Vitamin B12

B12-Mangel: Ein Zivilisationsproblem mit weitläufigen Folgen.

Ein Vitamin B12-Mangel bleibt oft jahrelang unentdeckt. Starke Symptome treten erst auf, wennbereits 90--95 % der Körperspeicher von Vitamin B12 abgebaut sind. Das heißt, das in der Leber gespeicherte Vitamin B12 muss bereits über Jahrzehnte auf 5--10% reduziert sein, bevor klinische Ausfallerscheinungen auftreten. Bis dahin schlägt sich der Patient oft mit diffusen Symptomen herum, die einfach und effektiv behandelt werden könnten, wenn nur frühzeitig an die Einnahme von Vitamin B12 gedacht würde.


Folgende Beschwerden können Symptome eines

Vitamin-B12-Mangel sein:

• Erschöpfung, Müdigkeit

• Leistungsabfall, Antriebsverlust, Aphthen im Mund (kleine, wunde Stellen in der Mundschleimhaut)

• Taubheit, Kribbeln, Zungen- und Fußbrennen bis hin zu Neuropathie (Ameisenlaufen und Prickeln in den Extremitäten)

• Stärkeres Kälteempfinden, leichtes Frieren

• Konzentrations- und Gedächtnisstörungen bis hin zu schizoiden oder depressiven Symptomen

• Muskelschwäche, Muskelzuckungen

• Gangunsicherheit, Koordinationsstörungen

• Schlafstörungen

• Geruch- und Geschmacksverlust

• Erhöhtes Stressempfinden, (Dauerstress, nitrosativer Stress) Reizbarkeit

• Entzündungen der Zellwände im Verdauungssystem, einhergehend mit

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Darmkrämpfen

• Störungen der Fruchtbarkeit und Impotenz

Dies sind nur einige Beispiele für Symptome eines Vitamin B12-Mangels. Die Aufgaben von Vitamin B12

Vitamin B12 hat eine Vielzahl unterschiedlichster Aufgaben im Organismus:

Energieproduktion: Vitamin B12 spielt eine wichtige Rolle im Zyklus von ATP und somit bei der körpereigenen Energieproduktion Blutbildung: bei Mangel kann es u.a. zu Anämie kommen, dem wohl bekanntesten Mangelsymptom.

Für die Blutbildung im Knochenmark ist Vitamin B12 unabdingbar. Fehlt Cobalamin, sind die roten und weißen Blutkörperchen geschädigt und die Blutplättchen (Thrombozyten, die für die Blutgerinnung verantwortlich sind) vermindert. Das Knochenmark kann nicht normal arbeiten, und die roten Blutkörperchen lösen sich leicht auf (Hämolyse). Blass gelbliche Haut, Herzbeschwerden und Zungenbrennen sind die äußeren Zeichen Citratzyklus - insbesondere Aminosäure- und Fettsäure Stoffwechsel: bei Mangel kann es zum unvollständigen Abbau bestimmter Fett- und Aminosäuren und zur Entstehung pathologischer Fettsäuren kommen Synthese von DNS, Zellentwicklung, Zellteilung, Wundheilung Nervenzellen: B12 ist an der Synthese von Myelin, der Schutzschicht für Nervenstränge, Rückenmark und Hirn beteiligt. Besonders wichtig bei Multipler Sklerose!

Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisschutz: Gerade bei neurodegenerativen Erkrankungen, wie Parkinson oder Alzheimer und bei Hyperaktivität und Gedächtnisproblemen spielt B12 eine enorm wichtige Rolle!

Folsäure-Stoffwechsel: Ein Mangel an Vitamin B12 geht meist auch mit einem Folsäure-Mangel einher Antioxidatives Schutzsystem: Vitamin B12 wirkt antioxidativ und spielt eine Rolle bei der Eliminierung der „freien Radikale" Nitrosativer Stress: Bei der Stickoxid (NO)-Synthese wird Vitamin B12 benötigt Homocystein: Vitamin B12 ist am Recycling von Homocystein zu Methionin beteiligt

FAZIT: Ein Mangel an Vitamin B12 ist weiter verbreitet als bisher angenommen, die Behandlung ist einfach und kostengünstig, frühzeitige Substitution verringert ernsthafte Erkrankungen und irreversible Symptome, nachweisen lässt sich ein B12-Mangel einfach und schnell über den Urin und nicht über das Blut, die empfohlene tägliche Zufuhr liegt deutlich unter der tatsächlich benötigten Menge an Vitamin B12, Überdosierungen sind unbekannt.