Wechsel von Pouch auf Conduit

  • Hallo ihr Lieben,

    wie schon erwähnt, komme ich aus dem Pouchilager. Aufgrund einiger Probleme mit meinem Pouch und nach 3 Revisions-OP`s bin ich am überlegen, ob ich mir eventuell eine Ableitung nach außen legen lasse.

    Aber ich wollte mich da erst mal schlau machen. Was würde denn so alles auf mich zukommen? Im Moment versuchen mich einige Leute von der Idee abzubringen. Deshalb habe ich versprochen, mich erst einmal mit anderen Leuten zu Unterhalten.

    Mal abgesehen von der Gefahr der 5ten Bauchöffnung, was kommt denn da auf mich zu? Muß die Anlage regemäßig kontrolliert werden? Also gibt es da bestimmte Intervalle, an denen man ins KH muß oder sowas? Im Moment habe ich nach fast 8 Jahren Pouch bloß noch meine normalen Nachsorgeuntersuchungen jedes halbes Jahr. Mehr Kontrollen gibt es da nicht. Also ich würde mich freuen, wenn ihr mir mal ein paar Infos oder einfach nur von euren Erfahrungen berichten könntet. Das würde mir dabei helfen, meine Meinung zu der ganzen Sache zu bilden. So ein Pouch ist zwar auch nicht schlecht, aber das Material was da verbraucht wird, ist der Wahnsinn. Und ich werde in meiner Freizeitgestaltung immer wieder ausgebremst. Also, schreibt mir einfach mal ein bisschen was zum Thema, ich würde mich echt freuen.




    viele liebe Grüße Steffen:emojiSmiley-41::emojiSmiley-41::emojiSmiley-41:

  • Hallo Steffen,

    die Op nach 8 Jahren wir nicht einfach, aufgrund der Verwachsungen im Bauchraum.

    Machbar ist die Op, das wurde von einigen schon gemacht.

    Als letzte fällt mir Einfach ich , ein. Sie hat nach undichtem Pouch, sich für ein Stoma entschieden. Die Op erfolgte

    in Österreich,

    Vom Materialverbrauch wird's nicht einfacher, denn du brauchst Platten, Beutel , Nachtbeutel, Pflasterspray, Creme oder Lotion für die Haut.

    Was hast du für Freizeitsport, dass dich der Pouch behindert ?

    Mein Mann macht alles, was er vorher auch getan hat. Nur er war kein großer Sportler.

    Aber Radfahren, Bergsteigen, Skilaufen und Schwimmen geht. Theater und Kino und Urlaubsreisen auch. ( lese doch mal wolfgangm 's Aktivitäten )

    Zur Kontrolle geht mein Mann 1mal jährlich, Urologe, Thorax röntgen und CT/MRT Abdomen. Ins KH muß man gar nicht.

    Mein Mann läßt im KH 1/4 jährlich den Port von der Chemo spülen. Dauert 10 Min. Mit Wartezeit 20 Min.

    Wenn du schon einige Bauchops hast, wirst zu Hernien neigen. Ich würde mir gleich ein Netz mit einbauen lassen. Das ist bei der Op

    leichter als Jahre später wieder anzufangen. Die Bauchdecke wird ja nicht stabiler.

    An deiner Stelle würde ich einen Viszeralchirurgen und den Urologen, der den Pouch gemacht hat hinzuziehen. (Falls es ihn noch gibt)


    Hoffe es ist nicht zu ausführlich, wenn du noch Fragen hast schreib einfach.

    Gruß Ricka

  • Hallo Steffen, was für ein aktuelles Problem hast Du denn mit Deinem Pouch, dass Du evtl. so eine OP wagen würdest? Ich habe meinen Pouch erst seit einem Jahr und habe auch schon eine Schlitzung machen müssen, wegen einer Nippel Stenose. Jetzt sitzt bei mir auch immer die Angst im Nacken, dass sowas nochmal passiert. Deine Frage finde ich sehr interessant und ich hoffe, es werden sich Leute melden, die so eine Umwandlungs-OP hatten. Wenn wir Pouch Träger älter werden und nicht mehr selbst Kathetisieren können, werden wir ja irgendwann auch vor so einem Problem stehen. Liebe Grüße Irmi

  • Hallo und danke für deinen bericht Ricka, ich muß dir sagen, das ich bereits 3 Netze im Bauch habe, da die Hernie nicht lange auf sich warten ließ. Also die größten Bedenken haben die Arzte wegen der Vernarbung und Verklebung.

    Und zu den Hobbys muß ich sagen, das alles was mit dem Bauch zu tun hat, mittlerweile eine echte Quälerei ist, ich habe bei größeren Anstrengungen immer ein schmerzhaftes ziehen im Bauch. Körperlich geht es sonst eigentlich, aber es sind die Begleiterscheinungen, welche nervig sind. So muß man ständig seine tätigkeit unterbrechen um zu pinkeln was in der Natur manchmal echt zur Herausvorderung wird. Das Thema Urlaubsflieger ist auch so ein ding. Auf der Toilette im Flugzeug wird das kathetern zur logistischen Herausforderung. Da kann man sich ja so schon kaum bewegen. Und ich kann nur noch min. Premium Economie fliegen, da mir das enge sitzen in der Holzklasse Bauchschmerzen bereitet. Außerdem bin ich Angler, was an sich kein Problem ist, aber zum pinkeln immer aus dem Wasser raus oder alles zusammenräumen und mitnehmen kann auch stressig sein. Zumal ich mich iommer etwas weiter zurückziehe und nicht hinter den ersten Baum gehe. Angelzeugs ist teuer und das hab ich gern im Blick.

    Das sind so die groben Sachen, die mich eben behindern.


    Hallo Irmi, also das mit den Schlitzungen ist so eine Sache, mein Körper war sehr anfällig dafür, wo aber jeder anders reagiert. Ich hatte zuerst einen Apendixnippel, welcher sehr gut dicht war, aber immer wieder eine Stenose hervorbrachte. Ich hatte da so 13 Schlitzungen, bis der Doc kapituliert hat. Ein anderer Arzt hat mir dann einen Illeum-Nippel eingestezt, welcher zwar so ok ist, aber dafür bin ich nicht mehr dicht, und das ist für mich echt Nervenaureibend. Auch weil ich nicht richtig weiß, wie ich mich schützen soll. Im Moment klebe ich mir Slipeilagen auf den Bauch, weil die nach einer Seite dicht sind. Aber wenn die voll ist, läufts auch daneben raus und ich mach mir wieder ins Hemd (hihi, kleines Wortspiel) . Und dann drücken die auch immer wieder auf den Nippel, was manchmal richtig weh tut, das aber eher selten.

    Dazu kommt noch, das ich meistens ne gefühlte Ewigkeit brauche, ehe ich mit dem Katheter in die Blase komme. Irgendwie blockiert da immer wieder was. Und wenns dann geht, blutet es ganz schön, sieht nicht immer gut aus.


    So, das sind meine Probleme mal etwas genauer beleuchtet. Was würdet ihr da machen?


    Liebe Grüße Steffen

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