Vorstellung, jetzt Fragen zu großer Hernie

  • Hallo liebes Forum ,



    Ich möchte mich kurz vorstellen, ich bin 61 Jahre alt, habe bis Mitte 30 gequalmt wie ein Schlot und gerne auch mal einen getrunken. Ich würde es heute anders machen, aber ich bereue das nicht, auch das ist ein Teil von mir.


    Ich habe meine Diagnose letztes Jahr im August bekommen, gefolgt von einer TUR-B im Klinikum Aschaffenburg-Alzenau. Mittlerweile schaue ich freudig dem Ende der monatlichen Mitomycin Behandlung entgegen.


    Ich habe nach der Instillation jedes Mal bis zu 10 Tagen noch Schmerzen beim Urinieren und die ersten Tage Blutbeimischungen. Ist aber auszuhalten und die Länge der Nachwirkungen schwankt auch, es wird weniger.


    Leider habe ich das Forum erst neulich gefunden, fühle mich aber nach ein paar Tagen „stöbern“ gut aufgehoben, interessante Themen und viel wichtiger, Menschen die unterstützen und zuhören.


    Viele meiner Ängste habe ich leider mit mir allein austragen müssen, unterstützt durch Dr Google, wobei ich versucht habe nicht immer alles was ich da gelesen habe auf mich zu beziehen.


    Im Oktober 2023 hatte ich eine Darmkrebs Diagnose , ein 5 cm Tumor wurde operativ entfernt . Glück im Unglück das der Tumor noch nicht gestreut hatte und eigentlich ist diese Episode abgeschlossen . Nachsorge durch Onkologen laut Leitlinie.


    Was mich beschäftigt ist die Frage ob ich bei 2 Krebserkrankungen so kurz nacheinander einfach nur Pech hatte, oder ob es da doch Verbindungen gibt. Wie häufig sind Erkrankungen an mehr als einer Krebsart, muss ich damit rechnen das da noch ein dritter Krebs hinterher kommt ? Gibt es dazu bei anderen Erfahrungen ?

  • Hallo Babba,


    herzliche Willkommen in diesem Forum! Ich weiß ja nicht, wieviel du im Forum schon gelesen hast….wir sind alle Betroffene oder Angehörige, die gern ihr Wissen und ihre Erfahrungen hier teilen. Wenn du selbst 70 Punkte erreicht hast, kannst du wirklich ALLES hier lesen.


    Ganz kurz zu dem, was dich aktuell scheinbar umtreibt. Ich persönlich hatte auch 2 Krebsdiagnosen: 2018 schwarzer Hautkrebs und 2021 Blasenkrebs. In beiden Fällen gab es keine Metastasen, bin jeweils weiterhin in der leitliniengerechten Nachsorge. Ehrlich gesagt mache ich mir keine Gedanken darüber, ob noch mehr kommen kann oder nicht….muss es eh nehmen wie es kommt. Ich kenne eine Frau, die 4 verschiedene Krebsarten hatte, im Moment krebsfrei ist und sich des Lebens freut.


    Falls Fragen auftauche, melde dich hier gern. Irgendjemand ist eigentlich immer online.

    Auf jeden Fall Glückwunsch zur fast durchgehaltenen Mitomycin-Behandlung und alles Gute

    Meike

    TUR-B 10/21 pT1 G3, TUR-B 11/21 Cis, high risk , 6xBCG, TUR-B 03/22 o.B., 27xBCG bis 11/24

  • Hallo Pauwela ,


    vielen Dank für die nette Begrüßung und die ersten Erfahrungen und Tips . Bei dem "Nehmen wie es kommt" bin ich bei dir , ansonsten würde man sich ja nur noch über alles mögliche sorgen.

  • Babba ,

    auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Ungut, daß es dich erneut getroffen hat, und ja du hast es schon gehört es kommt vor. Auch wenn es nicht die Regel ist.

    Mein Mann hatte vor 16 Jahren Blasenkrebs / Stoma und nun eine Metastase eines Plattenepithelkarzinoms -CupSyndrom. Es wurde bis jetzt trotz intensiver Suche kein Tumor gefunden.

    Es ist oft nicht zu verstehen warum und woher. Aber es trifft auch leider immer wieder mal ein Mitglied hier.

    Du brauchst 70 Punkte ( stehen unter deinem Namen) dann kannst du alles lesen. Es ist ein kleiner Schutz für die Mitglieder, es gibt viel Neugierde im Netz.

    Lese dich durch die Berichte, wenn Fragen sind stell sie ungeniert.


    Grüße, Ricka

  • Hallo ricka ,


    auch dir nochmal Danke für den netten Empfang . Es ist im ersten Moment ein wenig komisch Leuten die man ( noch ) nicht kennt an seinen Gefühlen und Emotionen teilhaben zu lassen. Aber das bekomme ich auch noch hin.


    Eine Frage beschäftigt mich seit der TUR-B allerdings noch . Die Chirurgen haben es geschafft mir eine Blasenperforation zu verpassen . Hinterher wurde mir das so erklärt, das an der Stelle an der mein Tumor sass auch der Nervenstrang zum Bein entlang läuft . Beim abschaben mit Strom hat der leider auch die Nerven stimuliert und dann ein Zucken des Beins verursacht das zur Perforation führte .


    Ist sowas realistisch oder hat man mir da eventuell einen Bären aufgebunden ? Passieren Perforationen öfters oder sind sie nur die Ausnahme ? Mein Urologe hat auf den Vorfall recht heftig reagiert und das meiste was er dazu sagte ist nicht zitatfähig.


    Das Thema ist für mich insofern wichtig, weil ich mit dem Krankenhaus als solches eigentlich zufrieden war und mir vorstellen kann dort auch wieder hinzugehen falls es irgendwann mal sein muss. Aber wenn die mir eventuell einen Unsinn verkauft haben hätte ich damit natürlich in Zukunft ein Problem .


    Grüße Babba

  • Babba ,


    die Erklärung der Ärzte ist für mich in keinster Weise nachvollziehbar.
    Die motorischen Nerven, welche die Beinmuskulatur steuern verlaufen nicht in der Blase sondern außerhalb der Blase.
    Bei einer TUR operiert man ausschließlich in der Blase und kann höchstens die Blasennerven verletzen, welche für das Zusammenziehen der Blase verantwortlich sind. Dise sitzen in der Blasenwand.

    Aber am besten fragst du einen Arzt. Was hält denn dein Urologe von der Erklärung?

    Urostoma 11.02.2026, ypT0, ypN0 (0/13), L0, V0, Pn0, lokal R0, 4 Zyklen (Carbo/Gem & Durvalumab)

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