Blasenkrebs im besten Alter

  • Hallo Josef,


    ein herzliches Willkommen hier im Forum, auch wenn der Anlass dafür nicht so schön ist.

    Das Forum ist sehr informativ, darum war es richtig sich hier anzumelden. Nun ist es wichtig, daß schnell gehandelt wird,was bei dir der Fall ist.

    Durch eine sogenannte Tur-B wird der Blumenkohl abgetragen . Wie sowas aussieht, kannst du bei Youtube dir anschauen. Bist du dann den Blumenkohl los, ( ein Krankenhausaufentalt dauert ohne Komplikationen ca. 4 Tage ) wirst du engmaschig kontrolliert, da der Blumenkohl schnell nachwachsen kann . Bei mir war es bereits 2 mal . Ich wünsche dir viel Glück ,daß die Sache schnell über die Bühne geht. Belese dich im Forum und lasse dich nicht verrückt machen .

    MfG. Didi

  • moin moin Josef,

    auch ich begrüße Dich recht herzlich bei uns im Forum. In groben Zügen bist Du bereits informiert durch Deine Ärzte und hier von bladidi . Vor dem Ergebnis der geplanten TUR B ist eine Prognose schier unmöglich. Mit dem Befund wird man wissen, welchen Therapieweg man gehen kann und muss. Schon jetzt rate ich Dir, mach Dich frei von den Gedanken eines "guten" Tumors. Den gibt's schlechthin nicht. Erschwerend kommt die extrem hohe Rezidivquote dazu.


    Ansonsten lies Dich ein und stell Deine Fragen.



    Gruß, Wolfgang

    April 2009 CIS, bis Aug. 2009 6xBCG Instillation. Diagnose im Jan. 2010: Harnblasenkarzinom pT4a pTis L1 V0 pN1 pMx R0 G 3, Prostatakarzinom pT1a L0 V0 pN0 pMx R0 G 2 GL: 3+3=6 . Februar 2010 radikale Cystoprostatektomie mit Anlage eines Sigma Conduit. April bis Juli 2010 Chemotherapie 6 Zyklen Cisplatin/Gemcitabin


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Hallo Josef,

    jetzt kommt der Tunnel wo jeder durch muss. Der Tunnel heißt "Warten" , warten auf den OP Termin, warten auf die Histologie, warten auf Entlassung, warten auf die Nachsorgetermine.

    So wie ich den Tumor in Deiner Blase sehe ist er schon ordentlich gewachsen. Nun, die Größe sagt niicht unbedingt etwas über die Gefährlichkeit, die Aggrissivität aus. Hier kann nur die Histologie nach der TUR - B Klarheit bringen.


    Wenn du wissen möchtest wie so eine TUR vonstatten geht haben wir in einer eigenen Vidiothek einiges zusammengestellt. Klick hier: TUR B. Videos


    Hoffen wir das beste, das alles nur oberflächlich ist und sich gut behandeln lässt.


    Gruss Rainer

    Ein Systemadministrator schläft nicht. Er root!

  • Hallo Melinda,


    irgendwie ist deine Antwort in meinen Anfangsbeitrag gerutscht ;)


    Besten Dank für deine Antworten, jetzt ist mir wieder einiges klarer :)


    Zu deinen Punkten:

    - Hexvix: ich gehe davon aus, dass das an der Klinik in Regensburg gemacht wird, siehe Anhang Seite 6 "die Anwendung der photodynamischen Diagnostik ist Standard"

    - Mitomycin: muss ich erst hinterfragen

    - Tumor-Entdeckung: hat mein Hausarzt beim Ultraschall entdeckt nachdem ich Blut im Urin hatte, wurde danach durch Blasenspiegelung beim Urologen bestätigt (siehe auch meinen Vorstellungsbeitrag mit Ultraschall-Bilder)


    Ich halte euch auf dem Laufenden, nach der OP berichte ich wie es mir geht.


    LG

    Josef


    St.Josef_Regensburg.pdf

    04.10.2017: 1. TUR-B: Tumor im Bereich des rechten Blasenbodens/Blasenwand wurde großflächig und großzügig entfernt

    06.10.2017 (Histologie): Tumorklassifikation: pT1; Malignitätsgrad: G2 - G3 (high-grade nach WHO)

    08.11.2017: 2. TUR-B geplant

  • Moin Josef,

    da ist mir beim zusammenführen ein Fehler unterlaufen. Bitte jetzt hier weiterschreiben zu Deinem Verlauf.


