Hallo in die Runde,
ich stelle mich mal vor:
Ich heiße Heike, bin 54 Jahre alt und bei mir wurde Blasenkrebs diagnostiziert. Erstmal ein riesen Schock für mich.
2018 wurde mir die Gebärmutter entfernt, da ich ein sehr großes Myom hatte. Die Operation verlief sehr gut und ich hatte überhaupt keine Probleme wie z.B. Blutungen nach der Operation.
Seinerzeit habe ich mich auch in Foren versucht zu belesen, allerdings hat mir das damals nicht wirklich weitergeholfen. Nach dieser Operation war ich ziemlich schnell wieder fit und bin nach drei Wochen wieder meiner Arbeit nachgegangen.
Jetzt zu meiner aktuellen Situation. Anfang August stellte ich beim Toilettengang fest, das ich Blut verloren hatte. Okay dachte ich, das kommt aus der Scheide. Ich bin am nächsten Tag sofort in die Notfallsprechstunde zum Gynäkologen gegangen. Ihm schilderte ich mein Problem und er meinte auch, dadurch, dass ich nach der OP 2018 überhaupt nicht einen Tropfen Blut verloren habe das jetzt schon beunruhigend sei. Er machte einen Vaginalultraschall und einen von außen. Hierbei stellte er fest, dass etwas in der Blase sei was dort nicht hingehört und ich dringend zu einem Urologen gehen sollte. Ziemlich verwirrt, geschockt bin ich dann dort raus und am nächsten Morgen zum Urologen.
Dieser machte ebenfalls einen Ultraschall und zwar ultraschnell und sagte er sieht nichts! Ich sollte in 16 Tagen zur Blasenspiegelung wieder kommen. 14 Tage später hatte ich wieder einen Termin bei meinem Gynäkologen, der vorherige war die Vertretung, und mein Gynäkologe machte nochmals Ultraschall und kam zu dem selben Ergebnis wie sein Kollege. Zwei Tage später war dann die Blasenspiegelung, vor der ich die totale Panik hatte. Der Urologe meinte bei meinem ersten Termin aufgrund meiner Nachfrage, ob das schmerzhaft sei, ja Kuchen essen ist das nicht.
So nun folgte wie bereits geschrieben die Blasenspiegelung und er sagte mir, es ist ein bösartiger Tumor der raus muss. Von einem Schock stolperte ich in den nächsten.
Am 25.09.2024 fand dann die Operation statt, mit dem Ergebnis Blasentumor EB, histologisch mind. pT 2a G3. Ich bin dann am Freitag entlassen worden und hab dieses Forum gefunden und mich eingelesen.
Ich weiß nun dass ich um eine Blasenentfernung nicht drum herum komme. Damit habe ich mich jetzt erstmal abgefunden. Gestern hatte ich dann das große Glück, dass die Frau meines Arbeitgebers welche selbst Ärztin ist mir angeboten hat mit ihr zu telefonieren. Ich habe ihr gesagt, dass ich auf keinen Fall in der Klinik wo die Tumorentfernung stattgefunden hat operiert werden möchte. Sie hat mich dann gut aufgeklärt, dass ich das auch nicht muss und mir die Klinik in Herne dringest ans Herz gelegt. Dort habe ich heute morgen angerufen und für den 15.11.2024 einen Termin bekommen.
Vorher sollen noch Chemotherapien stattfinden die ich aber hier in der Umgebung machen lassen möchte, da Herne doch schon ein ganzes Stückchen entfernt ist. Ich weiß noch nicht wie und wo ich das machen lassen kann. Heute muss ich noch ins CT, Mittwoch findet die Tumorkonferenz statt und Freitag die Tumorbesprechung. Ich fühle mich grad total überfordert mit allem und ich habe Angst was da noch alles auf mich zukommen wird.
So viele Fragen habe ich jetzt eigentlich nicht aber ich möchte mich mit gleichgesinnten Menschen gerne austauschen. Eine Frage die ich habe ist die Ernährung. Seit 2013 habe ich mich ca. 8 Jahre vegan ernährt und danach bis jetzt vegan/vegetarisch. Das man nichts mit Kohlensäure oder Zitrusfrüchten zu sich nehmen soll habe ich hier schon gelesen. Aber wie sieht das mit Sojaprodukten aus? Ich koche öfter mit Trockensoja z.b. Gulasch oder Gyros etc.. Vielleicht kennt sich jemand damit aus.
Sorry für den langen Text aber ich wollte euch möglichst viele Informationen geben, damit man nicht immer alles nachfragen muss.
Vielen Dank für´s lesen. Liebe Grüße Heike