Ihr Lieben, lest bitte nicht weiter, wenn ihr psychisch nicht ganz stabil seid!
Ich erzähle kurz, was seit Oktober 2024 geschehen ist. Vorsicht, lang.
Ich wurde immerwieder von Bauchkrämpfen geplagt und bin zu meinem Hausarz gegangen.
Der konnte per Ultraschall nichts finden und verschrieb mir einen Magensäureblocker.
Es wurde nicht besser, dreimal kamen zu den Krämpfen schweres Erbrechen hinzu. Zusätzlich hatte ich sehr oft Verstopfung.
Ich wieder zum Hausarzt. Er murmelte was von, ich sollte wohl lieber ins Krankenhaus zur Diagnose. Ich sagte, wenn
er das empfiehlt mache ich das. Da nahm er wieder Abstand von der Idee.
Er hatte keine Diagnose, meinte, ich solle auf Schonkost umstellen.
Ich hatte jetzt oft Bauchschmerzen und fühlte mich mies.
Am 1. April war ich bei meinem Urologen, der hat nix Bemerkenswertes gesehen.
Am 3. April war ich bei einem Gastroenterologen zur Vorbesprechung Darmspiegelung.
Bei ihm habe ich mein ganzes Leid geklagt. Er war nicht wirklich interessiert, ich war ja nur zum Vorgespräch da.
Er sagte, alles was ich berichte hören sie oft, es geht dabei um Long Covid im Darm. Damit entließ er mich.
Ohne Handlungsempfehlung.
Mir ging es immer schlechter, ich wusste nicht, wasich tun könnte. Es wurde nicht besser und
Am 28. April wurde ich dann durch meinen Urologen als Notfall ins Israelitische Krankenhaus, das auf den Bauch spezialisiert ist, eingeliefert.
Dort war ich in genau den richtigen Händen. Sie haben mich ganz gründlich untersucht und kamen mit dieser niederschmetternden Diagnose :
Peritoneal Karzinose. Auf deutsch: Bauchfellkrebs.
Noch seltener als der neuroendokrine Tumor vor 13 Jahren, noch bösartiger, sehr schlecht zu behandeln und eher nicht zu heilen.
Über eine Magenspiegelung war es den Chirurgen im Israelitischen Krankenhaus war es gelungen, dabei etwas Bauchfell herauszuknipsen.
In dem wurden wohl keine Primärtumorzellen gefunden. Dass der Bauchfellkrebs der Primärtumor ist, ist noch seltener.
Mein Wissensstand von heute ist, dass ich an dem Tumor sterben werde.
Der Professor am AKA ist der festen Überzeugung, dass der neuroendokrine Tumor der Primärtumor war.
Deshalb habe ich jetzt 2 Zyklen Chemo, Carboplatin und Etoposid hinter mir. Dienstag haben wir den Termin beim Professor, danach wissen wir,
Wie es weitergehen soll.
Die Chemo war furchtbar für mich, auch weil ich 13 Jahre älter bin und schon so geschwächt in die Chemo gegangen ist.
Ich möchte das nicht nochmal durchmachen müssen.
Innerhalb von Zeit X sterben zu müssen ist sehr schwer zu ertragen.
So, jetzt habe ich euch alles erzählt. Im Leben habe ich nicht geglaubt, so ein Schicksal erleiden muss.
Viele Grüße
Martina