    Gruß, Wolfgang

    April 2009 CIS, bis Aug. 2009 6xBCG Instillation. Diagnose im Jan. 2010: Harnblasenkarzinom pT4a pTis L1 V0 pN1 pMx R0 G 3, Prostatakarzinom pT1a L0 V0 pN0 pMx R0 G 2 GL: 3+3=6 . Februar 2010 radikale Cystoprostatektomie mit Anlage eines Sigma Conduit. April bis Juli 2010 Chemotherapie 6 Zyklen Cisplatin/Gemcitabin


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Hallo zusammen,


    so ich kann nun Neuigkeiten mitteilen, da ich meine erste TUR hinter mir habe.


    Am 04.10.17 musste ich um 8 Uhr im KH in Regensburg antreten. Dort hat man mich dann auf einer Vorbereitungsstation für die OP fertig gemacht. Dabei wurde mir auch über Katheter das Hexvix für die PDD eingeflößt. Das setzen des Katheters war nicht so einfach uns für mich sehr schmerzhaft. Die Schwester, die es machen sollte hat kapituliert, da ich mich total verkrampft hatte und sie den Katheter nicht in die Blase brachte. Sie musste einen Arzt holen, der er es dann "mit Gewalt" geschafft hat. Das war also sehr unangenehm für mich.


    Um 10 Uhr wurde ich in den OP geschoben, wo mir die Kanüle für die Narkose gesetzt wurde und ich dann eingeschlafen bin. Gegen 11 Uhr bin ich schon wieder wach geworden, da ging es mir sehr gut - unten hing der Katheter raus, daran angeschlossen ein NaCl-Spülbeutel. So bin ich gegen 11.30 Uhr auf Station gekommen, wo ich auch gleich ein Mittagessen bekommen habe.


    Der Katheter oder möglicherweise auch die Nachwirkungen der TUR taten in der Harnröhre sehr weh, was ich den Schwestern gesagt habe. Daraufhin wurden mir Schmerztropfen gegeben, so dass es nach 1 Stunde besser wurde. Die Tropfen habe ich mir dann die nächsten 48 Stunden immer wieder mal geben lassen, so dass ich mit dem Katheter bzw. der Spülung sehr gut zurecht gekommen bin.


    Der abfließende Urin war noch sehr blutig, was den Tag über auch nicht besser wurde. Gegen 20 Uhr kam es dann zu einem Blasenstau, weil der Spülbeutel leer gelaufen und zu spät gewechselt worden war. Ein Gefühl, das ich niemanden wünsche, innerhalb von Sekunden habe ich gedacht, dass es mir die Blase zerreißt. Das ganze Zimmer hat dann Alarm geklingelt, so dass Gott sei Dank gleich eine Schwester gekommen ist. Diese hat dann den NaCl-Beutel vom Katheter abgestöpselt und hat dann mit 3 Mega-Spritzen die Blase bzw. den darin steckenden Katheter leergesaugt - war nicht unangenehm, insbesondere weil danach der Druck und die Schmerzen genauso schlagartig wieder weg waren wie sie gekommen waren.


    Allerdings war danach mein Urin noch blutiger als davor, so dass der Stationsarzt Angst bekam und telefonisch Kontakt mit dem diensthabenden Professor aufgenommen hat. Es stand dann im Raum, dass ich eventuell nochmal in den OP komme, um die Wunde zu veröden. Zuerst wollte man aber den Urin noch ein paar Stunden beobachten und dieser wurde dann erfreulicherweise wieder heller, so dass man die Not-OP absagen konnte.


    Der Donnerstag verlief dann ruhig, es wurden nur immer die Spülbeutel gewechselt. Urin war mal dunkler mal heller.


    Am Freitag kam der operierende Professor zur Visite und hat mir erzählt, dass der Tumor relativ groß gewesen ist (hat mir seine Handfläche gezeigt), er aber sehr großzügig und großflächig abgetragen hätte. Aus seiner Erfahrung heraus hat er die Wahrscheinlichkeit einer Blasenentfernung als sehr gering eingeschätzt. Genaueres könnte man aber erst nach der Histologie sagen. Diese dauert aber noch ...


    Am Samstag mittag war dann der Urin so hell, dass der Katheter gezogen werden konnte und ich am nachmittag nach nochmaligen Ultraschall (war alles ok) nach Hause durfte. Hab dann noch bis Sonntag mittag blutig uriniert, aber ab seit Sonntag abend hab ich wieder eine herrliche Urinfarbe.


    Und dann war Warten auf den histologischen Befund angesagt, den ich eben erhalten habe - pT1, G2-G3. Ich habe die genaue Analyse als Anhang beigefügt.


    Und jetzt brauche ich eure Hilfe bzw. eure Einschätzung zum Histologie-Bericht. Am kommenden Dienstag habe ich Besprechung mit meiner Urologin und da möchte ich entsprechend vorbereitet auflaufen.


    Der Malignitätsgrad macht mir schon ein wenig Sorgen.


    Was sind aus eurer Sicht die nächsten Schritte? Was muss und was sollte gemacht werden?


