Einige praktische Tipps zur TURB

  • Von den Ärzte wird man eigentlich immer nur über die medizinische Seite dieses Eingriffs informiert. Es gibt aber einige praktische Hinweise, die mir sehr geholfen hätten, wenn ich sie vor oder nach der TUR B gehabt hätte:

    • Vorlagen: Mir wurde gesagt, dass ich direkt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wieder arbeitsfähig sei. Der schmerzhafte Harndrang würde mit dem Entfernen des Blasenkatheters verschwinden. Dies war nicht der Fall. Im Nachhinein kann ich nur jedem empfehlen, sich bereits vor der OP Inkontinenzvorlagen verschreiben zu lassen und einige davon schon mit ins Krankenhaus zu nehmen. Auf jeden Fall sollte man diese für die Zeit nach der Entlassung zur Verfügung haben.
    • Schmerzen: Ich habe bei mir festgestellt, dass ich inbesondere am morgen starke Schmerzen hatte. Dies hat offensichtlich damit zusammengehangen, dass im Zusammenhang mit dem morgendlichen Stuhlgang der Darm gegen die Blase gedrückt hat. Eine befreundete Ernährungsberaterin hat mir ein Mittel empfohlen, das den Stuhl schön weich, nicht flüssig, macht. Das Mittel ist nicht billig, hat mir aber sehr geholfen. Hier der Name: Fibre Powder von der Firma Nutrilite.
    • Fahrrad fahren: Bei der Entlassung sagte mir die Stadionsschwester (nicht der Arzt): Kein Fahrradfahren, keine Kisten heben. Erst nach einiger Zeit gab mir eine Bekannte aus dem Fahrradhandel den Tipp, es einmal mit einem Sattel ohne die Nase zu versuchen. Bei diesem Sattel sitzt man nur auf dem Becken. Das ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Nach der nächsten TUR habe ich dann schon nach 5 Tagen meine erste kleine Fahrradtour gemacht. Man sollte natürlich langsam fahren und vor größeren Unebenheiten aufstehen.
  • bar65

    Hat den Titel des Themas von „Einige praktische Tipps“ zu „Einige praktische Tipps zur TURB“ geändert.
  • Moin Obiwan , nicht ungewöhnlich aber trotzdem ärgerlich diese miserable Aufklärung zu den diversen Eingriffen und Massnahmen. Da helfen die Erfahrungen der Betroffenen hier wesentlich weiter. Man sollte nie aus dem Auge verlieren, dass es eine Wunde innerhalb der Blase gegeben hat. Diese verheilt natürlich wesentlich langsamer als eine äußere Wunde. Hinzu kommt eben, dass die Blase ein Muskel ist der sich dehnt und zieht. Also, reichlich trinken. Stille Wasser und Tees sind die empfohlenen Getränke. Körperliche Anstrengungen in den ersten Wochen nach der TUR B unbedingt vermeiden. Auch Radfahren gehört dazu



    Gruß Wolfgang

    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Moin Obiwan , letztlich meine ich nicht die Geschwindigkeit damit sondern allein schon die punktuelle Druckausübung auf den Unterleib. Es geht nunmal der Druck vom Sattel über den Ars... in den Unterleib und zwar ziemlich direkt. Damit eben auch zusätzliche Einwirkungen auf die operierte Blase.


    Gruß Wolfgang

    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Es ist immer wieder erstaunlich.

    Nur weil man die Wunde von der OP nicht sieht glauben einige da ist nix.

    Der gut gemeinte Rat der Schonung wird ignoriert und statt dessen die qualifizierte Meinung eines Fahrradhändlers oben an gestellt.


    Ich weiß nicht.... Bei mir stellt sich so leichtes Kopfschütteln ein. Aber gut. Viel Spaß bei einem eventuellen Besuch der Notaufnahme. Am besten dann noch über lange Wartezeit schimpfen ....

  • Hi, ihr Lieben,


    vielleicht dazu ein Erfahrungsbericht...bin eine Woche nur meiner TuR B in den Wochenendurlaub gefahren mir ging es gut. Nach 2 1/2 Stunden Autofahrt setzten am Abend Blutungen ein...nichts mit Wochenendurlaub, Bin dann wieder nach Haus..da die Blutungen blieben wieder ins Krankenhaus,

    Dort, wie ich heute weiß, einen berechtigten Anschiss bekommen und drei Tage Bettruhe mit angehängter Blasenspülung.

    Das kann man/frau leicht vermeiden, wenn wir uns an die Empfehlung der Ärzte halten.


    Liebe Grüße und allen die es gerade brauchen gute Besserung

    Gisela

    Diagnose 10/2012 distale Harnleiterenge links
    5/2013 Urethelkarzinom der Blase PT1/ G2 highgrade
    Mitomycin Instillationen von 10/2013 bis 10/2015
    3/2016 Reflux links drittgradig

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