Blasentumor mit 50

  • Hallo zusammen

    Ich bin 50 Jahre , Krankenschwester und alleinerziehende Mutter mit zwei Töchtern von 16 und 13 Jahren.

    Vor zwei Wochen hatte ich blut im Urin und bin sofort zu einem Urologen gegangen. Die Spiegelung zeigte einen kirschkern großen Tumor. Gestern war ich im CT. Keine weiteren Tumore zu sehen. Was ein Glück. Dieses warten auf die Untersuchung Termine ist eine höllische Qual. Als Krankenschwester hab ich immer alle möglichen Komplikationen im Kopf. Der Beruf ist da nicht immer hilfreich.

    Am 25.09. Soll die OP laufen. Ich hoffe so auf einen gutartige oder muss ich sagen wenig aggressiven Tumor.

    Das zu meiner kurzen Geschichte.

    Ich freue mich hier ein Forum gefunden zu haben, wo viele gute Infos ausgetauscht werden. Ich bin den Ärzten gegenüber sehr kritisch und weiß lieber schon vorher die Therapie.

    Liebe Grüße in die Runde Und für alle eine gute Besserung

    1. TUR 25.09.2017 pT1 G3 CIS

    2. TUR 24.10.17 Urocystitis kein Anhalt für Malignität

  • Liebe Silke,

    herzlich willkommen hier bei uns, auch wenn der Anlass bescheiden ist. Über die Therapie können wir leider erst reden, wenn der Befund aus der TUR B vorliegt. Die Wartezeit bis dahin ist eine Qual und da führt kein Weg dran vorbei;( gut, dass es schnell mit ct geklappt hat und toll, dass es ohne Befund war.

    Stell gern deine Fragen, lies dich bisschen ein - wir versuchen, dir nach Kräften zu helfen...

    Einstweilen lieben Gruß von barbara

    12/2014 NMP22 (IGEL bei Gyn) positiv, 03/2015 TUR B =>CIS und floride Entzündung, 04/2015 Mapping (Hexvix) => CIS und floride Entzündung, 04/2015 BCG(6 x je 1 pro Woche) => Mapping 06/2015 => weiterCIS Blasenboden => Zystektomie 4.9.15 "Berliner Neoblase", Zystektomie pTis multifokal, R0, N0 (0/7)

    "Alles hat einen Zweck, selbst wenn es uns nur an das erinnert, was wir nicht tun sollten." aus "Ich bleibe hier" von Catherine Ryan Hyde

  • Moin Silke, auch von mir ein herzliches Willkommen obwohl wir wissen, wie gern wir uns das erspart hätten. Sei es drum, es hat zumindest den Anschein nach einer Blasenkrebserkrankung. Wie Barbara Dir bereits schrieb ist ausschließlich der Befund das Maß aller Dinge und der Weg zur Therapie. Spekulieren hilft nicht und bringt nichts. Eines aber sage ich Dir gleich zu Beginn: "Gutartig ist das Monster nie und sollte es sich bestätigen, dass es auch Dich heimgesucht hat, dann darfst Du es nie unterschätzen."


    Liebe Grüße

    Wolfgang

    April 2009 CIS, bis Aug. 2009 6xBCG Instillation. Diagnose im Jan. 2010: Harnblasenkarzinom pT4a pTis L1 V0 pN1 pMx R0 G 3, Prostatakarzinom pT1a L0 V0 pN0 pMx R0 G 2 GL: 3+3=6 . Februar 2010 radikale Cystoprostatektomie mit Anlage eines Sigma Conduit. April bis Juli 2010 Chemotherapie 6 Zyklen Cisplatin/Gemcitabin


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Hi Silke,

    bin gerade im Forum,sehe soeben Deinen Beitrag und nutze die Gelegenheit Dir die Daumen zu drücken. Egal, wie der Befund auch lauten mag: gerade wenn man am Anfang der Erkrankung steht ist es wichtig, die Sache optimistisch, aktiv und positiv anzugehen. Es stimmt: es kommt vor allem auf den Befund an. Und Krebs ist Krebs - egal, ob Blase oder Brust, Du wirst Ausdauer, Zuversicht,Optimismus und Kampfeswillen brauchen. Aber das Positive ist, daß durchaus auch Aussicht auf Erfolg besteht, gerade bei unserer Erkrankung.

