Revisions-OP 2 Jahre nach Cystektomie wegen Dünndarm-Stenose

  • Ich wende mich heute an das Forum, insbesondere an Neoblasenträger, mit der Frage, ob sie auch schon postoperative Komplikationen wie Verwachsungen, Stenosen oder gar Darmverschluss erlebt haben. Bei mir sieht es so aus, dass mein Dünndarm im Bereich der "Abzweigung" für die Neoblase erheblich gestaut ist ("Subilleus") und ich starke Bauchschmerzen und unregelmäßigen Stuhlgang habe. Ein bösartiger Tumor konnte glücklicherweise ausgeschlossen werden, aber ich schlafe wegen der Schmerzen kaum noch und brauche eine Lösung dieses Zustandes. Ich habe mich nun an einen erfahrenen Chirurgen gewandt, der mir als erster Arzt die Symptomatik sehr einleuchtend erklären konnte. Angeblich wären solche Komplikationen gar nicht so selten. Er schlug mir vor, zunächst laparoskopisch nachzuschauen, um mögliche Verwachsungen zu lösen. Sollte aber der Darm operiert werden müssen, sei ein Bauchschnitt erforderlich. Meine Frage: Würdet ihr mit diesem Problem zu einem (erfahrenen) Chirurgen gehen oder eher zu dem Urologen, der die erste OP gemacht hat? Die Neoblase wurde 2008 hervorragend operiert , aber ich bin mir nicht sicher, ob der Operateur (Prof. Alloussi, Städt. Krankenhaus Neunkirchen) ebenso viel Erfahrung im Bereich der Laparoskopie/ Darmchirurgie besitzt.. Wer kann mir einen Rat geben? Liebe Grüße, MariMax

  • Liebe MariMax,


    auch ich habe regelmäßig mit Ileuserscheinungen zu kämpfen, welche mich schon mehrmals ins Klinikum in die Notaufnahme getrieben haben. :raufen: Wie ich versuche, solche Attacken zu verhindern, habe ich noch gestern in meinem Beitrag 10:08 Uhr beschrieben:
    ich muß mich entscheiden: Radiochemo oder Neoblase
    Operationen zur Lösung der Verwachsungen sollten nur im äussersten Notfall erfolgen, denn jeder neue Eingriff führt zu neuen Verwachsungen.


    Wenn Du oben in der Suchfunktion "Subileus" eingibst, findest Du jede Menge Leidensgefährten und Postings zu diesem Thema; Du bist mit diesem Problem nicht allein.... :streicheln:


    Liebe Grüße
    Hexe :tanzen:

  • Liebe Hexe, danke für deine Antwort. Ich habe schon alles Mögliche ausprobiert: diverse Abführmittel, Buscopan, Schmerzmittel... nichts hat mir geholfen. Mittlerweile ist der Schmerz (starker Druck, Ziehen, Stechen, Aufgebläht sein ) schon zu einem Dauerzustand geworden, die Nächte sind der Horror. Das ist dann so ein Teufelskreis, weil ich schon häufiger nicht in er Lage war, in die Schule zu gehen (bin Lehrerin) Wenn es stimmt, was der Chirurg meint, und es ist eine Stelle im Dünndarm, dann machen doch Abführmittel wenig Sinn, weil dort der Stuhl doch sowieso noch flüssig ist, oder? Wie gesagt, mir fehlt das Erlebnis, dass es irgendwann auch mal "gut" ist. Morgen bekomme ich noch ein Hydro-MRT, vielleicht klärt sich dadurch noch etwas. ...
    Ganz liebe Grüße, MariMax

  • hallo,


    bei mir war es das selbe erscheinungsbild, das du beschreibst. selbst die aussagen der ärzte treffen zu hundert prozent zu. erst nach 3 jahren wurden bei mir gallensteine im klinikum großhadern festgestellt, aber selbst danach haben weder mein onkologe noch diverse andere ärzte diese steine ein zweites mal diagnostizieren können. nach dem ich aber immer stärker werdende bescherden hatte, schickte mich mein onkologe zu einem sehr hochauflösenden ultraschall, den nicht jeder radiologe hat. im normalfall nur große unikliniken. dort konnte der behandelnde arzt innerhalb sekunden die gallensteine lokalisieren. 2 tage später war ich die dinger los und weitere 2 tage später wieder zu hause und was soll ich sagen ich bin seit dem absolut schmerzfrei.


    die sogenannten verwachsungen machen überhaupt keine beschwerden mehr.


    ich habe erst heute von dir gelesen und hoffe du kannst deine beschwerden noch einmal überprüfen lassen.


    alles gute


    sonja