    Viele Grüsse

    Josef

    04.10.2017: 1. TUR-B: Tumor im Bereich des rechten Blasenbodens/Blasenwand wurde großflächig und großzügig entfernt

    06.10.2017 (Histologie): Tumorklassifikation: pT1; Malignitätsgrad: G2 - G3 (high-grade nach WHO)

    08.11.2017: 2. TUR-B geplant

  • Lieber Josef,


    damit du diesen Befund erstmal verstehst, werde ich vorab einige allgemeine Informationen geben, bevor ich dann auf deinen Befund eingehen werde.


    Die Harnblase ist in mehrere Schichten aufgebaut und deshalb unterscheidet man in oberflächliche und muskelinvasive Tumore


    Zu den oberflächlichen Tumoren zählen:

    - CIS

    - pTa

    - pT1

    zu den muskelinvasiven Tumoren zählen alle ab einem Stadium von pT2x

    Weiterhin gibt es dann noch das Grading, welches angibt, wie nah die Tumorzellen noch an den Orginalzellen sind.

    Dabei gibt es zwei unterschiedliche System, laut WHO z.b. nur noch in low risk oder high risk oder die Bezeichnung G1, G2 oder G3.

    Bei G1 (low risk) - Tumoren, sind die Tumorzellen noch relativ nah am Orginal und somit noch nicht so stark mutiert. G2 - Tumoren können als low bzw. high risk eingestuft werden, hier ist die Zellveränderung schon deutlich zu sehen. Bei G3 - Tumoren erkennt man kaum noch die Originalzelle.


    Bildquelle:

    This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license. Attribution: Der Reisende at the German language Wikipedia





    Bei Dir hat man nun einen pT1 - Tumor festgestellt, bei diesem Tumorstadium spricht man noch von einem oberflächlich wachsenden Tumor, da dieser noch nicht die Blasenmuskulatur erreicht hatte. Damit ist eine blasenerhaltende Therapie noch möglich.
    Folgende Therapiemöglichkeiten stehen jetzt zur Verfügung:


    1. die BCG - Therapie

    2. eine RCT - Therapie (Radio-Chemo-Therapie)

    3. die Synergo - Therapie


    Die BCG - Therapie ist hierbei der goldene Standard und auch in den Leitlinien zur Behandlung vorgesehen, eine RCT oder Synergo - Therapie würde sich anbieten, falls eine BCG-Therapie nicht möglich wäre (z.B. Vorerkrankung mit Tuberkulose etc.).

    Bevor aber diese 3 jährige Therapie gestartet werden kann, muss in ca. 4 bis 6 Wochen nochmals eine weitere TUR-B (Nachresektion) durchgeführt werden, dabei wird die Wunde und damaligen Schnittränder nochmals "nachgeschnitten" um sicher zu gehen, das der Tumor vollständig entfernt wurde.

    Danach muss die Blase einige Wochen abheilen (ca. 4 Wochen) - und dann kann die Therapie gestartet werden. Zur BCG-Therapie selbst, werde ich dann zuätzlich noch etwas schreiben.


    Gruss

    AndreasW

    22.06.2012 erste TUR-B apfelgrosser Tumor wurde soweit wie sichtbar entfernt
    03.07.2012 Tumorklassifikation:
    ICD-0: C67 M8130/21 G1 pTa pNx pMx l0 v0 Rx
    22.10.2012 zweite TUR-B, diesmal ohne Befund
    16.12.2013 dritte TUR-B, 5 rezidive wurden entfernt. high grad (rpTa)
    24.06.2016 vierte TUR-B, ein rezidiv pTa G1

  • Hallo Josef,

    da haben wir beide den gleichen Befund, meiner war auch ziemlich groß!

    Du wirst in 6 Wochen eine Nachresektion haben, um sicher zu gehen, dass keine Tumorreste mehr vorhanden sind. Das Prozedere kennst Du ja nun schon.


    Wenn da nichts mehr gefunden wird, kann die Prophylaxe starten, dazu hat Andreas Dir schon geschrieben, was die Leitlinien sagen. Mein Prof. hat 2012 entschieden, bei mir eine 3-jährige Mitomycin-Behandlung durchzuführen, die Nebenwirkungen sind (oft) nicht so heftig wie bei BCG. Bei mir es seit 5,5 Jahren gut gegangen und ich hoffe, es bleibt so.


    Deine Urologin wird sicherlich schauen, wie Du körperlich drauf bist und Dir einen Vorschlag machen. Erschrick nicht, wenn zur Zystektomie (Blasensntfernung) geraten wird, bei einem T1G3 gehen die Meinungen auseinander. Wenn die 2. TURB in Orndung ist, würde ich einen Versuch zur blasenerhaltenden Therapie auf jeden Fall starten. Bei einem Rezidiv (das nie kommen möge), kann man je nach Befund immer noch entscheiden!


