Auseinandersetzung mit einer verdammten Krankheit ( Harnblasenkrebs, Neoblase )

  • Wer den 1. Teil des Tagebuches lesen will, ( kann ich nur empfehlen, denn da steht der komplette Klinikaufenthalt drin ), der sollte hier klicken : http://www.forum-blasenkrebs.net/easylink/index.php/Item/80/



    So, Leute,


    mittlerweile sind fast vier Jahre vergangen.


    Um es vorweg zu sagen : Mir geht es hervorragend !!!


    Bis auf die nächtliche Inko habe ich keinerlei Probleme, bin auch ansonsten in keiner Weise eingeschränkt, stehe voll im Leben und im Beruf.


    Und wenn ich mir die Anmerkung erlauben darf :
    Im Gegensatz zu manchen Berichten hier im Forum hatte ich nicht einen einzigen Harnstau, niemals Probleme durch Blähungen oder durch einen Katheter und auch keine Darmkolliken, weder während des Klinikaufenthaltes noch hinterher.
    ( Allerdings habe ich es auch vermieden, mir zwei oder drei Tage nach der OP irgendwelche Hähnchenbeine oder Fischbrötchen reinzuschieben, hi, hi..... )
    In 2005 hatte ich mal zuviele Bakterien in der Blase.
    Nach der Einnahme einiger Tabletten waren diese innerhalb einer Woche wieder verschwunden.


    Ich verputze alles, was mir schmeckt, selbstverständlich auch langfaseriges Gemüse, trinke sehr viel Milch und esse mit Begeisterung Käse, ohne daß es mich in irgendeiner Weise rührt.
    ( Dies muss natürlich nicht für andere Neoblasen gelten !! )


    Ich habe keinen “Regenwurm” auf dem Bauche, sondern gegenteilig ist meine - immerhin fast 30 cm lange - Narbe kaum zu sehen, man muß wirklich schon genau hinsehen.....
    ( Vergleicht mal die beiden Fotos in der Galerie, das eine direkt nach der OP, das andere im Sommer 2007 )


    Kurz nach der OP, ( Nov. 2003 ), war ich im Januar 2004 für eine Woche in einer Wellness in Bad Bertrich, diese hat mir psychisch und physisch ausserordentlich gut getan.
    Im November 2004 war ich in einer Reha, ( Bad Wildungen-Reinhardshausen, Klinik Reinhardshöhe ), auch diese drei Wochen waren eine Labsal für die Seele, wenn mir auch hinsichtlich meiner Inko nicht geholfen werden konnte.


    Ich lasse es allerdings seitdem etwas langsamer angehen, nicht, weil ich es müsste, sondern weil es noch etwas anderes gibt als nur Maloche und Knete scheffeln.


    Dies gibt mir jetzt halt auch die Zeit, mich in diesem Forum sowie in einem anderen Forum ( Index - Inkontinenz Selbsthilfe Forum - Inkontinenz Selbsthilfe e.V. ) einzubringen und meine Erfahrungen mit dieser verdammten Krankheit und deren Folgen mit anderen Betroffenen auszutauschen oder weiterzugeben.


    Man lebt schliesslich nur zweimal :
    Einmal vor und einmal nach der Diagnose......


    Gruss
    Eck :ecke:hard


    Ps.:
    Und vergesst mir nicht euer Beckenboden - Muskeltraining !!
    Glaubt es mir einfach : Es hilft.......

  • Guten Morgen, Leute,


    meine 5-Jahres Überlebensrate, ( bei meinem Karzinom ca. 30% ), ist zwar erst in drei Monaten, ( 11.11.08 ), vorüber, aber meine Neugierde war ganz einfach zu groß :
    Ich habe eine Komplettuntersuchung von Blut und Harn sowie eine CT durchführen lassen.
    Ergebnis : Beste Werte, keinerlei Probleme, keinerlei Einschränkungen.


    Ich bin richtig stolz auf meinen Körper, ( auch wenn dieser etwas voluminöser ist als andere, hi, hi )


    Und mein Dank gilt - noch einmal - meinem Urologen DC Schacht aus Hohenlimburg - Elsey, dem Ärzteteam um Chef Dr. Hahn aus dem AKH Hagen und dem Superteam der Schwestern und Pfleger der Urologiestation im Allgemeinen Krankenhaus Hagen.


