Ureterocutaneostoma

  • Hallo Ihr Lieben,


    hier möchte ich nun die Erfahrungen bzw. meine Probleme mit dieser Art Stoma schildern. Vielleicht hilft es auch anderen, wobei dieses Stoma doch seltener zum Einsatz kommt und ich denke das ist auch gut so.
    Also wie ihr ja wisst bekam ich dieses Stoma vor 2 3/4 Jahren. In den ersten 2. Jahren hatte ich fast gar keine Probleme damit, ausser hin und wieder beim Wechsel des Katheders (damals im 6-8 Wochen Rhythmus). In dieser Zeit wurden auch verschwindene Dicken des Katheders genommen und ausprobiert. Da konnte es schon sein das ich 1 Woche nach dem Wechsel mit heftigen Schmerzen wieder zu einem Wechsel musste.
    Seit gut einem 3/4 Jahr ist die Kathederstärke nun fest und die Wechsel finden jetzt im 5 Wochen Rhythmus statt, da sich der Katheder sonst mit Ablagerungen zusetzt und der Einführungsdraht nicht mehr durch geht. Der Wechsel findet über das Stomaloch mit einem Draht über den alten Katheder zur Niere hin statt. Der alte Katheder wird darüber rausgezogen und der neue eingeführt. Eigentlich nur unangenehm und "nicht" unbedingt schmerzhaft. Das hat sich mittlerweile geändert, da sehr oft der Draht neben dem alten gelegt werden musste wegen Verstopfungen und ich denke der Harnleiter jedesmal auch leicht angeratscht wurde. Aus diesem Grunde ist der Rhythmus nun auf 5 Wochen gekürzt. Seit einiger Zeit kämpfe ich mit Harnleiterinfekten. Leider musste ich im letzten halben Jahr bereits 3 x Antibitiko nehmen, da ich vor Schmerzen nicht mehr sitzen, laufen, liegen konnte.


    Seit gestern bekomme ich ein Langzeitantibiotika. Es geht mir heute zum Glück schon besser.


    Eine erneute OP für ein richtiges Ilenium Conduilt wurde strikt abgelehnt und kommt nur im äussersten Notfalle zum tragen, falls meine noch vorhandene Niere den Katheder abstösst oder der Harnleiter gar nicht mehr mitmacht. Ich habe unabhängig mit Oberarzt und neuem Chefarzt gesprochen. Das Risiko in meinem Bauchraum wegen dem Darm ist ihnen zu gross, da mittlerweile 4 große OPs das alles durcheinandergebracht haben. Und ob es mit dem Stück Darm dann wirklich besser wird kann mir auch niemand garantieren.


    Ich achte sehr auf Sauberkeit beim Wechsel und auch sonst bin ich schon ein richtiger Händewaschfetischist geworden, so das sich auch da die Haut so langsam wehrt. Ich trinke 3 - 4 l am Tag.


    Vielleicht weiß jemand wie ich sonst noch den Harnleiter unterstützen kann, außer Cranberrysaft und Blasen und Nierentee. Mit den Antibi bin ich nicht glücklich da ich denke das es auf Dauer eine Resistenz ergibt.


    Lieben Gruss
    Annette

  • Liebe Annette,


    leider sind Dauerkatheter jedweder Art Eintrittspforten für Keime; da kann man noch so hygienisch und sauber arbeiten. Deswegen empfehlen Urologen, auch bei Pflegepatienten Dauerkatheterisierung, auch suprapubische, zu vermeiden.
    Zudem ist ein Katheter ein Fremdkörper, der zu permanenten Reizungen des sensiblen Urothels führen kann. Man weiß, dass sich an Dauerkathetern schnell Inkrustationen von Harnsedimenten bilden, da der Katheter wie ein "Impfkristall" wirkt. Diese provozieren dann oftmals Steinbildung.


    In Deiner Situation scheint aber keine Alternative möglich; bei gewissenhafter Einnahme des richtigen Antibiotikums sollte sich auch eine Resistenzentwicklung deutlich in die Ferne verschieben lassen. Vielleicht könnte Dir eine leichte Ansäuerung des Harns ein wenig helfen; da solltest Du Deinen Urologen mal befragen.


    Tut mir leid, dass ich Dir nicht wirklich raten kann :sehr Traurig:


    Hexe :tanzen:


  • Hallo,


    mein heutiges CT ist nicht wirklich zur vollsten Zufriedenheit ausgefallen. Es ist ein Lypmhknoten von 1,2 auf 1,5 cm gewachsen und der sieht nicht so aus wie
    er sein sollte. Er befindet sich auf der linken Seite, also wenn ich das richtig gesehen habe hinter oder nähe des Harnleiters bzw. Ausgang Urostoma. Es wurde jetzt mit meinem behandelnden Urologen besprochen das
    ich in 3 Monaten wieder ins CT muss, da man erstmal davon ausgeht das es sich
    auf Grund meiner Vorerkrankung (permanenten Harnleiterinfekt mit Langzeitantibi seit 50 Tagen) um eine Schwellung
    bzw. Entzündung handelt. Eine Biopsie geht nicht als Punktion sondern nur mit einer grossen OP. Somit
    will man nun alle 5 Wochen Blut abnehmen und sehen wie sich die Werte verändern
    und ich bekomme neue Antibi für 10 Tage ab morgen, die dann im Gewebe reagieren sollen. Die Langzeitantibi waren für Urin und Harnleiterinfekte.


    Nun heißt es hoffen und bangen für die nächste Zeit.


    Lg Annette

  • liebe Annette
    so eine Ka.........cke. Fühl Dich ganz fest gedrückt. Und vielleicht ist es ja wirklich nur wegen der Entzündung.
    Krümelchen

    :rolli: Krümelchen
    Tetraplegikerin seit 1990, Mainz Pouch I seit 2007

  • Liebe Annette,


    bei Deiner permanenten Harnwegsinfektion gehe ich auch davon aus, dass die Lymphknotenschwellung eine Reaktion auf eben diese Infektionen ist. Natürlich ist so ein Befund nicht zum Jubeln und macht Angst, aber ich gehe für Dich erst mal nicht vom Schlimmsten aus. :streicheln:
    Dabei kann ich Dein seelisches Befinden ausgesprochen gut nachempfinden; so war es bei mir, als ich einen CEA-Wert über dem Referenzwert hatte. :sehr Traurig:
    Die folgenden drei Monate können verdammt lang werden.


    Meine Daumen sind fest für einen Fehlalarm gedrückt


    Hexe :tanzen:

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