    Frag' bitte auch nach einem CT, Abdomen (Bauchraum) UND Lunge. Die Wahrsxhwinlichkeit von Metastasen ist bei Deinem Befund sehr gering, aber sicher ist sicher. Und ein IVG = Röntgen der Harnwege (vor allem der Harnleiter) sollte zur Erstdiagnose auch dazu gehören. Andreas hat eine gute Übersicht über die leitliniengerechte Nachsorge. Wenn Du die 2. TURB hinter Dir hast, frag' sie an.


    Und nun Kopf hoch, Du hast gute Chancen!!! Wichtig ist die Nachsorge!!!


    Alles Gute und viele Grüße

    Melinda

  • Hallo Melinda, hallo Josef,


    danke für eure Erläuterungen und guten Wünsche. Ich werde die Themen am Dienstag mit meiner Urologin besprechen und Sie wird mir sicherlich einen guten Weg vorschlagen. Über das Gespräch werde ich dann hier wieder berichten.


    Noch eine Frage. Ich hatte bei der Blasenspiegelung bei der Urologin und auch beim Setzen des Katheters für die Hexvix-Einbringung enorme Schmerzen, bzw. ging das nicht so einfach, weil ich mich natürlich dann auch verkrampft habe. Das war also jedes mal sehr unangenehm für mich und daher macht mich der Gedanke an die vielen anstehenden Katheter-Behandlungen etwas unruhig.

    Könnt ihr sagen, ob eine Blasenspiegelung oder das Setzen eines Katheters auch unter "Dämmerschlaf" oder kurzer Narkose durchgeführt werden kann? Geht das auch bei den Instillationen?


    Viele Grüsse

    Josef

    04.10.2017: 1. TUR-B: Tumor im Bereich des rechten Blasenbodens/Blasenwand wurde großflächig und großzügig entfernt

    06.10.2017 (Histologie): Tumorklassifikation: pT1; Malignitätsgrad: G2 - G3 (high-grade nach WHO)

    08.11.2017: 2. TUR-B geplant

  • Lieber Josef,


    normale Urologen haben nicht die Voraussetzungen um jemanden in den "Dämmerschlaf" zu legen, da diese Person hinterher noch für mindestens 2 Stunden überwacht werden muss.

    Vielmehr musst du lernen, zu entspannen - gerade wenn der Urologe beim Spiegeln in den Bereich der Prostata kommt - kann ein mehrmaliges "Husten" helfen - denn durch dieses Husten lößt sich die "Verspannung" und diesen Moment kann ein erfahrener Urologe nutzen um an der Prostata vorbei zu kommen.


    Bei der BCG-Therapie werden sehr dünne Katheter genutzt - und als "Mann" sollte man auch darauf achten, das die Katheter genutzt werden, die der Packung beiliegen, denn diese haben eine Tiemann-Spitze und lassen sich fast problemlos einführen.

    Ebenfalls darauf achten, das das "Gleitmittel", welches auch die Harnröhre betäubt lang genug einwirkt ... zw. 5 und 10 Minuten ist okay.


    Gruss

    AndreasW

    22.06.2012 erste TUR-B apfelgrosser Tumor wurde soweit wie sichtbar entfernt
    03.07.2012 Tumorklassifikation:
    ICD-0: C67 M8130/21 G1 pTa pNx pMx l0 v0 Rx
    22.10.2012 zweite TUR-B, diesmal ohne Befund
    16.12.2013 dritte TUR-B, 5 rezidive wurden entfernt. high grad (rpTa)
    24.06.2016 vierte TUR-B, ein rezidiv pTa G1

  • Hallo Josef,


    deine Story ist meiner recht ähnlich, bei mir auch nach der ersten Resektion ein T1G3 und ebenfalls verrengte Harnröhre zumindest vorne.

    Mein Urologe weitet da bei BCG-Instillationen immer die Öffnung zunächst mit kleinen Frauenkathetern ab 12er und dann halt immer etwas größer.

    Bei der Spiegelung habe ich im KRK aber auch schon erlebt das mir einfach ein Dehnungskonus reingehauen wurde (AUA!!!!!!) mit den Worten "Jetzt gehts pinkeln auch wieder leichter" na vielen Dank auch :(


    Ansonsten ist bei dieser Diagnose wahrscheinlich eine BCG-Therapie am sinnvollsten, diese hat zumindest bei mir den T1 und nebenbei auch noch den ebenfalls vorhandenen pTa erstmal gekillt, Rezidive sind natürlich nie ausgeschlossen, deswegen gibts ja die Nachsorge mit zeitlich gestaffelten BCG-Gaben

    In deinem Alter sollte BCG noch gut vertragen werden und nicht zu anstrengend sein, ist auf jeden Fall wirkungsvoller als Mitomycin, eine Alternative zu BCG wäre bei absoluter Unverträglichkeit eventuell noch Immucothel, das kaum Nebenwirkungen verursacht.

