• Hallo zusammen,


    Mein Pouch und ich haben uns mittlerweile ganz gut angefreundet, ich bin wieder sehr aktiv und freue mich riesig dass ich wieder alles machen kann. Ich katheresiere mich tagsüber so alle 3 - 4 Stunden und nachts stelle ich einmal den Wecker, leider kann es passieren dass ich im Tiefschlaf den Wecker manchmal ausschalte, dann wache ich an dem Druckgefühl auf. Der Pouch ist dann aber mit 800 - 900 ml voll.
    Am Karfreitag fliege ich zusammen mit meiner Familie nach Ägypten ich möchte meine Lofric Primo im Handgepäck mitnehmen. Da ich dann immer auf der sicheren Seite bin wenn mit dem Gepäck was sein sollte.
    Ich bin mir sehr unsicher ob das mit dem Handgepäck so geht, da die Katheter doch mit Wasser beschichtet sind und die Kontrollen jetzt so streng sind. Wie macht ihr das beim Fliegen, ist mein Sorge total unbegründet. Danke für eure Antwort


    Viele Grüße


    rose

  • liebe Rose
    lass Dir ein Attest vom Hausarzt/urologen ausstellen. Am besten auch auf englisch. Es gibt auch von LoFric direkt ein vorgefertigtes Dokument in allen möglichen Sprachen. Muss nur noch vom Arzt unterschrieben werden.
    Ich fliege regelmässig mit Katheter, Desinfektionlösung usw. (mehr als 100 ml) im Handgepäck und hatte noch nie Probleme.
    Gruss Krümelchen


    hier der Link für die Zolldeklaration


    http://www.astratech.de/Main.a…918/navl/86169/nava/86184

    :rolli: Krümelchen
    Tetraplegikerin seit 1990, Mainz Pouch I seit 2007

  • Hallo Rose,


    ich war im Januar mit reichlich Lofric primo Kathetern in der Antarktis; ich musste von Frankfurt nach Buenos Aires und dann von Buenos Aires nach Ushuaia fliegen. Kein Mensch hat sich für die Katheter interessiert. Das einzige, was ich mal auspacken musste, war meine Faltenbalgflasche mit Kochsalzlösung zum Spülen.


    Folgendes Schreiben kannst Du Dir ausdrucken und von deinem Doc unterschreiben lassen.


    Gute Reise und komm gesund wieder



    Hexe :tanzen:

  • hallo,


    ich bin seit September 2008 Pouch-Träger (OP in Würzburg; Super-Betreuung!) und überrascht, wie problemlos das Leben mit Pouch und Kathetern ist. Als Wissenschaftler mit Afrika-Schwerpunkt hatte ich meine Bedenken. Ich nehm bei Flügen immer 20-30 Katheter ins Handgepäck und hatte bei den ca. 6 Auslandsreisen bislang keinerlei Beanstandung/Rückfage in Flughäfen.


    Heute ist der letzte Tag einer 3-wöchigen Äthiopien-Reise. Wir waren im tiefsten Hinterland unterwegs, die niedrigste Hotel-Rechnung belief sich auf einen Euro, die sanitären Verhältnisse waren dementsprechend. Mit den Einmal-Kathetern (ich nehm unterwegs Liquick-Base von MedicalService) hatte ich trotzdem keine großen Sorgen. Sehr lange Auto-Reisen über holprige Schotter-Straßen sind Gott sei Dank auch kein Problem. Den Pouch gespült habe ich nicht, hab aber (wie immer) extrem viel getrunken.


    Wir machen ein Projekt zur Entwicklung dörflicher Schafzucht-Programme in vier Regionen Äthiopiens. Ein Höhepunkt abseits der Arbeit war die Sichtung des extrem seltenen äthiopischen Wolfs, der ausschaut wie ein großer Rotfuchs.


    Dieses Forum und das Pouch-Forum besuche ich regelmäßig. Ich möchte mich bedanken bei allen Leuten, die posten und damit denen, die einen Pouch haben, aber nur lesen, SEHR helfen.


    Herzliche Grüße aus Addis Abeba (ab morgen wieder Wien)
    Hans

    1990: Blasenkrebs und Zystektomie mit 30.
    2008: Umbau der Harnableitung in Mainz Pouch 1.
    Sehr zufrieden damit, praktisch keine Einschränkungen. :thumbsup: