Jahr 2011 neu eröffnet und die bis dahin getrennten Häuser der onkologischen und psychosomatischen Rehaklinik in ein gesamtes Haus zusammen geführt. Die Klinik verfügt über 280 Betten (alles Einzelzimmer). Davon entfallen ca. 160 Betten auf Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen und die restlichen 120 Betten für den onkologischen Bereich.
    Die Patienten der onkologischen Reha werden ausschliesslich in der ersten bzw. zweiten Etage untergebracht.
    Um sich ein genaues Bild von der Rehaklinik machen zu können, habe ich in der Galerie einige Bilder vom Zimmer, Eingangsbereich usw. hoch geladen.


    Anreise:
    Am besten reist man mit dem Auto an, es gibt auf dem Gelände zahlreiche Parkplätze für die Patienten, wobei diese aber nicht bewacht sind und es häufig zu Kennzeichendiebstahl kommt.


    Anreise per Bahn:
    Von Göttingen bzw. Hildesheim kommt man gut mit der Regionalbahn nach Goslar, von dort wird man dann mit dem Reha-Bus (ein VW T5) abgeholt, die Fahrzeit beträgt von Goslar nach Clausthal-Zellerfeld ca. 25 Minuten.


    Meine Empfehlung geht aber in Richtung Anreise mit eigenem PKW, da man dann am Wochenende die Möglichkeit hat den gesamten Harz zu erkunden. Tagesausflüge am Samstag oder Sonntag sind somit zum Brocken, Wernigerode, Quedlinburg, Braunlage usw. recht mühelos möglich.


    Lage:


    Die Rehaklinik befindet sich ausserhalb von Clausthal-Zellerfeld in einem Waldnahem niemandsland. Zu Fuß geht man ca. 20 Minuten bis zum Ortseingang, dieser Weg wird auch Wodka - Allee genannt, da man sehr sehr häufig hinter den Bäumen leere und auch volle Wodkaflaschen findet. Warum das so ist, darauf gehe ich später ein.
    Diese Abgelegenheit hat Vor - und Nachteile, wer Ruhe und Entspannung sucht, gern spazieren geht und Waldluft mag, dem wird die Lage gefallen, wer aber auch etwas Aktion sucht, wird sich schnell langweilen.


    Neu Angekommen - Was passiert dann:


    Neu in der Rehaklinik angekommen meldet man sich beim Empfang, dort bekommt man einige Unterlagen, die Fernbedienung für den Fernseh und den elektronischen Zimmerschlüssel und es geht dann auch schon los Richtung Zimmer, wo man noch gerade noch die Zeit hat sein Gepäck abzustellen bevor es heißt "melden Sie sich im Stations-Schwestern-Zimmer - dort bekommt man dann eine kleiner Erläuterung und einen Ablaufplan für die ersten 2 Tage. Nach dem Mittagessen stehen dann auch schon die ersten Untersuchungen an, macht Euch aber keine Hoffnungen darauf, das diese übermässig Gründlich erfolgen.
    Mit Glück hat man dann am Nachmittag die Möglichkeit die Koffer auszupacken um sie für die nächsten 3 Wochen einzurichten.


    Zimmer:


    Die Zimmer entsprechen gutem Hotelstandard, die Möbel und Farben sind aufeinander angestimmt und mit einem Flat - TV ausgestattet. Das Bad kann man schon fast als riesig bezeichnen und ist Rolli - geeignet.
    Im Zimmer befindet sich ein Rauchmelder der auch partikel mißt, die z.B. beim verwenden von Haarspray auftreten - sodass es da auch schon zu zahlreichen Fehlalarmen gekommen ist. Also sollte man beim benutzen von Haarspray das im Bad tun und dabei auch die Badezimmertür schliessen, denn ein Fehlalarm kann sehr teuer werden (ca. 925 Euro).


    Verpflegung:


    Das Klinik - Restaurant ist auch etwas kritikwürdig. Da der Spreisesaal nicht groß genug ist um allen Patienten einen Platz zu bieten, gibt es Essenszeiten aufgeteilt in zwei Gruppen. Somit kann es auch an Wochenenden passieren, das man schon 7 Uhr zum Frühstück eingeteilt ist. Gerade am Sonntag, wenn keine Therapien geplant sind, fand ich dies für störend.
    Zum Frühstück gibt es jeden Tag verschiedene Brötchen + Brot - Sorten, Aufschnitt, Käse und verschiedene Portionspäckchen Konfitüre, Honig usw.


    Zum Mittag stehen von Mo. - Fr. drei unterschiedliche Gerichte zur Auswahl (ein Bild von einem wöchentlichen Speiseplan ist ebenfalls in der Galerie zu finden). Die Qualität der Speisen geht in Ordnung - wobei wirklich frisch wird nicht gekocht - überwiegend verwendet man dort TK - Produkte, sodass der allzeit beliebte Brokkoli sehr deutlich an Farbe bei der Zubereitung verloren hat.


    Das Abendessen, hier gibt es äusserst selten eine Abwechslung, Standard - Wurst + Käse die jeden Tag aufgetischt werden und die 4 oder 5 Brotsorten sorgen da auch für keinerlei Abwechslung.