    Gruß
    Eck:ecke: hard

  • Hallo und guten Tag, Leute,


    jetzt ist schon wieder fast ein Jahr vergangen.


    Inzwischen sind mir die 80% Behinderung aberkannt worden mit folgendem Hinweis :


    “In den letzten fünf Jahren seit Ihrer Erkrankung sind Rückfälle nicht aufgetreten, das Risiko eines Rückfalles erheblich reduziert, und Ihr Gesundheitszustand hat sich stabilisiert.
    Die unmittelbar nach Ihrer Erkrankung zusätzlich berücksichtigten Umstände liegen bei Ihnen nicht mehr vor und können nicht mehr Grundlage für den bisher festgestellten GdB sein.


    Unter Berücksichtigung des Ausmasses und des Zusammenwirkens der bei Ihnen vorliegenden Beeinträchtigungen halte ich jetzt einen GdB von 60 für angemessen.
    Ich beabsichtige daher, den Bescheid vom 03.11.2004 in Anwendung des § 48 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch - SGB X - mit Wirkung für die Zukunft aufzuheben und einen GdB von 60 festzustellen.


    Hierbei habe ich bereits berücksichtigt, dass folgende weitere Beeinträchtigungen festzustellen sind :
    Wirbelsäulenfunktionsstörungen, ( Anm.: Ich hatte 1968 einen Kompressionsbruch letzter Lendenwirbel-erster Brustwirbel ), Bronchitis, operiertes Schultergelenksleiden, ( Anm.: in 1984 eine Schultereckgelenksprengung ), bla, bla, bla..... “


    Wenn ich diese “Beeinträchtigungen” nicht hätte, dann wäre ich sicherlich auf 30% runtergestuft worden.
    Der Mann wollte mir eh anfangs nur 50% geben.....


    Aber - und dies ist das weitaus Wichtigste für mich - zeigt es auch Folgendes :


    Ich bin wieder gesund !!
    ( Zumindestens im Namen des § 48 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch, :grinsen: )


    Sch eiss auf die Prozente.
    Ich habe - bis auf einmal in Verona voriges Jahr, Eintrittskarte in die Arena - meinen Ausweis nie vorgezeigt. Mein Konterfei darauf ist dermassen mies, dass ich dies ansonsten schamhaft unterlassen habe. :unmöglich:


    Ich wünsche ein erholsames Wochenende
    Eck :ecke: hard

  • Guten Morgen, Leute,


    so, heute, jetzt, ist es genau 6 Jahre her, daß ich ausgeweidet wurde.


    Am 11.11.2003 um 11:11 Uhr lag ich in tiefster Narkose, mit einem Schnitt von 30 cm Länge im Unterbauch, welcher weit auseinanderklaffte, die Därme lagen neben mir in einer Edelstahlschale und Dr. Hahn und sein Team machten einen hervorragenden Job.


    Heuer ist diese riesige Narbe kaum noch zu erkennen, ich bin - zumindestens bisher - krebsfrei.
    Mir geht es gut, ich stehe noch voll im Beruf, ( obwohl ich längst Rentner bin ), bin tagsüber in keiner Weise eingeschränkt, nachts rolle ich mir ein Kondom-Urinal drüber und pinkle in einen Beutel, auch dies ist gut zu ertragen.


    In 14 Tagen habe ich meine nächste TÜV-Abnahme, mit Harn, Blut, Blutgasanalyse, Ultraschall etc.
    Auf die CT verzichte ich......


    Gruß
    Eck :ecke: hard

  • Morgen, Leute,


    vorgestern, am Dienstag, war ich zur TÜV-Abnahme :
    Blut, Harn, Ultraschall.


    DC Schacht stellte eine leichte Vergrößerung des rechten Nierenbeckens fest.
    ( Bei meinem Blasentrum keine Überraschung )
    In der rechten Niere hatte ich diesen erheblichen Harnstau vor der Operation.


    Daher wurde ein besonderes Augenmerk auf den Kreatininwert, ( normal : 0.8 - 1.2 mg/dl ), gelegt, um die Nierenfunktion zu überprüfen.
    Mein Kreatininwert liegt bei 1,02 mg/dl.
    Vom Kreatininwert machte es DC Schacht abhängig, ob ich eine CT, ( bei normalen Werten ), oder eine MRT, ( bei erhöhten Werten ), machen lassen sollte, da wohl bei einer MRT die Nieren besser dargestellt werden.