    Also - Kopf hoch und zuversichtig sein und nie aufgeben. Und als Krankenschwester hast Du sicher auch Zugriff auf optimale Behandlung durch Deinen Doc; andernfalls ziehst Du ihm die Ohren lang!!!

    Kämpfen allein genügt nicht! Man muss auch unbedingt siegen wollen!!!

  • Hallo Silke,


    wenn die CT nix weiter ergeben hat, ist es doch soweit OK. Wie schon geschrieben, muss der Befund abgewartet werden. Tu dir aber selbst den Gefallen und mach dich nicht weiter verrückt. In deinem Beruf hilfst du doch auch anderen, die Angst zu nehmen. Ich weiß, bei sich selbst ist das wahrscheinlich um längen schwerer. Probier es, denk an deine Kids, die wollen ihre Mutter bestimmt nicht "leiden" sehen und halte den Kopf oben. Wie heisst es bei uns - Immer de Kopp owwe, ach wenn de Hals dregisch is ;)

    Wer nicht mit Tieren und Pflanzen kann, kann auch nicht mit Menschen.


    Gruß Jürgen :*

  • Hallo Silke,

    mich hat es auch mit 50 Jahren erwischt.

    Bei mir war es schon kurz nach zwölf, aber ich lebe noch und zwar gut.

    Für den 25. wünsche ich toi. toi, toi.

    Gruß Löwe

    Positiv denkend und lebenslustig nach - Radikaler Zystektomie mit Anlage eines Nabelpouches am 17.11.2005.

  • Hallo Silke. Ich weiß wie du dich jetzt fühlst. Mich hat es letztes Jahr erwischt. Das schlimmste ist die laaaaange Zeit des ungewissen. Jeder Tag ist wie eine Woche. Doch grübeln hilft nicht. Sehe alles positiv , vor allem für deine Kinder. Sei stark für sie und dann packe den Krebs , egal was für einer , bei den symbolischen hörnern. Denn das leben bleibt schön trotz Krebs. Spreche aus Erfahrung . Drücke dir ganz doll die Daumen . Gruß Jutta

  • Hallo Zusammen

    Danke für eure lieben Worte

    Die OP am 25.09 habe ich gut überstanden. Es wurde mit Weißlicht operiert, was anderes ist in dieser Klinik auch nicht möglich. War am dritten Tag wieder zu Hause.

    Leider bin ich alleinerziehend und mein ExPartner unterstützt mich nicht. So dass ich kaum zu Hause angekommen, viele wichtige Dinge für meine Töchter regeln mußte.

    Da fehlt mir dann schon ein Mensch der einen einfach mal in den Arm nimmt und einen unterstützt.

    Am zweiten Tag wurde eine Instillation mit Micomicin durchgeführt.

    Letzten Donnerstag bekam ich dann die Histologie am Telefon von meinem Urologen mitgeteilt

    pT1 (is) - high grade, zwei Gewebeproben

    Harnblasenwandresektate mit einem wechselnd breiten, teils papillär gebauten verbreiterten Orothel (>8 Zell-Lagen) mit vergrößerten hyperchromatischen Zellkern. Beginnende Stromainvasio. Intra- und subepitheliale Lymphozyten und Granulozyten. Umschrieben nachweisbar ein atypisches, nicht verbreitertes, hochgradig schichtungsgestörtes Urohtel mit vergrößerten hyperchromatischen Zellen.

    Muskulatur kommt nicht zur Darstellung.

    Beurteilung:

    Harnblasenresektate mit einem beginnend stomainvasiven papillären Urothelcarcinom - high grade

    Urotheliales Carcinoma in situ

    pT1 (is) - high grade


    Mit der Diagnose hatte ich nicht gerechnet !!!!!!!!!!!!!!

    Die Ärztin hatte mir nach der OP gesagt. Nicht schlimm. Ihr braucht keine Nachresektion. Und die kleine Stelle, später als Tis diagnostiziert, die ist nix, da haben wir kurz drüber gekautert.

    Ich habe kein Vertrauen mehr in diese Ärztin. Ich bin Krankenschwester und habe sowieso meine Probleme mit Ärzten , da ich sehr viel mitbekomme.

