Hallo und herzlichen Dank für die Aufnahme

  • :| Hallo, ich bin eine neue Benutzerin und Interessentin des Forums und taste mich einmal vor.


    Ich schreibe in Absprache mit meinem Mann, der im Moment nicht die Power hat zum Schreiben, daher mache ich das erstmal. Wenn er soweit ist dann wird er wohl selber einsteigen. Wir möchten uns informieren über das Thema Blasenentfernung. Mein Mann ist 56 Jahre, im Januar 2018 wurde zum ersten mal ein Blasentumor festgestellt, kurz gefasst wurde insgesamt 5 mal in den 2 Jahren eine TUR durchgeführt. Die letzte letztes Wochenende.


    Nächste Woche hat er ein Gespräch mit dem Chefarzt, dieser hatte ihn informiert dass der Tumor sich verändert hat, von punktuell zum flächigen Tumor. Ich führe das erstmal nicht näher aus , aber wir haben gehört dass diese flächenhaften Tumoren wohl sehr aggressiv sind. Der Doc deutete an, dass er das pathologische Ergebnis abwarten will, aber es scheint für ihn wohl auf eine Blasenentfernung hinauszulaufen.


    Zumal mein Mann auch auf keinen Fall irgendein Risiko eingehen will und sich auch nicht ständig von einer Instillation zur anderen und von einer OP zur anderen hangeln will. Da das Gespräch noch stattfindet haben wir auch keinen Befund eingestellt, der letzte Befund ist ja eh uninteressant denke ich...Das erstmal zum Einstieg von uns, viele Grüße und danke für dieses Forum:)

  • Liebe Clauker58 ,

    sei willkommen hier bei uns, wenn auch aus bescheidenem Grund!

    Eure Sorge verstehen wir nur zu gut, aber ja, wie es weitergeht ergibt sich tatsächlich aus dem Befund. Die immer wieder auftretenden Rezidive geben aber schon einen Hinweis, dass es auf eine Blasenentfernung hinauslaufen könnte. Lest euch gern ein bisschen ein und fragt, was immer ihr wissen möchtet - wir versuchen zu helfen!

    Einstweilen lieben Gruß von Barbara

    Berliner (netzgestützte) Neoblase seit 4.9.2015 wegen BCG resistentem CIS, entdeckt 2014 durch NMP22 (IGEL beim Gyn)

    "Alles hat einen Zweck, selbst wenn es uns nur an das erinnert, was wir nicht tun sollten." Catherine Ryan Hyde

  • Hallo Clauker58 ,

    erst einmal, sei gegrüßt un unserem Forum. Wie ich lese kommst du/ihr aus Düren, wir sind also relativ nah beieinander (Stolberg/Aachen) . Ich war 54 als man mir die Blase entfernt hat. Seit fast 16 Jahren lebe ich mit der Neoblase und bin mehr als zufrieden damit. Operiert wurde ich in Eschweiler (Prof. Steffens).


    Von punktuell nach flächig hört sich nicht gut an, die 5. TUR-B auch nicht besonders prickelnd. So wie ich das lese hat wohl BCG versagt, der Tumor wird sich unter der Schleimhaut zu einem flächigen Tumor vergrößert haben. Ich möchte nicht den Teufel an die Wand malen, aber BCG versagen, dann eventuell noch CIS .. nunja, ich will nicht weissagen, warten wir die Histologie ab. Und dann ? Düren oder Eschweiler, beide keine Weltmeister in Neoblase bauen.


    Gruß Rainer

  • Rainer, was bedeutet Cis? Und du warst doch selber in Eschweiler??? Ich kann nicht beurteilen wer Weltmeister im Neoblasenbauen ist, vielleicht bestellen wir eine;) Scherz beiseite, mein Mann kommt mit dem Chefarzt in DN gut zurecht, wenn man sich nicht fachlich mit Kliniken kennt bleibt man doch meist dort, wo man behandelt wird, oder?????

    Ich habe gehört dass der Chefarzt einen guten Ruf hat, aber wonach beurteilt man das?:/

  • Hallo,

    Ein flaches, auf der Blasenschleimhaut liegendes, ( noch ) nicht infiltrierendes, hochaggressives Carzinom. Als Carcinoma in situ (CIS) (wörtlich: "Krebs an Ort und Stelle";) wird ein Frühstadium eines epithelialen Tumors ohne invasives Tumorwachstum bezeichnet, welcher ausschließlich intraepithelial wächst, z.B. in der obersten Haut- oder Schleimhautschicht der Blase. Die einzelnen Zellen sind dabei mikroskopisch (histologisch, immunhistologisch) in ihrer zellulären Strukturen und ihrer Beziehung zueinander von denen eines invasiv wachsendem Karzinoms nicht zu unterscheiden, die Basallamina ist jedoch noch nicht durchbrochen, es liegt keine Tumorinvasion vor. Das Carcinoma in situ metastasiert nicht, d.h. es kann keine Absiedelungen in den Lymphknoten oder in anderen Organen bilden.

    Die Bedeutung des CIS liegt darin, dass es sich zu einem lokal invasiven (bösartigen) Tumor entwickeln kann, doch lässt sich wegen der unterschiedlich langen Latenzzeit im Einzelfall nicht voraussagen, wann ein CIS die Basalmembran durchbricht. Auch nach unvollständiger Exzision kann das CIS als invasives Karziom wiederkommen und dann metastasieren.


    Ja, wonach beurteilt man das?

    wir machen das derzeit nach Fallzahlen, also wieviel Neoblasen wurden in einer Klinik in einem Jahr gemacht.

    Ich hab damals nichts von Fallzahlen gewußt und bin auch in das nächstgelegene Krankenhaus nach Eschweiler und hatte wohl Glück mit dem Operateur der mir die Neoblase gebastelt hat. Ich denke auch, nicht nur die Fallzahlen sind ausschlaggebend, es kommt auf so einiges anderes an. So eine Operation dauert in der Regel 8-9 Stunden, ab und an mal auch 12 Stunden. Wir haben hier aber Fälle wo es nach nur 6 1/2 Stunden gegessen war. Es kommt auf die Tagesform des Operateurs an, dann auf den Patienten, wie ist der drauf, Fit ? nicht übergewichtig ? mental.. usw.. da ist alles individuell zu betrachten.

    Klar, Eine Klinik wo die Neoblase 50 mal und mehr gemacht wird hat eine gewisse Routine, da kennt man sich mit Besonderheiten aus. Kommt auch drauf an wie der Tumor liegt, Blasenwand, Blasenboden, eventuell auch noch Harnröhrenbefall (dann geht keine Neoblase mehr), wie ist der Darm beschaffen..


    Du siehst, es gibt tausend Dinge zu beachten..


    gruß Rainer

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