Jetzt auch der Papa meines Mannes

  • Hallo liebe Mitglieder


    Bei meinen Schwiegervater (85 Jahre) wurde heute eine TUR B gemacht. Nachdem er vor 3 Wochen Blut im Urin hatte, wurde gleich von seiner Urologin eine Blasenspiegelung gemacht.

    Sie sah etwas,was da nicht hingehört und veranlasste eine TUR B.


    Nun liegt er auf Intensiv. Ich habe gerade mit einen seiner Operateure telefoniert. Er hat mir gesagt, das mein Schwiedgervater einen ziemlich großen Tumor in der Blase hat.

    Sie mussten demensprechend abhobeln. Plötzlich bemekten die Ärzte das sich der Bauch meines Schwiegervaters ganz fest wölbte. Sie stellten fest, durch das abtragen des Tumor haben die wohl ein kleines Loch in die Blase gebohrt. Der Arzt meinte, sie würden jetzt einmal abwarten, so wie es aussieht würde sich die Flüssigkeit schon zurückziehen bzw. verlaufen.

    Auch können Sie natürlich erst über einen Behandlungsweg entscheiden, wenn der Histologische Befund vorliegt.


    Ich bin sonst nicht auf den Mund gefallen,aber als mir der Arzt das mit dem kleinen Loch erzählte in der Blase,viel mir im Moment gar nichts mehr ein. Vielleicht kann mir jemand sagen,ob er schon einmal so etwas gehört hat? Kann das wirklich sein? Das Krankenhaus in dem Reiners Papa liegt, hat eigentlich einen guten Ruf. Es ist das St. Josefs Krankenhaus hier bei uns in Regensburg.

    Der Arzt sagte auch,das in Anbetracht des hohen Alters meines Schwiegervaters nicht mehr so viel Behandlungsspielraum ist.

    Natürlich ist uns klar,das eine Neoblase nicht mehr in Frage kommt. Aber ein Urostoma doch schon oder?

    Entschuldigt meinen langen Text aber das macht uns gerade ziemlich fertig!


    Liebe Grüße

    Cornelia

    Auch aus Steinen,die in den Weg gelegt werden,kann man Schönes bauen.

  • Hallo Cornelia, keine guten Informationen zur Befindlichkeit Deines Schwiegervaters. Es bleibt zu hoffen, dass die Ärzte sehr schnell einen Befund in Händen halten um zu tun was zu tun ist bzw was getan werden kann. 85 Jahre alt ist im Normalfall schon eine heftige Ansage, als Akutfall aber mit besonderen Problemen behaftet.


    Man kann tatsächlich nur die Daumen drücken. Sorry, ich hätte Dir gerne mehr Mut zugesprochen.


    Liebe Grüße, Wolfgang

    pT4 a, G 3 und CIS, sechs Zyklen Chemotherapie, Gem/Cis


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Hallo Cornelia ,

    da ist man wohl ein paar Millimeter zu tief gegangen und hat die Blase bei der TUR-B durchstoßen. Wie man hier im Forum ab und zu liest kommt das gelegentlich vor. Machen kann man da nichts, das ist berufsrisiko und wahrscheinlich auch im Vorbereitungsgespräch angesprochen und unterschrieben worden. Das ganze hört sich nach muskelinvasiv an, so muß man jetzt erst einmal auf die Histo warten. Mit 85 Jahren natürlich ein ernst zu nehmendes Thema. Muskelinvasiv heiß zu 99% Chemotherapie, die Frage ist ob das der Schwiegervater überhaupt noch will.

    Die Blase wird wohl entfernt werden müssen (falls muskelinvasiv), ein Stoma geht da immer, auch bei einem 85 jährigen, so hat er dann noch ein paar Jährchen, auch ohne Chemo.

    Jetzt kann man nur erst einmal abwarten was die Histo ergibt. Danach überlegen und entscheiden. Mehr kann man derzeit nicht machen.


    Gruß Rainer

  • Hallo Cornelia,

    es verwundert mich schon (Loch). Ich bin im St.Josef operiert worden und sie haben saubere Arbeit geleistet.

    Vielleicht lag es wirklich daran, daß der Tumor so groß war. Dir bleibt nichts übrig als nochmals nach zufragen.

    Ich drücke dir , aber vor allem deinem Schwiegervater ganz fest die Daumen.

    LG Siggi

  • Liebe Cornelia,


    was Du uns da berichtest ist nichts schönes. Mit 85 Jahren noch solches mitmachen zu müssen wünscht man niemandem. ;(


    Wegen dem Loch in der Blase, das war bei mir auch so.

    Der Arzt war an der Arbeit und hat wahrscheinlich einen Nerv irgendwie gedrückt und ich zuckte mit dem Bein, in der Vollnarkose wusste ich natürlich von allem nichts.

    Er rutschte aus und durchstach die Blase. Nun musste ich 10 Tage einen Katheter haben damit das Wasser immer wegfliessen konnte und musste sehr viel trinken.

    Das Loch ist von selbst wieder zu gewachsen.

    Natürlich, ich bin 20 Jahre jünger.


    Ich wünsche dem Schwiegervater von Herzen gute Besserung und Dir und dem Mann viel Kraft um alles zu verarbeiten.


    Liebe Grüsse

    Ruth

  • Ihr lieben


    Vielen Dank für euere Anteilnahme und Einschätzungen. Natürlich müssen wir jetzt abwarten. Der Arzt heute hat auch wenig Hoffnung gemacht, dass der Tumor oberflächlich ist. Und das hohe Alter ist natürlich auch nicht förderlich. Und wie ich ihn kenne, will er keine weiteren Behandlungen. Schlimm ist auch, wegen Corona darf nur die Schwiegermutter täglich für 15 Minuten zu ihm 😔. Er kann fast nichts mehr hören und auch nicht sehen. Er ist total von ihr abhängig. Es werden schlimme Zeiten auf uns zukommen. Dankeschön euch allen!!

    Traurige Grüsse

    Cornelia

    Auch aus Steinen,die in den Weg gelegt werden,kann man Schönes bauen.

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