    Bei der Zystoskopie am 28.09 hatten wir ca 6 rote entzündliche Herde gesehen. Davon scheint 4 Wochen später bei der OP nur eins übrig geblieben zu sein.

    Kann es sein, dass durch meine Arbeit mit Meditation, Homöopathie und intensiver Auseinandersetzung familiärer Probleme mit meinem Vater und der Stiefmutter diese anderen Herde schon geheilt wurden.

    Am 22.10 gehe ich erstmal eine Woche zu einer Familineaufstellung nach Frankreich mit Heinrich Breuer aus Köln. Darauf freue ich mich schon sehr und das war sofort mein erster Gedanke als ich den Tumor auf dem Monitor mitentdeckt habe.

    Ich bin da sehr verunsichert . Verändern sich diese Tumore so schnell?

    Heißt das im umgekehrten Fall auch, dass sie so schnell wieder kommen können?

    Ich hoffe auf eure Antworten , denn ich bin sehr verunsichert über die weiteren Vorgehensweisen. Jetzt ist mein Uro auch noch die Woche im Urlaub :-(

    Würdet ihr die Klinik wechseln und eine weitere Op mit Blaulicht vorziehen?

    Nach welchen Kriterien werden die Chemostatika ausgesicht?

    Ich schreibe wirr, aber so sieht es gerade in mir aus.

    Liebe Grüße

    Silke

    1. TUR 25.09.2017 pT1 G3 CIS

    2. TUR 24.10.17 Urocystitis kein Anhalt für Malignität

  • Ist es übrigens üblich, dass der Patient seine Operateur vor der Op nicht kennen lernt und das sich die Ärzte dem Patienten nicht mehr vorstellen?

    Auch habe ich mich gewundert das ich ca 5 Tage nach der OP wieder schmerzen beim Wasser lassen habe.

    Nachdem ich hier mitgelesen habe wurde mir dann klar, ich hebe eine Harnblasen Entzündung aufgrund des Micromicin und das soll so sein.

    Da hätte man mich aber auch im KH drauf hinweisen sollen.

    Trotz Krankenschwester bin ich mit vielem Überfordert und hoffe ich finde bald eine Arzt dem ich vertrauen kann und der ich richtig aufklärt.

    Das als Nachwort

    1. TUR 25.09.2017 pT1 G3 CIS

    2. TUR 24.10.17 Urocystitis kein Anhalt für Malignität

  • Hallo Silke,

    Du stehst da ziemlich allein vor diesem Debakel. Eine Struktur muss jetzt her. Dazu rate ich Dir, lass Dir den Befund aushändigen und suche Dir einen neuen Urologen und eine geeignete Klinik. Es bedarf schon einer umfassenden Aufklärung und Behandlung. Beides scheint mir aktuell nicht gegeben. Mit Meditation und Homöopathie bekämpft man keinen Blasentumor und so recht sehe ich nicht, was denn nun wann geplant ist. Ich denke, Du brauchst zunächst wirklich eine kompetente urologische Betreuung.


    Liebe Grüsse, Wolfgang

    April 2009 CIS, bis Aug. 2009 6xBCG Instillation. Diagnose im Jan. 2010: Harnblasenkarzinom pT4a pTis L1 V0 pN1 pMx R0 G 3, Prostatakarzinom pT1a L0 V0 pN0 pMx R0 G 2 GL: 3+3=6 . Februar 2010 radikale Cystoprostatektomie mit Anlage eines Sigma Conduit. April bis Juli 2010 Chemotherapie 6 Zyklen Cisplatin/Gemcitabin


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Liebe Silke,

    sorry, deine direkte Nachricht an mich per Mail hat mich erst heute erreicht. Ich antworte mal hier, so haben alle was davon...


