Krebszellen mit "Nase": Höheres Risiko für Metastasen

  • Nicht allein die Anzahl der wandernden Krebszellen entscheidet über das Metastasierungsrisiko, sondern vor allem ihre Eigenschaften, wie Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums jetzt veröffentlichen. Sie haben erstmals beobachtet: Damit im Blut zirkulierende Krebszellen an einer anderen Stelle im Körper wieder ins Gewebe eindringen und sich dort ansiedeln können, müssen sie eine spezielle Polarität aufweisen. Diese Entdeckung könnte künftig dazu beitragen, das individuelle Risiko für Metastasen besser vorherzusagen und durch geeignete Therapien zu senken.

    Copyright: Heikenwälder/DKFZ

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    Quelle: https://www.dkfz.de/de/presse/…tasen.php?campaign=rss/pm

    Jan. 2010: Harnblasenkarzinom pT4a pTis L1 V0 pN1 pMx R0 G 3, Prostatakarzinom pT1a L0 V0 pN0 pMx R0 G 2 GL: 3+3=6 . Febr.2010 radikale Cystoprostatektomie mit Anlage Sigma Conduit. 6 Zyklen Cisplatin/Gemcitabin


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Das klingt sehr interessant.


    Meiner laienhaften Einschätzung nach, müsste man im Prinzip nur die "Nase" zerstören und das Risiko wäre geringer. Aber, so einfach ist es bestimmt in der Realität nicht...

    Es gibt nur eine Sünde im Leben - und die ist, den Mut zu verlieren.

  • Liebe Karla ,


    von einem "zellbiologischen Trick" ist ja im Artikel die Rede. Irgendetwas in der Art wird es also schon geben, nur wie so oft, ob dieser "Trick" auch im lebenden menschlichen Körper überhaupt und wenn dann ohne Schaden anzurichten anzuwenden ist...


    LG Sana

  • Liebe Karla ,

    ich fand das Thema so spannend, dass ich nachgelesen habe. Das genannte Protein Ezrin kann durch das Enzym Calpain gehemmt werden, welches wiederum große Ähnlichkeit mit dem sicherlich bekannten Enzym Papain hat bzw. ihm entspricht. Dies erinnert mich wiederum an die sicherlich ebenfalls bekannten Veröffentlichungen zum Einsatz von Enzymen zur Metastaseprophylaxe. Bei bestimmten Konstellationen wurde (wird?) die Enzymtherapie von manchen Krankenkassen begleitend zur Chemotherapie bei Brustkrebs z.B. bezahlt.

    Ich habe mir in diesem Zusammenhang mal vor Jahren die Veröffentlichung "Enzymtherapie bei Krebs" von Prof. Dr. rer. nat. Angelika Anders-von Ahlften durchgelesen, das Heftchen wurde seinerzeit in Apotheken verteilt, die die Enzymtherapie damit beworben haben. Was der einzelne davon hält und ob dies in den Bereich der Alternativmedizin fällt sei mal dahingestellt.

    Ich möchte damit auch keine Empfehlung angeben, es war mir bei der Gelegenheit nur wieder in Erinnerung gekommen.


    LG Sana