Und schon wieder ein Neuer - pTa G2 high grade

  • Hallo, vor knapp einem Jahr wurde bei mir Blasenkrebs diagnostiziert (bin Baujahr 1961). Inzwischen habe ich 2 TUR-B hinter mir und erhalte jetzt zusätzlich eine

    Mitomycin-Behandlung. Es ist gut zu wissen, dass ich mit meinen Problemen nicht allein bin. Das mindert ein wenig die Panik. Ich schau gelegentlich ins Forum rein, bestimmt habe selbst einige Fragen oder kann andere mit meinen Erfahrungen unterstützen.

    Alles Gute euch allen!

  • Sei herzlichen begrüßt hier im Forum. Wie ich sehe, bist Du in der Erhaltungstherapie und somit deutet es auf einen oberflächlichen Tumor hin. Vielleicht magst Du zunächst die Entwicklung ein wenig schildern bis zum derzeitigen Stadium. Ansonsten steht Dir das Forum als Informationsquelle aus den Berichten zur Verfügung und auf eventuelle Fragen wird man eingehen so sie denn gestellt werden.


    Gruß wolfgangm

    Jan. 2010: Harnblasenkarzinom pT4a pTis L1 V0 pN1 pMx R0 G 3, Prostatakarzinom pT1a L0 V0 pN0 pMx R0 G 2 GL: 3+3=6 . Febr.2010 radikale Cystoprostatektomie mit Anlage Sigma Conduit. 6 Zyklen Cisplatin/Gemcitabin


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Okay, hier meine Krankengeschichte in Kurzform:


    Nachdem von meinem Urologen während einer Blasenspiegelung (Blut im Urin war die Ausgangslage) Tumore festgestellt wurden, wurde sechs Wochen später in einer Klinik eine TUR-B durchgeführt. Da der Befall heftig war und nicht alles entfernt werden konnte, gab es drei Tage später einen zweiten Eingriff. Bei der Nachresektion (etliche Wochen später) gab es keinen Malignitätsnachweis. Der Befund: p TA G2 high-grade.

    Die Blasenspiegelung drei Monate später ergab das niederschmetternde Ergebnis: die Blase war wieder heftig bewuchert. Diesmal reichte eine OP aus, um das Rezidiv eines Urothelkarinoms der Harnblase im Tumorstatdium zu entfernen. Der histologische Befund der Nachresektion ergab Anteile eines nichtinvasiven papillaren Urothelcarzinoms der high-grade-Gruppe.

    Seitdem habe ich fünf ambulante Mitomycininstallationstherapien hinter mir (wöchentlich verabreicht). Eine folgt noch, danach geht es im monatlichen Turnus weiter - bis dann die nächste Blasenspiegelung Anfang Juli bevorsteht. Die Chemo vertrage ich recht gut.

  • herzlich willkommen mir steht jetzt die 2. TurB bevor und ich hab schon schiss, dass wieder was gefunden wird. ich hatte befund TpaG2 und ich bekomme aber bis jetzt keine weitere Behandlung , was mich schon ein wenig verwundert oder ist das immer so wenn man eine 2. Tur anstehen hat`?

    ich lese auch zwischendurch gerne und wollte auch noch diese Frage loswerden

    LG Goldda

  • Liebe Goldda,


    fragen zu deiner Behandlung und Therapie bitte nur in deinem Thread stellen, sonst kommt es hier in dem Thread von Albtraumblase zu einer Vermischung von zwei "Krankheitsgeschichten" - was dann sehr unübersichtlich werden würde.


    Dennoch werde ich kurz deine Frage beantworten:

    Therapien die man durchführen könnte, lösen eine Blasenentzündung als "Nebenwirkung" aus - und diese Blasenentzündung würde die erkennbarkeit von neuen Tumoren bei der zweiten TUR-B deutlich erschweren - sodass man zwischen den beiden TUR-B keine Therapien durchführt.


    Gruss

    AndreasW

    22.06.2012 erste TUR-B apfelgrosser Tumor wurde soweit wie sichtbar entfernt
    03.07.2012 Tumorklassifikation:
    ICD-0: C67 M8130/21 G1 pTa pNx pMx l0 v0 Rx
    22.10.2012 zweite TUR-B, diesmal ohne Befund
    16.12.2013 dritte TUR-B, 5 rezidive wurden entfernt. high grad (rpTa)
    24.06.2016 vierte TUR-B, ein rezidiv pTa G1

  • Liebe Goldda. Nach der ersten TUR-B habe ich auch keine Chemo bekommen. Wahrscheinlich, weil die Histologie der Nachresektion keinen Befund brachte. Ein Installationstherapie wird an anderer Stelle aber oft prophilaktisch empfohlen. Da gibt es wohl unterschiedliche Herangehensweisen unter den Ärzten. Mein Fragen erbrachten auch nur Widersprüchliches. Einige Ärzte meinten, eine Mitomycin-Behandlung wäre nach der ersten TUR-B ratsam gewesen, andere meinten, dass der gute Befund dies nicht unbedingt erforderlich gemacht hat. Da es keine 100 prizentige Heilungschance bei der Verabreichung von Mitomycin gibt, lieg es wohl am Ermessen des Arztes, wie vorgegangen wird. Über dieses Thema einen Themenstrang zu öffnen könnte vielleicht ganz nützlich sein, um die Erfahrungen an einer Stelle zu bündeln, die andere Betroffene in diesem Bereich gesammelt haben.

    Eins aber ist sicher: Eine optimale Behandlungsmethode gibt es nicht - aber große Verunsicherung darüber, was für einen am besten wäre.:|

  • Nach meiner zweiten vollständigen TUR-B bekomme ich nun eine Mitomycin-Behandlung. Fünf wöchentlich durchgeführte Einspülungen liegen nun hinter mir, und ich habe sie gut vertragen. Nach der sechsten, die kommende Woche stattfinden soll, will mein Urologe die Einspülungen nur noch monatlich vornehmen - bis zur nächsten Spiegelung Anfang Juli.

    Nun habe ich oft gelesen, dass insgesamt acht wöchentliche Spülungen durchgeführt werden und nicht nur sechs. Wie ist das denn bei euch gelaufen, wenn ihr Mito verabreicht bekommen habt? Die erste ambulante Behandung erhielt ich auch erst knapp eine Woche nach der Nachresektion, bei der Anteile eines nicht invasiven papillären Urothelcarzioms der high grad Gruppe festgestellt wurde.


    Und was ist eine urethrozystopische Verlaufskontrolle?


    Ich würd mich freuen, wenn ihr in diesem Themenstrang vielleicht kurz mitteilt, wie die Mito-Behandlung bei euch gelaufen ist, und zu welchem Resultat diese schließlich führte.


    Danke schonmal im Vorraus für eure Mühe, und möge die Heilung mit euch sein! :ecke:

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