Honig als Wundheilmittel

  • Forscher der Universitätsklinik in Bonn haben herausgefunden, dass Honig bei etlichen Wunden besser und schneller hilft als herkömmliche Mittel. Selbst chronische Wunden, die mit besonders resistenten Bakterien infiziert sind, heilen oft rascher aus, wenn sie mit Honig behandelt werden.


    Honig wird als Wundheilungsmittel für die Medizin deswegen zunehmend interessant, weil sich immer mehr Krankheitskeime resistent gegen Antibiotika zeigen. In der Bonner Universitätsklinik wird seit einiger Zeit „Medihoney“ Wundversorgung eingesetzt. Etwa 2 Dutzend andere Krankenhäuser sind dem Beispiel inzwischen gefolgt. Der Erfolg gebe ihnen Recht, sagen die Ärzte: Abgestorbenes Gewebe wird schneller abgestoßen und Wunden schließen sich rascher. Außerdem bereitet ein Verbandwechsel weniger Schmerzen, die Umschläge lassen sich leichter entfernen, ohne die neu gebildeten Hautschichten einzureißen. Und noch ein positiver Nebeneffekt: Die Wunde riecht nicht unangenehm, wie es sonst oft der Fall ist, denn Honig wirkt geruchsmindernd. Medihoney ist auch in der Apotheke erhältlich.


    Auch bei Krebspatienten mit einem durch Chemo- und Strahlentherapie angeschlagenen Immunsystem konnte die Abheilung von Wunden beschleunigt werden. Forscher der Universität Houston (Texas) beobachteten, dass Honig dem Magenkeim Helicobacter pylori „an den Kragen geht“.


    Honig verfügt über ein natürliches Antiseptikum und gilt schon seit jeher als bewährtes Hausmittel für die Förderung der Wundheilung. Wissenschaftlich waren seine positiven Wirkungen lange umstritten. Doch nun hat die Forschung erkannt, warum der süße Bienenbrei wirkt: Zum einen stecken im Honig antibakteriell wirksame Pflanzenstoffe, die Flavonoide. Zum anderen fügen die Bienen noch ein Enzym hinzu, das desinfizierende Stoffe bildet. Die Glukose-Oxidase sorgt dafür, dass aus dem Zucker im Honig permanent in kleinen Mengen Wasserstoffperoxid entsteht – eine wirksames Antiseptikum. Hinzu kommt, dass die hochkonzentrierten Zuckermoleküle den Entzündungsbakterien die zur Vermehrung notwendige Feuchtigkeit entziehen. Darüber hinaus ist Honig reich an Inhibinen, die das Bakteriumwachstum und somit Entzündungen hemmen.


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    Honig aus dem Supermarktregal eignet sich jedoch nicht für die Wundheilung oder zur Linderung von Hustenreiz. Er bringt nicht genügend entzündungshemmende Stoffe mit, da er meist bei der Verarbeitung stark erhitzt wird. Bevorzugen Sie Bio-Honig oder Produkte, die die Bezeichnung „Echter Deutscher Honig“ auf dem grün-weißen Eitkett sowie eine Prüfnummer tragen. Die Prüfung nimmt der Deutsche Imkerbund vor.


    Der Honig enthält besonders viele Enzyme und Mineralien, denn er wurde vor auf seine Zusammensetzung und die schonende Herstellung geprüft. Eine Forschergruppe aus Illinois untersuchte sieben verschiedene Honigsorten auf ihre antioxidative Wirkung und ihren Gehalt an Phenolsäuren. Dunkle Honige wie der Buchweizenhonig oder der Tannenhonig kamen dabei am besten weg.


    aus : Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
    http://www.vnr.de/


    Übrigens werden mittlerweile viele Stomaplatten mit einem Honigmedikament beschichtet.....


    Gruß
    Eck :ecke:hard

  • Ja, lieber Eckhard,


    man weiß schon länger, dass Honig antibiotische und antiseptische Eigenschaften hat; zudem wirkt Honig wie eine moderne feuchte Wundversorgung, indem sich in den Zuckermolekülen infiziertes Sekret bindet und die Wunde trotzdem nicht krustig austrocknet. Dadurch werden Verbandswechsel nahezu schmerzlos.
    Zur Heilung und Reinigung infizierter Wunden sollte man medizinisch gereinigten Honig verwenden, da Pollen und Schwebeteilchen, die natürlicherweise im Honig enthalten sind, als Allergene wirken können.


    Dies nur zur Ergänzung Deines hervorragenden Artikels


    Hexe :tanzen: