Schmerzen lindern

  • Hallo,


    ich wende mich heute mal wieder mit einer Frage an Euch, über die Suchfunktion bin ich leider nicht fündig geworden. Meiner Mutter geht es zusehends immer schlechter. Ohne Morphium Pflaster und Kortison Tabletten kommt sie nicht hoch. Mit diesen Medikamenten kommt sie zumindest noch aus dem Bett und kann ihren Tagesablauf gestalten. Wenngleich sie auch sehr viel schläft und ruht und natürlich keine großen Aktivitäten mehr leisten kann. Aber immerhin.


    Nun ist es so, dass sie die Morphium Pflaster nicht mehr haben möchte, ihr wäre schwindelig und übel (sie bekommt noch nicht die volle Dosis und das will sie auch nicht). Sie bekommt kein Essen mehr herunter ohne Brechreiz. Die Kortison Tabletten haben bei ihr wieder Blutungen aus der Blase ausgelöst, was sie natürlich sehr ängstigt.


    Habt ihr Erfahrungen mit alternativen Medikamenten (Cannabis etc.) und wollt sie mir schreiben?


    Ich habe meiner Mutter schon gesagt das ich mit ihr zum Arzt gehen will aber sie hat Angst das der sie ins Krankenhaus schickt und sie dort nur mit den selben Medikamenten versorgt wird und es ihr damit auch nicht besser gehen wird. Es ist ein bisschen zum verzweifeln....sie wird immer schwächer und leidet, der Lebensmut hat sie auch verlassen :-(

  • Die Option auf eine mögliche schmerzlindernde Wirkung von Canabis kann nur durch einen Arzt erfolgen. Ich bin der Meinung, dass hier unbedingt ein SAPV Team notwendig ist. Letztlich geht's um die Linderung von Schmerzen und da ist der Hausarzt oft überfordert.


    Gruß Wolfgang

    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Genau den Eindruck habe ich auch, das der Hausarzt überfordert ist.


    Ich muss meine Mutter nochmal genau befragen, sie ist ja auch schon für ein Hospiz vorgemerkt, will aber natürlich aktuell noch nicht dort leben müssen und soviel ich weiß war auch schon mal jemand bei ihr zu Hause.


    Finde ich dort Leute die meiner Mutter vielleicht besser helfen können als der Hausarzt.


    An wen muss ich mich am Besten wenden, kann mir das der Arzt sagen.

  • Liebe Michaela W. ,


    ich habe hier im Forum schon öfter geschrieben, dass eine reine Schmerzmittelgabe bei Blasenkrebsschmerzen nichts nützt. Es muss eine Kombination aus Schmerzmitteln, Mitteln gegen Übelkeit, krampflösenden und beruhigenden Medikamenten sein. Eventuell auch noch etwas zur Anregung des Darms, weil Opiate den Darm etwas lähmen.


    Es ist mir ein Rätsel, wieso Hausärzte immer meinen, mit Morphium sei es getan.


    Bitte kümmere dich schnell um ein SAPV-Team oder ein Palliativteam.



    Liebe Grüße


    Christina

    Ich habe für meine Mutter geschrieben, bei der im Jahr 2008 Blasenkrebs diagnostiziert wurde. Am 10.01.2015 ist sie im Alter von 80 Jahren daran verstorben.

  • Danke Dir! Ich kann immer nur das machen was meine Mutter auch möchte. Bisher verweigert sie sich noch ein bisschen, was ich in Teilen auch verstehen kann.

    Es geht immer einen kleinen Schritt weiter Bergab und das zu akzeptieren ist schwer :-(


    Auf jeden Fall spreche ich heute nochmal eingehend mit ihr.

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