REHA abgelehnt

  • Der Sachverhalt:


    Am 23.2.2011 habe ich eine NEOblase erhalten und nach der Entlassung aus dem Krankenhaus am 6. April bis 4. Mai 2011 meine AHB in Badenweiler genießen dürfen. Der Antrag auf die AHB wurde vom KH gestellt.
    Nach meiner Chemotherapie von Januar 2012 bis April 2012 habe ich einen Antrag gestellt und vom 2. Mai bis zum 23. Mai 2012 wieder die Tage in Badenweiler verbracht. Erst später, stellte sich heraus das dies ebenfalls eine AHB ist und keine REHA-Maßnahme.


    Nun wurde mein Antrag auf eine REHA-Maßnahme mit folgender Begründung abgelehnt:


    Leistungen zur onkologischen Rehabilitation werden grundsätzlich bis zum Ablauf eines Jahres nach beendeter Primärbehandlung erbracht, wenn eine Notwendigkeit hierzu besteht.


    Nach dem hier vorliegenden Unterlagen und unter Berücksichtigung des Entlassungsberichtes der erst kürzlich durchgeführten Leistungen zur onkologischen Rehabilitation ergeben sich keine medizinischen Gründe für eine weitere Leistung innerhalb der Jahresfrist.


    Ich nehmean, das die Rentenversicherung Bund meine zweite AHB als Reha-Maßnahme führen.


    Was kann ich Unternehmen um meine mir zustehende REHA zu bekommen?


    Viele Grüße


    Dieter

  • Hallo Dieter,


    was ich unterstützend beitragen kann ist folgendes:


    1. Wenn es sich um einen ablehnenden Bescheid handelt (erkennst Du daran das ganz unten steht: "Gegen diesen Bescheid konnen Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen...."), dann solltest Du dies tun, damit das Verfahren weiter offen ist. Das heißt vor Ablauf der Frist, gerechnet ab Zugang bei Dir am besten per Einwurfeinschreiben an die im Rechtsbehelf genannte Anschrift. Es genügt zu schreiben, das Du gegen den bescheid vom..... Widerspruch einlegst und eine Begründung nachreichst. Unterschreiben und absenden.


    2. Wenn Du in der Gewerkschaft bist, eine Rechtschutzversicherung mit Sozialrechtschutz hast oder Mitglied im VdK bist, kannst Du Dich von Experten dort beraten lassen und die Angelegenheit von dort aus erledigen lassen.


    In der Sache selbst bin ich leider nicht firm....


    Gruß


    Frank

  • Hallo, Schwazz!
    Nach der OP 2005 und anschließender Chemo habe ich
    4 Wochen AHB in Boltenhagen (2006 ) mehr oder weniger genossen.
    Erst nach Klage vor dem Sozialgericht wurde mir 2011 eine
    Reha in Bad Zwischenahn bewilligt.
    Warum es bei Dir so durchging ??????????????
    Demnächst werde ich wieder einen Antrag stellen.
    Mal schauen was passiert.
    Gruß aus der Heide
    Löwe

    Positiv denkend und lebenslustig nach - Radikaler Zystektomie mit Anlage eines Nabelpouches am 17.11.2005.

  • Ich lass mich mal überraschen. Im Februar 2010 wurde bei mir die Zystektomie durchgeführt. Termin zur AHB war Anfang April 2010. Dann kamen die Onkologen ins Spiel und verpaßten mir eine Chemotherapie bis Juli 2010. Wegen des anstehenden Umzugs habe ich keine AHB in anspruch genommen. Zurück in NRW ging es relativ schnell wieder an die Arbeit. Jetzt habe ich einen Antrag auf eine REHA gestellt. Mal abwarten was nun kommt. Insbesondere, weil ich die Frage nach der beabsichtigen Antragstellung zur Altersrente in den nächsten sechs Monaten bejaht habe. Kann ja sein, dass es für Menschen die nicht mehr lange im aktiven Berufsleben verweilen diese Maßnahmen nicht gewährt werden. Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass die Erkrankten ihre Hilfen bekommen sollen; aber bitte mit Augenmaß.



    wolfgangm

    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Hallo Dieter,


    mal eine bescheidene Anfrage, bist Du jetzt schon Rentner? Wenn ja, dann ist der Rentenversicherungsträger für eine Reha eigentlich nicht mehr zuständig. Rentner müssen ihre Reha/Kur bei der Krankenkasse beantragen, so habe ich es in verschiedenen Beiträgen im Internet herausgelesen. Hier wäre ja das Hauptziel die Wiedererlangung der Gesundheit und nicht mehr der Arbeitsfähigkeit.


    Deine Reha nach der Chemo in 2012 zählt zu einer Onkologischen Rehabilitation und ist auch eine AHB.


    LG Budderblume

    Der Mensch verzweifelt leicht, aber im Hoffen ist er doch noch größer. (Theodor Fontane)

  • Also ich habe beide male eine Reha abgelehnt, einmal nach RCT und einmal nach Cyberknife. Ich wollte nichts mehr wissen von Krankheit etc. Ich hab ja auch monatelang stationär verbracht und war so froh mir in meinem eigenen zu Hause zu sein. Ich kann aber gut verstehen, wenn jemand mit einer Neoblase in eine AHB geht um das ganze System zu erlernen und andere zu treffen um sich auszutauschen.
    Nach einer Chemo ist es für viele auch von Vorteil sich aufzupäppeln.
    Manche Menschen haben wenig Geld und für die ist so ein "All Inclusive Urlaub" auf Krankenschein natürlich sehr verlockend. Andere trauen sich nicht ohne medizinische Überwachung alleine in Urlaub, da ist so eine Reha doch sehr hilfreich, wenn was ist sind Fachleute sofort in der Nähe. Ich erlaube mir kein Urteil über was wem zusteht. Ich finde diese Krankheit so schrecklich, dass ich jedem der davon betroffen ist eigentlich alles gönne, was ihm irgendwie hilft und gut tut. Problematisch wirds nur dann, wenn das Geld irgendwann wieder knapp wird bei den Kassen und am falschen Ende gespart wird, z.B. bei Diagnostik und Früherkennung. Würde man den NMP22 oder den sehr teuren aber sehr genauen DiaPat BC Test in der Früherkennung kostenlos einsetzen, dann könnten vielleicht viele Blasenkrebs Erkrankungen rechtzeitig erkannt und geheilt werden. Aber ich hab zu wenig Ahnung um mir auch darüber eine kompetente Meinung zu bilden. Alles wilde Spekulationen :-)

    05/2010 Harnblasenkarzinom mit Infiltration der prostatischen Harnröhre: Pt2b, G3-4, L1. 09-10/2010 Radiochemotherapie, 02/2011 Lungenmetastase, 05/2011 Cyberknife Therapie

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