Reiner52, ich möchte mich vorstellen.

  • Lieber Reiner,


    wir alle glauben an Dich - wir alle drücken Dir nicht nur einen Daumen und wir alle hoffen mit Dir, dass es bald deutlich Berg auf geht und du in die AHB gehen kannst.


    Gruss

    AndreasW

    22.06.2012 erste TUR-B apfelgrosser Tumor wurde soweit wie sichtbar entfernt
    03.07.2012 Tumorklassifikation:
    ICD-0: C67 M8130/21 G1 pTa pNx pMx l0 v0 Rx
    22.10.2012 zweite TUR-B, diesmal ohne Befund
    16.12.2013 dritte TUR-B, 5 rezidive wurden entfernt. high grad (rpTa)
    24.06.2016 vierte TUR-B, ein rezidiv pTa G1

  • Hallo an Alle,

    ich bin seit Donnerstag Abend zu Hause, das ist der 53. Tag im KH gewesen. Einen 11seitigen Entlassungsbrief bekam ich mit, auf den ich sehr lange warten musste.

    Zwei Ureterschienen und eine Fistel in der rechten Niere sind jetzt noch meine Begleiter.

    Am 20.09.2017 fahre ich damit auch zur Reha nach Bad Wildungen.

    Ich hoffe das es jetzt langsam vorwärts geht. Leider bin ich noch etwas schwach, aber zu Hause ist zu Hause.

    Hoffentlich laufen beide Nieren ohne Komplikationen gut ab und die Fistel verstopft nicht, das sind noch

    so meine großen Sorgen die ich habe.


    Das soll es erst einmal gewesen sein für Heute.


    Gruß Reiner

  • Moin Reiner,

    zumindest ahne ich wie Du Dich fühlst. Vom 22.02.2010 bis zum 01.04.2010 lag ich in der Klinik. Eine Woche daheim und die viermonatige Chemotherapie hat begonnen. Zu Hause geht's aufwärts, glaube mir.


    Gruß Wolfgang

    April 2009 CIS, bis Aug. 2009 6xBCG Instillation. Diagnose im Jan. 2010: Harnblasenkarzinom pT4a pTis L1 V0 pN1 pMx R0 G 3, Prostatakarzinom pT1a L0 V0 pN0 pMx R0 G 2 GL: 3+3=6 . Februar 2010 radikale Cystoprostatektomie mit Anlage eines Sigma Conduit. April bis Juli 2010 Chemotherapie 6 Zyklen Cisplatin/Gemcitabin


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Hallo an alle,

    nun bin ich fast eine Woche zu Hause. Mir geht es einigermaßen gut, noch ein bisschen schwach auf den Beinen. Früh nach dem Aufstehen habe ich Schwierigkeiten mit dem Kreislauf.

    Wie gesagt, in der rechte Niere ist eine Nierenfistel mit Beinbeutel, leider geht es zur Zeit nicht anders.

    Von der linken Niere geht es in die Neoblase.

    Tagsüber leere ich die Neoblase stündlich, wenn es möglich ist. Dabei kommt immer nur um die 50ml aus der Neoblase. 

    War das auch bei Euch so?

    Wie soll ich mich Nachts verhalten?


    Eine richtige Anleitung habe ich weder vom Krankenhaus noch vom Urologen erhalten.

    Über ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen.


    Gruß Reiner

  • Lieber Reiner,

    ich bin immer wieder fassungslos, dass nach solch einer OP keine vernünftigen Infos ausgegeben werden! Schon mein Operateur hat aus Eigeninterresse gern erzählt, ich sollte sein Meisterwerk schließlich nicht gleich wieder kaputt machen!

    Ich häng Dir mal das Infoblatt vom Urbankrankenhaus für Neoblasen nach Zystektomie an. Ich habe es etwa zur "Halbzeit" meines Aufenethaltes im Krankenhaus vom Oberarzt mit dem Kommentar "lesen und verstehen, wir prüfen das" in die Hand gedrückt bekommen und wurde tatsächlich noch mehrfach befragt :D Humor hatten meine Ärzte reichlich...


    Ansonsten war stündlich bei mir zu oft. Ich habs recht schnell auf 2 Stunden gedehnt. Ich muss dazusagen ich merke wenn die Neoblase voll ist. Es drückt merkwürdig im Bauchraum und wenn ich dann zu lang nicht reagiere, nunja, dann aktiviert sich der Überlauf und es fängt an zu tröpfeln....

