• Hallo wollte mich kurz Vorstellen nenne mich Flup-Flup .Bin nicht an Blasenkrebs erkrankt aber meine Schwiegermutter von 83 Jahre. Hätte jetzt ein paar Fragen an Euch. Tumor wurde noch nicht entfernt hatten gestern Gespräch mit Urologe da sie am Freitag CT hatte und sie festgestellt haben das sie 17mm und 35mm Metastasen in der Leber hat. Vor 14. Tagen wurde im Krankenhaus zu ihr gesagt Blasen und teil der Vagina ,Gebärmutter,Eierstöcke soll operiert werden.Morgen habe ich einen Termin mit ihr im Krankenhaus wo besprochen soll werden wegen Chemo .Also der Krebs soll sehr aggressiv sein und wir dürften keine Zeit verlieren.Sie ist am Boden und möchte auch keine OP mehr.Was kommt da auf uns alles zu??Vielleicht könnt ihr mir ja helfen.Danke schön .Viele Grüße Flup-Flup

  • Moin moin Flup-Flup,

    sicherlich wird es bereits pathologische Auswertungen welche die differenzierte Diagnose stützen. Der Umfang macht es deutlich, wie sehr das Monster sich bereits eingenistet hat. Ohne eine OP sehe ich maximal die Palliativtherapie mit Unterstützung durch ein SAPV Team als Option an. Ohne Behandlung und Betreuung wird es zu einem blutigen und schmerzhaften Tod führen. Tut mir leid wegen der deutlichen Worte aber alles andere ist Augenwischerei.


    Gruß Wolfgang

    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Erstmal herzlich Willkommen, auch wenn der Grund deiner Anmeldung sicherlich kein erfreulicher ist.


    Die Aussage, das der Krebs aggressiv sei, ist eine sehr schwache Begründung der Ärzte, warum man keine Zeit verlieren sollte.

    Die Harnblase des Menschen ist in mehrere Schichten aufgebaut, daher gibt es oberflächlich wachsende und bereits muskelinvasiv wachsende Tumoren.


    Bei bereits muskelinvasiv wachsenden Tumoren besteht eben die Gefahr, dass der Tumor schon Anschluss an eine Vene oder an das Lymphsystem gefunden hat - und genau dies, wird bei deiner Schwiegermutter schon passiert sein.


    Durch den Anschluss des Tumors an eine Vene, werden Krebszellen in den Blutkreislauf gelangt sein, welche dann Fernmetastasen ausbilden. Bei Blasenkrebs bilden sich dabei häufig Fernmetastasen in der Leber, Lunge, im Hirn und in den Knochen.


    Allein hieraus ergibt sich die Dringlichkeit, denn mit jeder Stunde / Tag / Woche werden immer mehr Krebszellen in den Körper gelangen und diese werden weiteren Schaden anrichten.






    Jetzt gibt es zwei mögliche Optionen:

    1. eine Chemotherapie über mindestens 4 Zyklen vor der eigentlichen Harnblasenentfernung, dies macht man in den letzten Jahren immer häufiger, da zu diesem Zeitpunkt der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten meißt besser ist als nach der OP.

    Ziel dabei ist, die Krebszellen, die sich schon im Körper bewegen, zu vernichten, sodass sie keine weiteren Metastasen bilden und zeitleich versucht man damit, bereits vorhandene Metastasen "aufzulösen" oder zu verkleinern.


    2. die zweite Option wäre, erst die OP durchzuführen und im Anschluss dann eine Chemotherapie über 6 Zyklen durchzuführen. Hierbei ist zu beachten, dass der Patient durch die OP bereits geschwächt ist und deshalb die Möglichkeit besteht, dass die Chemo schlechter vertragen wird.


    Will deine Schwiegermutter keine Behandlung, so wird ein sehr grausamer Krebstod die folge sein - ich sage extra grausam, weil ein Krebstod wirklich für die Angehöhrigen sehr grausam ist, den Körperlichen Verfall mit anzusehen. Wie schnell es geht, ist verschieden, es kann nur wenige Monate dauern - es ist aber auch möglich, das es bis zu einem Jahr dauert.

    Wenn sich deine Schwiegermutter entscheidet, nichts gegen den krebs tun lassen zu wollen, dann ist es zwingend erforderlich einen Hausarzt zu finden, der eine Palliative Zusatzausbildung hat, dann ein SAPV-Pflege-Team (Palliative Pflege) und für die letzten Wochen würde ich ein Hospitz empfehlen.


    Gruß

    AndreasW

    22.06.2012 erste TUR-B apfelgrosser Tumor wurde soweit wie sichtbar entfernt
    03.07.2012 Tumorklassifikation:
    ICD-0: C67 M8130/21 G1 pTa pNx pMx l0 v0 Rx
    22.10.2012 zweite TUR-B, diesmal ohne Befund
    16.12.2013 dritte TUR-B, 5 rezidive wurden entfernt. high grad (rpTa)
    24.06.2016 vierte TUR-B, ein rezidiv pTa G1

    „I am the master of my fate, I am the captain of my soul“

  • Hallo und danke für Eure Antworten haben morgen Termin mit dem Oberarzt denke die fangen direkt mit Chemo erst an bei ihr. Sie denkt wenn sie Chemo bekommt dann ist alles wieder gut.Ja das SABV -Team kenne ich da ich im Juni erst meine Schwester verloren habe und sie mit bestreut habe.Dachte jetzt habe ich erst mal etwas Ruhe da im Mai auch mein Bruder verstorben ist aber das Leben möchte es anders ich habe halt im Moment wirklich nur Angst was da noch auf mich alles zu kommt da mein Mann keine Geschwister hat .

    Gruß Flup-Flup

  • Nun Flup-Flup,


    eine wirkliche Histologie ist dies nicht, denn dann wüßte man zu 100% um welche Tumorart es sich handelt. Es wird sich dabei wohl ehr um eine "Diagnose" handeln - aber eben noch nicht um einen pathologisch gesicherten Befund.

    Daher kann ich dazu nichts sagen, denn die Infos sind zu gering um wirklich eine sachlich und fachlich richtige Antwort geben zu können.


    Gruß

    AndreasW

    22.06.2012 erste TUR-B apfelgrosser Tumor wurde soweit wie sichtbar entfernt
    03.07.2012 Tumorklassifikation:
    ICD-0: C67 M8130/21 G1 pTa pNx pMx l0 v0 Rx
    22.10.2012 zweite TUR-B, diesmal ohne Befund
    16.12.2013 dritte TUR-B, 5 rezidive wurden entfernt. high grad (rpTa)
    24.06.2016 vierte TUR-B, ein rezidiv pTa G1

    „I am the master of my fate, I am the captain of my soul“

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