    Therapien:


    Hier gibt es Licht und Schattenseiten. Das Physikalische Therapieangebot kann man als recht gut bezeichnen. Ein modernes und gut ausgestattetes Fitnesstudio, ein sehr gutes Hallenbad, eine großzügige Sauna sowie eine große Turnhalle bieten zahlreiche Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung.
    Working, Nordic Working, Atemtherapie usw. werden ebenfalls Angeboten und finden in der Regel draussen auf dem Klinikgelände statt.
    Die Entspannungstherapie ist eine meiner Kritikpunkte, hier zeigt man sich äusserst unflexibel, diese Therapie wird nur im sitzen angeboten, liegend ist das nicht vorgesehen - deshalb habe ich diese Therapie nur einmal besucht.
    Bäderabteilung - kann man als nicht mehr vorhanden bezeichnen. Die Edelstahlbadewannen wurden ausgebaut und ebenfalls die Kneiptherapie mit dem Wassertreten nicht mehr angeboten.
    Hervorheben kann man auch das Beckenbodentraining welches angeboten wird.


    Freizeitgestaltung:


    jeden Dienstag - Schmuck basteln, hier erfolgt eine Anmeldung über die Cafeteria. Leider ist der Schmuck den man selbst bastelt dann auch recht teuer. Eine Halskette kann dann schonmal ca. 80 Euro kosten.
    Mittwoch: Kinoabend
    Sonntags fährt ein Bus ab dem Klinikgelände nach Braunlage (Kosten ca. 14 Euro)
    Auf ehrenamtlicher Basis bietet ein Förster geführte Wanderungen an.
    Ab und an wird auch ein Liederabend angeboten, wo ein Liedermacher seine eigenen Lieder singt und vorstellt.


    Mehr kann man zu der Freizeitgestaltung nicht sagen.


    zur Cafeteria:


    Die Cafeteria ist ein kleiner Lichtblick im Rehazentrum Oberharz. Von Sonntag bis Freitag ist sie von 08:00 bis 19:00 Uhr geöffnet und Samstags von 09:00 - 17:00 Uhr.
    Täglich gibt es 2 - 3 unterschiedliche Sorten Kuchen und Torten zur Auswahl.


    Preise:
    Kuchen / Torten: zw. 2,00 und 2,30 Euro
    Kaffee / Kaffee crema: 1,70 Euro
    Cappuccino: 2,00 Euro
    verschiedene Tees: 1,60 Euro
    Zeitungen: Neben der Bild, gibt es noch folgende Tageszeitungen: Mopo (Hamburg), Berliner + Goslarer


    Internet:


    Im Bereich der Cafeteria gibt es zwei Computer mit denen man über den Telekom - Hot-Spot - Tarif ins Internet gehen kann. Ebenso gibt es nur im Bereich der Cafeteria die Möglichkeit über W-Lan ins Internet zu gehen. Wer kein Kunde der Telekom ist, dann am Empfang der Rehaklinik einen Hotspot - Tarif kaufen (z.b. für 30 Tage).
    In den Zimmern ist kein WLan - Empfang möglich und auch nicht vorgesehen, weiterhin ist der Handyempfang im gesamten Gebäude ehr garnicht möglich - nur an den Fenstern in den Zimmern hat man 2 - 3 Balken - sobald man aber ein oder zwei Schritte in das Zimmer geht - ist der Empfang schon wieder weg.


    Fazit:


    Die Rehaklinik liegt in einer landschaftlich reizvollen Umgebung und auch der moderne Charakter der Klinik kommt gut an. Leider sind eine vielzahl der Ärzte mit ihrer Arbeit dort so unzufrieden, das man das als Patient merkt. Masse statt Klasse, so könnte man es beschreiben wie dort mit Patienten handiert wird.
    Die Stationsschwestern haben keinen leichten Job, versuchen aber immer zu helfen und sind überwiegend freundlich.
    Die Klinikverwaltung, hier habe ich den Eindruck, das man alles nur unter dem Kostenaspekt betrachtet. Für einen Patienten bekommt man eben nur 134,00 Euro pro Tag und die müssen für alles ausreichen (Unterbringung, Verpflegung und Therapien etc.).


    Nun zu der Wodka-Allee:


    Auf dem gesamten Klinikgelände gilt Alkoholverbot und merklich unter Alkohol angetroffene Personen werden meißt sofort (also am nächsten Tag) nach Hause geschickt. Die ersten Tage habe ich mich darüber gewundert, das es eben dieses Alkoholverbot gibt - aber da es sich eben auch um eine Klinik mit einem Psychosomatischen Bereich handelt und dort teilweise Patinenten sind die Antidepressiva bekommen, macht das grundsätzliche Alkoholverbot auf dem Klinikgelände sinn.
    Ebenso werden Patienten entlassen, wenn diese merklich unter Alkoholeinfluss auf dem Klinikgelände angetroffen werden!!!


    Deshalb verstecken einige Patienten ihren Alkoholvorrat eben an der Strasse zw. der Rehaklinik und Clausthal - Zellerfeld hinter oder an Bäumen. Da Wodka die Eigenschaft hat das man kaum nach Alkohol riecht kommt daher auch der Name "Wodka - Allee".


    Soweit erstmal die Info zu der Rehaklinik Oberharz.
    Bilder von mir, die ich in der Rehaklinik gemacht habe findet ihr unter:
    http://www.forum-blasenkrebs.n…lbumExtended/58/?pageNo=1