    Das CIS ist ein heimtückisches Mistvieh und sehr schwer zu erkennen. Ich habe von 3 Ärzten mit wirklich Erfahrung und gutem Ruf jeweils nach der TUR / Mapping (davon 2 x mit PDD/Hexvix) gehört: Machen Sie sich keine Gedanken, es sieht "nur" nach einer hochgradigen Entzündung aus ... jedes mal war es dann wieder CIS. Es scheint, als ob das optisch wirklich schwer erkennbar ist. Insofern würde ich hier der Ärztin durchaus noch trauen. Kritisch bleiben, hinterfragen... müssen wir eh immer! Ansonsten ist deine Behandlung ordentlich verlaufen, sogar eine Frühinstillation mit Mitomycin wurde gemacht. das passt. Ob man die Ärzte sieht, die einen operiert haben, ist bei einem "Standardeingriff" wie TUR B Glückssache. Menschlich halte ich das allemal für bedenklich :-(

    Allerdings würde ich mir für die Nachresektion dringend ein Krankenhaus, dass mit PDD / Hexvix arbeitet suchen (so habe ich es auch gehalten). Nur so kann das CIS einigermaßen sicher erkannt werden! Was die entzündlichen Stelle angeht, die mal da waren, dann verschwunden sind: Hier kann es sich tatsächlich um entzündliche Stellen gehandelt haben, die zwischenzeitlich abgeheilt sind. Sicherheit wird nur die Nachresektion der bereits behandelten Stelle und ein Mapping (Probenentnahme quer durch die Blase) bringen!


    Die fehlende Aufklärung ist wiederum bedenklich. Nach der TUR musst du dich schonen, die Blase ist ein hohler Muskel, durch die ständige Dehnung / Zusammenziehen heilt sie auch deutlich langsamer. Bitte viel trinken (stilles Wasser / Tee) um den Urin zu verdünnen. Wenig körperlich belasten!


    Von "Wunderheilung" wie Homöopathie... halte ich gar nichts. Diese Behandlungen haben aus meiner Sicht psychologische Effekte, die leider bei Krebs nicht helfen. Begleitende anerkannte Naturheilverfahren kann man in Betracht ziehen zur Linderung von Behandlungsfolgen und nach vollständiger (schulmedizinisch nachgewiesener) Entfernung des Tumors zur Vorbeugung und um selber einen aktiven Anteil einzubringen.


    Liebe Silke, ich weiß, es ist im Moment alles furchtbar ... dazu musst du noch die Geduld zum Abwarten der nächsten Behandlungsschritte aufbringen. Diese Zeit ist für uns alle am schlimmsten, sie lässt sich aber bei einem Befund wie unserem - der einen Blasenerhalt durchaus zulässt - nicht vermeiden. Immer wieder Pausen, nächste TUR B, dann Instillationstherapie (Bei CIS wird für die Instillationstherapie nur BCG in Frage kommen als Immuntherapie, alles andere wäre nicht leitliniengerecht! - dazu schreibe ich heute Abend was, bin jetzt nur in der Pause), wieder warten, wieder Spiegelung, besser Mapping/TUR B - das macht mürbe.

    Bitte hol dir ggf. professionelle psychologische Hilfe, auch ein Medikament zum Lösen der Ängste kann helfen - ich habe diese Karte "gezogen", damit war ich wieder handlungsfähig und bin inzwischen auch wieder medikamentenfrei.

    Zu deiner Unterstützung mobilisier Familie und Freunde, auch dein ExPartner wird sich mindestens um seine Kinder kümmern müssen....auch das ist leicht gesagt, aber es führt kein Weg daran vorbei! Mach ihm klar, du hast Krebs und keinen Schnupfen!


    Ich wünsche dir, dass du nächste Woche viel mentale Kraft sammeln kannst und idch auch körperlich ein bisschen erholst...noch eins: unser Leben ist mit dieser Diagnose nicht zu Ende, du hast eine realistische Chance wieder gesund zu werden, der Weg dahin ist hart, aber es gibt viele Behandlungsoptionen!

    Mehr heute Abend, einstweilen lieben Gruß von Barbara

    12/2014 NMP22 (IGEL bei Gyn) positiv, 03/2015 TUR B =>CIS und floride Entzündung, 04/2015 Mapping (Hexvix) => CIS und floride Entzündung, 04/2015 BCG(6 x je 1 pro Woche) => Mapping 06/2015 => weiterCIS Blasenboden => Zystektomie 4.9.15 "Berliner Neoblase", Zystektomie pTis multifokal, R0, N0 (0/7)

    "Alles hat einen Zweck, selbst wenn es uns nur an das erinnert, was wir nicht tun sollten." aus "Ich bleibe hier" von Catherine Ryan Hyde

  • Danke für euren Beistand

    Ich goggle weiter durchs Netz um möglichst viele Fragen zu finden, welche ich beim nächsten Arzttermin stellen kann.

