Katheterversorgung im Umbruch

  • Update:


    Mittlerweile katheterisiere ich mich regelmäßig. Klappt gut, allerdings hatte ich erst mal ein paar Wochen einen Infekt. Ist aber wohl jetzt vorbei.
    Nun komme ich aber zwischen die Mühlen der Krankenkassen und der Versorger. Die TK hat zum 1.3. einen neuen Vertrag mit einem einzigen Lieferanten ausgehandelt. Die anderen Versorger versuchen nun, mich an die TK zu verweisen, damit der neue Versorger gleich seine Versorgung durchführt. Die TK sagt, dass das nicht geht, da die Ausschreibung noch nicht abgelaufen sei.
    Wer besorgt mir nun meine notwendigen Katheter? Die einen wollen nicht mehr, die anderen wollen noch nicht.
    Hat jemand Erfahrung mit der Kostenübernahme?

    Viele Grüße


    Carlo


    --------------------


    Alles ist relativ relativ.
    Befund 03/2012: pT3 G3, Rest 0
    Therapie: Neoblase, adjuvante Chemo

  • Hallo Carlo,
    ich hab auf die schnelle mal einen Link rausgesucht zum genauer belesen, ich denke, die Kasse muss dir einen Versorger benennen..Hilfsmittelversorgung
    Gruß Barbara

    12/2014 NMP22 (IGEL bei Gyn) positiv, 03/2015 TUR B =>CIS und floride Entzündung, 04/2015 Mapping (Hexvix) => CIS und floride Entzündung, 04/2015 BCG(6 x je 1 pro Woche) => Mapping 06/2015 => weiterCIS Blasenboden => Zystektomie 4.9.15 "Berliner Neoblase", Zystektomie pTis multifokal, R0, N0 (0/7)

    "Alles hat einen Zweck, selbst wenn es uns nur an das erinnert, was wir nicht tun sollten." aus "Ich bleibe hier" von Catherine Ryan Hyde

  • Die TK hat zum 1.3. einen neuen Vertrag mit einem einzigen Lieferanten ausgehandelt. ...Wer besorgt mir nun meine notwendigen Katheter? Hat jemand Erfahrung mit der Kostenübernahme?

    Die TK ist anscheinend noch am Verhandeln, denn es ist, so sagen die Versorger, noch nichts ausgehandelt. Mich betrifft das Problem auch, sehr ärgerlich.


    Ich habe auch eben meinen Lieferanten angerufen und auch dort weiss man noch nichts, es kann sein, dass die mich nicht mehr beliefern, kann sein, dass aber auch alles so bleibt, wie es ist. Bisher habe ich mir die Katheter nach Übersendung des Hilfsmittelrezeptes von der Fa. SaliaCare GmbH (Webseite) zusenden lassen, die machen das per DHL oder GLS. Klappte gut.


    Kostenübernahme: Was meinst Du damit?? Die Krankenkasse übernimmt weiterhin die Kosten, da ändert sich m.E. nichts. Lediglich die versorgende Firma kann sich ändern (weil jede gesetzl. Krankenkasse ihre eigenen Verträge macht, ist bei Medikamenten auch so). Die Gesetzesänderung von vor ein paar Jahren war nichts als politischer Aktionismus, ich denke nicht, dass die GKV was spart (sparen geht anders)!


    Nice day!

    ED 2006: pT1(mind.), G3, L1 + CIS ;(, 2007-2010 div. TUR-B u. Instillationen, u.a. "Synergo" ;). Über 12 Monate nach Synergo: Hurra, geheilt!

    Nikolaus 2011 dann doch fixe RCX mit Anlage Ersatzblase 8o wegen erneutem Rezidiv CIS nach > 1 Jahr. Div. Problemchen (HWIs, ISK, Harnstau, Striktur).

  • Hallo an alle Neoblasisten,
    gehöre seit Mai 2016 ja auch zu den Katheterbenutzern und hatte am Anfang zwei Beratungstermine mit einem Stomatherapeuten.Es wurde zuerst die Größe besprochen und ich bekam über das WE Probekath. in zwei Größen zum ausprobieren mit. Beim 2. Termin wurde dann nur noch das Organisatorische geklärt, sprich Kasse und beh. Urologe. Seit dem bekomme ich jeden Monat pünktlich meinen Bedarf geliefert. Bin auch der Meinung das dieses eigentlich auch zum Service des Therapeuten gehört. Außerdem haben im letzten Jahr neue Verhandlungen mit den Lieferanten stattgefunden und man muss nicht mehr das günstigste Produkt nehmen, wenn dein Urologe dir ein bestimmtes Produkt verordnet. Also, Kontakt zum Urologen und Therapeuten aufnehmen.
    Außerdem kann ich noch darauf hinweisen zu den Arzneimittel- Richtlinien und zu den gesetzlichen Ausnahmen Abschnitt F Punkt 8
    Antiseptika und Gleitmittel sind für Patienten die sich katheterisieren als Hilfsmittelrezept verordnungsfähig. Man braucht also z. Bsp. das Octenisept nicht selbst bezahlen.

