Immunonkologie: Krebs mit Immuntherapie bekämpfen

Prof. Alfred Zippelius, Stv. Chefarzt Onkologie, Leiter Labor Tumorimmunologie:

«Lange Zeit war die Rolle des Immunsystems im Kampf gegen den Krebs unklar. Viele Jahre dachte man sogar, dass es überhaupt keine grosse Rolle spielt. Heute spricht der Erfolg der Immuntherapie stark dafür, dass das Immunsystem bei der Behandlung von Krebs sehr wichtig ist.

Zur onkologischen Behandlung von Krebs gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise die Chemotherapie. Im Gegensatz zu solchen Behandlungen zielt die Immuntherapie jedoch nicht auf die Tumorzellen ab. Sie aktiviert das Immunsystem – welches dann Tumorzellen abtötet.

Die Immuntherapie ist besser verträglich als eine Chemotherapie. Nebenwirkungen, darunter auch Autoimmunerkrankungen, können heute gut behandelt werden.

Erfreulich ist, dass wir mittlerweile Patienten mit der Immuntherapie heilen können, bzw. den Tumor langfristig zurückdrängen können. Grundsätzlich können alle Patienten von einer Immuntherapie profitieren. Es gibt jedoch bestimmte Tumore, die derzeit besser darauf ansprechen als andere. Genau das ist Gegenstand der Forschung – wir arbeiten daran, das Ansprechen auf die Immuntherapie in den nächsten Jahren weiter zu verbessern.»

Peter Flückiger, Patient:

«Ich habe vor ca. einem Jahr von der Immuntherapie erfahren. Die Chemotherapie wirkte bei mir nicht mehr, deshalb versuchte ich es mit der Immuntherapie. Ich spreche sehr gut darauf an und habe praktisch keine Nebenwirkungen. Einige Metastasen sind zurückgegangen, teilweise sogar verschwunden. Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht und bin sehr dankbar für die Immuntherapie.»