komplementärmedizinische Unterstützung bei Chemotherapie!?

  • Guten Morgen!

    Es ist mal wieder Schwarmwissen gefragt! 😊

    In drei Wochen wird bei mir eine Chemosaturation der Leber bei meinem schon mehrfach metastasierten Aderhautmelanom durchgeführt. Dabei wird die Leber, abgetrennt vom übrigen Kreislauf, für ca. 1 Std. mit einem Chemotherapeutikum in 20fach höherer Konzentration als üblich durchspült. Über dieses Verfahren bin ich ausreichend informiert.

    Es ist aber das erstemal, daß ich trotz langjährigem Krebsleidens mit einer Chemotherapie in Berührung komme (bisher nur Strahlentherapie und etliche Operationen). Und so stellt sich mir die Frage, ob ich dieses schulmedizinische Verfahren auf irgendeine Weise selbst komplementärmedizinisch unterstützen kann hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen oder gar Erfolg.

    Die Nebenwirkungen sollen sich angeblich in Grenzen halten, weil nur die Leber und nicht der ganze Körper mit der Chemo in Berührung kommt, so die Ärzte. Darüberhinaus halten sie sich hinsichtlich meiner Fragen bedeckt.

    Die Gesellschaft für biologische Krebsabwehr hat mir einen ärztlichen Beratungstermin in 2 Wochen anbieten können, verweist ansonsten auf seine Infobroschüren im Netz. Die für Komplementärmedizin empfohlenen Ärzte in Hannover sind alle im Urlaub und die Praxen geschlossen. Also hänge ich mal wieder unverrichteter Dinge in der Luft!

    Deshalb hier meine Frage an alle: Hat jemand Wissen oder gar konkrete Erfahrungen mit der möglichen Unterstützung einer Chemotherapie durch die Komplementärmedizin??

    In den Broschüren werden in diesem Sinne Selen, die Vitamine A, B, D und E, Thymuspräparate, Misteltherapie, Bachblüten, Hyperthermie, Lebertees zur Regeneration u.ä. erwähnt. Ich weiß nicht so recht, was ich von diesem mir grundsätzlich Bekannten halten soll!? Eher nicht wirklich viel! Aber andererseits möchte ich auch nichts unversucht lassen, was mir helfen könnte. Ein Phänomen, was sicher die meisten am Krebs im fortgeschritten Stadium Erkrankten kennen werden!

    Na ja, vielleicht gibt es ja hier jemanden, der mir irgendwie ein wenig weiterhelfen kann!?

    Danke!

    LG Hans-Peter

  • Hallo Hans-Peter,

    also wenn du von der Klinik keine Empfehlung für unterstützende Medis bekommst, würde ich im Vorfeld nichts tun. Vielleicht kannst du dir den Beipack

    erfragen und vorallem welche Chemo.Die hat ja nen Namen, da kann man dann vielleicht was finden. Ich meine es wäre nach der Chemo sinnvoller, falls überhaupt nötig. In solchen Situationen wäre ich sehr vorsichtig, du unterstützt damit auch kranke Zellen.

    Inzwischen alles Gute und Gruß, Ricka:)

  • Hallo Ricka,

    Informationen von der Klinik habe ich (natürlich) gar keine bekommen! Letztlich nur ein kurzer Telefonanruf des Arztes nach dem Einreichen meiner Unterlagen, daß nun eine Chemosaturation anläge und ein zweiter Anruf vom Bettenmanagement, wann ich denn zur Aufnahme kommen soll. Ein irgendwie aufklärendes Gespräch hat bisher nicht stattgefunden. Dafür sei nach der Aufnahme noch Zeit.

    Alles was ich zur Chemosaturation weiß, durfte ich mir also im Netz heraussuchen! Aber es scheint tatsächlich die Option schlechthin in meinem Fall zu sein!

    Das benutzte Zytostatikum ist offenbar Melphalan. Auch darüber findet man Informationen im Netz, "Klassische" Nebenwirkungen, aber eben im systemischen Ansatz. Wie es aussieht, wenn nur die Leber behandelt wird, ist nicht zu finden, außer: Chemosaturation hat eher wenig, gut in den Griff zu bekommene Nebenwirkungen!?

