Die Kraft der Gedanken????

  • Ein sehr interessanter Artikel über die Wirkung von Glauben/Zuversicht zwecks Mobilisierung von körpereigenen Heilkräften.


    Die Krux ist, wie kann ich den Glauben an die Wirkung eines Medikaments mobilisieren, damit es wirkt, selbst dann, wenn’s eigentlich auf objektiver Ebene gar nicht wirken kann?

    D.h. wenn ich z.B. nicht an die Wirkung einer adjuvanten Chemo glaube, kann ich’s gleich bleiben lassen?

    LG Waldemar

  • Hallo Waldemar,

    du bist ja immer noch auf der Suche nach der Weisheit letzter Schluss, wie auch in Mobis Strang zu lesen ist.

    Noch mal: Chemo wirkt bei jedem Menschen individuell.

    Wenn ich nicht an die Wirkung einer Chemo glaubte, dann würde ich sie mir ersparen.

    Aber ich persönlich steh auf dem Standpunkt, gib dem Scheixxkrebs so viel auf die Mütze wie möglich.

    Mir blieb nach meiner Lungen OP die Chemo erspart, weil nix weiter befallen war. So wird die first line chemo für ein eventuelles Rezidiv aufgespart, aber wenn das mal der Fall sein sollte, dann drauf mit Chemo.

    Aber du, Waldemar, musst immer noch selbst entscheiden. Viel Glück dabei, wie auch immer du entscheidest.


    Das war jetzt ein bisschen off topic.

    Aber der Artikel war sehr lesenswert und besonders die Aufgeregten unter uns sollten das mal in Ruhe lesen.

  • Um auf den Artikel zurück zu kommen, die Gruppe bei denen ein Plazebo Wirkung zeigte, wusste nicht, dass sie ein Plazebo erhalten haben. Daher haben sie an die Wirksamkeit. geglaubt. Wenn Mann Ihnen vorher gesagt hätte, wir wissen nicht ob’s wirkt, wäre das Ergebnis wohl nicht so positiv ausgefallen.


    Also, ist ein Großteil der Glaubenswirkung, durch das Wissen um das mögliche Versagen einer Chemo, zumindest beschädigt.


    Ich glaube (noch) an die Aussage meines Operateurs, wir haben alles erwischt! Die Patoligie bestätigt die sauberen krebsfreien Schnittränder, was die Aussage des Operateurs bestätigt und den Glauben erleichtert. Dennoch habe ich nach der AHB einen Termin beim Onkologen.

    Tja, auch der „ungläubige Thomas“ hat seine Existenzberechtigung, nicht ohne Grund.

    LG Waldemar

  • Das ist immer sehr speziell mit den Glaubensfragen und Erwartungen. Ob nun der Glaube eine Therapie positiv oder negativ beeinflusst kann ich nicht sagen. Eine Chemotherapie ist und bleibt ein hochgiftiger Cocktail, da beisst die Maus keinen Faden ab. Vor der Chemotherapie sagte mir einer der Ärzte, dass mir der Krebs wieder begegnen wird, in drei, fünf oder zehn Jahren. Neun Jahre sind vergangen und ich sage mir, zumindest konnte ich ihn aufhalten. Wäre natürlich blöd gewesen, wenn ich zwischenzeitlich vom Auto überfahren worden wäre. Also, ich habe geglaubt, mit der Chemotherapie alle Waffen benutzt zu haben und soweit überhaupt nur möglich meinen Beitrag zur Genesung geleistet zu haben.


    Wolfgang

    pT4 a, G 3 und CIS, sechs Zyklen Chemotherapie, Gem/Cis


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

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