Geschichte meiner Mama, wir haben große Angst

  • Hallo,
    meine Mama weiß seit letzter Woche dass sie Blasenkrebs hat. Wir haben in den letzten Wochen immer wieder alles versucht um es herauszufinden, d.h. wir waren bei vielen Ärzten, beim Urologen zweimal und der hat auch nichts gefunden. Nun kam der Befund, meien Mama hat einen 5cm großen Tumor pt2/g3. Die Blase muss raus. Nächste Woche.
    Suche hier Trost und Aufmunterung. Morgen wird gesagt, ob es Metastasen gibt. Was kommt noch auf meine Mama dann alles zu? Ich wäre euch dankbar für alles, was ihr wisst. Wir sind total überfordert.

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  • Erstmal trotz der nicht so schönen Umstände ein Willkommen bei uns im Forum.


    Bei einem Tumor pt2 G3 gibt es zwei Behandlungsmöglichkeiten


    1. die Radiochemotherapie, welche auch hier im Forum recht kontrovers disskutiert wird. Diese Behandlungsform erfordert eine recht gute körperliche Verfassung, ist von den Nebenwirkungen nicht gerade einfach zu "ertragen" und ist ein längerer Prozess, der dann durchgestanden werden muss.


    2. die radikale Blasenentfernung, hier kommt es auch mit darauf an, welche Urinableitung letztlich gewählt werden kann. Die OP wird zwischen 4 und 7 Stunden liegen, dabei werden neben der Blase auch die Gebärmutter, die Eierstöcke und Eileiter sowie umliegende Lymphknoten entfernt.
    Die entnommenen Lymphknoten werden dann nochmals histologisch untersucht werden, sollten Lymphknoten ebenfalls befallen sein, so ist im Anschlus an die OP noch eine Chemo angesagt.

    22.06.2012 erste [lexicon='TUR-B'][/lexicon] apfelgrosser [lexicon='Tumor'][/lexicon] wurde soweit wie sichtbar entfernt
    03.07.2012 Tumorklassifikation:
    ICD-0: C67 M8130/21 G1 pTa pNx pMx l0 v0 Rx
    22.10.2012 zweite [lexicon='TUR-B'][/lexicon], diesmal ohne Befund
    16.12.2013 dritte [lexicon='TUR-B'][/lexicon], 5 rezidive wurden entfernt. high grad (rpTa)
    24.06.2016 vierte [lexicon='TUR-B'][/lexicon], ein [lexicon='rezidiv'][/lexicon] pTa G1

    „I am the master of my fate, I am the captain of my soul“

  • Hallo,brasilien!
    Ich hab gerade eine Antwort geschrieben. Das Forum ist überarbeitet worden und ich hab im Umgang noch etwas Schwierigkeiten.
    Jedenfalls war meine Antwort plötzlich verschwunden.
    Ich habe geschrieben, dass unsere Experten Dir bestimmt bald antworten.
    Frage: Wo und von wem wurde die Diagnose erstellt?
    Ich bekam 2005 die Diagnose Blasenkrebs. Seither lebe ich mit einem Mainz Pouch 1, und zwar gut.
    Habt ihr schon mal ins Lexikon geschaut?(Findet ihr ganz oben in der Leiste)
    Hab etwas Geduld, auch wenn es schwer fällt. Jeder hier kann nachvollziehen welches Kopfkino im
    Moment bei Euch abläuft.
    Gruß aus der Heide
    Löwe

    Positiv denkend und lebenslustig nach - Radikaler Zystektomie mit Anlage eines Nabelpouches am 17.11.2005.

  • Hallo vielen Dank für die Antworten. Es ist einfach gut sich mit Betroffenen oder ehemals Betroffenen auszutauschen, da wir uns einfach vorher nie, auch nochnichmal ansatzweise damit beschäftigen mussten.


    Die Diagnose wurde in Speyer, nähe Heidelberg gestellt im Krankenhaus.


    Morgen wird untersucht ob sich schon Metastasen gebildet haben, die Blase soll nächste Woche raus.


    Habt ihr Tipps / Ratschläge?


    Die Radiochemotherapie wird nicht zutreffen, die Ärzte meinten, die Blase muss raus und danach Chemotherapie. Könnt ihr mir eine gute onokologische Rehaklinik empfehlen?

  • Nun Brasilen,
    der pT2 G3 war auch mein Unheilsbringer.. und das ist 10 Jahre her (hurra)
    Du siehst also, es ist durchaus möglich zu überleben. Wenn sich herausstellen sollte das keine Metastasen im Körper sind, und das kann man letztendlich erst bei der OP feststellen, dann hat man so gut wie gewonnen. Mit dem CT sieht man schon mal was, längst aber nicht alles. Bei der OP werden jede Menge Lymphknoten mit entfernt, die kommen in die Phatologie. Wenn die sauber sind, könnt ihr auch Hurra rufen. Sind die befallen gibt es immer noch die Chemo, die hilft auch in 50% der Fälle.
    Also, mit Mut darein, im Kopf den Krebs den Kampf ansagen, das ist wichtig.


    Gruß Rainer

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