    Ebenfalls eine Alternative ist die Synergo-Therapie mit Mitomycin unter wärmebehandelter Blase, was die Wirkung wesentlich verbessert, hier ist vorzugsweise die Uniklinik in Gießen zu empfehlen, es gibt aber auch noch andere Standorte die das machen.

  • Hallo Josef,


    das wird bei einem niedergelassenen Urologen aus den von Andreas genannten Gründen schwierig sein.

    Ich selbst bin in der urologischen Ambulanz der Uniklinik Halle in Behandlung, bis zur letzten Spiegelung war ich immer in Narkose und seit 2 Jahren im Dämmerschlaf mit Dormicum. Ich werde dann in ein Bett gelegt und kann ausschlafen (inkl. Dormicumgabe und etwas ausschlafen ca. 40 Minuten), werde dann von der Braunüle und Katheter befreit und gehe zum Arztgespräch. Das ganze ist ambulant und wird in der sogenannten Tagesklinik abgewickelt. Komme 7:30 Uhr, bin um 8 Uhr zur Spiegelung und um 12 Uhr wieder weg. Darf allerdings an diesem Tag nicht Auto fahren. Erst die letzte Spiegelung habe ich ganz ohne Medikamente "erlebt".


    Was ich sagen will: es geht schon, dann müsstest Du Dir allerdings eine Art "duale Behandlung" organisieren. Der niedergelassene Urologe instilliert und die Spiegelung lässt Du in einer Klinik mit angeschlossener Ambulanz / Tagesklinik machen, wenn das bei Dir vor Ort überhaupt geht.


    Ansonsten bleiben wahrscheinlich wirklich nur die Tipps von den Jungs, bei uns Mädels ist das ja ohnehin nicht so schlimm.


    Liebe Grüße

    Melinda

  • Hallo Melinda, hallo Andreas,


    ich habe mir die Homepage meiner urologischen Gemeinschaftspraxis angesehen. Die sind schon relativ groß und gut ausgerüstet und führen auch ambulante Operationen durch. Somit sollte man dort mit dem Thema "Narkose" kein Problem haben.


    Ich frage am Dienstag, was man mir da alles anbieten kann ...


    Gruss

    Josef

    04.10.2017: 1. TUR-B: Tumor im Bereich des rechten Blasenbodens/Blasenwand wurde großflächig und großzügig entfernt

    06.10.2017 (Histologie): Tumorklassifikation: pT1; Malignitätsgrad: G2 - G3 (high-grade nach WHO)

    08.11.2017: 2. TUR-B geplant

  • Lieber Josef,


    jetzt werde ich auf die BCG - Therapie näher eingehen, ließ es Dir bitte sehr genau durch und wenn du Fragen hast, werde ich sie Dir gern beantworten:


    Die BCG - Therapie ist in den meisten Fällen auch kein Spaziergang, hierbei handelt es sich im abgeschwächte aber dennoch lebendige Tuberkulosebakterien, die per Katheter in die Blase gegeben werden, dort müssen die Bakterien ca. 2 Stunden verbleiben und können dann ausgeschieden werden.

    Durch diese Bakterien kommt es in der Blase zu einer Immunreaktion, was eine Blasenentzündung auslöst. Diese Immunreaktion des Körpers soll dazu führen, dass die körperlichen Antikörper auch Krebszellen in der Blase bekämpfen und so neue Tumoren verhindern helfen.


    Therapieplan wird sich wie folgt aufteilen:

    1. eine 6 wöchige Initialtherapie mit je einer Therapie pro Woche

    2. der Erhaltungstherapie mit 3 Instillationen in wöchentlichem Abstand in den Monaten 3, 6, 12, 18, 24, 30 und 36 (gerechnet nach der letzten TUR-B). In diesem Schema werden insgesamt 27 Instillationen über einen Zeitraum von 3 Jahren verabreicht.


    Nebenwirkungen:

    Bei einer immunologischen Behandlung mit BCG kann die Harnblase in den Tagen nach der Behandlung gereizt sein. Dies kann insbesondere beim Wasserlassen zu Schmerzen (Krampfartig) führen und Harndrang verursachen. Die Patienten können auch etwas Blut im Urin und leicht erhöhte Temperatur haben und an Müdigkeit leiden.

    Weiterhin kann die Therapie grippeähnliche Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Muskelschmerzen, Schwäche, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen.

    All diese Nebenwirkungen betreffen Großteils die ersten 48 Stunden nach der Instillation des BCG - danach sollten sie deutlich abklingen. Der verstärkte Harndrang aber, kann noch Monate nach der Behandlung auftreten (Reiz - und Schrumpfblase).


