Neu mit pTa high grade, Beschwerden nach TURB

  • Guten Abend zusammen,


    ich bin doch sehr berührt, über die 10 jährige Gemeinschaft, Freude, mitfiebern, trösten, bangen, hoffen und trotz allem lachen....

    Ich bin sehr beeindruckt von den mutmachenden Beiträgen und habe alle mit Begeisterung gelesen.

    Es zeigt, dass aufgeben keine Option ist.

    Leider hat es mich auch erwischt und aktuell versuche ich auch positiv zu bleiben, trotz schwacher Momente.

    Meine erste TUR- Blase mit Diagnosestellung

    pTa "highgrade" (G3) an zwei Stellen der Hinterwand

    (rechts 3 Punkte max. 0,3cm und links 0,2cm)

    ist jetzt 3 Wochen her und irgendwie habe ich immer noch brennen beim Wasserlassen. Minimal befinden sich Leukos und Blut im Urin. Ist das normal oder wie sind eure Erfahrungen damit? Ich würde mich sehr freuen über ein paar Infos.

    Ich wünsche euch allen einen angenehmen Abend und viele gute Gedanken...


    Viele Grüße Steffi

  • Liebe Steffi Chiquita ,

    willkommen hier bei uns. Wie du sicher schon gelesen hast, sind wir keine Ärzte, sondern ein Häuflein Betroffener und Angehöriger, die einander aus den gemachten Erfahrungen helfen. Ich habe deinen Eintrag in ein eigens Thema für dich verschoben. Bitte immer hier über antworten weiter schreiben, wenn es um dich / deine Fragen geht. So bleibt deine Geschichte zusammen und kann besser verfolgt werden.

    Gleich zu deiner Frag: ja, die Beschwerden sind nach 3 Wochen durchaus noch normal. Es kann auch mal ein Koagel - eine Art blutklümpchen abgehen. Das ist der „schorf“ von der TuRB Wunde.

    Wenn es gar nicht besser wird, lass es den Urologen wissen. Eventuell ist doch eine Entzündung drin.

    Gibt es schon einen Plan für die weitere Behandlung ? Lieben Gruß von Barbara

    Berliner (netzgestützte) Neoblase seit 4.9.2015 wegen BCG resistentem CIS, entdeckt 2014 durch NMP22 (IGEL beim Gyn)

    "Alles hat einen Zweck, selbst wenn es uns nur an das erinnert, was wir nicht tun sollten." Catherine Ryan Hyde

  • Guten Abend liebe Barbara,

    vielen, lieben Dank für deine beruhigende Antwort und die Verschiebung des Themas.

    Wie ich sehe, hast du auch schon einiges erlebt und bist dank der Neoblase einige Jahre rezidivfrei?

    Ich suche nicht nach Medizinern hier, ich freue mich über den Beistand von erfahrenen Mitgliedern.

    So langsam mache ich mir Sorgen, dass es noch brennt beim Wasserlassen und auch noch äußerlich zwickt im rechten unteren Rücken. Die Anzahl der Leukos ist noch gering laut dem Teststreifen.

    Blutkoageln hatte ich bisher noch nicht.

    Die Sorge, dass wieder etwas nach wächst, ist größer. Zum Glück sind die Kontrollen recht engmaschig.

    Was die weitere Therapie betrifft, gibt es am 06.08.2024 eine Nachresektion und dann die 6 wöchige BCG Therapie plus 3 Jahre Erhaltung.

    Wie bist du mit den Ängsten vor den Kontrollterminen umgegangen? Was hat dir geholfen?

    Liebe Grüße Steffi

  • Liebe Steffi,

    ich hatte mich nach der Diagnose ziemlich eingeigelt, die Menschen im Forum waren ein wichtiger Halt. Den Menschen hier habe ich vertraut, sie wussten einfach aus der eigenen Erfahrung wie man sich fühlt, aber auch, dass es weitergeht .... Ich war aber so in der Angst gefangen, dass ich tatsächlich Psychopharmaka genommen habe, die die Angst eingedämmt haben. Außerdem habe ich eine langfristige Psychotherapie (3 Jahre Verhaltenstherapie) gemacht. Bei mir fielen Diagnose und beginnender Burnout zusammen und so war eine Veränderung mehr als überfällig.

    Die Angst wurde weniger mit der Zeit, ganz weg geht sie wohl nie mehr. Aber man lernt, damit umzugehen, sie sitzt immer auf der Schulter in Lauerstellung... und beim kleinsten Piep ist sie präsent. Allerdings kommt das Vertrauen in den Körper auch zurück. Es ist eine schwierige Zeit, aber du hast wie ich eine ganz gute Ausgangssituation. In dem Stadium ist es beherrschar, wichtig ist dranbleiben.

    Ich hatte mich, nachdem das BCG nicht den gewünschten Erfolg hatte, für die Zystektomie entschieden, ich wollte einfach den sichersten Weg gehen und wusste hier aus dem Forum, dass es ohne Blase auch ein gutes und erfülltes Leben gibt. Aber soweit ist es bei dir noch lange ncht, geh einen Schritt nach dem anderen, hab Hoffnung, dass es mit der Behandlung klappt und diese wirkt und wenn nicht, gibt es einen Plan B.

    Schreib dir gern hier alles von der Seele, das kann schon helfen... und frag, was du wissen möchtest. Lieben Gruß von Barbara

    Berliner (netzgestützte) Neoblase seit 4.9.2015 wegen BCG resistentem CIS, entdeckt 2014 durch NMP22 (IGEL beim Gyn)

    "Alles hat einen Zweck, selbst wenn es uns nur an das erinnert, was wir nicht tun sollten." Catherine Ryan Hyde

  • Guten Abend liebe Steffi,


    was für ein Mist, dass es dich erwischt hat.

    Hier aber bist du im allerbesten Blasenkrebsforum angekommen.

    Ich hatte nach der ersten TUR auch noch gefühlt ewig immer wieder Blut im Urin.

    War aber nichts unnormales, sagte mir mein Urologe.

    Ruf du deinen an und frag, er wird dir sagen, ob er (oder ist es eine Sie) ob er dich sehen will.
    Sich Klarheit über die Situation zu verschaffen ist das A und O in einer Zeit, in der du eh

    genug Ängste hast, ohne noch die, die grundlos sind, mitzunehmen.

    Ruf ihn an, ja?!!!


    Viele Grüße

    Martina

    2012 Neuroendokriner kleinzell. CA, TUR,4 x Chemo Cisplatin + Etoposid, CIS, 2013 BCG Vers. Zystekt.

  • Hallo Steffi,

    Nachdem ich nach der ersten TurB absolut keinerlei Probleme hatte, war auch ich zunächst etwas beunruhigt, als nach der zweiten - nach ziemlich genau 3 Wochen erst - mein Urin blutig bis tatsächlich kirschrot war. Ein leichtes Ziehen Richtung Nieren/Rücken hat das Ganze begleitet. Ich habe das zunächst versucht "entspannt" zu sehen, was sich allerdings schlagartig geändert hat, als tropfenweise Blut pur kam. Bin dann morgens um 5 in die Notaufnahme, wo Ultraschall und Untersuchungen ergaben: Alles Bestens! Unglaublicherweise war ab dato der "Spuk" vorbei, kein Tröpfchen Blut mehr und das Ziehen "verzog" sich ebenfalls.

    Also: im Zweifel tatsächlich nachschauen lassen und auf den Befund vertrauen.


    Liebe Frau

    Lexanu

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