Blasenentfernung geplant, Neoblase oder Urostoma

  • Liebe alesig, ich stimme dem Wolfgang zu und hoffe für dich,so schnell wie möglich die Op zu bekommen. Auch mein Befund glich deinem. Vielleicht ein Tipp für die Zeit bis zur op: wie wir wissen, lieben die Krebs Zellen Zucker . Versuche den Zucker in jeglicher Form so gut es geht zu meiden. Leider recht schwer,da ja nun die Weihnachtszeit bevorsteht. Das könnte auch ein Grund sein,dass erst im Januar operiert werden soll. Wünsche alles Gute und auch ich kann gut mit meinem Urostoma leben. LG Gertrud

  • Hallo Alesig. Ich habe zwar einen Pouch und dachte ich würde es nicht hinkriegen. Aber ging schneller als ich dachte. Eine damalige Zimmergenossin hat auch wie du einen Urostoma bekommen. Mit 81 Jahren und sie ist voll Elan. Durfte leider nicht aufstehen und sie rannte los um mir zu helfen. Ihr Spruch war immer dieser : A...backen zusammen und durch.

    Ich hoffe das du alles so gut und schnell wie diese alte Dame anpackst und genauso positiv dann in die Welt siehst.

    Wünsche dir alles gute

    Jutta

  • Versuche den Zucker in jeglicher Form so gut es geht zu meiden.

    Ich möchte dem widersprechen. Es ist meines Erachtens wichtig, sich trotz einer Krebserkrankung wohl zu fühlen, nicht schon vor der Operation abzunehmen und sein seelisches Gleichgewicht zu finden. Das ist alles nicht möglich, wenn man in der Vorweihnachtszeit (und auch sonst) angeraten bekommt, auf jeglichen Zucker zu verzichten. Damit züchtet man höchstens noch eine Depression dazu.


    Ich möchte euch hier einen Bericht des Deutschen Krebsforschungszentrums zu lesen geben, das sich mit diesem Thema befasst:

    Zucker als Krebsrisiko?

    Auch Krebspatienten dürfen genießen © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungzentrum

    Stimmt es, dass man vor allem den Tumor "füttert", wenn man Kohlenhydrate und insbesondere weißen Zucker konsumiert?

    Besonders viele Diskussionen gibt es zurzeit zur Frage, ob Krebspatienten Zucker essen dürfen, und ob sie nicht sogar möglichst alle Kohlenhydrate meiden sollten, also auch Brot, Nudeln und alle anderen stärkehaltige Lebensmittel.

    Dahinter stehen Forschungen zum Stoffwechsel in Tumoren: Gibt es auffallende Unterschiede? Gehen Krebszellen grundsätzlich anders mit dem Energielieferanten Zucker um, als dies gesunde Zellen tun?

    Entsprechende Theorien sind bereits rund einhundert Jahre alt, sie gehen auf die Forschungen des Nobelpreisträgers Otto Warburg zurück. Er beobachtete, dass Tumorgewebe oft bei einem bestimmten Schritt des Zuckerstoffwechsels "stehenblieb". Es kam zur "Gärung", wie sie etwa Bakterien zur Energiegewinnung nutzen, oder auch menschliches Gewebe, wenn der Sauerstoff fehlt.

    Tatsächlich ist die Beobachtung des Energiestoffwechsels von Tumorzellen heute wieder ein wichtiger Forschungszweig. Die Frage, ob man den Tumor besonders "füttert", wenn man Kohlenhydrate und insbesondere Zucker aufnimmt, ist dagegen nach wie vor offen. Bisher gibt es keine Studiendaten, die hierauf eine pauschale, einfache und für alle Patienten passende Antwort bieten würden.

    Ist es gerechtfertigt, bereits jetzt schon eine ganze Palette von Lebensmitteln anzubieten, die angeblich zur kohlenhydratarmen und zuckerfreien Ernährung von Patienten unbedingt notwendig sind? Noch fehlt die wissenschaftliche Grundlage dafür, dass diese Diät tatsächlich etwas nutzt.

    Die meisten Krebspatienten können es sich nicht leisten, auf Kohlenhydrate völlig zu verzichten, um nicht an Gewicht zu verlieren, mehr dazu im Text "Krebsdiäten". Zwar kann eine Erkrankung ein Anlass sein, die bisherige Ernährungsweise kritisch zu hinterfragen. Experten raten jedoch davon ab, sich zu überfordern, vor allem dann, wenn der Appetit sowieso schon unter der Krankheit oder auch der Therapie leidet.

    • Betroffene sollten sich dann nicht durch gut gemeinte, aber nicht begründbare Diätwarnungen unter Druck setzen lassen.



    Wer sich den ganzen Link ansehen möchte (hier geht es allgemein um Mythen, was alles Krebs auslöst - die aber allgemein nur die Angst schüren:


    Widerlegte Krebsrisiken



    Liebe Grüße


    Christina

    Ich habe für meine Mutter geschrieben, bei der im Jahr 2008 Blasenkrebs diagnostiziert wurde. Am 10.01.2015 ist sie im Alter von 80 Jahren daran verstorben. Da das Forum wie eine Familie für mich ist, bin ich ihm treu geblieben, obwohl mein persönlicher Schwerpunkt inzwischen ein anderer ist: Ende 2015 wurde bei mir Brustkrebs diagnostiziert, den ich mit Operation und Strahlentherapie bekämpft habe und mit einer 10 Jahre lang dauernden Anti-Hormontherapie hoffentlich komplett ausmerzen werde.

