Nach pT1 G3 erfolgt BCG Therapie

  • Hallo,


    möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Julia und ich bin Angehörige.

    Vom ersten Besuch meines Mannes beim Urologen bis zur ersten TUR-B vergingen genau sechs Tage.

    Wie hatten Glück, dass wir so schnell einen Termin bekommen haben. Wollten zwei Wochen später auf Fernreise.

    In elf Tagen ist die nächste TUR-B.

    Dass unsere Gefühle Achterbahn fahren, wird jedem hier klar sein. Im Urlaub konnte ich zwar etwas abschalten, aber inzwischen bestimmt das Thema wieder meinen Alltag.

    Mein GG meint, ich lese zu viel. Aber ich möchte vorbereitet sein, was noch alles auf uns zukommt.

    Habe hier im Forum schon viel gelesen und gelernt.

    Danke dafür.


    LG

    Julia

  • Moin Julia,


    herzlich willkommen im Forum. Schön, das du schon von allein versuchst, Antworten auf deine Fragen zu finden. Gerne helfen wir euch weiter, aber dazu bedarf es der genauen Diagnose deines GöGa.

    Bitte stelle den histologischen Befund hier ein (kein Scann - nur das Ergebnis).

    Gesundheit!
    Blasius

  • Moin Julia,

    ich habe den Befund in den Stammdaten gesehen. pTa, G2.G3 also. Damit ein oberflächlicher Tumor und es wird auf das Ergebnis der Nachresektion ankommen wie man die Behandlung fortsetzen wird.


    Tumorstadien.jpg


    Hier siehst Du den Aufbau der Blase und kannst den Befund zuordnen. Lass Dir unbedingt alle Befunde und Berichte aushändigen. Darauf hat jeder Patient ein Recht.


    Liebe Grüße, Wolfgang

    April 2009 CIS, bis Aug. 2009 6xBCG Instillation. Diagnose im Jan. 2010: Harnblasenkarzinom pT4a pTis L1 V0 pN1 pMx R0 G 3, Prostatakarzinom pT1a L0 V0 pN0 pMx R0 G 2 GL: 3+3=6 . Februar 2010 radikale Cystoprostatektomie mit Anlage eines Sigma Conduit. April bis Juli 2010 Chemotherapie 6 Zyklen Cisplatin/Gemcitabin


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Danke für eure Antworten.


    Sorry, habe es gerade im Profil geändert, da gestern falsch angeklickt.

    Befund: pT1, G3


    Vor dem histologischen Befund der nächsten Resektion graut mich etwas.

    Der erste Befund war ja schon ein Hammer für uns.

    Zumindest hat uns der ambulante Urologe schon darauf vorbereitet, welche Therapieformen voraussichtlich in Frage kommen.

    Im KH hatte es niemand sonderlich eilig meinem Mann den Befund zu erläutern.

    Das macht mich noch heute maßlos wütend. War ja nicht nur eine Appendektomie sondern ein Ca-Erstbefund.


    LG Julia

  • Tja liebe Julia,

    nun also pT1, G 3. Du solltest immer vor Augen haben, dass es mit höchster Akribie gesehen werden muss. Zunächst bleibt es dabei, die zweite TUR B bestimmt die Richtung.


    Gruß Wolfgang

    April 2009 CIS, bis Aug. 2009 6xBCG Instillation. Diagnose im Jan. 2010: Harnblasenkarzinom pT4a pTis L1 V0 pN1 pMx R0 G 3, Prostatakarzinom pT1a L0 V0 pN0 pMx R0 G 2 GL: 3+3=6 . Februar 2010 radikale Cystoprostatektomie mit Anlage eines Sigma Conduit. April bis Juli 2010 Chemotherapie 6 Zyklen Cisplatin/Gemcitabin


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Hallo Julia,


    ja, das hier

    Mein GG meint, ich lese zu viel. Aber ich möchte vorbereitet sein, was noch alles auf uns zukommt.

    kenne ich. Mein Mann will nach wie vor nix über Blasenkrebs lesen, was mir völlig unverständlich ist. Hat sich im Verlauf doch gezeigt, dass es nie verkehrt sein kann, wenn man einigermaßen nachvollziehen kann, wovon die Ärzte reden. Ohne dieses Forum hier wäre ich aufgeschmissen gewesen.


    Für die Nachresektion wünsch ich Euch ein R0-Ergebnis. Alles Gute!
    Viele Grüße

    Melora

    Die Diagnose pT1 G3 (09/2014) bezieht sich auf meinen Mann, der Mitte 60 ist. | Nachresektion mit Mapping 11/2014 unter Hexvix: R0 | 02+05+08+11/2015 und 02+05+08+11/2016 sowie 05+11/2017 Zystoskopie+Urinzytologie: keine Auffälligkeit

  • Hallo Melora,

    Hat sich im Verlauf doch gezeigt, dass es nie verkehrt sein kann, wenn man einigermaßen nachvollziehen kann, wovon die Ärzte reden.

    darum lese ich ja auch so viel. Manchmal sicher auch zu viel. Nutzt ja nichts, wenn ich mich verrückt mache. Wichtig ist erst mal, dass ich für meinen Mann da bin. Er hat sicher schon so einiges gelesen, aber er ist da vielleicht auch pragmatischer als ich. Rankommen lassen und dann weitersehen. Wir wissen eh erst nach der nächsten TUR wie es weitergeht. Aber ich bin dann zumindest theoretisch etwas vorbereitet.


    Schönes Restwochenende

    Julia

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