Novalimb Autoimmuntherapie

  • Hallo liebe Mitleidenden,

    Nach vielen Operationen und Eingriffen hat man letztes Jahr zur Autoimmuntherapie geraten. Erst wurde ich bei zwei Studien getestet für dich ich aber aufgrund der DNA-Struktur des Tumors nicht in Betracht gekommen bin.

    Dann hat man letzten Sommer 2 Präparate für die Autoimmuntherarpie für meine Metastasen meines Blasentumors, ja es befinden sich seit Jahren noch 3 Metastasen in der Lunge (1 rechts, 2 links), freigegeben. Das eine ist Novalimb und wird alle 3 Wochen verabreicht. In meinem ersten Durchgang hat es nicht so angesprochen wie erhofft, soll heißen Tumore sind trotzdem gewachsen. Dann hat man aber parallel zur Autoimmuntherapie zu einer Bestrahlung (mit geringerer Dosis) geraten und das hat funktioniert. Die Tumore haben angesprochen und sind nach einer dreimonatigen Therapiephase (wovon ein Monat mit Bestrahlung) zurückgegangen.

    Mein Onkologe sagte mir, dass man aufgrund der Größe wohl 2 bis 3 Jahre brauche bis ich mit der Therapie durch bin........ wenn alles gut. Tja, was soll ich sagen. WENN alles gut geht. Nächste Kontrolle im Juni ´18 und der große Tumor in der rechten Lunge sei wieder 3 mm gewachsen. Onkologe meinte damit könne man aber nicht sicher sagen, ob es nicht klappt und es vllt andere Gründe gäbe warum der Tumor jetzt 3mm größer erscheine. So muss ich jetzt nochmals 3 Monate warte, mache weiter meine Autoimmuntherapie und wir werden sehen was kommt.

    Hat einer ähnliche Erfahrungen gemacht?


    Kämpfe ja seit 8 Jahren mit dem Blasenkrebs. Neoblase habe ich seit 7 Jahren, mit der alles wunderbar „läuft“. Nur die blöden Metastasen wollen nicht verschwinden. Na ja. Nie aufgeben!


    Alles Gute an Alle Markus

    Liebe Grüße
    Markus

  • Lieber Markus,


    Novalimb sagt mir persönlich jetzt nichts, vielleicht irrst du dich auch mit dem Namen der Immuntherapie und meinst Nivolumab. Aber im allgemeinen kann man sagen, dass die Immuntherapie nicht sofort anschlägt, es dauert eine weile, bis das Immunsystem "hochgefahren" ist.

    Denn letztlich sind ja die Tumore für unser Immunsystem "unsichtbar" - erst durch z.B. einen PD-1-Rezeptor, wird diese "Tarnung" der Tumoren unterbrochen - nun erkennt das Immunsystem die "Krebszellen" und kann diese bekämpfen.

    Aber dazu muss eben das Immunsystem erstmal reagieren und das kann mehrere Wochen dauern.

    Leider muss man aber sagen, das die Immuntherapie zwar eine weitere Behandlungsoption ist - aber im Moment noch nicht das hält, was man sich davon verspricht. Wenn ich hier über unsere Erfahrungen innerhalb des Forums die Immuntherapie beurteilen müßte, so schneidet sie schlecht ab. Von 5-6 Betroffene, die mit einer Immuntherapie behandelt wurden, hat eine diese Immuntherapie erfolgreich abgeschlossen und ich seit mehreren Jahren krebsfrei.

    Drei Betroffene sind unter der Immuntherapie verstorben und bei einer Betroffenen, schaut es im Moment garnicht gut aus - hier schlägt die Immuntherapie nicht an.


    Wenn ich jetzt ein Fazit der Immuntherapie ziehen sollte, so wäre es vernichtend - aber das wäre auch zu früh. Dennoch, es ist im Moment nicht das Wundermittel und auch die Ansprechrate liegt bei ca. 20 bis 25 %.

    Sodass die Immuntherapie ähnlich "erfolgreich" ist wie eine Chemotherapie - nur dass wir eben jetzt zwei Behandlungsoptionen haben, die auch nacheinander gelegt werden können.


    Gruß

    AndreasW

    22.06.2012 erste TUR-B apfelgrosser Tumor wurde soweit wie sichtbar entfernt
    03.07.2012 Tumorklassifikation:
    ICD-0: C67 M8130/21 G1 pTa pNx pMx l0 v0 Rx
    22.10.2012 zweite TUR-B, diesmal ohne Befund
    16.12.2013 dritte TUR-B, 5 rezidive wurden entfernt. high grad (rpTa)
    24.06.2016 vierte TUR-B, ein rezidiv pTa G1

    „I am the master of my fate, I am the captain of my soul“

  • Hallo Markus, danke das du deine persönlichen Erfahrungen mit der Immuntherapie hier teilst. Ich selbst bin keine Betroffene aber meine Mum. Bei ihr wurde nach 6 einhalb Jahren Ende Januar 18 eine große Lungenmetastase und im Juni 18 zwei Knochenmetastasen im Schädel entdeckt. Die Blase wurde 2011 komplett entfernt und sie lebt seitdem mit einem Urostoma. Es wurde die Lunge und jetzt der Kopf bestrahlt. Da sie eine Einzelniere hat raten die Ärzte zu einer Immuntherapie. Von einer Chemo raten die Ärzte ab und Mama will auch keine. September oder Oktober soll damit begonnen werden. Entweder mit Nivolumap oder mit Atezolizumab. Wir haben keine Ahnung was da so wirklich auf sie zukommt. Wie erging es dir während der Behandlung? Hattest du arge Nebenwirkungen? Andreas hat es ja schon geschrieben, es kann klappen oder auch nicht. Allerdings bleibt eh keine große Auswahl, also wird meine Mum die Behandlung beginnen in der Hoffnung zumindest Zeit zu gewinnen.

    Viele Grüße Ute

  • Hallo Ute,


    wie weit war der Krebs 2011 fortgeschritten? Weißt Du die Klassifizierung z. B. pTa-G2 usw. ?


    Gruß Helmut

    Kurze Zusammenfassung:


    2012: Herzinfarkt, Bypässe,Herzklappe
    Aug 2015 = radikale Zystektomie
    mit Uro-Stoma'] - Klassifizierung: pTa pNO LO VO RO pTis
    Sept 2015 = beiders. Schienen nach Nierenstau( mit 6-wöch. Wechsel baw.)
    Aug 2016 = Entf. beider Harnl.-schienen

    März 2017= meine Frau stirbt an Leberkrebs

    Juni 2017= l. Harnleit. zugewachs u. kürbisgr. Hernie

    Nov. 2017= 6-stünd. OP (Harnl. neu annähen u. Entf. Hernie