Hallo, schön, dass es dieses Forum gibt!
Nachdem ich etwa 3 Jahre meine Hausärztin und 2 Gynäkologen mit meiner ach so kleinen Pennälerblase genervt hatte, die aber nichts auffälliges fanden, schickte mir meine Blase einen freundlichen Gruß in Form von Blut im Urin. Das brachte mich dann mal auf die Idee, einen Urologen aufzusuchen. Der schaute in die Blase und wurde dann ganz leise und traurig.
Er organisierte einen Termin im hiesigen KKH zur TUR-B. Dort traf ich auf einen wirklich freundlichen Arzt, aber aufgrund sprachlicher Barrieren konnte ich nicht viel fragen bzw. er nicht so viel antworten.
Es wurden 2 "kleine Tumore" entfernt, operiert hatte mich ein anderer freundlicher junger Mann.
Leider hab ich nicht die Energie gehabt auf einen Arzt zu bestehen, der mir mal was erklärt, z.B., warum nach der TUR keine Frühinstillation gemacht wurde und warum die gefühlt mit einer Taschenlampe operiert hatten und nicht mit Blaulicht.
1 Woche später das Ergebnis, T1G3 mit der Empfehlung auf Re-TUR-B. Die ließ ich dann in einem zertifizierten Blasenkrebszentrum machen.
Das nächste Krankenhaus war groß und litt aber etwas unter Personalmangel. Die Aufnahme war noch super, alle hatten Zeit und wirkten sehr kompetent. Der stationäre Aufenthalt war von der Pflege her auch super, Ärzte gab es aber nicht so viele oder sie hatten keine Zeit. Hier war zum Glück der Eingriff unter Blaulicht, so dass der operierende Arzt auch was sehen konnte.
Am Tag nach der OP endlich der Arzt im Zimmer, wenn auch nur ganz kurz. Sah gut aus, hatte noch alles geleuchtet aber das sei ziemlich normal oder so ähnlich.
Es müsse noch ein Dichtigkeitstest gemacht werden, da die Blasenwand schon arg dünn gewesen war. Bestanden, ich durfte nachhause.
Warten auf die Pathologie. Laut vorläufigem Bericht alles krebsfrei, 1 Woche später leider die Info, bei den weiterführenden Untersuchungen sei ein CIS gefunden worden.
Mein Urologe musste beim Besprechungstermin die 2. Histologie erst suchen, er hatte also keine Zeit, sich vorzubereiten. Er empfiehlt 3 Jahre BCG und regelmäßige Blasenspiegelungen.
Er hat weder Blaulicht noch die Möglichkeit, Proben zu nehmen. Lasse ich wirklich ihn die Kontrolluntersuchungen machen?
Ist es normal, das aus dem Krankenhaus kein endgültiger Entlass- oder Arztbrief mit Empfehlung kommt?
Nach der 1. TUR stand in der Histologie was von chronischer und richtig fieser, Geschwüre bildender Entzündung, der ansässige Urologe meint aber, das sei ja nur die Probe, ein Antibiotikum für 7 Tage reicht da aus. Echt jetzt?
Also von T1G3 auf CIS, was laut Urologen "heikel und oft therapieresistent" sei.
Wo wurden bei euch die Kontrolluntersuchungen gemacht? Wurden Proben genommen? Ist es vielleicht doch besser, mich von meiner Blase zu trennen oder soll ich ihr eine Chance geben? Wen kann ich dazu fragen?
Liebe Grüße und danke fürs Lesen!