Blut im Urin, dann pT2b G3

  • Moin noch einmal,

    nervendschonend bei einer solchen Histologie bezweifel ich mal stark. Wenn, dann mit dem Risiko das etwas stehenbleibt und später zu verherrenden Folgen führen kann.

    Gerade bei einem pT2b / CIS sehe ich hier je radikaler desto besser und sicherer..


    Gruss

    ... der Pezeh ist immer nur so schlau, wie der - der davor sitzt :P

  • Lieber Dirk


    Ich bin nach der Gewebeprobenentnahme bei uns im Klinikum und den Worten "kommen sie in 3 Wochen zur OP Vorbesprechung" auch noch losgezogen um zwei Termine (einmal Da Vinci und einmal normale offene OP) in anderen Kliniken zu machen, als bei uns im Städtchen.

    Nach der Gewbeprobenentnahme und dem "Erstbefund", ist mir die Schwere des Befundes entweder noch nicht so richtig erklärt worden oder ich habe es noch nicht richtig geblickt oder beides.


    Als ich ausm Klinikum bei uns entlassen wurde, war Vollgas angesagt. Tagsdrauf zu meinem Urlogen. Nach dem Termin dann sofort ans Telefon. Zwei Kliniken angerufen: "Ich habe einen großen Befund und brauche einen Termin zur Zweitmeinung plus OP Vorbesprechung".


    Diese Termine habe ich schneller bekommen, als den geplanten Vorbesprechungstermin bei uns im Klinikum.
    In dem einen Fall mussten ich / wir auch zweimal in die Pfalz rüber fahren. Einmal Bestandsaufnahme, bei der uns der Befund schon etwas deutlicher kommuniziert wurde. "Die Gewebeprobe ist nur die Spitze des Eisbergs, aber man sieht schon aufgrund der Lage ihres Tumors, dass Ihnen unser Chefarzt auch keine Neoblase sicher garantieren kann. Wir müssen auch die Alternativen ansprechen. ... ...Dass Ihre Operation mit Da Vince gemacht werden kann, ist zweifelhaft, muss aber auch der Chefarzt beurteilen.."

    Zwei Tage später Chefarztgespräch: "Wir würden versuchen, dass Sie sehr schnell einen OP Termin bekommen, es kann aber zwei Wochen dauern"


    Zwei weitere Tage später war dann das nächste Gespräch in der nächsten Klinik. "Wir würden versuchen, dass Sie sehr schnell einen OP Termin bekommen, es kann aber zwei Wochen dauern". Ich habe tagsdrauf (freitags) angerufen, ob schon ein OP Termin in Aussicht steht? Antwort: "Wir haben Sie nicht vergessen, wir melden uns in ner Stunde oder Montag."


    Eine Stunde später klingelte das Telefon: "Nächsten Mittwoch ist ein großer Termin frei geworden. Wir nehmen Sie Montag auf."


    Alle Gespräche hatten auch den Inhalt, dass das kein Wunschkonzert ist, sondern es ein berechtigtes Restrisiko besteht, dass die Neoblase nicht klappt.
    Bei beiden Gesprächen hatte ich auch den Eindruck, dass es wirklich schnellst möglich nen OP Termin gibt, was dann ja auch geklappt hat.

    Dass ich noch Termine vor meinem eigentlich geplanten Vorgespräch bekommen habe, hat mir ein gutes Gefühl gegeben.


    Ich kann mich da Andreas nur anschließen. Das Pushen mit dem bisschen Nachdruck dass es pressiert musst Du übernehmen.


    Ich habe meine Zweitmeinungen auch noch vor dem geplanten Aufklärungsgespräch in der "Erstklinik" bekommen. Und einiges an notwendigen Infos hast Du hier ja schon bekommen um gut vorbereitet in Deinen Termin bzw. Deine weiteren Termine gehen zu können. Das halte ich für zielführender als die Gespräche bei "Adam und Eva" zu beginnen.


    Die nervenschonende OP kann Dir niemand garantieren. Ich hatte ne klare Ansage: "rechts können Sie dass zu 99% vergessen, da geht es um tumorfreie Schnittränder, links versuche ich was geht."


    Zum Thema Sexualität gibt es den Ratgeber vom Krbsinformationsdienst.


    https://www.krebsinformationsd…bspatient-sexualitaet.pdf


    Da steht das Wesentliche drin. Ich bin mir auch sicher, dass Du hier auf die Erfahrungen der User zurückgreifen kannst, wenn nach der OP klar ist ob und in wie weit das mit der nervenschonung geklappt hat.

