• hallo ihr lieben,


    nanu, ich weiß gar nicht wo ich genau anfangen soll. ich bin die tochter eines betroffenen (64jahre, pT4a cN1 M0 G3 26.10.18). die diagnose harnblasenkarzinom kam vor 5-6 wochen. wir stehen also noch am anfang. mein papa bekommt jetzt 6 zyklem chemo mit gemcitabine/cisplatin. mit dem ersten hat er letzte woche angefangen. soweit ich weiß, sind die einzigen nebenwirkungen (bis jetzt) schluckauf.


    liebe grüße


    ohnki


    edit: ach ja.. soweit ich es verstanden habe, ist nach der chemo ist eine zystektomie (inkl.prostata, samenblase, lymphknoten) geplant.

    edit2: mensch noch was vergessen.. er wird in der uniklinik dresden behandelt. scheint eine ganz gute adresse zu sein.

  • Moin moin und herzlich willkommen bei uns im Forum. pT4a, da ist nach meiner Einschätzung sofortiger Handlungsbedarf. Damit meine ich, die Zystektomie sofort und die Chemotherapie direkt im Anschluss. Es sollte schon erklärt werden warum nun zunächst die Chemotherapie durchgeführt wird.


    Gruß Wolfgang

    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • so, ich hab jetzt nochmal kurz nachgefragt, damit ich nix falsches erzähle. op war eigentlich für den 22.10 angesetzt. wurde aber am freitag voher gekippt,da bei einer vohergehenden prostataverkleinerung (in einer anderen klinik) starke blutungen und komplikationen aufgetreten sind. und laut arzt soll dadurch eine ansiedlung über den blutkreislauf unterbunden werden. außerdem soll der tumor kleiner werden. die form ist ziemlich komisch.. er kleidet wohl die blase von innen aus, aber scheinbar ist er dafür ziemlich dünn.

  • Hallo ohnki ,

    ein pT4a ist schon eine Hammerschwere Diagnose. Bei Deinem Vater wird diese "Vorchemo" auch neoadjuvante Therapie genannt um eine Reduktion der Tumormasse vor dem geplanten operativen Eingriff zu reduzieren. Durch die neoadjuvante Therapie kann eine Verkleinerung des Tumors erreicht werden mit dem Erfolg, dass eine chirurgische Tumorentfernung effektiver wird. Diese neoadjuvante Therapie wird in letzter Zeit immer häufiger angewendet, denke das die anschließende OP dadurch erfolgreicher sein wird.


    Damit du mal bildlich siehst wie das ganze aussieht hab ich hier mal eine Grafik der veschiedenen Tumorstadien eingestellt. Falls du weitere Fragen hast melde dich.


    Gruß Rainer

  • hallo rainer ,


    vielen dank für das wollkommen heißen, die infos und die grafik. der arzt in dresden sagt, es wäre ganz ganz hart an der grenze zu palliativ und es wäre wohl auch sehr selten, dass der krebs erst so spät entdeckt wird. das stimmt mich natürlich.. ich sage es mal so.. nicht gerade positiv. aber mein vater ist es. unglaublich wie er es aufgenommen hat und mit der situation umgeht. ich bewundere ihn sehr dafür. natürlich hat er ab und zu auch mal nen hänger (wie er es selbst sagt, ich wäre sicherlich am ende und verzweifelt), aber sonst sieht er positiv in die zukunft. er sagt, er hat ein gutes gefühl, auch wenn die statistik was anderes sagt. ich versuche mir gerade diese nicht mehr anzuschauen.

  • Vergiss mal die Statistik, die Herrschaften zählen da alles mit. Egal ob er kurz noch der OP einen Autounfall hatte, einen Herzinfarkt erlitten oder einfach aus Alterschwäche gestorben ist. Das alles fließt mit in die Statistik.

    Wir haben hier einige die einen pT4 hatten und sich heute noch, nach zig Jahren des Lebens freuen.


    Gruß aus Aachen

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