Hoi zäme,
wie ihr an der Begrüssung wahrscheinlich feststellen könnt, komme ich aus der Schweiz. Zürich, um genau zu sein.
Ich bin 63 Jahre alt und seit Mai 2026 frühpensioniert.
Mein Krebs-Leidensweg (die anderen gesundheitlichen Probleme will ich gar nicht erst erwähnen, sonst werde ich hier nie fertig…) begann im letzten Juli.
- Plötzlich Blut im Urin, dann auch Gerinnsel
- Hausarzt hat dann sofort ein CT machen lassen, wo man das Karzinom sah (2, ein kleines und ein grösseres, aber nicht «riesig»).
- Schon 1 Woche später erste Operation im Stadtspital Triemli.
- Labor hat dann ergeben, dass es sich um einen aggressiven pT1 G3 Krebs handelt
- Also nochmal operieren, um so gut wie möglich alles auszukratzen
- Danach massive Blutungen in der Blase, weil ich, wegen anderen Leiden, stark blutverdünnt bin. Wochenlang war ich im Spital für Blasenspülung – also natürlich immer Katheter drin.
- Als die Blutungen dann endlich aufhörten bekam ich eine Harnweginfektion, die mit oralen Antibiotika behandelt werden konnte
- Danach begannen die BCG-Installationen. Nach den ersten 4 (von 6 im ersten Zyklus) bekam ich erneut eine Harnweginfektion – diesmal mit Bakterien im Blut. Das bedeutete für mich wochenlang Antibiotika intravenös (als Endokarditis-Prophylaxe wegen künstlicher Aorta und Aortenbogen und anderer Vorleiden).
- Als das im Februar 2026 endlich unter Kontrolle war, fingen die BCG-Installationen von neuem an (die ersten 4 wurden nicht angerechnet
, da zu lange her). - Nun habe ich vor 2 Wochen endlich den ersten Zylus (6 Installationen) abschliessen können und habe habe wieder einen Harnweginfekt bekommen. Also wieder Antibiotika oral.
- Hier stehe ich nun. Der nächste Zyklus der BCG-Installationen beginnt in 3 Wochen und ich «freue» mich schon riesig drauf….
Im Allgemeinen kann ich moralisch (ist wohl schweizerdeutsch - bedeutet mehr oder weniger psychich
) relativ gut mit meinem Schicksal umgehen (ändern kann ich es ja eh nicht und ich hatte vorher wie erwähnt schon viel durchgemacht – mein Krankenhaus-Austrittsbericht listet 12 Diagnosen auf…).
Trotzdem hier 2 Fragen:
1) Wie haltet ihr das aus immer diese Katheder setzen zu müssen? Für mich ist das immer sehr schmerzhaft.
2) Aber noch viel schlimmer ist der konstante massive Harndrang; die Inkontinenz, nach den Installationen (tagsüber alle 20-30 Minuten, nachts stündlich). Und immer so schmerzhaft! Ich fühle mich total eingeschränkt. Wie geht ihr damit um?
Tja, soviel zu mir. Sorry für den Roman… aber es tut gut, das alles auch irgendwo loszuwerden… hilft bei der Verarbeitung.
Josef