    Viele Grüße aus Karlsruhe


    Frank


    geb. 22.05.1969

    verheiratet mit einer erfolgreichen, rezidivfreien Brustkrebspatientin


    Urothelkarzinom mit Neoblasenanlege (OP: 05.07.2017)

    pathologischer Befund vom 12.07.2017:

    pT3b, pN3 (9/21), L1, V1, Pn1, R0, G3

    Skelettsintigrafie 29.06.2017: Ohne Befund

  • Hallo Dirk,


    ich hatte in Golzheim am Mittwoch zunächst einen späteren OP-Termin bekommen. Am Freitag ging das Telefon, dass ich am darauffolgenden Dienstag operiert werden könnte, da jemand "abgesprungen" sei. Erst wollte ich noch schieben, man hat das in Golzheim auch verstanden. Allerdings hat meine Frau mir geraten, den Termin anzunehmen. Ich habe dann zurückgerufen und wurde direkt am Sonntag aufgenommen, damit die Vorbereitungen bereits am Sonntag beginnen konnten. Ich habe es nicht bereut!

    Viele Grüße


    Carlo


    --------------------


    Alles ist relativ relativ.
    Befund 03/2012: pT3 G3, Rest 0
    Therapie: Neoblase, adjuvante Chemo

  • Hallo liebes Forum


    ich hab jetzt meine Termine. 23.08. Vorgespräch, 29.08. OP... Die Dame hat zügig und nett weitergeholfen und dann auch wie versprochen zeitnah zurückgerufen...


    Als ich mir die Einweisung abholen ging -mein behandelnder Urologe ist ja im Urlaub, der Praxisleiter half mir dann weiter- meinte der Arzt, "das hätte er aber auch noch nicht gehabt, dass der Patient einen OP-Termin klarmacht vor dem Gespräch mit seinem Arzt. "


    Ich war mir ja im unklaren, ob und welche Initiativen ich ergreifen muss... aber ist wie immer: wenn man will, dass es gut wird, muss man es selbst machen. Dadurch hab ich etwa 1 Woche verloren...


    Ich sprach den Arzt auch auf die Harnableitungsform an (klar)... und fragte, ob Adiposidas unbedingt gegen einen Bauchnabelausgang spräche. Seine Antwort: "Adiposidas ist fast immer unvorteilhaft, aber das gilt auch für alle anderen Formen..." und, klar, "das müssen die Operateure entscheiden..."


    Ich hab mal den Befund des CT angehängt. Da geht es unter anderem um einen 1,4 cm grossen hypervaskularisierten Herdstruktur, die "am ehesten einem FHN entspricht"... was ist denn ein FHN?


    Auf bzw. an der Leber hätte ich jetzt eigentlich nix erwartet...


    Liebe Grüße

  • Lieber Dirk,


    zu den Terminen, hatten wir ja schon per Chat geschrieben, sodass ich da nichts mehr zu sagen muss - ausser, sehr gut - somit hast du nicht eine Woche verloren, sondern 3 oder gar 4 Wochen gewonnen.


    Nun zu dem FNH im Befund:

    FNH ist die medizinische Abkürzung von "fokale noduläre Hyperplasie", übersetzt bedeutet es das man an eine Zyste oder an einen gutartigen Tumor denkt, den man beim CT gesehen hat.

    Handlungsbedarf besteht da erstmal nicht, weil im allgemeinen keine "Entartungsgefahr" besteht - somit kann man es bei einer "Verlaufskontrolle" belassen, sollten aber z.B. Druckschmerzen im Bereich des Oberbauches zunehmen - kann man diese Hyperplasie auch entfernen.


    Gruss

    AndreasW

    22.06.2012 erste TUR-B apfelgrosser Tumor wurde soweit wie sichtbar entfernt
    03.07.2012 Tumorklassifikation:
    ICD-0: C67 M8130/21 G1 pTa pNx pMx l0 v0 Rx
    22.10.2012 zweite TUR-B, diesmal ohne Befund
    16.12.2013 dritte TUR-B, 5 rezidive wurden entfernt. high grad (rpTa)
    24.06.2016 vierte TUR-B, ein rezidiv pTa G1

  • Hallo Dirk,

    zu dem CT Befund kann ich leider nix sagen - da fehlt mir leider das Fachwissen. Ansonsten siehts ja jetzt nach zügigem Vorgehen aus - prima, dass das so zackig geklappt hat! Damit hast du nun wirklich keine Zeit mehr verloren:thumbup:Wäre nett, wenn du uns weiter auf dem Laufenden hältst .

    Bis dahin wünsche ich dir ein gutes Gespräch mit deinem Operateur - und dass du Vertrauen zu ihm haben kannst! alles Gute!

    Lieben Gruß von Barbara

  • Hallo Dirk,

    super, dass das alles so schnell geht. Melde Dich (auch über PN), wenn ich mal vorbeischauen soll. Mache ich gerne!

    Falls ihr noch einen dritten zum Skat braucht, würde auch einen außerplanmäßigen Abstecher zum Paracelsus in Erwägung ziehen, sofern Dirk noch jemanden zum reden braucht. Bin zwar Ende Sept sowieso wieder da, aber bis dahin wird Dirk ja hoffentlich schon wieder zu Hause sein.....