Urothelkarzinom min. pT2 G2 high grade

  • Guten Tag an alle hier zusammen,


    ich habe das Forum empfohlen bekommen und hoffe hier so manche Antwort auf meine derzeitigen Fragen zu finden - von Betroffenen selbst, was ich viel realistischer finde.

    Gefunden wurde bei der TUR-B ein muskelinvasives Karzinom am Blasenhals T2 welches die Entfernung der Blase notwendig macht.

    Derzeit läuft die Diagnostik, Knochenscan und CT. Tumorkonferenz in KW 34 dann bekomme ich das Ergebnis.

    Was der Urologe schon klar gemacht hat, eine Entfernung der Blase ist unbedingt notwendig, die Form der Ableitung ist noch offen.

    Der Urologe hat von sich aus schon zum Storma geraten, da dies problemloser und einfacher sei und die Neoblase immer mit Problemen behaftet sei.

    Ich bin 65 Jahre und bislang kerngesund, keine Vorerkrankungen, kein nix und doch etwas überfahren von der Diagnose.


    Viele Grüße an alle Betroffenen

  • Guten Tag Akili,


    die Aussage, daß eine Neoblase IMMER Probleme macht finde ich bemerkenswert und kann das so nicht bestätigen. Aber die Fachleute werden sich noch zu Wort melden und Aufklärung leisten. P.S.: Willkommen im besten Forum. Lies Dich schon mal durch, es gibt unendlich viele wertvolle Tipps. LG

  • Guten Tag Akili ,

    ich heiße dich herzlich willkommen im größten und besten Blasenkrebsforum. Wie du sicher schon bemerkt hast, wir sind ein Zusammenschluß von Betroffenen und Angehörigen, keine Ärzte. Dennoch haben wir große Erfahrungswerte in vielen Jahre und mit ca 2500 Mitglieder gesammelt. Dabei achten wir sehr darauf die gültigen Leitlinien beachtet und nach ihnen behandelt wird.

    So nun zu dir, ja du hast ja nun schon einiges hinter dir und die Diagnose steht auch schon.

    Auch ich würde dir zum Stoma raten, besonders weil dein Tumor am Blasenhals liegt und des Alters wegen. Tumor am Blasenhals ist auch nicht für Neoblase geeignet.

    Wenn du Fragen hast, bitte stell sie ungeniert ansonsten lese dich etwas in den Unterforen ein.


    Alles Gute für dich und liebe Grüße

    Ricka

  • Vielen Dank. Ich freue mich das Forum gefunden zu haben und werde jetzt viel lesen. Danke für die guten Wünsche.

    • Hilfreichste Antwort

    Moin Akili und auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum Blasenkrebs. Zu den Eckdaten des Forums bist Du bereits informiert und eventuell auch durch die von Dir erwähnte Empfehlung eingestimmt.


    Auf die Frage nach der "optimalen" Ableitung werde ich Dir nicht raten und ich denke es kann nur geeignet sein so eine Art "Glaubenskrieg" unter den Verfechtern der jeweiligen Variante zu entfachen. Es macht einfach keinen Sinn, weil ganz weit vorn die operierenden Ärzte stehen die sagen was geht und was nicht geht. Unmittelbar danach kommt Deine und zwar nur Deine eigene Entscheidung zum tragen. Du und niemand anders wird den Rest des Lebens damit leben dürfen, können oder müssen. Es gibt einfach keine Variante die dem Original gleichkommt. Es ist und bleibt ein Ersatz aus Darmgewebe und kein Organ mit Muskel. Es gibt Menschen die sich jenseits der Siebzig für eine orthotope Neoblase entscheiden und dennoch erfüllt leben. Disziplin und Konsequenz ist aber eine Grundvoraussetzung wenn es zur Zufriedenheit führen soll. Es gibt auf der anderen Seite Meschen, mal gerade über fünfzig, die sich für ein urologisches Stoma (Beutellösung) entscheiden. Sie geben dem durchegehenden Nachtschlaf mehr Bedeutung als der kontinenten Ableitung. Doch auch hier kommt es vor, dass jemand sich mit diesem urologischen Stoma überhaupt nicht anfreunden kann und das Ganze zurückverlegt zum Mainz Pouch mit Bauchnabelanschluss. Es ist und bleibt, mit Ausnahme der medizinischen Indikation, eine Indiviualentscheidung.


    Gruß, wolfgangm

    pT4 a, G 3 und CIS, sechs Zyklen Chemotherapie, Gem/Cis


    "wer kämpft, der kann verlieren; wer nicht kämpft, hat bereits verloren"

  • Hallo Akili,


    mein Mann hat im Februar sein Stoma bekommen. Nach der Anschlussheilbehandlung in Bad Wildungen erfolgten noch 2 Zyklen Chemo.

    Nun ist er seit 2 Wochen in der Wiedereingliederung.

    Der Weg bis dahin war etwas steinig. Die OP hat er gut überstanden und war schnell wieder auf den Beinen, allerdings brauchte die Psyche eine Weile. Die Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, die Angst vor dem Stoma, die Nebenwirkungen der OP und der Chemo (Darm, Durchfall, Übelkeit, Ausschlag) All das war ein Auf und Ab.

    Heute geht es ihm gut. Und das nach knapp 5 Monaten. Der Beutel beansprucht nur wenige Minuten Pflege am Tag, er kann mit dem Nachtbeutel durchschlafen (das ist das Beste am Stoma!), auch die Sexualität ist wieder da, anders aber wirklich gut.

    Die Füße sind sehr empfindlich, das wird wohl bleiben.


    Ein gepacktes Täschchen für unterwegs ist immer mit dabei, am Anfang gab es mal das ein oder andere Malheur (Platte undicht), aber was soll, Übung macht den Meister.


    Das Stoma ist sein Lebensretter, es ist einfach toll, dass es so etwas gibt, niemand sieht es, niemand bemerkt es, außer in Sauna und Schwimmbad.


    Ich drücke dir beide Daumen!

    Gruß Lisa

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