    Ich brauche einfach die volle Aufklärung.

    Vieles erfahre ich hier bei euch

    Habt Dank dafür, ihr gebt viel Halt und Zuversicht

    LG Silke

    1. TUR 25.09.2017 pT1 G3 CIS

    2. TUR 24.10.17 Urocystitis kein Anhalt für Malignität

  • Hallo Silke,


    Fakt ist folgendes:

    1.)Wir haben es hier mit einem pT1 G3 CIS zu tun.


    2.)Da die TUR-B unter Weißlicht gemacht wurde, ist es nicht sicher ob alle Tumore und deren Ausbreitung entdeckt wurden.


    3.)Die innerhalb von 24 Stunden durchgeführte Instillation mit Mito war richtig.


    4.)Das es keine Nachresektion braucht ist falsch, gerade bei einem TIS (= CIS) ist eine Nachresektion dringend erforderlich, egal wie groß oder klein.


    5.) T1 = der Tumor befindet sich in der Schleimhaut, wächst aber bereits in die Bindegewebeschicht zwischen Schleimhaut und Muskelwand der Harnblase ein (Submukosa).

    Lt. Leitlinien: Aussagekräftige Studien zeigen, dass bei einer zweiten TUR bei etwa 20 bis 75 von 100 Betroffenen noch Restkrebs gefunden wurde. In folgenden Situationen

    sollen die Ärztinnen und Ärzte Ihnen daher eine weitere TUR anbieten: bei T1-Blasenkrebs oder bei aggressiv wachsendem Blasenkrebs (Ta High-Grade-Form) oder wenn bei der ersten TUR zwar Tumorgewebe, aber kein Muskelgewebe entfernt wurde.


    Meine Tips:

    Hole Deine Unterlagen aus dem Krankenhaus und gehe in ein anderes. Weißlicht ist inzwischen Steinzeit, das macht kaum noch eine Klinik.


    Wie schnell Tumore nachwachsen oder sich verändern ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, bei dem einem wächst nichts nach, bei anderen geht es ruckzuck.


    Die Chemos werden nach dem Tumorstatus gesichtet und ausgewählt. 6 -8 Wochen nach der 2. TUR wird in diesem Fall wohl mit BCG weiter behandelt.


    Möchtest Du weitere Infos? In unserer Videothek findest Du unzählige bereits herausgesuchte Videos zur TUR-B, Klick hier


    Oder du gehtst auf die Anfangsseite der Videothek Klickst du hier


    Auch unter den Broschüren oder auch in unserem lexikon findest du sehr viele Informationen.


    Gruß Rainer




     

    Ein Systemadministrator schläft nicht. Er root!

  • Hallo Silke,

    CIS ist immer G3 - leider ....

    Gruß Barbara

    12/2014 NMP22 (IGEL bei Gyn) positiv, 03/2015 TUR B =>CIS und floride Entzündung, 04/2015 Mapping (Hexvix) => CIS und floride Entzündung, 04/2015 BCG(6 x je 1 pro Woche) => Mapping 06/2015 => weiterCIS Blasenboden => Zystektomie 4.9.15 "Berliner Neoblase", Zystektomie pTis multifokal, R0, N0 (0/7)

    "Alles hat einen Zweck, selbst wenn es uns nur an das erinnert, was wir nicht tun sollten." aus "Ich bleibe hier" von Catherine Ryan Hyde

  • Liebe Silke,

    wie versprochen etwas zur BCG Therapie. Ich nutze hier den Text von AndreasW, dieser deckt umfassend alle Aspekte ab:


    Die BCG - Therapie ist in den meisten Fällen kein Spaziergang, hierbei handelt es sich im abgeschwächte aber dennoch lebendige Tuberkulosebakterien, die per Katheter in die Blase gegeben werden, dort müssen die Bakterien ca. 2 Stunden verbleiben und können dann ausgeschieden werden.