    Also werde ich mich letztlich wohl wieder auf die "Götter im Weiß" verlassen müssen, daß sie wissen, was sie tun! Ich hoffe, das Richtige!!

    Ich habe inzwischen einen Groll auf alle Mediziner, auch wenn sie ja helfen. Immer und ewig wird man mit allem allein im Regen stehen gelassen! Einen Umgang mit einem mündigen Patienten stelle ich mir anders vor, ganz anders! Man ist nur eine Nummer in den großen Gesundheitsfabriken, die irgendwann abgearbeitet wird!

    LG Hans-Peter

  • Hallo Hans-Peter.

    Meine Frau hatte Bauchspeicheldrüsekrebs mit Metastasen in der Leber. Medizinisch wahrscheinlich ja nicht mit Deiner Situation vergleichbar. Aber wir standen vor der gleichen Frage wie Du jetzt und haben sie auch den Onkologen (zwei leitende Oberärzte verschiedener Stationen) gestellt. Und wir bekamen von beiden unabhängig den gleichen Rat. Und der deckt sich genau mit der Aussage von ricka :

    Es gibt keinerlei Untersuchungen hinsichtlich der Kombination der Chemotherapeutika mit den "alternativen Mitteln". Und die haben auch dringend davon abgeraten, beides zusammen zu machen. Wenn schon, dann nach der Chemo. Genauso hatten wir zusätzlich die Frage, ob wir mit Ernährung etwas tun können. Die Antwort hier war: Alles was dem Körper gut tut, tut auch den Krebszellen gut. Also haben wir alles sein gelassen.

    Das ist meine Erfahrung zu dem Thema.

    Alles Gute für Dich und


    herzliche Grüße, Wolfgang.

    Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet. (Oscar Wilde)

  • Moin HaPe,


    das Selen als Radikalenfänger empfiehlt sich grundsätzlich bei Blasen- und anderen Krebsarten. Aber du kannst genau so gut jeden Tag ein "Viertele" Rotweintrinken. Das hat die gleiche Wirkung.

    Zur Unterstützung der angegriffenen Leber gehört eigentlich strikter Alkoholabusus, möglichst keine leberbelastende Medikamente, körperliche Schonung, leichte vitaminreiche Vollkost.

    Die Leber als Entgiftungsorgan könnte nach der Behandlung eine Ausleitung vertragen, um die Reststoffe der Saturation auszuspülen.

    Mariendistel wirkt leberprotektiv

    Schafgarbe und Löwenzahn wirken choleretisch (Ausscheidung der Lebergalle fördernd)

    Erdrauch zur Blutreinigung

    Komplexmittel: Curcuma Pentarkan, 3 x tgl. 20 Tr.

    Taraxacum N Synergon Nr. 164, 4 x tgl. 20 Tr.

    Zur weiteren komplementärmedizinischen Unterstützung frag mal einen guten Heilpraktiker.


    Ich wünsche dir von Herzen gutes Gelingen!


    LG - Blasius

    Nach Zufallsfund 2006: pTa G2 (high grade) 5 x TUR-B und 30 x Mitomycin nun jährliche Kontrollzystoskopie mit Urinzytologie und PSA-Test

  • Hallo Hans-Peter,

    allgemein Entzündungshemmend: Kurkuma (Kapseln aus der Apotheke, hochkonzentriert), Ingwer, Omega 3

    Immunsystem: Selen!, Zink, und lass Deinen Vitamin D Spiegel kontrollieren


    Eins habe ich häufig gelesen: VOR einer (allerdings systemischen Chemo) einen Tag zu fasten, erhöht die Wirksamkeit der Chemo, hängt mit dem Stoffwechsel der Krebszellen zusammen (findest Du bei Google).


    Viel Glück, Du bist ein Kämpfer

    Melinda

    T1G3 - 7 Jahre danach :)

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