    Hygiene:

    Am Tag und Folgetag der Instillation sollte man verstärkt auf die Hygiene achten und nicht nur nach jedem Toilettengang die Hände waschen, sondern auch desinfizieren, ebenso ist es hilfreich die Toilette selbst mit Desinfektionsspray nach jedem Toilettengang zu reinigen.

    Durch den verstärkten Harndrang sollte man ebenso darauf achten immer eine Toilette in der Nähe zu haben, aus eigener Erfahrung weiß ich, das man oftmals keine 20 Meter weit kommt, wenn man erst mal merkt das man mal "muss".

    Durch die Blutbeimengungen im Urin, der dann auch Gelleeartig sein kann, bietet es sich an am Tag der Instillation und dem Folgetag Einlagen zu tragen, sodass man sich die Unterwäsche nicht versaut.

    Diese Inkontinenzeinlagen kann der Urologe als so genanntes Hilfsmittel verschreiben, sollte dies geschehen sein, sollte man mit der Krankenkassen in Kontakt treten und sich das Sanitätshaus nennen lassen mit denen sie zusammenarbeiten. Danach dann das Sanitätshaus aufsuchen, dort findet eine Beratung statt und eine Abklärung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse.


    Nach der Instillation:

    ca. 1 1/2 Stunden nach der Instillation kann man beginnen mit trinken, das Beste sind Tee´s oder stilles Mineralwasser. Kohlensäurehaltige Getränke können die Blase zusätzlich reizen. Je mehr man trinkt, je besser wird die Blase gespült, Anhaltspunkt ist ein Liter Flüssigkeit pro Stunde das sollte man dann ca. 4 Stunden lang machen und ab dann kann weniger getrunken werden.

    Gönne Dir am Tag der Instillation + dem Folgetag ruhe, auch wenn Du wahrscheinlich nach den ersten Instillationen kaum Nebenwirkungen verspüren wirst, werden die Nebenwirkungen von Behandlung zu Behandlung mehr werden, teilweise kann es auch Aufgrund der Nebenwirkungen zu einem Therapieabbruch kommen.

    Ebenso muss der Arzt bei der Instillation aufpassen, dass z.B. die Harnröhre nicht verletzt wird und somit BCG in die Blutbahn kommt, denn dann kann es zu einer Bcgitis kommen (Tuberkulose).


    Sexualität während der BCG-Therapie:

    Während der BCG-Therapie sollte bei jedem Verkehr ein Kondom benutzt werden, dies sollte man auch noch bis 4 Wochen nach der letzten Therapie beibehalten. Weiterhin zeigte sich in Studien und Untersuchungen, dass durch die BCG-Therapie die Qualität der Spermien abnehmen und es nicht ausgeschlossen werden kann, das es zu einer dauerhaften Schädigung kommt. Sollte die Familienplanung noch nicht abgeschlossen sein, sollte hierüber mit dem Urologen gesprochen werden.

    Männer sollten sich vor Therapiebeginn hinsichtlich einer möglichen Spermienkonservierung beraten lassen, leider werden die Kosten dafür nicht von den Krankenkassen übernommen.


    Im Anhang findest du zwei Dokumente, zum einen eine Hersteller-Fachinformation, zum anderen das Merkheft, dieses solltest du ebenfalls als kleine A5 (Postkartengröße) Broschüre von deinem Urologen erhalten, worin dann die Behandlungen etc. vermerkt werden.


    Weiterhin:


    Als an Krebs erkrankter, kannst du nun bei deinem zuständigen Versorgungsamt einen Schwerbehindertenausweis beantragen, bei an Krebs erkrankten Personen wird dieser Schwerbehindertenausweis mit einer Heilungsbewährung (also zweitlich befristet) ausgestellt.

    Bei einem pT1 G3 - Tumor wird der Grad der Behinderung mit ca. 50 bis 60 festgestellt werden ( GdB ) und die Heilungsbewährung liegt bei 5 Jahren.

    Neben einem höheren Steuerfreibetrag hast du als Arbeitnehmer noch zusätzlich auf 5 Tage mehr Urlaub im Jahr anspruch, vorausgesetzt du informierst deinen Arbeitgeber über die Schwerbehinderung. Weiterhin gibt es weitere Vergünstigungen bei Sportveranstaltungen usw.


    Dein zuständiges Versorgungsamt wäre:

    https://www.zbfs.bayern.de/beh…llen/oberpfalz/index.php#


    Ebenso kannst du innerhalb der nächsten 12 Monate bei deinem zuständigen Rententäger eine onkologische Reha beantragen.