    Durch diese Bakterien kommt es in der Blase zu einer Immunreaktion, was eine Blasenentzündung auslöst. Diese Immunreaktion des Körpers soll dazu führen, dass die körperlichen Antikörper auch Krebszellen in der Blase bekämpfen und so neue Tumoren verhindern helfen.



    Therapieplan wird sich wie folgt aufteilen:

    1. eine 6 wöchige Initialtherapie mit je einer Therapie pro Woche

    2. der Erhaltungstherapie mit 3 Instillationen in wöchentlichem Abstand in den Monaten 3, 6, 12, 18, 24, 30 und 36 (gerechnet nach der letzten TUR-B). In diesem Schema werden insgesamt 27 Instillationen über einen Zeitraum von 3 Jahren verabreicht.


    Nebenwirkungen:

    Bei einer immunologischen Behandlung mit BCG kann die Harnblase in den Tagen nach der Behandlung gereizt sein. Dies kann insbesondere beim Wasserlassen zu Schmerzen (Krampfartig) führen und Harndrang verursachen. Die Patienten können auch etwas Blut im Urin und leicht erhöhte Temperatur haben und an Müdigkeit leiden.

    Weiterhin kann die Therapie grippeähnliche Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Muskelschmerzen, Schwäche, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen.

    All diese Nebenwirkungen betreffen Großteils die ersten 48 Stunden nach der Instillation des BCG - danach sollten sie deutlich abklingen. Der verstärkte Harndrang aber, kann noch Monate nach der Behandlung auftreten (Reiz - und Schrumpfblase).



    Hygiene:

    Am Tag und Folgetag der Instillation sollte man verstärkt auf die Hygiene achten und nicht nur nach jedem Toilettengang die Hände waschen, sondern auch desinfizieren, ebenso ist es hilfreich die Toilette selbst mit Desinfektionsspray nach jedem Toilettengang zu reinigen.

    Durch den verstärkten Harndrang sollte man ebenso darauf achten immer eine Toilette in der Nähe zu haben, aus eigener Erfahrung weiß ich, das man oftmals keine 20 Meter weit kommt, wenn man erst mal merkt das man mal "muss".

    Durch die Blutbeimengungen im Urin, der dann auch Gelleeartig sein kann, bietet es sich an am Tag der Instillation und dem Folgetag Einlagen zu tragen, sodass man sich die Unterwäsche nicht versaut.

    Diese Inkontinenzeinlagen kann der Urologe als so genanntes Hilfsmittel verschreiben, sollte dies geschehen sein, sollte man mit der Krankenkassen in Kontakt treten und sich das Sanitätshaus nennen lassen mit denen sie zusammenarbeiten. Danach dann das Sanitätshaus aufsuchen, dort findet eine Beratung statt und eine Abklärung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse.



    Nach der Instillation:

    ca. 1 1/2 Stunden nach der Instillation kann man beginnen mit trinken, das Beste sind Tee´s oder stilles Mineralwasser. Kohlensäurehaltige Getränke können die Blase zusätzlich reizen. Je mehr man trinkt, je besser wird die Blase gespült, Anhaltspunkt ist ein Liter Flüssigkeit pro Stunde das sollte man dann ca. 4 Stunden lang machen und ab dann kann weniger getrunken werden.

    Gönne Dir am Tag der Instillation + dem Folgetag ruhe, auch wenn Du wahrscheinlich nach den ersten Instillationen kaum Nebenwirkungen verspüren wirst, werden die Nebenwirkungen von Behandlung zu Behandlung mehr werden, teilweise kann es auch Aufgrund der Nebenwirkungen zu einem Therapieabbruch kommen.

    Ebenso muss der Arzt bei der Instillation aufpassen, dass z.B. die Harnröhre nicht verletzt wird und somit BCG in die Blutbahn kommt, denn dann kann es zu einer Bcgitis kommen (Tuberkulose).



    Sexualität während der BCG-Therapie:

    Während der BCG-Therapie sollte bei jedem Verkehr ein Kondom benutzt werden, dies sollte man auch noch bis 4 Wochen nach der letzten Therapie beibehalten.


