Hallo zusammen, leider wurde bei mir ein kleiner ca. 1cm großer papillärer Tumor am Blasenboden entdeckt. Nächste Woche ist meine TUR B - und ich drehe jetzt schon komplett am Rad. Für mich als Autistin sind Eingriffe an und in meinem Körper unfassbar schwierig. Der Kontrollverlust usw. machen mir stark zu schaffen. Besonders Angst habe ich vor den Schmerzen danach und dem Spülkatheter. Reichen Paracetamol, Naproxen und Buscopan als Schmerzmittel? Auf viele andere Medikamente bin ich leider allergisch… könnt ihr mich „etwas runterkochen?“. Natürlich habe ich auch Angst vor dem Befund. In der Spiegelung sah der Tumor wie ein winziger Blumenkohl aus. Die Ärztin meinte das wäre optisch ganz gut. Mein Gehirn ist momentan nur bei der OP… meine Ärzte sind nett. Erfahrungsberichte finde ich meist nur von Männern… Mein Mann unterstützt mich sehr. Meine Kinder wissen von der OP, allerdings nicht von dem ggf. Ausmaß. Ich danke euch vorab.
Panische Angst vor TUR B
- Pipistrella
- Unerledigt
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Liebe Pipistrella
ich stand vor einem Jahr ebenfalls vor meiner ersten TUR B.
Mein Tumor war ähnlich groß / klein.
Ich bin in Sachen OPs / Eingriffe ein alter Hase (allerdings nur, was meinen Darm betrifft) und kann dir daher versichern,
dass ich meine beiden TUR Bs als "gut machbar" und nicht schlimm empfunden habe.
Klar, war auch ich im Vorfeld aufgeregt. Das bringt schon das ganze KH Ambiente & die Diagnose mit sich.
Einzig das Spülen der Blase nach dem Eingriff habe ich anfangs als etwas unangenehm empfunden (direkt nach dem Aufwachen - Druck
auf der Blase). Eins, zwei Stunden später war ich jedoch vollends dran gewöhnt und die Erleichterung es "geschafft" zu haben und
den Bösewicht erst einmal los zu sein, hat überwogen.
Schmerzmittel brauchte ich keine. Wenn du welche benötigen solltest, dann bittest du das Pflegepersonal darum.
Bei meiner 2. TURB habe ich einfach welche hingestellt bekommen.
Du wirst das packen. Sei zuversichtlich und versuche dich bis dahin - wenn möglich - etwas abzulenken (und nicht zu viel zu googeln).
Wunderbar, dass dich dein Mann so gut unterstützt.
Nimm dir was Schönes zu Lesen mit oder Hörbücher zur Ablenkung für die Zeit nach dem Eingriff.
Du schaffst das - alles Gute wünsche ich dir.
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Hallo Pipistrella
Willkommen im Forum . Die Ängste und Gedanken die du dir gerade machst sind normal und wir alle haben dies auch schon mitgemacht und dieselben/ähnliche Fragen gehabt . Was immer du an Fragen hast , stelle sie , es gibt da keine Grenzen.
Ich persönlich bin nach der TUR-B und der Behandlung mit Mitomycin mit Ibuprofen bestens zurecht gekommen und das war immer ausreichend . Nach der TUR-B habe ich gar nichts gespürt , war eher damit beschäftigt das Erlebte zu verarbeiten.
Wie MyWay empfohlen hat , nimm dir etwas zur Ablenkung mit . Neben meinem E-Book habe ich für mich Spotify entdeckt und Musik ohne Ende gehört . Das hilft mir immer .
Halte dich von Google und KI's so weit wie möglich fern , die Dinger neigen dazu dich in eine falsche Richtung zu schicken und zu verunsichern . Nachdem du von der TUR-B den Bericht hast wird dir der Urologe erklären was genau du dir da eingefangen hast und wie es weitergeht . Alles andere ist bis dahin Kaffeesatzleserei und bringt dich nicht weiter .
Natürlich ist der Schreck erstmal groß, aber du packst das ! Alles Gute
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Ich bin zwar nicht selbst der Betroffene, aber kann dir sagen, wie es bei meinem Vater war. Er hatte hintereinander 5 TUR-B und hat bei keiner einzigen Schmerzmittel bekommen oder gebraucht. Er meinte auch, der Katheter wäre gut auszuhalten. Bei ihm war es immer so, dass er erst am 1. Post-OP-Tag wieder aufstehen durfte, allerdings habe ich das hier auch schonmal anders gelesen. Über den Spülkatheter wird die Blase mit NaCl Lösung im gedehnten Zustand gehalten. Das ist nötig, um in den ersten 1-2 Tagen den Heilungsprozess zu unterstützen und die Bildung von Koageln zu verhindern. Da die Blase ein Muskel ist, würde sie sich ohne den Spülkatheter immer wieder zusammen ziehen und ausdehnen, dabei könnten die frischen Wunden aufreißen. Bei meinem Vater blieb der Katheter meistens für 2 Nächte drin. Die letzten TUR-B hatte er immer freitags und wurde sonntags entlassen. Nur beim ersten Mal war es ein Tag länger. Am Entlassungstag wurde morgens der Katheter gezogen, er sollte dann weiter trinken, bis er auf die Toilette muss. Danach sollte er sich zum Ultraschall melden, hier wurde dann gemessen, wie viel Restflüssigkeit noch in der Blase geblieben ist. Wenn das OK war, durfte er nach Hause (das war 5 von 5 Mal der Fall). Etwa 2 Wochen nach der TUR-B kannst du dich nochmal kurzzeitig auf Blut im Urin einstellen. Dann fängt es so langsam an, dass sich der Wundschorf löst und ausgespült wird. Das sind nur winzige Blutmengen, die den Urin aber leicht rötlich färben. Wenn es allerdings tiefrot ist und wie pures Blut aussieht, sollte es ärztlich abgeklärt werden. In den ersten Wochen solltest du dich etwas schonen, also nichts schweres heben, keine körperlich anstrengende Arbeit und vor allem viel trinken - mindestens 2 Liter über den Tag verteilt. Das ist wirklich wichtig.