    Gruss

    AndreasW

    Dateien

    22.06.2012 erste TUR-B apfelgrosser Tumor wurde soweit wie sichtbar entfernt
    03.07.2012 Tumorklassifikation:
    ICD-0: C67 M8130/21 G1 pTa pNx pMx l0 v0 Rx
    22.10.2012 zweite TUR-B, diesmal ohne Befund
    16.12.2013 dritte TUR-B, 5 rezidive wurden entfernt. high grad (rpTa)
    24.06.2016 vierte TUR-B, ein rezidiv pTa G1

  • Hallo Josef,


    sehe ich auch so! Sieht doch gut aus. Zumindest für die Blasenspiegelungen würde ich aktiv nachfragen.

    Meine Mutter muss sich am Auge operieren lassen, neue Linse, für "Angsthasen" macht die Praxis das auch "in sedo" (keine Vollnarkose, sondern Schlafmittel, wie Dormicum).

    Bin gespannt auf Deine weiteren Berichte.


    Ein schönes Wochenende wünscht Dir


    Melinda

  • Hallo zusammen,


    der Termin bei meiner Urologin ist rum. Leider wurde nicht nicht wirklich was entschieden. Die Einstufung pT1, G2-G3 ist aus ihrer Sicht keine einfache Situation, da hier die Meinungen der Experten auseinandergehen. Die einen favorisieren eine totale Blasenentfernung, die anderen die konservative und blasenerhaltende Methode mit BCG-Instillationen. Sie selbst sieht in meinem Alter schon auch die Blasenentfernung, da möglicherweise der pT1 in dem Grad keine Ruhe geben wird.


    Die Urologin wird sich aber jetzt erst noch telefonisch mit dem operierenden Professor abstimmen, ich selber werde mich mit dem Prof am 02.11. zu einem Gespräch treffen, um dann den weiteren Weg zu besprechen.


    Parallel habe ich am 25.10. noch einen CT-Termin, um den Bauchraum zu überprüfen, dies nur als zusätzliche Vorsorge, hier erwartet die Urologin keine Auffälligkeiten.

    Also wieder mal warten auf die weiteren Gespräche und Ergebnisse .... es bleibt spannend.


    Mit der Blasenentfernung habe ich mich bis jetzt gedanklich noch nicht wirklich befasst, daher war die Einschätzung der Urologin schon ein wenig überraschend für mich. Jetzt muss ich mich aber wohl auch mal mit diesem Thema beschäftigen.


    Wie seht ihr das Ganze?


    Gruss

    Josef

    04.10.2017: 1. TUR-B: Tumor im Bereich des rechten Blasenbodens/Blasenwand wurde großflächig und großzügig entfernt

    06.10.2017 (Histologie): Tumorklassifikation: pT1; Malignitätsgrad: G2 - G3 (high-grade nach WHO)

    08.11.2017: 2. TUR-B geplant

  • bei nem T1G2-3 gleich die Blase raus ist natürlich der sichere Weg, ich persönlich habe da aber erstmal die BCG-Therapie gemacht und das zunächst erfolgreich

    Wenn dann ein Rezidiv auftauchen sollte, kann man immer noch über die Zystektomie reden, finde ich zumindest.....


    Die Entscheidung liegt bei dir, ich persönlich wollte es zumindest mit BCG mal ausprobieren bevor ich den großen Schritt wage

  • Lieber Josef,


    hierzu sind auch die Leitlinien nicht klar Seite 135 und folgende sagen dazu:


    Auch ohne den Nachweis einer Muskelinvasivität kann eine radikale Zystektomie bei isoliertem Vorliegen nicht-muskelinvasiver Tumorstadien indiziert sein. Dies wird in der Literatur oftmals als Frühzystektomie bezeichnet [449, 454-457]. Diese Herangehensweise wird durch die Evidenz gestützt, dass einerseits bei bis zu 50% der pT1 NMIBC im TUR-Präparat ein inkorrektes Staging erfolgt und das zeitig nachfolgende Präparat ein sog. Upstaging zu MIBC zeigt und dass andererseits ein hohe Progressionsrisiko in frühinvasiven Tumorstadien und bei Vorliegen eines CIS besteht [2, 450, 451, 458-466]. Diese Tumorkonstellationen sind prinzipiell zwar auch einer blasenerhaltenden Therapie mit Kontroll-TURB und einer BCG-Instillationstherapie zugänglich; es besteht jedoch die Evidenz, dass Patienten mit einem Tumorrezidiv nach diesem Vorgehen ein der frühzeitigen Zystektomie unterlegenes Ergebnis zeigen [452, 467-473].


    Bei entsprechender Risikokonstellation für eine Progression, welche üblicherweise als Hochrisiko-NMIBC bezeichnet wird, sollte die Frühzystektomie also erwogen werden [184, 423, 452, 453, 456, 474-484]. Wenn die Entscheidung zu einer Zystektomie getroffen wird, sollte zwischen Diagnosenstellung des Hochrisiko-NMIBC und der Zystektomie ein Zeitraum kleiner drei Monate liegen [456].