  • Liebe Christina,


    vielen Dank für Deinen Beitrag. Du sprichst mir aus der Seele. Man sollte nie die Lebensfreude unterschätzen. Auch oder gerade bei Kranken. Und damit meine ich nicht nur Krebskranke. Wenn man sich mit Verboten oder Diäten quält, trägt das bestimmt nicht zur Gesundung bei.


    Mir hat einmal ein Arzt gesagt, dass man bei allem nie die Lebensfreude vergessen darf. Die beste Diät und gesündeste Ernährung ist nicht hilfreich, wenn man sich dazu zwingen muss.


    In diesem Sinne wünsche ich ein schönes 1. Adventswochenende.


    Karin

    Es gibt nur eine Sünde im Leben - und die ist, den Mut zu verlieren. 

  • Hallo Zusammen ,

    habe mich eine ganze Weile nicht gemeldet. Mir ging es diesmal nach der Zystokopie nicht so gut. Ein kleines Tief, aber ich sage mir da muss ich durch.

    Morgen habe ich vorstationäre Aufnahme. Am 02.01.2018 OP Termin - die Blase wird entfernt (leider) - wenn ich Glück habe wird bei mir nur der Harnleiter

    verbaut und mein Darm wird nicht benötigt. Seit April habe ich nur noch die rechte Niere, linksseitig wurde alles entfernt. Aber das habe ich glaube schon erzählt.

    Ich werde mich morgen nochmal melden, wenn nicht wünsche ich allen einen guten Start ins Jahr 2018.

    Dir liebe tavana kann ich nur sagen trinken, trinken und vorallem nicht soviel grüpeln. Was sein soll, wird sein - man muss nur das gute und beste draus machen und jeden Tag genießen.

    Also bis bald


    liebe Grüße an alle

  • Liebe Alesig,

    ich habe gerade Deinen Beitrag an anderer Stelle im Forum gelesen (liebe Moderatoren, wollen wir vielleicht zusammenführen?) und möchte Dir Mut zusprechen!

    Weißt Du, meine Zystektomie ist jetzt 6 Monate her und es war längst nicht so schlimm wie befürchtet. Zum einen gibt es in den Kliniken ein sehr sehr gutes Schmerzmanagement (4 Tage Intensivstation mit Rückenmarkskatheter zur Schmerzregulierung waren perfekt und damit sehr entspannt! Unbedingt verlangen, wünschen durchsetzen...) und zum anderen lebt es sich danach zwar anders, aber auch irgendwie befreit, wieder unbeschwerter und eben einfach gut!

    Ich weiß, es gibt gefühlt eine Million Fragen, stell sie alle, wir werden versuchen sie zu beantworten. Fürs davor, währenddessen und auch danach alles alles Gute und nur Mut, das wird!

    Das Mandelauge mit einer allerliebenswertestnr Neoblase drückt Dich und denkt ganz besonders an Dich <3

  • Hallo Mandelauge,

    danke für deine lieben Worte. Ich war gestern zur vorstationären Aufnahme. Am 02.01 habe ich meine OP. Gehe nach einem

    aufschlussreichem Gespräch mit dem Arzt und mit dem Narkosearzt mit einem guten Gefühl in die OP.

    Rückenmarksschmerzkateter wird gegeben. Nun habe ich auch hierfür ein gutes Gefühl.

    vielen Dank

  • Liebe Alesig,


    ich wünsche dir alles Gute für die OP.Alles Gute für 2018.Ich habe schon 16 J.meinen Mainz Pouch und es

    klappt alles sehr gut.Hatte am Anfang auch Rückschläge mir mußte auch nach einem 3/4 J die linke

    Niere entfernt werden.Hatte aber Glück die rechte Niere hat alles sehr gut übernommen.

    Wo wirst du operiert?


    Lg Marion:)

  • Liebe Alesig,

    super dass die Vorgespräche so gut verlaufen sind und Du Deinem OP-Team und vor allem dem Operateur vertrauen kannst. Dieses gute Gefühl trägt einen auch bei Rückschlägen :)

    Schön dass der Rückenmarkskatheter fest eingeplant ist, er wird Dir sehr helfen!

    Für die OP und das ganze drumherum wünsche ich Dir alles alles Gute, dem Operateur ein sicheres Händchen und alles Liebe für 2018!

    Viele liebe Grüße vom Mandelauge

  • Moin Alesig,


    und denke bitte daran, ein Bauchplatzer ist immer möglich ! und erschwert alles zusätzlich


    Tag 1 bis 8 nach OP vorsichtig sein, Bauchmuskel nicht belasten und wenn Schwester Luzifer unbedingt den Darm anregen will,

    Vorsicht !! das kommt meistens in Gang, ich bekam die Tablette und dann drehte sich mir der Magen um (Tag 3) und ich kotzte

    im Krampf bis weit übers Bett hinaus, Resultat die Därme hingen an der Bettdecke und keiner konnte mir 4 h helfen, ich war nicht im Plan.

    Ein gutes Jahr 2018 allen Blasengeschädigten !!  :)

    hol di fuchtig!



    Questus 8)


    (2008: Darmtumor OP, harte Chemo am Port, TUR-B, Schlaganfall, TUR-B, 2. Schlaganfall, 3. TUR-B, aus dem TUMOR Ta G1-2, low-grade, Blasenhals tumorfrei , wurde dann bei der 3. TUR-B -nach 3,5 Jahren- ein TUMOR pTis, G3, high-grade - urotheliales Carcinom in situ, 12/2016 Blasenresektion mit alles umzu - Ileum Conduit )