Krankenkasse will nur noch begrenzte Anzahl Katheder zahlen

  • Es ist kaum zu glauben . Heute rief mich mein Stomaberater an und teilte mir mit , das mein Krankenkasse der Meinung ist ich brauche zu viel Katheder. Ich sollte mir doch jeden Abend einen Dauerkather legen dann brauche ich nicht soviel. Aber das ist noch nicht alles . Die KKH hat einen Vertrag mit einem Lieferanten abgeschlossen und ich werde erst mal ab Juli nicht mehr beliefert . Und dann? Ich bin hier grade total vor den Kopf gestoßen und am Rätseln was werden soll. Mainz Pouch und keine Katheder . Super Sache . Wie macht ihr das ? Wo bekommt ihr eure Katherine her und wieviel braucht ihr im Monat ?
    Lg Petra

  • Hallo, Petsil!
    Mein Hausarzt schreibt mir ein Rezept aus. Die Katheter bekomme ich von der Apotheke.
    Ich brauche ca. 7 Stück am Tag.
    Gruß vom Löwen aus der Heide

    Positiv denkend und lebenslustig nach - Radikaler Zystektomie mit Anlage eines Nabelpouches am 17.11.2005.

  • Hallo Petra,


    ich würde sofort mal die Krankenkasse anrufen und nachfragen, was das denn soll.
    Dauerkatheter sind doch eine Einladung für Infekte und das kann schließlich nicht im Interesse
    der Krankenkasse sein! Da wird am falschen Ende gespart! Dies würde ich denen mal klar machen.


    Im schlimmsten Fall würde ich mit diesem Anliegen an eine andere Krankenkasse wenden und
    damit vielleicht etwas Druck auf die KKH (?) machen. Es gibt schließlich mehr als eine Krankenkasse
    und Konkurrenz belebt das Geschäft! (Und das Wechseln ist wohl auch nicht mehr so schwierig)


    LG und viel Erfolg!!!
    Andreas

    10/2012 1. TUR-B mit Perforation des Blasendachs - 12/2012 2. TUR-B Nachresektion - 03.2013 3. TUR-B erstmals mit HEXVIX - Dazwischen 6. Instillation mit BCG --- nach 03/2013 volles Programm BCG

  • Schmittex, da kannst Du wechseln wie du willst. Das ist eine beschlossene Sache mit den Kathtern. Das endet wie die Prolematik mit den Inkontinenzartickeln (Vorlagen). An der Versorgungslücke beim Übergang auf einen neuen Versorger kann man auch nichts ändern. Einzige legitime Möglichkeit um die Lücke zu Überbrücken ist die Katheter selbst zu finanzieren und die Rechnung der Krankenkasse vorzulegen. Das funktioniert, man muß nur vorher mit der KK reden. Das habe ich vor zwei Jahren mit der Barmer so gehalten als diese den Versorger für Vorlagen gewechselt hatten. Das Theater ging zwei Moonate.


    Übrigens geht es noch weiter, die Palliativversorgung soll auch von Seiten der KK beschnitten werden, das ist in meinen Augen das Übelste was passieren kann. Dieser Staat ist nichts mehr wert.


    Balu

  • Leider Petra (und leider schmittex) ist es Fakt, was Balu richtig schreibt.


    Dennoch: mein Vater hat zudem Schlafapnoe und trägt des Nächtens (zusätzlich) eine Atemmaske. Letztes Jahr war es ein Kraftakt gewesen, eine neue Atemmaske zu bestellen. Die Krankenkasse sagte ja, die Bestellfirma nein. Es gibt offensichtlich Pauschalen, die die Firmen gerne verstreichen lassen und die Nachbestellung verwehren.


    Dieses Jahr hatte ich rechtzeitig nachbestellt mit dem Hinweis, dass die KK die Bestellung genehmigt hat.


    Es ist offensichtlich auch immer ein Glücksfall den richtigen Telefonpartner zu bekommen. Ich habe noch keine Regelmässigkeiten feststellen können. Es kommt oft auf den Gesprächspartner an und auf das wie und was? Darauf, wie man nachfragt. Leider. Man muss sich zunächst ein gutes Gesprächsregelwerk zurecht legen, bevor man etwas will. Traurig! Vor allem dann, wenn man so krank ist und hilflos und einem alles zuviel ist.


    Zum Krankenkassenwechsel in einem "chronischen" Fall, zu dem ich Blasenkrebs (salopp) rechne, würde ich keinesfalls raten. Da hast du jahrelang einbezahlt und warst nie krank; nun zum ersten Mal und nun dies........


    Anrufen und Briefe schreiben....ja guter Hinweis, aber aussichtslos irgendwie; versuchen so oft ich kann, würde ich es trotzdem.
    "Konkurrenz belebt das Geschäft", solange es sich um jemand handelt, der gesund ist und nicht so krank, dass er immerwährend Hilfsmittel braucht, manchmal auch mehr als gedacht.


    Petra, ich will dich damit nicht runterziehen. Bleib bei deiner Kasse am Ball und zwar vehement! Wechsle nicht, das wäre der größte Fehler (wenn dich überhaupt jemand nimmt mit dieser Vorerkrankung?)
    Führe ein Protokollbuch mit nötigen Kathetern pro Tag, beziehe deinen Hausarzt mit ein, veranlasse eine Bestätigung seinerseits an die Krankenkasse. Lass nicht locker und bezahle erstmal selbst, soweit du es kannst, lege die Rechnungen deiner Kasse anschließend vor. Und: lass dich nicht unterkriegen und mürbe machen! Du brauchst sicherlich langen Atem und vielleicht noch Bestätigungen seitens der Urologen etc., reiche alles der Kasse ein. Wenn nötig, lass einen "Gutachter" kommen bzw. hast du einen Berater bezg. derartiger Artikel, den du zu Hilfe ziehen kannst? Alle Register ziehen..alles in Anspruch nehmen. Lass nicht locker. Ich hoffe, du hast die Kraft dazu!


    Alles Gute
    Waage

  • Hallo Petra,
    da möchte ich Waage recht geben.
    Ich habe beruflich oft mit Kassenabrechnungen zu tun.Bei unklarer Lage wenn möglich persönlich bei der Kasse Vor Ort Druck machen. Oft werden dann Dinge genehmicht die zuvor abgelehnt werden.also nicht gleich unterkriegen lassen.
    Alles gute
    Albfischer

    Pta G3+cis 02/14. 2 Tur B 3Jahre Bcg

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