Mutter betroffen - Alternativen zur Zystektomie gesucht

  • Hallo Forum,


    vorweg, es ist toll das es Foren wie dieses gibt. Ich hatte selber Krebs vor 6 Jahren und war massiv überfordert beim „aufschlauen“. Ärzte sind bei der Aufklärung leider oft keine große Hilfe.


    Meine Mutter bekam am Montag die Diagnose Blasenkrebs. Die genaue Klassifizierung ist:

    Manifestation eines gering differenzierten (sarkomatoiden) Karzinoms (G4) mit Infiltration glatter Muskulatur, am vorliegenden Material mindestens pt2a.


    Für den behandelnden Arzt kommt nur eine vollständige Zystektomie in Frage mit einsetzen einer Urostoma. Ein entsprechender Termin ist für den 4. Februar bereits festgelegt. Ich wollte vorher nichts unversucht lassen, um etwaige Alternativen zu prüfen. Ich weiß natürlich das dafür sehr wenig Zeit ist.


    Gibt es für Blasenkrebs denn so etwas wie Spezialzentren oder eine Hotline?


    Viele Grüße

    Janek

  • Moin Janek und herzlich willkommen bei uns im Forum. Direkt und ohne Umschweife, bei einem pT2a sollte die Blase unverzüglich entfernt werden. Da ist bereits der Tumor in den Muskel gewachsen und das zwingt zur Zystektomie. Die Anlage eines Urostoma ist im Alter von 67 Jahren gängige Praxis und der sicherste Weg baldmöglichst in die relative Normalität zurück zu kehren.


    Gruß Wolfgang

    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Hallo Janek ,

    bei einem pT2a G3-G4 gibt es keine Alternative, die Blase muss raus und zwar schnell. Der Tumor ist bereits muskelinvasiv und sie kann von großem Glück reden wenn noch keine Lymphknoten befallen sind. In einem Alter von 67 Jahren ist ein Urostoma genau das richtige, durchschlafen, relativ einfaches Händling und pflegeleicht.


    Gruß Rainer

  • Danke für die schnelle Reaktion. Man erhofft sich zwar immer Operationen die nicht revidierbare Fakten schaffen verhindern zu können. Aber eure Hinweise decken sich leider mit meiner bisherigen Recherche.


    Danke nochmal - alles gute für euch.