    Der Harnstoffwert, ( normal : 20-45 mg/dl.), liegt bei 28 mg/dl


    Der Harnsäurewert ist etwas erhöht, ( normal 3,4 bis 7,0 mg/dl ), meiner liegt bei 7,8 mg/dl.
    Aber diesen etwas erhöhten Wert habe ich bereits seit der OP im Nov. 2003.


    Insgesamt - lt. meinem Urologen DC Schacht - ein äusserst zufriedenstellender Befund.


    In der nächsten Woche lasse ich jetzt doch - ( was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ) - die CT durchführen, da DC Schacht meint, ich müsse auch anderen Ärzten zum Reichtum verhelfen.
    Ausserdem wird von einem Nephrologen noch eine Blutgasanalyse gemacht, ich bin morgens nach dem Aufwachen in letzter Zeit immer so kaputt und mir tut das Fell weh.....
    Ich glaube, ich bin übersäuert.


    Aber was sind diese Wehwehchen gegen die Alternative ??????


    Ich wünsche ein erholsames Wochenende.
    Eck :ecke: hard

  • Hallo, Leute,


    am vorletzten Dienstag sollte die CT durchgeführt werden.
    Ich hatte bereits dreiviertel Liter Kontrastmittel geschlürft und saß da rum, um es sacken zu lassen.
    Nach einer Viertelstunde kam eine Assistentin und erklärte mir, Maschine kaputt, ich müsse nochmal wiederkommen und gab mir einen Termin für letzten Dienstag, 10:00 Uhr.


    Donnerstag kam ein Anruf, Maschine wäre wieder heile und ich könne kommen, wenn ich wolle.


    Ich wollte.....
    ...und hatte bereits dreiviertel Liter Kontrastmittel geschlürft, saß da rum, um es sacken zu lassen.
    Nach knapp 5 Minuten kam eine andere Assistentin und erklärte mir, Maschine kaputt, ich müsse nochmal wiederkommen, man würde mich anrufen.


    Letzten Dienstag, also am 15.12.09, dem ausgemachten Termin, rief ich vorsichtshalber so gegen 09:00 Uhr an, um nachzufragen, ob Maschine heile.
    Ja, ich könne kommen.
    Halb Zehn klingelt Telefon : Maschine kaputt, nicht kommen, man würde anrufen.
    ( Dies ist kein Scherz, es ist genau so passiert !! )


    Gestern ging Telefon, ich könne kommen, Maschine heile.
    Ich sofort in die Praxis, wurde behandelt wie ein Privater, ( was ich nicht bin ), kam sofort dran, Maschine blieb heile, Vatta hatte seine CT.
    ( Hat mich zweieinviertel Liter Kontrastmittel und 10,00 Euronen Parkgebühren gekostet )


    Alles in bester Ordnung, auch Lunge, ( und das bei 50 Jahren RothHändle ), absolut keine Auffälligkeiten, ausser bekannt großer Neoblase mit “Portionierer”, hi, hi.....


    Aber dies ist nicht alles :
    Am Mittwoch war ich beim Nephrologen, um eine Blutgasanalyse machen zu lassen.
    Das Blut ward mir bereits per Spritze entwendet, ich saß da rum, ( die Analyse dauert 5 Minuten, wurde mir gesagt ), da kam die Assistentin und sprach :
    “Wir müssen das noch einmal machen, Herr Petersmann, Maschine kaputt. Wir rufen Sie an.”


    Bisher kein Anruf.
    Ich glaube, ich habe ein “Kaputtmach-Gen” in mir......


    Ich unterhielt mich noch mit dem Radiologen.
    Dieser sagte mir, man könne mittels der CT sehr wohl Lymphknoten in einer Größe von 2 mm sehen.
    ( Und zeigte mir diese auch auf dem Bildschirm )
    Aber Gedanken mache er sich erst, wenn welche von mehr als 10 mm Durchmesser auftauchen würden.
    Die wären meist befallen.
    Es ist ergo keineswegs mehr so, ( wie von mir mehrfach - fälschlicherweise - geschrieben ), dass bei einer CT - je nach Gerätealter - erst Knoten ab ca. 20 mm zu erkennen seien !!

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