  • Nun komme ich aber zwischen die Mühlen der Krankenkassen und der Versorger.

    Heute kam ein Schreiben meines bisherigen Versorgers: "<i>Die TK hat zum 01.03.2017 den Vertrag mit uns und anderen Sanitätshäusern aufgekündigt. Den Zuschlag der Ausschreibung hat bundesweit nur ein Unternehmen(*) gewonnen. ... Durch die Ausschreibung dürfen wir Sie leider ab März 2017 nicht mehr beliefern. Die TK hat sich bewußt dafür entschieden, uns den Marktzutritt zu verwehren und durch nur einen zukünftigen Lieferanten ein gewisses Monopol zu erstellen. </i>..."


    Mein persönlicher nächster Schritt wird ein Ebf. an die TK sein, wer mich wie ab 01.03.2017 beliefern wird (* mir ist kein Lieferant/Unternehmen bekannt) und ich werde vorsorglich einen Schadensersatzanspruch für den Fall anmelden, dass die Belieferung mal wieder nicht oder nicht richtig klappt, da mir ja auch meine Wahlfreiheit genommen wurde.


    Ferner werde ich wahrscheinlich gegen die Umversorgung Widerspruch erheben. Die Begründung wird tricky sein, da muss ich mir noch Gedanken machen. Möglichkeit: Bewilligung wurde von der TK für meinen noch-Versorger dauerhaft erteilt. Eine Rücknahme dieser Bewilligung (das setzt die Umversorgung voraus) ist im SGB X nämlich so m.E. nicht vorgesehen. So sieht's mein derzeitiger Versorger.


    Es ist einzusehen, dass man Synergien bündelt um Kosten zu sparen. Die GKV ist letztlich eine Solidargemeinschaft, die wir nicht als Selbstbedienungsladen ansehen sollten. Dies gilt für die Gesundheitskonzerne und med. Einrichtungen um so mehr (1 (eine!) Pille gegen HepC kostet z.B. ca. 700.- EUR, Entwicklungskosten längst zigfach gedeckt ... Pharmaunternehmen darf im ersten Jahr in D nehmen, was es will)!!! Es mehrten sich schon in der Vergangenheit die Stimmen, dass die Möglichkeit der einzelnen KK individuelle Liefer- und Rabattverträge abzuschliessen letztlich nichts gespart hat. Dafür sind inzwischen etliche Medikamente nicht mehr lieferbar, auch, weil jede KK ihre eigenen Verträge hat. Ich weiss nicht, aus meiner Sicht kein kluger Weg in der GKV...... (die Nachbarländer sind uns nicht nur in Sachen nosokomiale Infektionen ("Krankenhauskeime") weit voraus, auch deren Finanzierung ist wesentlich effektiver und billiger). Ich lasse mich gerne berichtigen.


    Nice evening!

    ED 2006: pT1(mind.), G3, L1 + CIS ;(, 2007-2010 div. TUR-B u. Instillationen, u.a. "Synergo" ;). Über 12 Monate nach Synergo: Hurra, geheilt!

    Nikolaus 2011 dann doch fixe RCX mit Anlage Ersatzblase 8o wegen erneutem Rezidiv CIS nach > 1 Jahr. Div. Problemchen (HWIs, ISK, Harnstau, Striktur).

  • Thema abgespalten aus. Wann ist eine Neoblase ganz entleert / ISK
    Es scheint, als ob nach der Versorgung mit den anderen hilfsmitteln (Vorlagen, Kondomurinal, Beutel ...) jetzt die Katheterversorgung durch die GKV (Gesetzliche Krankenversicherung) "optimiert" wird hinsichtlich Kostensparung. :evil: 
    Vorreiter scheint die TK zu sein.
    Vorangehende Beiträge aus dem originalthmea hierher geholt ...lasst uns dieses Thema weiter hier besprechen. Mal schauen, wer noch weitere Erfahrungen beisteuern kann.
    Grüße von Barbara

    12/2014 NMP22 (IGEL bei Gyn) positiv, 03/2015 TUR B =>CIS und floride Entzündung, 04/2015 Mapping (Hexvix) => CIS und floride Entzündung, 04/2015 BCG(6 x je 1 pro Woche) => Mapping 06/2015 => weiterCIS Blasenboden => Zystektomie 4.9.15 "Berliner Neoblase", Zystektomie pTis multifokal, R0, N0 (0/7)

    "Alles hat einen Zweck, selbst wenn es uns nur an das erinnert, was wir nicht tun sollten." aus "Ich bleibe hier" von Catherine Ryan Hyde

  • Dieses Thema enthält 27 weitere Beiträge die nur für registrierte Benutzer sichtbar sind, bitte registriere dich oder melde dich an um diese lesen zu können.