Hallo, ich bin Andy,
vor 2 Wochen wurde bei der jährlichen Diabetes-Routineuntersuchung (neben Bluttest, EKG und Urin) eine geringe Menge Blut im Urin festgestellt. Vor einem Jahr und früher war der Urin immer in Ordnung. Meine Ärztin führte einen Tag später sofort eine Ultraschalluntersuchung (Niere, Blase, Harnleiter, Prostata) durch. Ergebnis: "Da ist was an der Blasenwand". Alles andere ohne Befund. Sie besorgte mir sofort für einen Tag später einen Termin bei einem Urologen, der den Befund ebenfalls mit Ultraschall bestätigte. Letzte Woche hatte ich dann die Blasenspiegelung, mit dem Ergebnis: Tumor in der Blase. Der Urologe konnte noch nichts Verbindliches sagen, meinte aber, dass er oberflächlich sitzt. Die Praxis hat Termine im Städt. Krankenhaus hier in Braunschweig für mich organisiert, die ich am letzten Montag vorab telefonisch bekommen habe: Voruntersuchung/Besprechung am 18.7. und Einweisung zur OP am 25.7.2025. Was jetzt genau gemacht wird, werde ich wohl am 18.7. erfahren. Der Urologe meint "TUR-B". Detaillierte Informationen zum Ablauf habe nicht noch nicht, soll ich aber noch erhalten.
Das geht alles sehr schnell und ich bin sehr froh, dass sich meine Ärztinnen und Ärzte so intensiv um mich kümmern. Ich bin seit dem Befund doch reichlich "neben der Spur" und gewöhne mich nur schwer an den Gedanken, Krebs zu haben, obwohl ich in meiner Familie bereits 2 Fälle hatte. In den 1970ern mein Großvater mit Darmkrebs (geheilt) und meine Mutter mit Unterleibskrebs, gestreut in die Bauchhöhle und leider damals gestorben.
Ich selbst habe schon einiges hinter mir. So u.a. zwei Operationen 1992 und 2003 an der Halswirbelsäule wegen sehr spät entdeckten Zervikalen spinale Stenose und Myelopathie, mit Entfernung der Bandscheiben und Verschraubung mit Metallplatte. Folgen sind Nervenschäden mit Arm- und Beinspastik vor allem rechtsseitig, Einschränkungen im Gefühl und Temperaturempfinden, sowie Gehbehinderung und Schmerzen von der HWS ausgehend. Daher auch seit nunmehr 15 Jahren schwerbehindert und voll erwerbsgemindert, weil ich austherapiert bin. Heilung sowieso nicht möglich. Ab September soll ich in Altersrente gehen. Bis heute komme ich mit Medikamenten und Dauer-Physiotherapie einigermaßen klar und kann mir noch selbst helfen. Oft nicht einfach, aber es geht. Dazu habe ich, wie oben schon erwähnt, Diabetes Typ 2 seit ca. 7 Jahren, der quartalsmäßig wie üblich kontrolliert wird. Ich bin ledig und lebe allein.
Man fragt sich natürlich: "Woher kommt der Tumor?"
Rauchen? Hab ich vor 25 Jahren aufgegeben
Gefährliche Chemikalien?
Hatte ich nie Kontakte.
Die vielen Medikamente, die ich seit nunmehr ca. Jahren nehmen muss?
Kann niemand sagen.
Die ärztlich empfohlen Zuckerersatzstoffe (z.B. das "zweifelhafte" Aspertam), die ich seit der Diabetes-Diagnose täglich verwende?
Kann auch keiner sagen, da keine endgültigen Beweise.
Durch diese sehr kurzfristige und plötzliche Änderung in meinem Leben hab ich natürlich von dieser Thematik, Nachbehandlung und Aussichten keinen blassen Schimmer, mir kreist viel im Kopf rum und freue mich darauf, mich hier etwas schlauer machen zu können.
Vielen Dank fürs Lesen und liebe Grüße
Andy