Erhöhter PSA-Wert unter BCG?

  • Hallo zusammen,


    im März 2017 sind bei mir ein pta-G3 und Cis aus der Blase entfernt worden.


    Danach gab es 6 * BCG im April.


    Die re-Tur im August war ohne Befund, also ok. Jedoch war der PSA-Wert plötzlich auf 7,98. Ansonsten war er die Jahre davor immer um 1,20. Das wird nur eine Entzündung sein, sagte man mir im Krankenhaus

    Allerdings: Muss aber beobachtet werden.


    Danach 3* BCG im September.


    Nun war letzte Woche die Nachsorgeuntersuchung beim Urologen. Die Blasenspiegelung war ohne Befund, desgleichen die Urinzytologie. Jedoch war der PSA-Wert weiterhin bei 7,84 und der Urologe ertastete eine kleine Verhärtung auf der Prostata.

    Deshalb hat er für Dezember ein MRT und eine Biopsie der Prostata angeordnet.


    Nun meine Frage: gibt es Erfahrungen mit erhöhten PSA-Werten unter BCG? Der Urologe meinte die Verhärtung und der erhöhte Wert könnten von einer Entzündung herrühren. Könnte natürlich auch ein Karzinom sein.


    Ich bin sehr verunsichert und vielleicht weiß jemand etwas darüber.


    Viele Grüße

    Klaus

  • Hallo Klaus,


    die BCG-Instillationen wirken sich natürlich auf den PSA-Wert aus.

    Das ist mir nur allzu gut bekannt. Allerdings möchte ich dich auf einige

    Umstände hinweisen, die ebenfalls zur Erhöhung des PSA-Wertes beitragen.

    Mir war das seither auch nicht bekannt.

    Grippale Infekte - generell Viruserkrankungen können sich sehr negativ auswirken.

    Fahrradfahren und sexuelle Betätigung führen ebenfalls zur Erhöhung des Wertes.

    Vor einer Blutabgabe zur Bestimmung des PSA-Wertes sollten diese Faktoren mindestens

    eine Woche keine Rolle gespielt haben.


    LG Andreas

    10/2012 1. TUR-B mit Perforation des Blasendachs - 12/2012 2. TUR-B Nachresektion - 03.2013 3. TUR-B erstmals mit HEXVIX - Dazwischen 6. Instillation mit BCG --- nach 03/2013 volles Programm BCG

  • Hallo Klaus ,


    die Situation kenne ich nur zu gut.


    Ich möchte dich nicht beeinflussen, aber natürlich tue ich dies jetzt durch mein Posting,

    aber ich möchte dir gern kurz meine Erfahrung mitteilen.


    Ich glaube, vor ca. 1 1/2 Jahren war ich auf dem selben Stand wie nun du. Die Tastuntersuchung der Prostata

    ergab eine Art Knubbel (entschuldige bitte diesen laienhaften Ausdruck), der PSA-Wert war erhöht und so schlug

    mein Urologe ebenfalls eine Biopsie vor. Er meinte auch, dies auf die BCG-Therapie zurückführen zu können,

    aber wir wollten ganz sicher gehen. Ich hätte stutzig werden sollen, als ich bereits im Vorfeld der Biopsie eine

    hochkarätige Dosis Novalgin zu mir nehmen musste.


    Die Biopsie war (Entschuldigung, dass ich das hier so äußere, aber es war so) meine schrecklichste Erfahrung

    im urologischen Bereich. Eine Blasenspiegelung ist ein Spaziergang - selbst mit starrem Gerät.

    Es wurden (meiner Erinnerung nach) 12 Proben entnommen. Jede Entnahme wurde

    schmerzhafter und schmerzhafter und trotz Novalgin hätte ich heulen können.


    Der Befund ergab keine Anzeichen für Krebs - wie in sehr sehr vielen Fällen.


    Die Biopsie in diesem Bereich ist keine 100%ige Sicherheit, wie einem das öfter dargestellt wird. Im Gegenteil.

    Die Entnahme kann nur einen Hauch entfernt von Tumorzellen entnommen werden, im Ergebnis bist du krebsfrei.

    Das Ergebnis einer Biopsie kann niemals Garantie für die tumorfreie Prostata sein, denn sie deckt nur einen winzigen

    Teil ab. Schmerzhaft ist es sowieso und kann trotzdem falsch sein. Dazu kommt das Risiko von Infekten, da ja durch

    den Darm "geschossen" wird und somit Keime etc. in die Prostata gelangen können. Weiterhin könnten natürlich auch

    Krebszellen in den Darm gelangen.


    Mein Rat wäre: Ein MRT machen zu lassen. Inzwischen ist bekannt, dass diese Methode wesentlich gründlicher und

    sicherer ist als die bei Urologen und Krankenkassen (da günstiger) beliebtere Biopsie. Allerdings brauch man

    spezialisierte Ärzte, die auf diesem Bereich ein gewissen know-how haben.


    Auf jeden Fall wünsche ich dir, das nichts Besorgniserregendes gefunden, was ich mir nicht vorstellen kann.

    Meiner Meinung nach war auch der PSA-Test zu früh nach der letzten BCG-Gabe angesetzt. Ein halbes Jahr nach

    BCG wäre angemessener.


    LG Andreas

    10/2012 1. TUR-B mit Perforation des Blasendachs - 12/2012 2. TUR-B Nachresektion - 03.2013 3. TUR-B erstmals mit HEXVIX - Dazwischen 6. Instillation mit BCG --- nach 03/2013 volles Programm BCG

  • Hallo Andreas,


    Informationen aus Erfahrungen zu bekommen sind immer sehr viel wert. Danke dafür.

    Da ich alle 3 Monate BCG bekomme, wollte der Urologe nicht länger warten.


    Er hat auch erst ein MRT und dann eine Woche später eine Biopsie verschrieben. Er ist sehr gründlich. ( finde ich gut ). Es findet alles bei Prof. Heimbach in der Klinik statt. Dort habe ich viel Vertrauen.

    Von der Durchführung der Biopsie habe ich keine Ahnung und bekomme in der Klinik vorher noch ein Gespräch.

    Deine Anregungen bringe ich natürlich an! Danke dafür!


    Deine freundlichen Wünsche kann ich gut gebrauchen.

    Viele Grüße

    Klaus

  • Hallo Klaus ,


    habe ich das jetzt richtig verstanden?

    Du hast vor der Biopsie auf jeden Fall ein MRT - speziell Prostata?

    Das wäre ja super und macht die Biopsie eigentlich überflüssig.


    LG andreas

    10/2012 1. TUR-B mit Perforation des Blasendachs - 12/2012 2. TUR-B Nachresektion - 03.2013 3. TUR-B erstmals mit HEXVIX - Dazwischen 6. Instillation mit BCG --- nach 03/2013 volles Programm BCG

  • sexuelle Betätigung führen ebenfalls zur Erhöhung des Wertes.

    Vor einer Blutabgabe zur Bestimmung des PSA-Wertes sollten diese Faktoren mindestens

    eine Woche keine Rolle gespielt haben.

    Echt jetzt? Aber das wird einem auch vorher gesagt, oder?? Also weil enthaltsam war mein Mann bei seinem Test definitiv nicht, daher die indiskrete Frage :)

    Liebe Grüße vom Mandelauge

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