Vorgespräch und OP Termin zur radikalen Zystektomie in der Klinik

  • Hallo, ich möchte mich kurz einmal vorstellen.

    Bin 60 Jahre alt und am 25.03.2021 wurde eine TUR-B R2 durchgeführt. Hier einmal der Befund : Blasenkarzinom T2 G3 Doppeltkirschgroßer Blasentumor im Trigonum. Histologie: Anteile eines muskelinvasiven ( Tumorstadium wenigstens T2a, solide wachsenden Urothelkarzinoms der Harnblasenschleimhaut von hohen Malignitätsgrad ( high grade) CT-Thorax bislang ohne Auffälligkeiten , keine Metastasen.

    Am Freitag Vorgespräch in der Klinik zur radikalen Zystektomie und Anlage eines Konduits. Nun habe ich natürlich großes Kopfkino, und frage mich was mich bei dem Vorgespräch so alles erwartet.

    pT3b, pN0, RO; G3.

  • Guten Morgen und trotz der bedrückenden Ausgangslage möchte ich Dich herzlich begrüßen im Forum Blasenkrebs. Das Forum gründet sich ausschließlich auf Betroffenen und deren Angehörigen. Vermutlich europaweit die größte Community zum Thema Blasenkrebs in dieser uneingeschränkt werbefreien. Form. Das Forum verfügt über die umfangreichen Erfahrungen von mehr als 2800 Betroffenen und ist damit so manchem einzelnen Urologen überlegen was das komprimierte Wissen betrifft. Natürlich wollen und können wir die Ärzte nicht ersetzen wohl aber hinschauen, ob sie sich an die aktuellen Leitlinien halten bei der Behandlung.


    Der Befund pT2 G3 ist absolut ein Indikator für die radikale Zystektomie. Die Wahl der Ableitungsvariante scheint gefallen zu sein aber vielleicht magst Du dich mit den Alternativen einer orthotopen Neoblase oder des Mainz Pouch I informieren. In den unten aufgeführten Unterforen findest Du entsprechendeBerichte dazu.


    Gerne aber kannst Du aber alle Fragen stellen die Dir auf der Seele brennen.


    Liebe Grüße, wolfgangm



    PS, Nachsatz. Aufgrund des Hinweises meiner Moderatoren Kollegin wurde ich darauf hingewiesen, dass ich den Befall im Bereich des Trigonum übersehen habe. Damit ist dann natürlich das Thema der alternativen Ableitungsvariante hinfällig. Sorry, es war der Eile geschuldet und zeigt einmal mehr, man sollte nicht vorschnell tippen. Danke für den Hinweis Mandelauge

    pT4 a, G 3 und CIS, sechs Zyklen Chemotherapie, Gem/Cis


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Hallo Ute259 , ich bin in einer ähnlichen Situation wie du, nur einen „Schritt weiter“. Bei mir wurde am 22.3. im UKE in Hamburg ein Ileum-Conduit angelegt, morgen werde ich entlassen. Ich bin von Anfang an mit den Beuteln gut klargekommen und bereue die Entscheidung nicht. Hier im Krankenhaus trage ich eine Trainingshose, unter der man vom Beutel absolut nichts sieht. Nachts schließe ich mich an einen größeren Nachtbeutel an, so dass ich durchschlafen kann. Es ist natürlich eine große OP, nach der man erst wieder zu Kräften kommen muss. Beim Vorgespräch kommen natürlich alle möglichen Komplikationen und Nebenwirkungen zur Sprache, die eintreten können, aber man darf sich dadurch nicht verrückt machen lassen. Bei mir waren in den ersten Tagen Übelkeit und Mattigkeit vorhanden, aber der Heilungsprozess ist gut verlaufen und man spürt jeden Tag, dass man wieder „mehr kann“. Mit dem Stuhlgang klappt es noch nicht so richtig gut, und ich hatte einen Urinkeim und in einer Nacht Schmerzen an der rechten Niere durch einen Harnstau, aber alles ließ sich schnell beheben. Ich kann dir nur Mut machen zu diesem Schritt!

    Claudia

  • Hallo Ute259 ,

    auch ich möchte dich herzlich in unserem Forum begrüßen.

    Ich habe mein Ileum-Conduit 2018 bekommen und lebe sehr gut damit.

    Alle Fragen die du hast, her damit, denn wir können aus eigener Erfahrung einige bestimmt beantworten.

    Einstweilen liebe Grüße Siggi

  • War jetzt am Freitag zum Vorgespräch in der Diako Flensburg. Ärzte und Schwestern waren alle sehr nett. Fühlte mich dort gut aufgehoben, sie haben mir alles genauestens erklärt. Soll zwei Tage nach der OP auf der ITS verbleiben. In dieser Zeit erhalte ich auch eine Magensonde. Ebenso wird eine Schmerzpumpe gelegt. Zur Zeit bin ich psychisch noch ziemlich stabil. Gedanken mache ich mir um meine Gewichtsabnahme, hoffe es ist normal. Habe mir auch schon mal Gedanken bezüglich der Anschlussheilbehandlung gemacht und werde versuchen nach St. Peter Ording zu kommen. Habt ihr Erfahrung mit der Nordseeklinik? Kann ich schon vor der OP noch einiges regeln ? Anträge und so weiter. Möchte vieles erledigen um mich dann nach der OP voll auf mich konzentrieren zu können.

    Liebe Grüße

    Ute

    pT3b, pN0, RO; G3.

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