Harnleitertumore

  • Ein herzliches Hallo, schön, dass ich dabei sein darf,


    ich bin neu bei Euch und die Tochter eines an Harnleiterkrebs erkrankten, 84-jährigen Papas.

    Mein Vater hat seit ca. 10 Jahren immer mal wieder Blasenkrebs, low grade. Wurde immer mit TURB behandelt.

    Nun ist der Krebs aggressiv. In der Blase konnte soweit alles entfernt werden mit Lasertherapie. Nur der Harnleiter sitzt voller Tumore und lasern war nicht möglich.

    Empfehlung der Ärzte: Total OP, Blase, Harnleiter Niere, Prostata raus.

    Aufgrund von diversen anderen Erkrankungen ist eine solche OP bei meinem Papa nicht möglich.

    Zur Info nebenbei: Es wurde auch eine Harnschiene gesetzt.


    Ich habe zwei Fragen an Euch.

    1. Habt Ihr alternative Ideen zu Harnleitertumorbehandlungen oder kennt Ihr Spezialkliniken, auch Privatklinik, wenn notwendig. Toll wäre nördlich der Republik.

    2. Mein Vater hat ca. 14 tägig starke Blutungen mit Koageln, die von den Tumoren kommen. Hat jemand damit Erfahrungen, Ideen, vielleicht auch Alternativen zur Harnleiterschiene?


    Vorab danke ich Euch für Eure Antworten und wünsche Euch allen von Herzen Gesundheit.


    LG Sanne

  • Hallo Sanne36 ,

    Anhand der Antworten bemerkst du das es für die Erkrankung deines Vater fast keine Beispiele oder Hinweise gibt. Die Harnleiter ist ein schlabbriger Schlauch, etwa so dick wie der kleine Finger, von innen mit dem gleichen Urothel ausgekleidet wie die Blase. Klar ist, das kann man nicht Lasern, das kann man nur wegschneiden.

    Macht man nichts, und man kann nur das eine machen, geht der Krebs auch in die Niere.

    Jetzt weiß ich nicht, die Ärzte empfehlen, du sagst geht nicht wegen Vorerkrankungen. Was haben die Ärzte den klar empfohlen? Die waren doch sicher informiert über die Vorerkrankungen.

    Leider, es gibt keine andere Lösung als die Entfernung des Krebsherdes, eventuell kann man mit den Ärzten über eine Teilentfernung (Harnleiter und Niere) sprechen um zumindest den Herd zu beseitigen. Ansonsten bleibt leider nur die Palliative Behandlung übrig.


    Leider hab ich da keine weiteren Ideen, solchen verzwickten Fall hatten wir hier im Forum noch nicht.


    Gruß Rainer

  • vielen Dank für Deine Antwort, rainer. Ja, es ist verzwickt. Mein Vater kann außer in Kurznarkosen nicht operiert werden. Herz, Leberkrebs, Nieren etc. Eine Voll OP, die angeraten wurde, würde er nicht überleben, ebenso eine Teilentnahme. Als Alternative wurde Strahlentherapie vorgeschlagen. Ich würde gern eine Zweitmeinung einholen, darum meine Frage nach Kliniken im Norden.

    Was ich bisher gelesen habe, sagt mir, dass es irgendwie keine Alternativen zur Entnahme gibt, wenn der Tumor aggressiv ist und ausgeweitet ist.

    Ich hoffe, dass vielleicht noch jemand etwas beitragen kann und Erfahrungen hat.

  • Hallo Sanne36,

    guten Abend, ich möchte dich herzlich hier begrüßen.

    Wir sind ein Zusammenschluß von Betroffenen und Angehörigen, leider keine Ärzte und wir wollen diese auch nicht ersetzen, wohl aber darauf achten, dass nach den Leitlinien behandelt wird. Dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

    Auch ich habe kein Mitglied mit vergleichbarer Erkrankung parat.

    Aber ich möchte dir


    Frau Prof. Dr. med. Margit Fisch aus dem UKE Hamburg zur Zweitmeinung empfehlen.

    Sie wird wissen, welche Möglichkeiten es gibt.

    Bitte schick eine Emailanfrage hin und bitte um eine Stellungnahme, bzw. eine Behandlungsempfehlung.

    Du solltest alle Befunde mitschicken, und in der Email die Schwierigkeiten bzw. Vorerkrankungen erwähnen.

    Ich wünsche dir sehr, dass ihr einen guten Rat bekommt und evtl. einen Termin zur Vorstellung, den ihr möglichst annehmen solltet.


    Alles Gute dir und vorallem deinem Papa

    Gruß Ricka

  • Nein ich persönlich nicht, aber einige der Mitglieder waren zur Zweitmeinung und auch zur Behandlung dort.

    Das UKE ist eine 1. Adresse und hat auch ein riesen Einzugsgebiet. Es nützt jetzt auch nichts auf irgendeine Erkrankung zurückzugreifen.

    Dein Papa, ist ein spezieller Fall ( Diagnose, Alter und Begleitumstände )

    und ganz allgemein, jeder Mensch hat so seine Geschichte. Vergleichbar wird's nur mit fast identischen Befunden.

    Trotzdem es ist Eile geboten.

    Alles Gute, Ricka

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