    Nachts habe ich mir sehr lange zwei drei mal je Nacht den Wecker gestellt und Vorlagen benutzt. Nach vielen trockenen Vorlagen und als ich anfing von allein aufzuwachen wenns drückt wurde ich mutiger. Jetzt schlafe ich wieder wie vor der OP und geh meist einmal Nachts, auch wie vor der OP :)


    Und nur heraus, wenn Du noch mehr Fragen hast :)

    Liebe Grüße vom Mandelauge



  • Liebes Mandelauge,

    Danke für die Infoblätter und deinen mitgeteilten Erfahrungen, es hat mir sehr geholfen.

    Ich werde ab morgen auch mal auf zwei Stunden wechseln.


    Liebe Grüße von Reiner

  • Hallo Reiner,


    das ist schon heftig, was dir da alles Widerfahren ist. Aber nachdem du das alles hinter dich bebracht hast, wirst du den Rest auch schaffen und dazu drücke ich dir alle Daumen.

    Wer nicht mit Tieren und Pflanzen kann, kann auch nicht mit Menschen.


    Gruß Jürgen :*

  • Hallo Reiner


    Von meiner Seite auch noch alles Gute. Die Infoblätter sind wirklich sehr informativ und in Bad Wildungen wird man Dir dazu noch einiges beibringen.

    Ich habe in der Klinik weniger und nur mündliche Infos auf Nachfrage erhalten. Und so Dinge wie kurz nach der OP Treppen aufwärts laufen, fanden die bei mir in der Reha wenig sinnvoll, als ich davon berichtet habe.


    Und nicht wundern, wenn die da das eine oder andere, insbesondere Pipiintervalle und Dehnung der Neoblase ein bisschen anders sehen.


    Ich bin gestern aus Durbach aus meiner "Raha trotz Katheter" zurück gekehrt. Die halten da nichts von, dass sich die Neoblase mit der Zeit größer ausdehen sollen und empfehlen lebenslang zweimal nachts raus.


    Ich hatte bis vor der OP ne Fistel rechts. Einen Tag vor der OP war en der Stelle zwischen Fistel und Schlauch ein Leck. Da hat man noch kurz etwas ausgetauscht, damit dass Bett nicht zu nass wird und ich schlafen kann.


    Ich bin knapp 2,5 Monate nach der OP ( und noch immer mit Blasenkatheter) ziemlich im Eimer und habe extrem erschöpfte Phasen an denen mir alles zuviel wird und ich mich einfach nur verkriechen möchte. Ich kann mich dann auf so gut wie nix mehr konzentrieren. Ich ermüde dann sehr schnell. Der Onko in der Reha meinte, dass könne schon Fatigue sein. Hatte ich im Prinzip vor der Diagnose schon ne Zeit. Hatte es noch geschafft meinen Job zu machen und war dann fix und foxi.


    Auch hier im Forum wirst Du auf User und Beiträge stoßen, die einfach recht lange gebraucht haben, um sich zu erholen. Insbesondere wenn noch Strahlen- oder Chemotherapie nach der OP anstanden.


    Ich wünsche Dir, dass die Dich in der AHB ein wenig aufpäppeln ohne Dich zu überfordern und dass Du viel Wissen und Input mitnehmen kannst.


    So ich pflege mal weiter meine Leiden (eine Erkältung und mein unterer Rücken hatt massiv bei der OP gelitten) und wünsche alles Gute!

    Viele Grüße aus Karlsruhe


    Frank


    geb. 22.05.1969

    verheiratet mit einer erfolgreichen, rezidivfreien Brustkrebspatientin


    Urothelkarzinom mit Neoblasenanlege (OP: 05.07.2017)

    pathologischer Befund vom 12.07.2017:

    pT3b, pN3 (9/21), L1, V1, Pn1, R0, G3

    Skelettsintigrafie 29.06.2017: Ohne Befund

  • Hallo Frank,

    Danke für deine guten Wünsche. Ich wünsche dir auch alles Gute für deine Genesung und das du bald wieder zu Kräften kommst und vorallem das du die Chemotherapie gut verträgst.

    Ich drücke fest die Daumen das alles klappt.

    Gruß Reiner