Ansonsten gibt's zur TUR-B eigentlich nicht viel zu sagen. Du bekommst höchstwahrscheinlich vorab per Einmalkatheter ein Kontrastmittel (Hexvix) in die Blase und dann geht's in die OP. Während das Hexvix noch etwas Einwirkzeit benötigt, wird schonmal unter normalem Weißlich begonnen, die Stellen wegzuschneiden, die verdächtig sind. Später wird auf Blaulicht umgeschaltet und nochmal geschaut, ob das Kontrastmittel sonst noch irgendwelche Stellen markiert. Die Proben gehen dann ins Labor und werden analysiert. Der Operateur kann zwar schon eine erste Einschätzung geben, aber die Chance ist 50/50, dass er richtig liegt. Bei meinem Vater hatte es nur bei 2 von 5 TUR-B übereingestimmt. Eine gesicherte Diagnose gibt es erst, wenn der Pathologe das Gewebe untersucht hat. Es war auch zu erkennen, dass die Ärzte bei der Visite am liebsten gar nicht erst auf die Fragen eingehen oder nur mit einem "Wir haben alles rausgeschnitten, jetzt warten wir ab, was der Pathologe sagt." Einer war ehrlich und meinte "Ich rede mich hier um Kopf und Kragen, wenn ich jetzt etwas erzähle und der Pathologe widerlegt alles." Also kurz gesagt: Die Diagnose stellt der Pathologe und nicht der Operateur.
Was die Ärzte in den Vorgesprächen bezüglich Schmerzmittel gesagt haben:
Paracetamol ist das Bevorzugte, weil es keinen Einfluss auf die Blutgerinnung hat und deshalb das Risiko für Nachblutungen im Operationsgebiet nicht erhöht.
Ibuprofen / Diclofenac sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt genommen werden, da es die Blutgerinnung hemmen kann (wenn auch nur geringfügig).
Bei krampfartigen, stärkeren Schmerzen wird im Krankenhaus meist das zusätzlich krampflösende Metamizol (Novalgin) eingesetzt.
Falls die alle nicht ausreichen, gibt's im Krankenhaus noch die Möglichkeit der Opioide (Tramadol oder Tilidin).
Was du meiden solltest, sind blutverdünnende Mittel wie ASS (außer, du nimmst es aus anderen Gründen bereits auf ärztliche Anordnung).
Schmerzmittel natürlich nur dann einnehmen, wenn es notwendig ist und nicht im Voraus.
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Grüß Dich Pipistrella ,
der Eingriff ist bei Frauen einfacher als bei den Männern (kurze Harnröhre). Schmerzen hatte ich keine. Lediglich der Spülkatheter, den man nach dem Eingriff bis zum nächsten Tag in der Blase hat, ist etwas unangenehm. Fremdkörpergefühl. Eine OP ist es eigentlich nicht. Es wird nur das Tumorgewebe abgetragen. Deine Auswahl-Tabletten kannst Du bestimmt auch nehmen, falls überhaupt erforderlich. Wichtiger ist eigentlich sich nach dem Eingriff etwas zu schonen. Also keine Klaviere tragen, Bäume ausreißen oder ähnliches.
Ich wünsche Dir alles Gute.
Gruß Getuli
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Also ich hatte vor der TUR-B auch grosse Bedenken. Alleine schon die Vorstellung, das da alles durch die Harnröhre gemacht wird fand ich schrecklich. Ich hatte mich deshalb für Vollnarkose entschieden, weil ich nichts mitkriegen wollte. Mit Katheter in der Harnröhre aufwachen war auch nicht so toll. Schmerzen allerdings fand ich komplett vernachlässigbar. Das ist aber allgemein meine Erfahrung mit Ärzten, dass viel vor Schmerzen gewarnt wird, und ja die Schmerzmittel am besten schon prophylaktisch nehmen, bevor der Schmerz richtig einsetzt. Und schlussendlich brauche ich dann nur ein Bruchteil der Mittel, die ich kriege und denke es wäre sogar mit noch weniger gegangen. Jetzt so im Nachhinein, nach Chemo und Zystektomie, entlockt mir die TUR-B nur noch ein müdes Lächeln.
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