Blase Krebs?

  • War am Montag beim Urologen, habe Zeit November immer wieder Blut im Urin und viele weiße, vor drei Wochen sah mein Urin wie dünner Kaffee aus, erst Hausarzt dann Montag Urologen nach langer discussion und Verweigerung vom Antibiotika blase Spiegelung, Er sagte nur als er den Tumor sah damit habe ich nicht gerechnet da kucken sie mal da ist ein Tumor der die Blutungen verursacht hat, meine Kollegin macht ihn alles fertig sie müssen operiert werden, das war alles habe jetzt ein termin und sitze hier und weiß nicht ist es blase Krebs oder was passiert jetzt mit mir mein Hausarzt ist im urlaub und ich komme mir so hilflos vor ;(


  • Hallo Steffi , willkommen in unserem Forum.

    sei erst einmal froh das dieser Tumor überhaupt entdeckt wurde. Ich denke das du nun einen Termin in einem Krankenhaus bekommst wo man sich die Angelegenheit mittels einer TUR-B näher anschaut, den Tumor so weit es geht mittels Elektroschlinge gleich entfernt. Rechne mal mit 4-5 Tage Krankenhausaufenthalt.

    Was ist eine TUR-B ?


    Dort wird dir unter Voll-Narkose oder Rückenmarksnarkose, ähnlich wie bei einer Blasenspiegelung durch die Harnröhre ein Endoskop bis zur Blase eingeführt. Durch dieses wird ein biegsames optisches Gerät eingeführt und der Operateur wird die Innenwand der Blase nach krankhaften Veränderungen und Wucherungen untersuchen. Diese wird er oberflächlich, um das Urothel (Innenwand-Bindegewebe) der Blase nicht zu beschädigen, mit einer Elekroschlinge abtragen und zerkleinern.


    Zur feingeweblichen Untersuchung wird er Teile davon heraus nehmen. Der Rest wird ausgespült. Ein Dreifachkatheter (drei Leitungen in einem Schlauch) wird dann an Stelle des Endoskopes in die Harnröhre eingeschoben. Ein kleiner Ballon hält ihn in der Blase fest. Eine Leitung ist zum Spülen vorgesehen, eine, um den Abfluss des Harns und der Spülflüssigkeit zu ermöglichen. Die dritte ist für den Ballon zuständig. Beim Herausnehmen des Katheters wird dort die Flüssigkeit im Ballon abgelassen. Den Katheter behält man solange, bis der Harn klar ist, bis keine Blutanteile mehr sichtbar sind. Die Ableitung erfolgt bis dahin in einen Beutel. Je nachdem, wie lange der Katheter in der Harnröhre ist, wird man kurzzeitig inkontinent (kann man den Urin nicht halten), was aber meist nach ein, zwei Tagen erledigt ist.


    Der Krankenhaus-Aufenthalt wird 4 bis 5 Tage nach einer TUR sein. Meist liegt das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung nach wenigen Tagen vor. Bis dahin wird der Arzt sich nicht festlegen, ob dein Blasenkrebs harmlos oder ob es sich um einen aggressiven Krebs handelt.


    Das ganze entfernte Gewebe wird zur Histologischen Untersuchung in ein Labor gegeben, diese bestimmen anhand der Zellstruktur die aggrissivität des Tumors. Erst nach dieser histologischen Untersuchung und deren Ergebnis bestimmt man die weitere Vorgehensweise. Ich will dich jetzt nicht verrückt machen, es kann von ziemlich gut behandelbar bis schwer behandelbar gehen. Jetzt muss man einfach mal abwarten was da rauskommt.


    Gruß rainer

  • Guten Tag und herzlich willkommen bei uns im Forum Blasenkebs Steffi . Die bisherige Information durch den Urologen ist bisher sehr dürftig. Bei der geplanten Operation handelt es sich um eine TUR B (transurethale Resektion Blase). Dabei wird durch die Harnröhre mittels Elektroschlinge der Tumor abgetragen bzw. entfernt. Das entnommene Präparat wird pathologisch befundet und klassifiziert. Erst dann wird man eine Therapie einleiten können. Der Eingriff wird in einer Klinik durchgeführt und direkt im Anschluss wird die Blase gespült bis kein Blut von der OP mehr austritt. Dazu wird ein Katheter gelegt. Es wäre sinnvoll, darauf hinzuweisen, bei dem Eingriff Hexvix einzusetzen. Das ist ein Mittel welches vor dem Eingriff in die Blase instilliert und lässt auffälliges Gewebe fluoreszierend sichtbar werden. Ebenso empfiehlt sich nach der TUR B eine Mitomycin Frühinstillation durchzuführen. Das ist ein Chemotherapeutikum welches eventuell freigesetzte Tumorzellen sofort in der Blase lokal angreift und abtötet.


    Ansonsten lies Dich ein und stelle alle Fragen die Dir auf der Seele brennen.


    Gruß, wolfgangm

    pT4 a, G 3 und CIS, sechs Zyklen Chemotherapie, Gem/Cis


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Diese Phase hat leider Gottes jeder hier durchleben müssen. Nicht leicht aber auch nicht zu vermeiden, leider. Ansonsten empfehle ich Dir, Dich nach Möglichkeit abzulenken soweit das geht. Sich jetzt in eine prognostische Krise zu stürzen ändert ja auch nicht's an der Situation und dem notwendigen Ablauf.


    LG wolfgangm

    pT4 a, G 3 und CIS, sechs Zyklen Chemotherapie, Gem/Cis


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Ja ich weiß ,bloß ich frage mich warum immer ich, bin schon vor erkrankt lupus vaskulitis Diabetes Schilddrüse und jetzt nach einer Hand OP, CRPS Typ 2 kann es eigentlich noch schlimmer werden? Naja bin ein sehr positiver Mensch es wird weiter gehen

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