Abmildern finanzielle Belastung bei Langzeiterkrankung

  • huhu und moin moin


    Ich weiss ja nicht ob ich der einzigste mit solchen Gedanken hier bin, aber ich glaube eher nicht.


    Solche Krankheit wie unsere jetzt, haut einen natürlich ziemlich aus der Bahn,

    Einkünfte reduzieren sich mächtig , Ausgaben bleiben halt fast gleich , besonders wenn man Haus hat, und Auto worauf man angewiesen ist, sonstige Verpflichtungen und und und


    Ich kann mir auch nicht vorstellen das jeder hier auf seinem Sparkonto paar tausender rumliegen hat um das alles aufzufangen.


    Was kann oder könnte man denn unternehmen um an etwas finanziellen Hilfe zu gelangen ? Ich meine bevor alles den Bach runter geht .

    Gibt es da eventuell was an Tipps oder ähnliches????


    Wir haben jetzt grade mal die,,,Zuzahlungsbefreiung,,,, durch , ab April gekämpft darum , die gilt natürlich auch grade mal bis 31.12 , dann fängst wieder an mit kämpfen usw.


    Vielleicht hat jemand ähnliche Probleme, vielleicht paar Tipps


    LG Matze

  • Die Zuzahlungsbefreiung muss man eh jedes Jahr neu beantragen, oder man bekommt die Kosten

    dafür, per Bezahlschein übermittelt.

    Stellt man dafür den Antrag, sollte man dies, eigentlich immer im Januar machen, zumindest ist es bei meiner Kasse so, bezahlt man zum Jahres Anfang und geht im laufenden Jahr

    wieder auf Arbeit, bleibt die Befreiung bestehen, bis Jahresende.


    Es wird wohl bei dir so sein, dass du 2% vom Einkommen bezahlst? wenn es als chronisch, deine Sache eingestuft wird dann 1%

    da musste dich aber selbst kümmern.


    Dein Nachteil, wird sein du bist Verheiratet und hast Kinder, wenn es darum geht, du willst Sozialleistungen beantragen.

  • hey Mirko50


    Das war eigentlich nur eine Frage ob jemand damit Erfahrung hat oder vielleicht paar Tipps geben kann


    Sozialhilfe beantrage wäre ja wohl der allerletzte Weg.

    Das mit den Zuzahlungen ist bekannt, keine Sorge


    Nur manchmal gibt es ja noch versteckte Sachen irgendwo, wovon man nichts weiß zur Zeit.

    Gibt nämlich teilweise Harz4 Empfänger die sich in solchen Sachen recht gut auskennen , darum halt mein Post


    Mfg

  • Hallo @Matze64 ,


    also, das mit den finanziellen Hilfen im Falle einer (längeren) Krankheit ist erst einmal mit der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber und dann mit dem Krankengeld bis zur 78 Woche abgesichert. Da bei uns in Deutschland alles auf ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis ausgelegt ist, bekommt man daraus sein "persönliches" Krankengeld als sozusagen "Grundeinkommen".

    Ist das Krankengeld aufgrund eines zuvor niedrigen Einkommens dann auch sehr niedrig und reicht nicht zum Leben, dann kann man ggf. aufstockendes ALG2 beantragen und hat damit dann auch Zugang zu weiteren staatlichen Hilfen wie z.B. Wohngeld usw.


    Wie Mirko50 schon geschrieben hat, gibt es dann noch so Sachen wie Zuzahlungsbefreiuung, mit einem GdB >50% dann auch Steuererleichterungen (Freibetrag) und z.B. Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr, bei kulturellen Veranstaltungen usw. Was man aber ganz klar sehen muss ist die Tatsache, das die sozialversicherungsrechtlichen oder staatlichen Leistungen nicht dafür gedacht sind, die Kosten der persönlichen Lebensführung zu 100% abzusichern.


    Ich mache hier mal ein unverbindliches Beispiel:

    Ein Bürger arbeitet mit mittlerem Einkommen und legt großen Wert auf ein Auto der gehobenen Mittelklasse und least oder finanziert diese Fahrzeug und bezahlt dafür im Monat eine Rate von 300 Euro. Der gleiche Bürger mit anderen Schwerpunkten fährt ein kleines Auto und hat dieses bereits schon lange abbezahlt. Beide werden krank und bekommen Krankengeld. bei dem einen wird es schon im ersten Monat knapp, bei dem anderen geht es noch ganz gut .... Der eine Bürger lebt in einer kleinen Wohnung und zahlt seine Miete, der andere hat sich auf ein Haus eingelassen und zahlt dafür Finanzierung und laufende Reparaturen, Unterhalt usw. Der eine hat Schulden weil er in der Spielhalle zockt, der andere muß Alimente zahlen und so weiter und so fort.....


    Ich will damit sagen, das man sich die einzelne Situation genau anschauen muss und dann ggf. Maßnahmen ergreifen. Bei Leasing- oder Finanzierungsverträgen ist oft eine Versicherung mit dabei, die z.B. bei Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Tod die Verpflichtungen abfängt. Ähnliches gibt es bei Baufinanzierungen oder Konsumentenkrediten ...


    Eine pauschale, soziale Unterstützungszahlung im Krankheitsfall für die persönliche Lebensführung ist mir zumindest nicht bekannt.


    Soweit mal meine ersten Gedanken zu diesem wichtigen Thema. Wird bestimmt interessant wie andere Betroffene mit diesem Thema umgehen.

    Grüße

    PetAir

  • Hallo @Matze64,


    Ja das stimmt schon, viele von uns wissen nicht, wo es was zu holen gibt. Wenn man es nicht braucht, kümmert man sich nicht darum.


    Ich habe die Tage ein Gespräch mitgehört, da wurde geraten beim VdK Mitglied zu werden.

    Da bekommt man im Rahmen der Mitgliedschaft eine Beratung zum Verhalten gegenüber der KK, dem Arbeitgeber, der Unterstützungsstellen.

    Der VdK hörte ich da, unterstützt auch übergangsweise Mitglieder in Not.


    Ob das alles so stimmt, wissen vielleicht noch andere Mitglieder, oder du erkundigst dich beim deinem Ortsverband wenn du Interesse hast.


    Gruß Ricka

  • Hallo zusammen , @Matze64

    Da das Thema der finanziellen Absicherungen bei langer Krankheit von allgemeinem

    Interesse sein dürfte, aber weniger mit dem Krankheitsverlauf zu tun hat, ein Vorschlag: ich trenne es heute Abend als eigenes Thema ab und stelle es ins Unterforum Bürokratie?

    Gruß Barbara

    Berliner (netzgestützte) Neoblase seit 4.9.2015 wegen BCG resistentem CIS, entdeckt 2014 durch NMP22 (IGEL beim Gyn)

    "Alles hat einen Zweck, selbst wenn es uns nur an das erinnert, was wir nicht tun sollten." Catherine Ryan Hyde

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