Muss ich nun Angst haben das ich ein Urachuskarzinom habe?

  • Hallo zusammen, mein Name ist Emilio und ich bin 22 Jahre jung.

    Ca. im April 22 fing mein Bauchnabel an wund zu werden und zusätzlich kam ein übelriechendes Sekret heraus. Als ich dann auf den Notfall musste weil mein Hausarzt keine Kapazität mehr hatte, war der zuständige Arzt ratlos und nahm Rücksprache mit einem Chriurg, zu welchem ich dann nochmals in die Untersuchung bin. Er hat mir ein Gel mitgegeben und ein MRI verordnet. Das Gel zeigte keine Wirkung und auf dem MRI war auch nichts zu sehen. Bei einer weiteren Untersuchung meinte er das ich nochmals einen Monat mit dem Gel behandeln soll. Nach einem Monat immer noch keine Besserung, nochmals in die Untersuchung, dann schickte mich de Chirurg zu einem anderen Arzt weil er nicht wusste was er machen soll. Der zweite Arzt schaute sich meinen Nabel kurz an und meinte das dies klar eine Urachusfistel sei, die operativ entfernt werden müsse und danach wird mein Bauchnabel sofort aufhören zu nässen. Diese Operation hatte ich nun vor ca. 11 Tagen, nach einem Tag im Spital durfte ich auch schon wieder nach Hause. Heute stellte ich fest das mein Bauchnabel schon wieder voll von dem übel riechendem Sekret ist, meine Sorge ist nun ob sich das zu einem Urachuskarzinom weiterentwickeln kann und ob jemand diese Situation mit einem nässenden Nabel auch hatte?

    Vielen Dank für lesen!


    Liebe Grüsse

    Emilio

  • Hallo guritown , Emilio,

    herzlich Willkommen im Forum. Hier wird die von Betroffenen und deren Angehörigen geantwortet.

    Ich denke das wirst du erneut mit dem Chirurgen klären müssen. Das übel riechende Sekret deutet weiterhin auf eine Urachusfistel hin, kann ja sein das die erste Operation nicht erfolgreich war.

    Gruß Dirk und alles Gute!

    19.1.21 TURB pT1G3, 60% kleinzellig

    8.2.21 TURB pTaG2

    14.4.21 Zystektomie, Blase o. Befund, k. Chemo

  • Hallo Emilio,


    ich wollte Dich nur kurz beruhigen und dabei auf den Titel Deines Threads eingehen. Du musst Dir keine Sorgen wegen des Urachus machen. Dieser entartet nur ganz selten und wird, wenn er beschwerdefrei ist, meistens nicht einmal operiert. Auch wenn ein Urachus natürlich bei Erwachsenen eigentlich fast ganz zurückgebildet ist, was bei Dir nicht der Fall ist. Von daher geht es bei Dir nur darum, die nässende Fistel in den Griff zu bekommen.


    Hier das Zitat:


    "Die operative Therapie von Urachusfehlbildungen ist nur bei Symptomen notwendig. Das Entartungsrisiko für ein Urachuskarzinom gilt als sehr niedrig (1:5000), dies rechtfertigt keine prophylaktische Resektion von sichtbaren Urachusfehlbildungen (Gleason u.a., 2015)."


    Quelle: https://www.urologielehrbuch.de/urachus-fehlbildungen.html


    Das diese Fistel weiter nässt, hat nichts mit einem Karzinom zu tun. Aber wie immer gilt: Wir sind keine Ärzte und das sind nur Vermutungen eines Laien. Wenn Du heute ohnehin beim Arzt bist, dann besprich das alles in Ruhe und halte uns gerne auf dem neuesten Stand.


    Alles Gute!

    JoFo76

    pTa G1 - inzwischen sind 5 Jahre ohne Rezidiv verstrichen :)

  • JoFo76 vielen Dank für deine Nachricht! Ich war nun gerade in Behandlung und mein Nabel wurde jetzt mit Betadine desinfiziert und dann ein Tupfer herein, nächste Woche habe ich dann den Nachkontrolltermin und hoffe das es bis dahin aufhört. Der Stationsarzt meinte ich kann dieses Sekret nicht mit dem von vor der Operation vergleichen da es sich jetzt schliesslich um "Post-OP" handelt, war damit nicht ganz so einverstanden da es halt 1:1 wie vor der OP ist. Werde jetzt abwarten und mir keine weiteren Sorgen machen.



    Liebe Grüsse

    Emilio