Nachwirkungen der Chemo? Leukämie

  • Hallo Zusammen,


    ich möchte wirklich niemanden verrückt machen. Dennoch möchte ich gerne mal etwas loswerden, etwas mich seit einigen Wochen stark beschäftigt:


    Im Rahmen meiner Therapie (Neoblase) wurde bei mir nach der Op eine adjuvante Chemotherapie durchgeführt, um mögliche kleine Krebszellen im Körper auch noch zu erwischen. Natürlich habe ich mich damals entscheiden, diese Therapie durchzuführen. Diese Chemo (ambulant, 12 Wochen) war letztlich schlimmer as die OP, dennoch war diese Therapie für mich nach ausführlichen Gesprächen mit den behandelnden Ärzten absolut nachvollziehbar.


    Nach fast genau sechs Jahren ohne Rezidive etc. war ich dann guter Hoffnung, den ganzen Scheiss einigermassen gut hinter mich gebracht zu haben. Um so niedergeschlagener war ich dann, als im Rahmen der Nachsorge dann eine Leukämie bei mir diagnostiziert wurde. Im Rahmen der Besprechungen mit wirklich guten Ärzten (Hämatologie und Stammzellentherapie) kam der Verdacht auf, dass diese Leukämie zeitlich durchaus als mögliche Nebenwirkung der damaligen Chemo ausgelöst sein könnte. Diese Möglichkeit sei auch damals sicher in der Aufklärung zur Chemo an einer "versteckten" Zeile erwähnt werden.


    Daher mein Hinweis: Bitte achtet darauf, dass so etwas auch nach längerer Zeit mögliche Auswirkungen haben kann. Vielleicht sprecht Ihr dann ggf. die Ärzte dazu mal direkt an.

    Viele Grüße


    Carlo


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    Alles ist relativ relativ.
    Befund 03/2012: pT3 G3, Rest 0

  • Lieber Carlo,

    du machst hier niemanden verrückt oder unsicher.

    Die Chemotherapie greift nicht nur die Krebszellen an, sondern auch die gesunden Zellen. So verändern sich die Blutwerte während der Chemotherapie drastisch.

    Bei mir hatte das zur Folge, dass ich Blutkonserven und Granozyte

    ( knochenmarkstimmulierendes Medikament) benötigte und auch mein Haar dünner wurde. Ausserdem stellte ein Neurologe eine Polyneuropathie an beiden Fusssohlen

    fest, an der ich heute noch leide. Diese Sensibilitätsstörung ist ebenso auf die Chemotherapie zurückzuführen.

    Ausschliessen lassen sich solche Nebenwirkungen leider nicht.

    Dass du jetzt ausgerechnet eine Leukämie bekommst macht mich traurig und ich hoffe, dass du in guter ärztlicher Betreuung bist.

    Bleib stark

    LG Gabi

    Januar 2013: TUR B (pT2,G3) ; März 2013: radikale Cystektomie,Anlage Indiana Pouch ,Nephrektomie li. Diagnose :Muskelinvasiver Blasentumor pT4a,pN0 (0/7),cM0,L1,V1,Pn1,G3,R1 (PD) Mai - September 2013 4 Zyklen Chemotherapie GEM CIS ;;; Hoffnung ist eine Art von Glück, vielleicht das größte Glück, das diese Welt bereit hält. Der Weg ist das Ziel

  • Lieber Carlo,


    auf jeden Fall enthält es doch eine gewisse Logik, die Gabi auch gut erklärt hat.

    Viele Stoffe können ja Krebs fördern und warum nicht auch eine Chemotherapie.

    Darüber habe ich mir aber bis jetzt nie die Gedanken gemacht, selbst als Du von Deiner erneuten Erkrankung berichtet hast.

    Vielleicht sollte man als "ehemaliger" Krebspatient die allgemeinen Vorsorgetermine wirklich konsequent nutzen. Dazu eben

    auch großes Blutbild etc.


    Ich hoffe nur für Dich, dass dadurch die Ausgangslage für eine Behandlung sich nicht verschlechtert hat und Du jetzt kein

    Sonderfall wirst.


    Wünsch Dir alles Gute und schön, dass man ab und an was von Dir hört.


    Liebe Grüße


    Tatjana

  • Ich glaube, dass durch die regelmäßigen Untersuchungen in der Nachsorge solche Erkrankungen erst festgestellt werden. Allerdings auch früher in ihrer Entstehung. Ohne diese Untersuchungen würde ich ja heute nichts davon wissen und denken, alles sei ok. Die Leukämie ist noch nicht in einer akuten Phase (eben wegen der Vorsorge). Deshalb möchte ich so schnell wie möglich mit einer Therapie beginnen. Ich warte deshalb darauf, dass man einen passenden Spender für mich findet.

    Danke für Eure lieben und guten Wünsche!

    Viele Grüße


    Carlo


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    Alles ist relativ relativ.
    Befund 03/2012: pT3 G3, Rest 0

  • Kurze Info:

    Man hat jetzt eine wirklich super geeignete Spenderin für mich gefunden. Eine 20-jährige Amerikanerin. Mein lug wird dann weibliche Charakteristiken entwicklen. Komische Vorstellung. Allerdings wird es bis zur Therapie im 1. Quartal 2019 noch etwas dauern. Die Konferenz hat das als beste Lösung für mich empfohlen.

    So kann ich dann am Montag wenigstens eine Woche meinen Lieblingsurlaub in Holland antreten. media_7_36621_w520_h280_crop.jpg

    Viele Grüße


    Carlo


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    Alles ist relativ relativ.
    Befund 03/2012: pT3 G3, Rest 0

  • bar65

    Hat den Titel des Themas von „Nachwirkungen der Chemo“ zu „Nachwirkungen der Chemo? Leukämie“ geändert.
  • Hi Carlo

    Wünsche dir auch alles gute zur Therapie. Aber erklär doch mal einem nichtwissenden was ein " lug " ist.


    Ich hoffe es handelt sich nicht um einen wichtigen Körperteil!:).


    Bleib tapfer! Gruß Jürgen

    Feb 2017 TUR-B pTaG2 lowgrade unilokulär

    Mitomycin bis jetzt 21 Instillationen

    2x Blasenspiegelung ohne Befund

    Dann Verdacht CIS. Feb 2018 TUR mi Mapping: kein Anzeichen für Malignität

    Weiter mit Mito

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