    Ein Hochrisiko-NMIBC mit einer entsprechenden Indikation zur Erwägung einer Frühzystektomie besteht bei [2, 184, 200, 377, 423, 435, 451, 452, 457, 474, 475, 481, 484, 485]


    • multifokalen und/oder > 3 cm messenden pT1 high grade/G3 NMIBC im TUR-Präparat


    • pT1 high grade/G3 NMIBC im TUR- Präparat mit begleitendem CIS


    • dem Befund eines pT1 high grade /G3 NMIBC im TUR-Präparat nach BCG- Induktionstherapie in der Dreimonats-Kontrolle, dem sog. „Frührezidiv“, welches einem Versagen der BCG-Therapie entspricht.


    • dem Rezidiv eines pT1 high grade /G3 NMIBC im TUR-Präparat unter laufender BCG-Erhaltungstherapie oder nach abgeschlossener BCG-Therapie.



    Für die Bewertung der Indikation einer Frühzystektomie für die beiden letztgenannten Punkte gilt, dass der Empfehlungsgrad vor dem folgenden Hintergrund zu sehen ist:


    Es bestehen zur genannten Indikation keinerlei prospektive Daten, sodass naturgemäß eine eingeschränkte Evidenzlage besteht. Allerdings wird insbesondere ein Versagen der BCG-Instillationstherapie als prognostisch ungünstig bzgl. einer Progression zu einem muskelinvasiven Karzinom gewertet [435, 460, 467, 468, 486, 487]. Und es wurde bisher keine sichere alternative Behandlungsmöglichkeit etabliert, die bei dieser prognostisch ungünstigen Konstellation eine hinreichend sichere onkologische Effektivität bietet. Eine Instillationstherapie mit Chemotherapeutika unter Hyperthermie als mögliche Alternative bei BCG-Versagen wurde bisher nur in kleineren unkontrollierten Serien beschrieben [488]. Von daher besteht trotz der für diese Fragestellung mangelnde Evidenz die Empfehlung einer Frühzystektomie bei BCG- Versagen.


    Weiterhin sollte eine radikale Zystektomie bei jeglicher ungewöhnlicher Histologie erwogen werden [457]. Die Zystektomie muss aufgrund ihrer Invalidität und Morbidität vor dem Hintergrund des individuellen Patienten betrachtet und diskutiert werden [3, 461, 489, 490]. Während die funktionelle Einschränkung einer Harnblase, wie sie nach längerer BCG-Therapie auftreten kann, eher für die Frühzystektomie spricht, wäre eine Anwendung bei deutlicher comorbiden Patienten zurückhaltender zu sehen [184, 449, 473, 479, 491].


    Wegen der weitreichenden Konsequenzen hinsichtlich der zukünftigen Lebensqualität sind Patientinnen und Patienten ihren individuellen Erfordernissen entsprechend ausführlich zu informieren und in die Entscheidung miteinzubeziehen.


    Patienten mit einem Hochrisiko-NMIBC erleiden in bis zu 84% Rezidive oder in bis zu 45% einen Progress ihrer Erkrankung innerhalb von 5 Jahren [2].


    ===


    Du siehst also, dass man sich bei einem pT1 high risk - Tumor wirklich nicht schlüssig ist, beide Optionen, die BCG-Therapie aber auch eine Frühzystektomie sind möglich. Beide Methoden haben ihre Vor - und Nachteile.

    Bei der BCG-Therapie hat man einen sehr langen (meißt 3 Jährigen) Weg vor sich, der Aufgrund der Nebenwirkungen von BCG kein Einfacher sein kann. Ebenso kann es durch die BCG-Therapie zu einer dauerhaften Schädigung der Harnblase kommen (Schrumpfblase) - sodass die Blase dann nur noch ein sehr geringes Volumen an Urin faßt.


    Bei einer Frühzystektomie, wärst du den Tumor los, aber auch die Blase. hast aber nach einigen Monaten eine gute Lebensqualität - da für Dich eine Neoblase in Frage käme.


    Insgesamt, können wir Dir da wirklich schwer etwas Raten.


    Gruss

    AndreasW


    22.06.2012 erste TUR-B apfelgrosser Tumor wurde soweit wie sichtbar entfernt
    03.07.2012 Tumorklassifikation:
    ICD-0: C67 M8130/21 G1 pTa pNx pMx l0 v0 Rx
    22.10.2012 zweite TUR-B, diesmal ohne Befund
    16.12.2013 dritte TUR-B, 5 rezidive wurden entfernt. high grad (rpTa)
    24.06.2016 vierte TUR-B, ein rezidiv pTa G1