    Ich habe selber die sechswöchige Initialtherapie mit BCG erhalten. Diese war erträglich, ich brauchte aber hinterher einige Wochen um mich zu erholen, war schlapp und müde. Dies kann aber auch durch die psychische Belastung entstanden sein, man weiß es halt nicht... Letztendlich ergab das nachfolgende Mapping weiterhin CIS und ich habe mich dafür entschieden, mich von meiner Blase zu verabschieden. Das war der für mich sicherste Weg. Wie es für dich weitergehen kann, wird sich anhand der Ergebnisse der Nachresektion zeigen, leider ist bis dahin abwarten angesagt, unerträglich aber nicht zu umgehen...

    Versuch ein bisschen zur Ruhe zu kommen, das wünsch ich Dir !

    Lieben Gruß von Barbara



    12/2014 NMP22 (IGEL bei Gyn) positiv, 03/2015 TUR B =>CIS und floride Entzündung, 04/2015 Mapping (Hexvix) => CIS und floride Entzündung, 04/2015 BCG(6 x je 1 pro Woche) => Mapping 06/2015 => weiterCIS Blasenboden => Zystektomie 4.9.15 "Berliner Neoblase", Zystektomie pTis multifokal, R0, N0 (0/7)

    "Alles hat einen Zweck, selbst wenn es uns nur an das erinnert, was wir nicht tun sollten." aus "Ich bleibe hier" von Catherine Ryan Hyde

  • Das hört sich so an als ob man dabei nicht arbeiten geht X/

    Bekommt man eigentlich trotzdem Krankengeld wenn mann nach 6 Wochen zwischendurch mal für ein paar Wochen arbeitet und

    dann wieder krank geschrieben wird?

    Ich hatte so etwas noch nicht und mit zwei Kindern ist das Geld jetzt schon knapp.

    Das macht mir schon auch Sorgen

    Auch möchte man ja nicht die ganze Zeit nur auf der Couch verbringen.

    Mir fehlt mein Sport :(

    1. TUR 25.09.2017 pT1 G3 CIS

    2. TUR 24.10.17 Urocystitis kein Anhalt für Malignität

  • Hallo Silke,


    den Empfehlungen zur Weiterbehandlung kann ich mich nur anschließen, unbedingt umsetzen!!

    Zur Lohnfortzahlung habe ich mal gegoogelt, hänge Dir den Screenshot an, wenn diese endet, hast Du Anspruch auf Krankengeld. ABER: hier im Forum habe ich schon häufiger gelesen, dass man die BCG Instillation auf einen Freitag legt und dann das Wochenende zur Erholung hat. 6 Wochen sind ja nicht so viel! Leider!!!


    Was mich beschäftigt, ist der Expartner/Vater? Ich kenne die rechtliche Situation nicht, aber wenn ihr ein gemeinsames Sorgerecht habt, wird er sich auch kümmern müssen?! Zumindest um die 'Kleine', die Große schafft Vlt. schon ein zwei Tage allein?


    Im Zweifelsfall kann man auch bei einem Amt (Jugendamt oder Sozialamt) nach Hilfe im Haushalt fragen, das habe ich im Krebskompass bei einer Mutti gelesen (Kinder waren 4 und 6). Gibt es eine Oma?


    Wichtig ist vor allem eine gute zweite TURB mit Hexvix, damit alle Tumorherde entfernt sind. Und dann geht an BCG kein Weg vorbei. Du schaffst das!!! Aber allein ist wirklich nicht einfach!!


    Lass Dich mal virtuell in den Arm nehmen.


    Liebe Grüße


    Melinda

  • Das tut so gut :)

    Herzlichen Dank für die lieben Worte

    Der Vater versorgt die Kinder wenn ich krank bin.

    Die große hat heute ihren Gips ab bekommen.

    Hatte sich den Ellenbogen beim klettetn ausgekugelt. Da steht keine OP an :)

    Eine Sorge weniger. Aber diese Termine mit MRT und Ärzte bequatschen muss ich halt alle machen. Da kann der Vater sich nicht durchsetzen.

    Gute Übung für meine Arztgespräche

    Lg

    1. TUR 25.09.2017 pT1 G3 CIS

    2. TUR 24.10.17 Urocystitis kein Anhalt für Malignität